FORVM » Themen » Begriffsinventar

Staat & Politik

Themen

Demokratie

  • Nichts gelernt seit Hitler
  • Thesen zwecks Politisierung der Schüler
  • Orwell nach dem Countdown
  • Ist die EWG demokratisierbar?
  • Links wie normal
  • (...)

Faschismus

  • Faschismus-Design
  • Vom geistigen Rang des Faschismus
  • Rechtsbruch geht zu Lasten der Regierung
  • Der SPÖ-Sieg ist ein Rechtsruck
  • Über Hirten und Herden
  • (...)

Imperialismus

  • Von Thieu zu Ho
  • Handelskrieg
  • Dritte Welt contra erste?
  • Neue Stufe der Kapitalskonzentration
  • Die Revolution der primitiven Rebellen
  • (...)

Kolonialismus

  • Nestlé liebt Babies
  • Durchs wilde Kurdistan
  • Bengalischer Bauernkrieg
  • Weiße Neger
  • Dritte Welt contra erste?
  • (...)

Nation, Nationalismus

  • Rumpf-Palästina?
  • Trennungszorestherapie
  • Die Selbstbestimmung der Völker
  • Matica Slovenská
  • Föderalismus als Mode
    Regionalismus als Ideologie
  • (...)

Nationalsozialismus

  • Judenmord — warum?
  • P.S: „Trottel“ statt „Nazi“
  • Kommunofaschismus in Polen
  • Die Richter sind unter uns
  • Südtirolismus
  • (...)

Populismus

  • Gemma Haider schaun’n!

Realsozialismus

  • Wir wählen unseren Direktor
  • Gewissen contra Parteilinie
  • Warum wir nicht schweigen dürfen
  • Warum ich schweigen muß
  • Sozialistische Volksrepublik Albanien
  • (...)

Recht & Justiz

  • Datenverarbeitung & Datenschutz
  • Gefängnis
  • Geheimdienste & Überwachung
  • Grundrechte
  • Polizei
  • Völkerrecht

Regulierung & Deregulierung

  • Steuerzahlers Märchen
  • Pyrrhus als Sozialpolitiker

Totalitarismus

  • Recht ist, was dem Richter nützt

Beiträge

Hannah Arendt

Über den Autoritätsbegriff

Ein Versuch zur Unterscheidung von „autoritär“, „tyrannisch“ und „totalitär“
November
1955

Plato, Rom und die Kirche Der Autoritätsbegriff ist, wie das Wort selbst, römischen Ursprungs. Weder die griechische Sprache noch die vielfältigen politischen Erfahrungen der altgriechischen Geschichte kennen ihn. Am nächsten kam griechisches Denken dem Begriff der Autorität in Platos politischer (...)

Erwin Weissel

Pyrrhus als Sozialpolitiker

Juli
1962

Die Grundsatzdebatte über den Staatshaushalt, die vom weithin angesehenen oberösterreichischen Industriellen Gustav Kapsreiter in unserem vorigen Jahrgang vom Zaun gebrochen wurde („Der Mythos vom Budget“, FORVM VIII/89), hatte junge sozialistische Nationalökonomen auf den Plan gerufen, denen mit (...)

Gustav Eduard Kafka

Neutralismus und engagierte Demokratie

Januar
1963

Wer unter einer Diktatur gelebt hat, weiß, daß „Neutralität“ gegenüber der Politik — politischer „Neutralismus“, politisches „Disengagement“ — eine der Ursachen totalitärer Herrschaft ist. Die „Neutralisten“ in der Demokratie werden die besten „Mitläufer“ in der Diktatur. Die Macht eines totalitären Regimes (...)

Gustav Eduard Kafka

Neutralismus und engagierte Demokratie (II)

Februar
1963

Die Wissenschaft, oder was sich als Wissenschaft ausgibt, hat jener „Alles ist Schwindel“-Mentalität durch Lehren Vorschub geleistet, die den nicht zu leugnenden Einfluß unsrer Wünsche, unsrer Triebe und unsres sozialen Milieus auf unser Vermögen, „Wahr“ und „Unwahr“, „Gut“ und „Böse“ zu erkennen, (...)

Alexander Lernet-Holenia

Geheimbünde in Österreich?

Juni
1963

Der Bayerische Rundfunk, der mich für einen genauen Kenner österreichischer Verhältnisse zu halten scheint, hat die Anfrage an mich gerichtet, was ich denn zu den Einflüssen zu sagen hätte, die hierzulande zum Beispiel die Industrie, der sogenannte Ce-Vau, die Theresianisten und die (...)

Erwin Weissel

Steuerzahlers Märchen

Notizen zur Irrationalität unserer Finanzpolitik
Oktober
1963

Wieder wird um das Budget gekämpft, wieder unter den sturmzerschlissenen Feldzeichen „linker“ und „rechter“ Wirtschaftsmythologie. Fern der einen wie der anderen kämpft untenstehend Dr. Erwin Weissel, Mitglied der Wirtschaftsabteilung der Wiener Arbeiterkammer und dennoch Nonkonformist, seinen (...)

Georg Lukács

Zur Debatte zwischen China und der Sowjetunion

Theoretisch-philosophische Bemerkungen
November
1963

Vor allem sei der rein theoretische, ja in mancher Hinsicht philosophische Charakter dieser Bemerkungen betont — der aber keineswegs eine Neutralität der Urteilsenthaltung bedeutet. Die Kontroverse selbst ist ein höchst wichtiges politisches Ereignis, dessen weitere Konsequenzen heute schwer (...)

René Marcic

Recht, Staat, Rechtsstaat

März
1964

In relativer Jugend und doch ganz ohne die oft zugehörige Ellbogentechnik ist René Marcic, Mitglied unserer Redaktion und Chefredakteur der „Salzburger Nachrichten“, vormals Dozent an der Universität Wien, in die vorderste Reihe des Nachwuchses an österreichischen Staatsrechtslehrern gelangt, wie (...)

Franz Nemschak

Planung ist nicht Bolschewismus

August
1964

Planung in der Wirtschaftspolitik darf nicht mit zentral bürokratischer Planwirtschaft östlicher Provenienz verwechselt oder gar identifiziert werden. Die entschiedene Ablehnung des kommunistischen Wirtschaftssystems darf nicht die Erkenntnis trüben, daß auch in einer grundsätzlich über den Markt (...)

René Marcic

Ernst Jünger und der Weltstaat

Februar
1965

Der Mensch, wie er da ist, steht mitten auf dem Feld des Rechts; er bestellt es, nimmer stampft er es aus dem Nichts. Selbst an düstersten Orten leuchtet das Licht des Rechts, „unter armsel’gem, rauchschwarzem Dach“: Δίκη δὲ λάμπει μὲεν ἐν δύσκαπνοις δώμασιν. Mit solch einschlagender Vorstellung vom (...)

René Marcic

Ernst Jünger und der Weltstaat

(II.)
März
1965

Wie ist Carl Ritters, des großen Geographen, großer Satz zu verstehen: „Auf den Menschen reimt sich die ganze Natur“? Hat überhaupt Protagoras je das Wort gesetzt, der Mensch sei das Maß aller Dinge? Mitnichten, im landesüblichen Sinn. Das Recht ist schlicht das transcendens: ihm sind Götter und (...)

Alfred M. Missong

E. K. Winter — Mitschöpfer der Zweiten Republik

Mai
1965

Der Mann, dem diese Zeilen gewidmet sind, ist, so scheint es, von unserer Gesellschaft bereits kurz nach seinem Tode im Jahre 1959 dem Schicksal der Vergessenheit überantwortet worden: Er hat dieser Gesellschaft mutiger und gründlicher widerstanden als jene, denen lobendes Angedenken zuteil wird. (...)

Felix Ermacora

Kelsen und die marxistische Staatslehre

Mai
1965

Eigentümlicherweise ist in der heute immer reicheren staats- und rechtswissenschaftlichen Literatur der westlichen Welt kaum ein Beitrag zu finden, der sich ernsthaft mit der Marx’schen Prophetie vom Absterben des Staates auseinandersetzt. Die klassische Staatswissenschaft ist daran fast achtlos (...)

Alfred M. Missong

E. K. Winter — Mitschöpfer der Zweiten Republik

(II.)
Juni
1965

Für Winter war somit jeder gegebene Staat besser als der erst kommende, utopische, durch die Revolution erzeugte. Daß man durch politische auch soziale Revolutionen vorantreiben könne, sei ein verhängnisvoller Irrglaube der Sozialdemokratie. Es habe sich vielmehr erwiesen, daß politische Umstürze (...)

Herbert Schambeck

Parteiadelsrepublik Österreich

November
1965

Österreich ist ein Parteienstaat, d.h. ein Staat, in dem mehr Parteien als eine wirkkräftig sind. Eine Mehrzahl von Parteien tritt wahlwerbend auf und beherrscht in eindeutiger Weise das Öffentliche Geschehen. Nur wenige Lebensbereiche haben keinen politischen Charakter; man spricht von einer (...)

Eduard März

Das Neo-Kapital

Zur gegenwärtigen Phase der Wirtschaft im Westen
Januar
1966

Dr. Eduard März, Leiter der wirtschaftswissenschaftlichen Abteilung der Arbeiterkammer in Wien, gehört zu den wenigen auch international wohlakkreditierten Vertretern der österreichischen Nationalökonomie. Gerade weil er deren linker Flügelmann ist, scheint uns seine nachfolgende wohlabgewogene und (...)

Heinrich Drimmel

Lauter Intellektuelle

Februar
1966

Der erste große Auftritt der Intellektuellen auf der politischen Bühne läßt sich auf den Tag genau feststellen: Versailles, 5. Mai 1789. Der König hatte die Generalstände einberufen; es war dies ein altes Mittel, die aufgeregten Gemüter zu besänftigen und neue Steuern bewilligen zu lassen. In (...)

Otto Haindl

Unterschiede zwischen Planung und Planung

März
1966

Gibt es Unterschiede zwischen Planung und Planung? Die Auseinandersetzung darüber ist in vollem Gang. Die alten Anhänger der Planung sind voll Hohn über Ausdrücke wie Planifikation, Wirtschaftsprogrammierung, planhaftes Wirtschaften. Sie sehen darin nur den schamhaften Versuch der „Liberalen“, den (...)

Norbert Leser

Tod und Leben des Austromarxismus

Zur Bilanz einer politischen Idee
Juni
1966

Laut Otto Bauer, dem Führer der österreichischen Sozialdemokratie während der Zwischenkriegszeit, hat der amerikanische sozialistische Publizist Boudin die junge Wiener Marxistenschule, die sich in den Jahren nach der Jahrhundertwende als Arbeitsgemeinschaft herausbildete, zuerst als die (...)

René Marcic

Demokratie heißt Kontrolle

Oktober
1966

Es heißt: Kontrolle vollendet demokratische Republik. Dennoch stellt der beliebteste und zugkräftigste Einwand unserer Zeit sich ein: die Verfassungsgerichtsbarkeit verstoße gegen die Demokratie, vollends gegen die Volkssouveränität. Hier, so schreibt Kelsen, glaube Carl Schmitt der (...)

Alfred Verdross

Der Primat des Völkerrechts

Oktober
1966

Den Ausdruck „Primat des Völkerrechts“ hat Hans Kelsen in seinem 1920 erschienen Werk „Das Problem der Souveränität und die Theorie des Völkerrechts“ geprägt. Er versteht darunter, daß das Völkerrecht nur dann eine Gemeinschaft gleichberechtigter Staaten konstituieren kann, wenn es nicht auf der (...)

Friedrich Koja

Streitbare und neutrale Demokratie

Oktober
1966

I. Die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland, das Bonner Grundgesetz (1949), bestimmt in Art. 21 Abs. 2, daß „Parteien, die nach ihren Zielen oder nach dem Verhalten ihrer Anhänger darauf ausgehen, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen oder den (...)

Ulrich Klug

Struktur und Praxis der Anarchie

Oktober
1966

Es ist aus der Mode gekommen, sich in der Rechts- und Staatsphilosophie über Staatsformen Gedanken zu machen. Das führt zu manchen Unklarheiten und eröffnet Möglichkeiten für bedenklichen Begriffszauber im politischen Bereich. Der aus der Lehre von den Staatsformen stammende Begriff der Anarchie (...)

Roland Nitsche

Vom Unfug, Köpfe zu zählen

Prolegomena einer gegenwärtigen Metaphysik der Statistik
Februar
1967

Statistik als eine Methode der Gesellschaftsbetrachtung ist sehr alt. Schon die „Schätzung“, zu der Joseph und Maria nach Bethlehem zogen, war eine Erhebung zu bevölkerungsstatistischen Zwecken. Leistungs-, Waren-, Steuer- und Vorratstatistiken für den Staatsbedarf waren bereits den so (...)

Manès Sperber

Geschick und Mißgeschick des Geistes in der Politik

August
1967

Manès Sperber, gebürtiger Österreicher, seit dreißig Jahren in Paris ansässig, Essayist und Romancier von europäischem Ruf („Der brennende Dornbusch“, „Die verlorene Bucht“, „Die Achillesferse“, Trilogie „Wie eine Träne im Ozean“), Schüler Alfred Adlers, tief geprägt vom Erlebnis des spanischen Bürgerkrieges (...)

Claus Gatterer (Übersetzung) • Georg Lukács
Glossen zur Zeit

Alle Dogmatiker sind Defaitisten

Mai
1968

Genosse Professor, Sie haben vor kurzem die Ansicht geäußert, daß sich in neuerer Zeit in der Welt eine Situation herausbilde, die dem zunehmenden Einfluß der marxistischen Lehre sehr günstig sei. Im Westen, sagten Sie damals, erfasse das Interesse für den Marxismus immer breitere Kreise und die (...)

Kurt Greussing

Zur Psychopathologie der Parteien

November
1968

Nachfolgendes wird manchen meiner Parteifreunde zu pauschal sein. Mir eigentlich auch (außer in der konkreten Kritik an mir, die ich als richtig akzeptiere). Anderseits ist dies endlich ein saftiger Beitrag zur längst anständigen wissenschaftlichen Kritik des Parteiwesens in Österreich. Er bedarf (...)

Milovan Đilas

Warnung an die Neue Linke

April
1969

Milovan Djilas, mehrfach FORVM-Autor ist nach neun Jahren Gefängnis entlassen und sogar mit einem Paß versehen worden. Er wird in Wien, auf Einladung des NEUEN FORVMS und des Kritischen Klubs, einen Vortrag halten: „Die unvollkommene Gesellschaft/jenseits der Neuen Klasse“. Dies ist auch der Titel (...)

Kurt Jürgen Huch

Alle Macht den Räten?

Juni
1969

„Die Wiedertäufer der Wohlstandsgesellschaft“, hrsg. von Erwin K. Scheuch, Markus Verlag, Köln, 1968. Eric Ertl: „Alle Macht den Räten?“‚ Europäische Verlagsanstalt, Frankfurt, 1968. Daß die bestehende Welt die beste aller möglichen sei, war für Leibniz kein Glaubensartikel; es resultierte aus dem (...)

Heinz Kuby

Ist die EWG demokratisierbar?

III. Teil einer Analyse
Dezember
1970

4. Am Übergang zur „definitiven“ Phase der EWG ist eigentlich nur eines definitiv: das Defizit an Politik. Die gemeinschaftlichen „Sachzwänge“ haben zugenommen, auch die Bereitschaft, ihnen zu entsprechen, aber die dazu benötigte politische Macht ist nicht mitgewachsen. 4.1. Wie wahrscheinlich ist (...)

Iring Fetscher

Apriorische Gesellschaft

Über Max Adler / Vortrag in Wien 1967
November
1971

I. Erkenntnistheorie Max Adler, ein bedeutender Theoretiker der österreichischen Sozialdemokratie, gehört zu den wenigen marxistischen Philosophen, deren Werk durch die Einordnung in eine Richtung oder Schule nicht ausreichend gekennzeichnet ist. Max Adler ist als Kantianer und Austromarxist, (...)

K. G. Fischer

Politisch verbildete politische Bildung

Januar
1972

I. Kürzlich stand ich in der Südsteiermark vor einer Klasse des Polytechnischen Lehrgangs, und zwar einer reinen Bubenklasse. Ich sollte und wollte dort in einer Doppelstunde vorführen, was ich — im Sinn eines „Einstiegs“ — unter demokratischem politischem Unterricht verstehe, wofür ich seit mehr als (...)

Helmut Gollwitzer

Grundgesetz deckt Linksradikale

Juni
1972

Der vierte Kanzler der Bundesrepublik Deutschland ist nicht ein altersgrauer Zeuge der wechselvollen Perioden deutscher Geschichte auf dem Wege vom 19. zum 20. Jahrhundert; er ist nicht Repräsentant des deutschen Bürgertums, geschweige denn ein so penetrant typischer, wie es seine beiden letzten (...)

Wilhelm Burian

Sowjetunion: bürgerlicher Staat ohne Bourgeoisie

Probleme der Übergangsgesellschaft
Dezember
1972

Was sind Übergangsgesellschaften, welche Entwicklungslinien lassen sich nachzeichnen, von welchen Widersprüchen werden sie.geformt und was sind ihre Perspektiven? Die Frage nach dem Charakter der Übergangsgesellschaften: Gesellschaftsformationen auf dem Weg zum Sozialismus sind theoretisch und (...)

Wilhelm Burian (Übersetzung) • Harry Magdoff • Paul M. Sweezy

Handelskrieg

Die Krise der amerikanischen Bourgeoisie
Juli
1973

P. M. Sweezy und H. Magdoff sind die gegenwärtig bedeutendsten marxistischen Ökonomen der USA. Sie haben schon mehrfach die gegenwärtige Entwicklung des Kapitalismus untersucht (H. Magdoff, Das Zeitalter des Imperialismus; Baran/Sweezy, Monopolkapital). Ihre Analysen publizieren sie fortlaufend in (...)

Andrew Gamble • Paul Walton

Die Weichteile des Kapitalismus

Marxistisches Inflationsmodell am Beispiel Englands
Juli
1974

Im Jänner/Februar-Heft behandelte Jacob Morris die Inflation aus amerikanischer Sicht. Während der amerikanische Kapitalismus nach Vietnam einen leichten Rückschlag erlitten hat, kämpft der britische seinen Todeskampf. Entsprechend den nationalen Besonderheiten heben die englischen Autoren Gamble und (...)

Paul M. Sweezy

Ohne Rüstung Krise

Diagnose des amerikanischen Kapitalismus
Juli
1974

1 Illusionen der Keynesianer Bis auf wenige Ausnahmen stimmen die Ökonomen der kapitalistischen Länder, liberale wie konservative, darin überein, daß die Regierungen in den fast vier Jahrzehnten seit der Veröffentlichung von Keynes’ „General Theory of Employment, Interest, and Money“ über Mittel (...)

José Baptista

Von der Kapitalbürokratie zur Sozialbürokratie

Bürokratie in Ost und West
September
1974

1 Die Ost-West-Links-Rechts-Verkehrung Die gegenwärtige Situation der Linken in den Industrieländern ist, offen gesagt, beklagenswert. Ein großer Teil dieser Linken ist schon etabliert oder ist gerade im Begriff, sich in das gesellschaftliche Establishment zu integrieren. Diesem Teil der Linken (...)

Gisela Wenzel

Die schwarze Spur

Attentate und Putschversuche der Neofaschisten
Dezember
1974

1 Die Alternativen: Linksregierung, Gaullismus, Faschismus Marx hat einmal gesagt, daß alle großen weltgeschichtlichen Ereignisse zweimal passieren — das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce. Als Mussolini im Oktober 1922 seinen „Marsch auf Rom“ im Schlafwagen zurücklegte, vollzog sich — (...)

Marcelle Padovani

KP hilf!

Wie Italiens KP durch einen historischen Kompromiß das Land vor dem Faschismus rettet
Dezember
1974

Seitdem der Generalsekretär der KP Italiens Enrico Berlinguer die Formel des „historischen Kompromisses“ lanciert hat, beflügeln kindliche Hoffnungen die Vorstellungswelt so mancher Aktivisten. Mit glänzenden Augen, wie von einer langerwarteten Belohnung, sprechen sie vom „historischen Kompromiß“: „An (...)

Aike Blechschmidt

Die Profitspirale

Ein marxistisches Modell zur Erklärung der Inflation
Januar
1975

Warum steigen die Preise seit dem Zweiten Weltkrieg nahezu ununterbrochen an? Warum klettern sie seit 1970 beschleunigt? Wie kommt es, daß selbst bei rückläufigem Absatz die Preise angehoben werden können, daß also wirtschaftliche Stagnation mit Inflation zusammenfällt („Stagflation“), wo es doch in (...)

Samir Amin • André Gunder Frank

Eins, zwei, drei — 1984 !

Januar
1975

Wie der Kapitalismus seine Krise überwinden will. Interview mit der italienischen Linkszeitung Il Manifesto. Manifesto: Die gegenwärtige Krise ist unserer Ansicht nach eine Phase der allgemeinen Krise des Gesamtkapitalismus. Dieser ist heute, selbst in Konjunkturzeiten, sowohl außerstande, die (...)

Terence McCarthy

Dem Kapital geht die Luft aus

Der Staat muß den ganzen Laden übernehmen
März
1975

1 Hochzins: Wie der Staat den Privatbanken Kapital entzieht Der Kapitalismus liegt im Sterben. In einem Land nach dem anderen drängt der Staat die privaten Banken in die Ecke, indem er höhere Zinsen für Spareinlagen bietet als sie. Das kapitalistische Unternehmertum kann folglich nicht mehr auf (...)

Alexander Langer

Was tun gegen einen Putsch?

Portugal und Italien im Frühjahr 1975
April
1975

Seit dem Putsch in Chile von 2. September 1973 ist unter den Linken ein gewisser Fatalismus bezüglich der bürgerlichen Exekutive verbreitet. Unser italienischer Mitarbeiter Alexander Langer zeigt anhand von jüngsten Beispielen aus Portugal und Italien, daß und wie man einem reaktionären Putsch bzw. (...)

Richard Vahrenkamp

Sozial-industrieller Komplex statt Rüstung?

Juli
1975

James O’Connor: Die Finanzkrise des Staates, Suhrkamp 1974, 395 Seiten, DM 12, öS 92,40 Die politische Ökonomie der USA erscheint dem Europäer häufig in einer Vielzahl verwirrender Facetten. Es ist das Verdienst James O’Connors, in dieses Bild erstmals ordnende Gesichtspunkte hineingebracht zu (...)

Hans Prader

Das Lohnkorsett

Wie die Sozialpartnerschaft nach 1945 in Österreich installiert wurde
März
1976

Den Wiederaufbau haben die Arbeiter bezahlt — durch Mehrarbeit und Lohnverzicht. Hans Prader erklärt, wie es der Gewerkschaft gelang, die Arbeiter an die Kandare zu nehmen. Die Arbeit erscheint in erweiterter Form demnächst unter dem Titel „Die Angst der Gewerkschaft vorm Klassenkampf“ als erstes (...)

Ulrike Meinhof

zerstörte fighter

letzte aufzeichnungen aus der zelle
Juli
1976

Staatssschutzwissen und Staatsschutzmeinung über Baader/Meinhof füllt mittlerweie Tonnen von Papier. Als Ulrike Meinhof am 9. Mai 1976 tot in ihrer Zelle in Stuttgart/Stammheim aufgefunden wurde, versuchten die Behörden sofort, die Ursache in Streitigkeiten innerhlab der Gruppe zu verlegen, um (...)

focus-Kollektiv

Leckerli für Banken

Krisenmanagement in der Schweiz
März
1977

lm Wirtschaftsteil der bürgerlichen Zeitungen gilt die Schweiz als die wahre Insel der Seligen: eine rigorose Deflationspolitik mit stahlharter Währung und geringer Inflationsrate, aber fast ohne Arbeitslose. Nur in der Schweiz konnte sich der Kapitalismus am eigenen Zopf aus dem Sumpf der Krise (...)

Dirk Ipsen

Raubvögel der Krise

Dramaturgie der westdeutschen Wirtschaftspolitik 1967 bis 1976
März
1977

Innerhalb des modernen Marxismus wird heftig über die Frage debattiert, ob der Staat durch seine Interventionen den Krisencharakter des Kapitalismus beseitigen könne. Der Darmstädter Nationalökonom Dirk Ipsen beschreibt in seinem folgenden Aufsatz die Grenzen des Staatsinterventionismus: Die (...)

Günther Nenning

Gott erhalte, Gott beschütze*

Oktober
1977

Daß ein Text erscheint, der mit wissenschaftlicher Fundierung den offiziellen Geschichtsmythos vom KP-Putsch 1950 zerstört, geschieht in Erfüllung jener typischen Funktion des NEUEN FORVM, Gegeninformation unter die Leute zu bringen und sozialistischen Pluralismus zu beweisen. Hingegen stimme ich (...)

Helmut Konrad

Kein Putsch

Legendenkehraus zum Oktoberstreik 1950
Oktober
1977

Manche historischen Prozesse verdeutlichen anschaulicher als jede theoretische Erläuterung die Schwierigkeiten der positivistischen Forderung nach „objektiver‘‘ Geschichtsbetrachtung. Sie soll sich ausschließlich an den konkreten historischen Fakten orientieren, wird aber gerade dadurch dem (...)

Jean Genet

Staatsschuld

Die RAF hat recht
Oktober
1977

Am 2. September 1977 gab sich Jean Genet als Sympathisant zu erkennen, und das gleich auf der ersten Seite von Le Monde, wo dieser Essay unter dem Titel „Gewalt und Brutalität“ erschien, quasi als Solidaritätsadresse zum Hunger- und Durststreik der RAF-Häftlinge. Notabene drei Tage vor der (...)

Aike Blechschmidt

lm Krisensumpf

3 Jahre Krise, 10 Jahre Neue Linke
Januar
1978

Aike Blechschmidt hat mit seiner Krisenprognose, die er vor zwei Jahren im NEUEN FORVM publizierte, recht behalten. Er prophezeite keinen Kladderadatsch, sondern eine Summe von Teilkrisen, worauf die Regierungen mit flexibler Staatsintervention antworten würden. Dafür prägte er das inzwischen (...)

Horst Mahler

Neubeginnen

Brief aus dem Kerker
März
1978

An wem liegt es, wenn die Unterdrückung bleibt? An uns. Brecht Tegel, im Jänner/Februar 1978 Die Gralshüter des Goldenen Kalbes sind auf der Suche nach den Ursachen und Gründen des Terrorismus. Doch für die Reaktion ist nichts gefährlicher, für unser Überleben nichts wichtiger als die wahre Antwort (...)

Günther Nenning

Staatsverliebt wie der alte Hegel

März
1978

Lieber Horst Mahler, ich finde Deinen Text faszinierend, eine zukunftsträchtige Bankrotterklärung, ein Wende- und Umschlagspunkt in der Theorie der Linken. Im Schwenken und Schwanken von links nach rechts gibst Du vielleicht dem Dregger ein Stück allzu recht. Du bist ja fast so in den Staat (...)

Horst Mahler

Hegel wieder ausbuddeln ...

Mai
1978

Tegel, den 15. März 1978 Lieber Günther, die Büchersendung und Dein Brief haben mich erreicht. Herzlichen Dank! In Deinem Buch habe ich erst das Schlußkapitel und die Seiten 7-120 gelesen. Schon in Deinem NF-Aufsatz „Gegenangriff“ hatte ich viele Berührungspunkte entdeckt. Dein Buch hat diesen (...)

Günther Nenning

... aber bitte auf die Füße stellen

Mai
1978

Wien, 6. April 1978 Lieber Horst, das mit dem notwendigen Überziehen eines Arguments zwecks Überwindung (s)eines Standpunktes sehe ich ein, und Ausdifferenzieren ist immer gut. Aber sehr weit würdest Du dabei nicht kommen, denn Dein Malheur ist, daß Du vom guten alten Hegel ausgehst, als er noch (...)

Horst Mahler

Staat muß sein

Brief aus dem Kerker II
Mai
1978

Als die feudale Produktionsweise noch die herrschende, aber nicht mehr die historisch notwendige war, nahm sich der absolutistische Staat der ökonomischen Interessen der aufstrebenen Bourgeoisie an. „Die zentralisierte Staatsmacht, mit ihren allgegenwärtigen Organen — stehende Armee, Polizei, (...)

Friedrich Geyrhofer

Der letzte Walzer

Tanz ums Atom in Wien und Bonn
September
1978

Von Schweden gelernt Die norddeutschen Wahlerfolge der Grünen und Bunten am 4. Juni — Schwalben, die einen Sommer machten — haben paradoxerweise ihre ersten und deutlichsten Konsequenzen in Österreich bewirkt. Die Landtagswahlen in Niedersachsen und Hamburg elektrisierten die Wiener Politik. Hier (...)

Günther Nenning

Papier und Wirklichkeit

Innovation und Viskosität politischer Programme am Beispiel SPÖ
September
1978

Ernsthafte Revolutionäre denken nicht an blutige Revolutionen. Musil: Mann ohne Eigenschaften, 79. Kapitel 1. Theorie 1.1 Programm als Spiegelbild In einer arbeitsteiligen Gesellschaft sind auch die Parteien arbeitsteilig. Unter den Funktionären machen die einen Politik, die anderen Programm. (...)

Aike Blechschmidt

Welt-Mark

Pyrrhussieger Schmidt
September
1978

Die wirtschaftliche Lage der BRD ist weiterhin labil, die politische scheint zunehmend labiler zu werden. Je länger ein labiles Gleichgewicht dauert, um so spannender wird es: Übergang zur Stabilität oder ein Ende mit Schrecken? Man will die westdeutsche Konkurrenzfähigkeit am Weltmarkt stärken, um (...)

Wolfgang Harich • Hanswerner Mackwitz

Der Stern von Zwentendorf zog mich her

Von der DDR nach Österreich aus ökologischen Gründen
Juli
1979

Wie jetzt bekannt wurde, wird der Philosoph Wolfgang Harich, 55, von einer nach Spanien und Österreich unternommenen Reise vorerst nicht in die DDR zurückkehren, sondern sich in Wien niederlassen. Hier sprach mit ihm über seine Motive der Diplomchemiker und Wissenschaftspublizist Hans Werner (...)

Leopold Kohr

Wirtshaus is beautiful

Kleinzellen-Philosophie
Juli
1982

Der österreichische Denker Leopold Kohr wurde Ende April in Salzburg geehrt. Landesregierung und Rundfunk veranstalteten ein Symposium mit dem Titel „Rückkehr zum menschlichen Maß”. Kohr hielt dort die folgende Ansprache. Ich muß mich zuerst entschuldigen für mein stolperndes Deutsch. Ich habe (...)

Günther Nenning

Sozialismus als radikale Kritik am Staat

31 Thesen zu einem verfehlten Thema, gestellt vom Bayerischen Seminar für Politik
November
1983

REMOTA IGITVR JVSTITIA QVID SUNT REGNA NISI MAGNA LATROCINIA Augustinus De civitate Dei IV/4 1) Spricht man über Sozialismus als radikale Kritik am Staat, kann man das Thema nur radikal verfehlen. Der traditionelle Sozialismus ist keine radikale Kritik am Staat. Der traditionelle Sozialismus (...)

Otto Fielhauer

Wie man sich hinaufturnt und was wird in der Politik

November
1983

Mit Staunen haben viele von uns in den letzten Monaten erlebt, wie man zu den hohen und höchsten Amtern des Staates vorstößt. Manche sind schon zum zweiten — oder gar zum dritten mal — Minister geworden (jeweils in einem anderen Ministerium!) — andere haben trotz innigsten Anstrengungen nicht einmal (...)

Adalbert Evers

Zwischen Verstaatlichung und Wiedereinbürgerung

Die politische Kultur Österreichs und ihrer Intellektuellen aus ausländischer Perspektive
März
1984

Ihr Intellektuellen wir

Helmut H. Haschek

Brauchen wir einen neuen Contrat Social?

April
1987

Es gibt sie, eine humane Liberalität urbaner Bürgerlichkeit. Sie hat es in Österreich nie zu relevanter Parteienbildung gebracht, aber hervorgebracht hat sie — wenige genug — Persönlichkeiten des öffentlichen, mehr noch des Wirtschaftslebens, die berufliche Kompetenz mit Intellektualität verbinden. (...)

Franz Schandl

Freiheitlich demokratische Grünzeug-Ordnung

April
1987

Für Freda, wie wir sie gar nicht kannten, war er eine der „Fransen, die man abschneiden muß“, ein „Totalitärkommunist“ für Nenning, der ihn aber jetzt dem FORVM zugeführt hat (danke!); geboren 1960, gelernter Historiker, in Heidenreichstein Gemeinderat der Alternativen Liste, deren Mitglied seit 1982; (...)

Franz Schandl

Links wie normal

Mai
1988

Alle Gedenkjahre wieder sind die Österreicher aufgerufen, Antifaschismus zu üben. Die nationalsozialistische Vergangenheit wird verurteilt, der Austrofaschismus schon etwas weniger, die Gegenwart wird vor diesem düsteren Hintergrund ausdrücklich gelobt. Wir, die guten Demokraten verschiedenster (...)

Alfred J. Noll

In die Schlangengrube

Wie die EG unsere Verfassung abschafft
Juli
1988

Allüberall wird geeifert: Ministerialbeamte durchforsten auf Weisung übergeordneter Dienststellen das österreichische Recht auf seine EG-Verträglichkeit, kleinere und größere Geister des in Österreich ohnedies aufs Parteipolitische verkürzten Öffentlichen Lebens mahnen unentwegt zum raschen Beitritt; (...)

Louise Mack

Aus Staatsraison

August
1989

Stellen Sie sich vor: Sie lassen Ihren Wagen langsam in eine ruhige Kreuzung rollen, hören hinter sich plötzlich ein tierisches Gebrüll und einige unverständliche Worte. Im Rückspiegel sehen Sie, mitten in der Gasse, einen mit ausgebreiteten Armen und wehendem Mantel auf Ihren Wagen losstürmenden (...)

Louise Mack

Politvergnügen

August
1989

Wahlergebnisse im TV. Die einen kleben weiterhin an ihrer jeweiligen Großpartei — der Posten oder der erwarteten Schlagworte und vertrauten Slogans wegen — und die anderen, diese Zuwachsin-Prozent-Sieger, sind schon dabei, ihre alte politische Heimat neu zu besetzen. Das am Wahlabend vom TV (...)

Ilse Bindseil

Kritische Politologie und politische Triebtheorie

Zwei wiederaufgelegte Grundlagentexte der ersten APO* in der Bundesrepublik Deutschland
Mai
1991

1987 brachte der Freiburger Ça ira-Verlag ein Reprint von Frank Böckelmanns im März 1966 erstmals veröffentlichtem Essay über „Die schlechte Aufhebung der autoritären Persönlichkeit“, im Frühjahr 1990, beinahe auf den Tag seiner Emeritierung, Johannes Agnolis 1967 im Rahmen eines gemeinsamen Projekts mit (...)

Franz Schandl

Demos und Büros

30 Thesen über Bürokratie und Staat, Freiheit und Sozialismus
Juli
1991

Wir erleben gegenwärtig einen immer stärkerern Durchbruch planwirtschaftlicher Gedanken in der Wirtschaft. Bruno Kreisky 1967 I. Wenn es in der Öffentlichkeit um die Bürokratie geht, dann wissen wir schon, daß es gegen die Bürokratie geht. Angesagt ist, was gefällig ist: Denunziation statt Debatte. (...)

Peter Gstettner

Föderalismus als Mode
Regionalismus als Ideologie

Dezember
1991

Was verbirgt sich hinter dem „Europa der Regionen“? Regionalismus und Föderalismus werden meist in einem Atemzug genannt. Die Begriffe werden synonym verwendet, obwohl sie konzeptuell durchaus zu unterscheiden wären. Aber auf Unterscheidungen und Differenzierung scheint die derzeitige Debatte (...)

Alfred J. Noll

Gleichheitsrecht und Höchstgericht

Traktat übers gegenwärtige Legiferieren abseits des Normenmaterials
Mai
1992

1. Teil: Das Reichsgericht und seine Umgebung (1867-1918) Avant propos Als sich der Herr Professor Ahrens im April des Jahres 1850 in Graz einfand, um seinen Lehrstuhl für Philosophie und die philosophische Rechts- und Staatswissenschaft zu besetzen, da brachte er eine deutsche Übertragung (...)

Herbert Auinger

Zur Entblätterung des Haider-Mythos

November
1992

I. Haider, der Oppositionspolitiker Das »profil« und andere Medien führen gegen Jörg Haider eine „Kampein“, wie Waldheim sich ausdrücken würde — und daran ist nichts kritikabel. Wenn dort Einwände gegen diesen Herrn vorliegen, warum sie nicht publizieren? Entscheidend ist doch wohl die Qualität dieser (...)

Herbert Auinger

Wie Hans und Magnus einmal herzlich lachen mußten

Der kritische Geist steht stramm
Dezember
1992

... Vorwürfe ... sagen womöglich mehr über die Ankläger als über die Beschuldigten aus. (H. M. Enzensberger) Wer sich in die politischen Diskurse der deutschen Öffentlichkeit einmischt, der tut es auf eigene Gefahr. ... Wer sich auf die Prämissen des jeweiligen Talkmasters einläßt, ist schon (...)

Herbert Auinger

Der gebändigte Staat

Kurzer Nachtrag zu einer unterbliebenen Diskussion über eine These von Rudolf Burger
April
1993

Rudolf Burger hat sich anläßlich einer »profil«-Bitte um „Grundsätzliches” prinzipiell zum staatlichen Gewaltmonopol über das gemeingefährliche Volk bekannt und es sich dabei unter dem Titel „Populismus und Demokratie“ in einem klassischen „Nest von Widersprüchen“ bequem gemacht: Man sollte Haiders (...)

Amelie Lanier

Über Nationalismus und Staatsgründungen

in der Umgebung von Österreich und überhaupt
Juli
1993

Eine Erscheinung beunruhigt die Gemüter, die angeblich als „überwunden“ galt, geistesgeschichtlich im vorigen Jahrhundert und politisch bei Extremisten und Querulanten angesiedelt wurde: „Nationalismus“ macht sich breit in Europa, wird mit Lichterketten und frommen Wünschen bzw. ernsten Warnungen (...)

Jacques Attali • Ulli Stadler (Übersetzung)

Demokratie ohne Grenzen

Juni
1994

Jacques Attali verteidigt das freie Zirkulieren von Menschen und Ideen auf dem europäischen Kontinent. Ich bin immer wieder über einen Satz erstaunt gewesen, den ich in meiner Jugend gelesen und als Motto für mein erstes Buch genommen habe; der Ausspruch fiel in einem Gespräch von Niels Bohr mit (...)

Heiner Fürst

Im Wirtshaus Zur Staatsgewalt

Juni
1995

Onkel Klestil macht Quatsch. Nebst zwei Briefen des Herausgebers. Am 24. Dezember des Vorjahres war es, high noon zwischen dem Herbeischleppen der letzten Geschenke und dem Beginn des Baumschmückens, als knapp nach 13 Uhr im Rahmen der Sendung ‚Licht ins Dunkel‘ auf FS 2 des ORF die beiden (...)

Perrine Wilhelm

Gewalt und Politik bei Günther Anders und Hannah Arendt

Vortrag an der Tagung „Technik – Macht – Gewalt. Günther Anders und die Politik / das Politische“, Freiburg 16.–18. November 2017
September
2021

Dieser elfte der zweiundzwanzig Beiträge konfrontierte am zweiten Tag präzise das Tagungsthema. Günther Anders’ späte Thesen zur Gewalt hatten dem beinahe Neunzigjährigen fast ausschließlich heftigen Widerspruch, Schelte und die Verdächtigung als senil eingetragen. Er selbst konstatierte schmunzelnd, (...)

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