Nationalsozialismus
Beiträge
Im Jahre 1939 lernte ich eine Frau von H., eine Großnichte oder Urgroßnichte Ulrikens von Levetzow kennen, und das kam so: Ich befand mich damals auf einer Fahrt nach Westindien, die mehrere Monate für sich in Anspruch nehmen sollte. Das Schiff war nur halb belegt, und die Passagiere sahen (…)
Bundesminister Dr. Christian Broda, vor seinem Einzug in den Justizpalast unser Rechtsfreund und Mitbegründer, beteiligt sich hiemit erneut an unserer Generaldebatte über den Zustand der Zweiten Republik — eine Debatte, die er vor nunmehr fünf Jahrgängen eingeleitet hat (vgl. das Verzeichnis der (…)
Aus unveröffentlichten Briefen von Hermann Broch
Die nachfolgenden Briefe bedürfen einer persönlichen Vorbemerkung, weil sie Dokumente einer persönlichen Freundschaft sind. Einige andere Briefe, die Hermann Broch an mich gerichtet hat, wurden um ihres allgemeinen und hauptsächlich literarischen Interesses willen in den Briefband der (…)
Herbert Eisenreich unternimmt hier den riskanten Versuch, ein brennendes, von unsäglichen Emotionen belastetes Thema — das Thema der nazistischen Morde und der nazistischen Mörder — so kühl und nüchtern zu behandeln, als wäre diese Behandlung in der Wirklichkeit schon längst abgeschlossen. Wir (…)
Musik ist eine unpolitische Kunst. Man kann einer Melodie jeden Text unterlegen, einen weltlichen und einen geistlichen, einen kommunistischen und einen faschistischen. Sie sträubt sich nicht dagegen. Und deshalb läßt sich Musik müheloser als jede andere Kunst für politische Propagandazwecke (…)
Inzwischen hatte Erich Kleiber durchgesetzt, in einem Konzert mit der Staatskapelle in der Staatsoper Unter den Linden ein neues Werk von Alban Berg zu dirigieren. Er hatte mit Berg seit langem wegen der Uraufführung der Oper „Lulu“ korrespondiert. Die Komposition zog sich länger hin, als beide (…)
Anmerkung des Verfassers: Der im folgenden abgedruckte Vortrag wurde vor genau dreißig Jahren — ganz genau: am 3. November 1933 — im Arbeiterbildungsverein Wien IX (Sensengasse) gehalten. Das Manuskript war mir 1938, nebst vielem andern, abhanden gekommen und ist vor kurzem durch einen nicht (…)
Trotz der umfangreichen Literatur über die Weimarer Republik, ihre Endphase und die Entwicklung des Nationalsozialismus bis zum Regierungsantritt Hitlers sind die Forschungen über diesen Zeitraum keineswegs abgeschlossen. Das Zusammenwirken verschiedener Umstände erschwert den genauen Einblick (…)
Nachstehend veröffentlichen wir — aus Raumgründen mit einigen unwesentlichen Kürzungen — den zweiten Teil des Vortrags, den Friedrich Torberg im November 1933 vor einem sozialdemokratischen Auditorium in Wien gehalten hat. Die durch kleineren Druck gekennzeichneten [hier: grau unterlegten] (…)
„Die Taktik, ideologische Gegner nicht nur physisch zu vernichten, sondern in Schauprozessen auch moralisch zu verdammen‚ ist uralt“, schreibt Egon Eis im Vorwort zu seinem demnächst im Econ-Verlag, Düsseldorf und Wien, erscheinenden Buch „Illusion der Gerechtigkeit“. Eis, schon vor einigen (…)
Unter dem Titel „Recht ist, was dem Richter nützt“ charakterisierte Egon Eis, FORVM XII/140-141, die NS-Justiz in einem allgemein gehaltenen Beitrag; daran schließt sich leider ganz zwanglos der nachfolgende, speziell österreichische. Noch spezieller Österreichisches veranlaßt uns, hiefür ein (…)
Im vorigen Heft brachte das FORVM einen Beitrag von Christian Broda mit der Einbegleitung, es bekenne sich hinsichtlich des Autors „nach wie vor zu Wertschätzung und Hochachtung vor einer Mischung von Intellekt und Dynamik, wie sie in Österreich heute wahrhaft selten und dementsprechend kostbar (…)
[(Vorbemerkung Ich komme der Aufforderung der Redaktion des FORVM zur Stellungnahme zu den Aufsätzen „Die Richter sind unter uns“ (Heft XII/142) und „Die Richter bleiben unter uns“ (Heft XII/143) nach, weil an mich als Bundesminister für Justiz einige Fragen gerichtet wurden, die ich für die (…)
Über Reimund Schnabels: Mißbrauchte Mikrophone — Deutsche Rundfunkpropaganda im Zweiten Weltkrieg. Eine Dokumentation, Europa-Verlag, Wien 1967. In dem als „geheim“ gekennzeichneten „Arbeits- und Finanzplan für die Deutsche Auslands-Rundfunk-Gesellschaft Interradio AG“ vom 5. November 1941 (…)
Ich habe mir oft Gedanken darüber gemacht, daß Sie sich aus einer Art Idealismus zu weit mit der polnischen Angelegenheit einlassen könnten. Bei aller Sympathie mit der gegenwärtigen dortigen Regierung kann ich nicht an der Labilität der Verhältnisse zweifeln. Nach einiger Zeit werden die (…)
Was ist das Ergebnis der langen Verhandlungen der Südtiroler Volkspartei über das Ergebnis der langen Verhandlungen zwischen Österreich und Italien über Südtirol? Die eigentlichen Probleme liegen wieder einmal nicht dort, wo Politiker sie gelöst zu haben behaupten. Sondern, zum Beispiel, wo (…)
Am 20. Oktober 1969 wurde Pendereckis Auschwitz-Oratorium „Dies Irae“ bei den „Musikprotokollen“, dem Musikfest des sogenannten Steirischen Herbstes, in Graz aufgeführt. Die Aufführung war eine doppelte Niederlage. Ich spreche nicht nur von der widerwärtigen Pseudohieratik und der (…)
Die Randdeutschen
I. Nationale Minderheiten als Binnenkolonien Hans Steinacher (1892-1971) vereinigt in seiner Person alle Züge, die den völkischen Imperialismus ausmachen: Grenzlandlehrer, Weltkriegsoffizier, Freikorpskämpfer, Auslandsdeutschenfunktionär in der Weimarer Zeit und unter Hitler, eingeschränkte (…)
Konrad Lorenz erhielt Anfang Oktober zusammen mit Karl Frisch und Nikolaas Tinbergen den Medizin-Nobelpreis für 1973. 1940 publizierte er in der „Zeitschrift für angewandte Psychologie und Charakterkunde“, Leipzig, eine Arbeit, aus der die nachfolgenden Zitate stammen (Band 59, Heft 1 und 2, (…)
Charles Bettelheim: Die deutsche Wirtschaft unter dem Nationalsozialismus. Übersetzt von Jörg Hofmann und Suzanne Wieczorek. Trikont-Theorie, München 1974, 333 Seiten Die vorliegende Jugendarbeit Bettelheims, geschrieben in der unmittelbaren Nachkriegszeit, gilt in der Literatur über den (…)
NSDAP-Mitgliedsnummer 5,216.415, SS-Nummer 290.947. 1939 beim „Unternehmen Tanneberg“, Beteiligung an Liquidierungen im Raum Poznan am 10. September 1939, in und um Gdansk am 14. September 1939. 1941 SS-Obersturmbannführer und Gruppenleiter, konstruierte zusammen mit SS-Untersturmführer Dr. (…)
Im Mai 1945, heute vor dreißig Jahren, war es mit dem Dritten Reich und mit dem Hitlerkrieg endgültig vorbei. Ich erinnere mich noch an das Aufatmen, damals in London. Von den Nazis vertriebene Flüchtlinge und kriegsgefangene deutsche Soldaten, die Ausgang hatten, umarmten einander auf der (…)
Die Geschichte des Anschlusses in der Ersten Republik enthält noch vieles, was sich unsere Schullehrbücher bisher nicht träumen ließen. Zum Beispiel, daß am Republikgründungstag, dem 12. November 1918, von der provisorischen Nationalversammlung Deutschösterreichs auch der Anschluß an die (…)
Neuer Klub, alter Klub „Wir sind doch eine feige Gesellschaft geworden. Charakterlos!“ Die markigen Worte des Redners stehen in einem merkwürdigen Gegensatz zu seinem Äußeren: ein kleines altes Männlein, das mit versagender heiserer Stimme zu einem Schock Altnazis spricht, die vor ihm ein (…)
Der Mord an den Juden ist das schwarze Loch in der Menschheitsgeschichte. Wenn wir achtlos daran vorbeigehen, könnte es uns alle verschlingen. Das Dunkelste und Unheimlichste an Hitlers Judenmord ist bis heute sein Motiv. War es bloßer Wahnsinn oder hatte das Methode? Wenn wir auf eine Antwort (…)
Wie stets bisher waren die Feiern zum Gedenken an die Kärntner Volksabstimmung des Jahres 1920 fest in deutscher Hand. Die Slowenen sind an der „Begegnung in Kärnten“ nicht beteiligt. Marschiert sind am 10. Oktober Abwehrkämpfer, Landestrachtenverein, Bürger- und Goldhaubenfrauen, (…)
Die Geschichte der Ersten Republik ist schlimmer, als man in der Schule lernt. Die peinlichen Episoden werden verdrängt. Mit Psychoanalyse und Neopositivismus entwickelten sich in dem 1918 klein gewordenen Österreich später weltumspannend gewordene Geistesrichtungen. Ihre Liquidierung geschah (…)
a) Marxismus-Leninismus • b) offene Gesellschaft c) Nationalsozialismus • d) Kalter Krieg a) Marxismus — Leninismus In der Alternative von mechanistisch-utilitaristischer und romantisch-illusionärer Selbstbestimmung ist das Leben entfremdet. Dies wurde namentlich von den idealiistischen (…)
Im Jahr 1986 brach unter namhaften deutschen Historikern ein Streit um die geschichtliche Einmaligkeit, Singularität des Holocaust aus. Der „Historikerstreit“ wurde vom Piper Verlag als Buch publiziert. Der Kommentar des im österreichischen Exil lebende slowakischen Schriftstellers Ladislav (…)
Die Slowaken wurden staatssüchtig. Seit der Zerschlagung des nicht einmal hundert Jahre bestehenden Großmährischen Reiches zu Anfang des 10. Jahrhunderts durch berittene Krieger der Magyaren — die Slowaken leiten die Legitimität ihres Anspruchs auf Eigenstaatlichkeit von der Existenz dieses (…)
Die Justiz und die Juristen konnten bekanntlich nach 1945 (fast) ungehindert weiterarbeiten: Wenig betroffen von der Entnazifizierung und kaum gezeichnet von antifaschistischer Gesinnung vermochten Kommentatoren, Legisten, Professoren, Richter und Anwälte der Nazi-Zeit ihre rechtstechnischen (…)
24 slowakische Intellektuelle — darunter ein leibhaftiger katholischer Bischof — wandten sich im vorigen Oktober an die Angehörigen des jüdischen Volkes. Ihre nachstehende Erklärung, mit der sie für die Deportationen von Juden aus der Slowakei Abbitte leisten, zeigt uns, wie man mit Geschichte (…)
Werte Vorgeborene! Wann werdet Ihr endlich Euer Schweigen brechen? Vierzig Jahre warten wir nun schon vergeblich auf Eure persönlichen Rechenschaftsberichte. Doch Ihr wollt nicht Rechenschaft geben, Ihr denkt in all Eurer geistigen Beschränktheit eher an Revanche denn an Reue. Ihr habt nichts (…)
„Eines Abends ging Hitler in ein Kino, in dem Kellermanns ‚Tunnel‘ gegeben wurde“, erinnert sich ein Mitbewohner des Wiener Obdachlosenasyls aus dem Jahr 1913, „Hitler wurde fast verrückt. Der Eindruck war so stark, daß er tagelang von nichts anderem sprach“ (Domarus, „Hitlerreden“ 44) und (…)
Nur noch ein Gott kann uns retten Martin Heidegger Der Feldprediger: Wir sind eben jetzt in Gottes Hand. Mutter Courage: Ich glaube nicht, daß wir schon so verloren sind, aber schlafen tu ich doch nicht nachts. Bertolt Brecht Angesichts der Unbefangenheit, mit der manche amerikanische (…)
Dieser Beitrag erscheint demnächst in französischer Übersetzung in dem Buch „Le juifs depuis François Joseph jusqu’à Kurt Waldheim“; hg. v. L. Charenzowski, in Brüssel. Er ist die Ausarbeitung eines Vortrags, den der Autor beim gleichnamigen Symposium des Martin Buber-Instituts der Universität (…)
Während das „heldenhafte deutsche Volk“ noch im „Schicksalskampf um Sein und Nichtsein“ stand und in „unerschütterlicher Treue zum Führer“ an „Vorsehung“ und „Endsieg“ glaubte, trafen österreichische Nazi-Führer bereits Vorkehrungen für die Zeit „danach“: sie biederten sich Ende 1944 heimlich (…)
Sein Buch „Wie die Macht schmeckt“ hat L. M. weltberühmt gemacht. Seit seiner zweiten Ausbürgerung im Prager Herbst 1968 lebte er im burgenländischen Örtchen Großhöflein; die erste, wegen Protests gegen tschechoslowakischen Partei- & Regierungs-Antisemitismus zur Zeit des Eichmann-Prozesses, (…)
Wenn es in Kärnten um „Abwehrkampf“ geht, beginnen sogar die Steine zu reden. Alljährlich, um den 10. Oktober, „ruft“ der Ulrichsberg, eine mäßig felsige Erhebung im Nordosten Klagenfurts, kultischer Ort seit keltischer Zeit und deshalb als Kriegergedenkstätte prädestiniert. Der Ulrichsberg (…)
Ich werde Jörg Haider erstens keinen Nazi nennen, sondern zweitens einen Trottel. Dies rechtfertige ich wie folgt: Erstens: Einleuchtend hat Peter Michael Lingens, als er seine „Wochenpresse“ vor der jüngsten Nationalratswahl weise vorausschauend zum Zentralorgan einer künftigen blau-schwarzen (…)
Je näher man sie ansieht, desto ferner blickt sie zurück. Karl Kraus 1. Annäherungen: Die Zweideutigkeit des Faschismus Je näher man ihn anschaut, desto ferner blickt er zurück: Das berühmte Aperçu von Karl Kraus, mit dem er den vagen Blick der Mona Lisa charakterisiert, könnte man ebensogut (…)
Diese Richterin ist fast unschuldig. Noch 1983 hatte sie ganz genau gewußt, daß sowas nicht strafbar sein kann, und hatte selbst die Einstellung des Verfahrens gegen mich vorgeschlagen, in der Ratskammer beim Landesgericht, die hat das Verfahren ganz ordentlich eingestellt. Der FPÖ-General (…)
Gegen nazistische Wiederbetätigung
Ungeachtet des Umstands, daß die Bewertung historischer Ereignisse grundsätzlich nicht Gegenstand der Vollziehung im Sinn des Art. 52 B-VG ist und ungeachtet des Umstands, daß weite Teile dieser Anfrage Angelegenheiten betreffen, die nicht in meinen Wirkungsbereich fallen, möchte ich in (…)
Der oberste und ausschlaggebende Gesichtspunkt für die Beschäftigungspolitik des Dritten Reiches. Ein für alle Mal. Gegeben zu Berlin, den 8. Februar 1933, — gez. Adolf Hitler 1. Finanzielle Maßnahmen. Der Reichsminister für Finanzen verwies auf die den Reichsministern mit Schreiben vom 4. (…)
Wir wollen uns im nächsten Heft nochmals mit dem Herrn Haider befassen. Robert Jungk: Das ist wirklich notwendig! Und da hätten wir natürlich gerne eine Stellungnahme von Ihnen, wie Sie das sehen und ... Was sehen, den Haider oder was? Die ganze Angelegenheit, Sie sind doch in den Medien (…)
1988 wurde in ganz Westdeutschland an die Pogrome von 1938 erinnert, es gab offizielle und weniger offizielle Veranstaltungen. Leute, die sich mit Bitburg, mit dem Historikerstreit und der Vergangenheitsbewältigung seit längerem beschäftigt hatten, konnten sich des Eindrucks nicht erwehren, daß (…)
Sieg des Methodenmangels
Kommunismus und lange Sicht {Der Bruderkampf zwischen KPD und SPD} In gewissem Sinne ist es prinzipiell verständlich, daß die KPD zur besiegten Partei werden mußte. Die S.P.D. hatte eine Theorie der Taktik: in jedem gegebenen Augenblick die möglichste Erträglichkeit des (…)
Raumordnung — Die Kolonialordnung des Faschismus
Die Kolonisierung des Raumes Im zweiten Teil der vergleichenden Analyse des Planungskonzeptes Wien mußten wir feststellen, daß der ausgebildete Architekt Roland Rainer zwar vorgibt »Stadtplanung« (Planko S. 8) zu betreiben, tatsächlich aber das erfüllt, was die Nazis seinerzeit unter der von (…)
H.L., Sekretär des Comité International des Camps, teilt hier erstmals auf Deutsch Forschungsergebnisse mit, die man selbst in der »Encyclopädie des Holocaust« vergeblich sucht. -Red. Als erstes nationalsozialistisches Konzentrationslager wurde am 22. März 1933 Dachau seiner Bestimmung (…)
In »Heidegger im Kontext«‚ Argument-Sonderband 205, veröffentlichte G.L. Kurzbiographien der Philosophen im Deutschen Reich in den Grenzen von 1937; hier ergänzt er diejenigen auf dem Gebiet des heutigen Österreich, die Bearbeitung der übrigen besetzten Gebiete erhoffen wir noch. Wieder in: (…)
Jörg Haider hat in einem Interview mit der »Kleinen Zeitung« gesagt, sein Ausspruch über die »ordentliche Beschäftigungspolitik im Dritten Reiche« tue ihm nicht leid. Der abermalige Versuch, uns blöd und »»Untergangster des Abendlandes« (Karl Kraus) harmlos zu machen, weil sie schließlich auch (…)
Ein Handbuch über die »Österreichische Literatur im Nationalsozialismus« ist im Entstehen, auf der Basis von Archivmaterial, das die Forschungsgruppe des Grazer Germanisten Uwe Baur bisher nicht frei zugänglich machen will oder darf. Derfens des? oder derfens des nicht derfen? Eine Frage der (…)
Lob der Unangenehmheit
Bei der Vorbereitung bin ich wieder einmal darauf gestoßen worden, daß Günther Anders ein äußerst unangenehmer Mensch war. Immer wenn ich mich hingesetzt habe, um irgendwas aufzuschreiben, imaginiert sich mir der und macht mir Einwände und pflanzt mich hin und her, so ungefähr: Er sagt, was (…)
Nach fünfzehnjährigen Irrfahrten standen im Jahr 1946 die mit Briefen und Bildern der letzten Geschlechter erfüllten Fässer in seinem New Yorker Zimmer. — Aus dem Nachlaß.
Schiffbruch eines Semiotikers
von Martin Heidegger am Holocaust
Überblick der Vorgeschichte In einem Aufsatz in der Libération und in The Conversation teilte F. Rastier mit, (mit siebzehn Mitgliedern besetzte) „Ausschuss für Rechtsphilosophie“ habe die Nürnberger Gesetze vorbereitet und (in Besetzung von 12 Personen) „in der Praxis und der Theorie“ am (…)
Rudolf Burger
Austrokopernikus
Lieber Gerhard, es ist lange her, und vieles hat sich zum Traurigen gewendet. Ich bedauere vieles. Deinen Text kann ich leider nicht öffnen, aber ich danke Dir sehr für Deine Mühe. Vielleicht können wir einmal reden. (1. April 2021, 14:39) Alles Liebe, Rudolf Es war das erste (…)
Vergangenheitsbewältigung und Trauerarbeit in Österreich
Von ihm können wir lernen, was Gedenkpolitik heißt, und den Umgang mit Vergangenheit. Der Wiener Schauspieler flüchtete nach dem „Anschluss“, kämpfte in Spanien gegen die Errichtung der Diktatur, floh nach Frankreich, wurde 1941 nach Dachau, 42 nach Auschwitz, 44 nach Neuengamme und weiter ins (…)
In seinem 14. FORVM-Beitrag zieht Herbert Auinger den parteieigenen „Bericht“ der FPÖ-Historikerkommission ans helle Licht der Aufklärung – mit obgleich erwartbarem, so doch erstaunlichem Ergebnis. H.C. Strache, der zu Recht glücklose Initiator, war bei Erscheinen des Berichts bereits in der (…)