Beiträge von Günther Anders im FORVM

Beiträge zu Günther Anders im FORVM

  • Editorische Notiz

    Auf den folgenden Seiten bringen wir die erste Veröffentlichung aus dem Nachlaß von Günther Anders, der genau ein Jahr vor dem Erscheinungstag starb. Der handgeschriebene, unvollendete Text liegt (...)

  • Jürgen Langenbach
    Wider den Maschinensturm

    Gudrun Ensslin ist „... gestorben worden“. So ist es. Gudrun Ensslin hat die Probe auf jenes Exempel erlitten, das uns G. Anders als Novität vorschlägt. Gudrun Ensslin hat die Repersonalisierung der (...)

  • Gerhard Oberschlick ߦGünther Anders ߦViktor Matejka ߦPeter Pelinka ߦFriedrich Aergerter
    Hommage à Günther Anders

    Ihm verdankt diese Zeitschrift ein gut Teil ihrer wiedergewonnenen internationalen Reputation, für Freundschaft und guten Rat dankt der Herausgeber ihm; in ein paar Tagen wird er sich, ohne (...)

  • Helmut Gollwitzer
    Lieber Günther Anders!

    Erlaube mir, bitte, zu den beiden Artikeln, die Du jetzt über die Gewaltfrage (in „Natur“, Dezember 1986, und im FORVM, Jänner-Februar 1987) veröffentlicht hast, einiges zu sagen, da mich das (...)

  • Konrad Paul Liessmann
    Der Aufschub der Philosophie

    Fast nur der Titel verrät, daß dies in Parenthese zum vorigen entstand, weil Konrad — der das Anders-Symposium konzipiert und organisiert hatte — sich bei der Eröffnung nicht selbst als Redner (...)

Vorläufiger FORVM-Index

Neues im WWW

Neueste Beiträge

  • IG Autorinnen Autoren
    Solidarität mit Oksana Stavrou

    Am 23.2.2024 informierte die Theodor Kramer Gesellschaft mit der Bitte um Kenntnisnahme und Verbreitung wie folgt: „Unsere Autorin Oksana Stavrou wurde im Aktionsradius Wien physisch (...)

  • Karl Bruckmaier
    Paint it black

    „Bis man mich erschießt, werde ich darauf beharren, dass Kunst, sobald sie mit Politik in Berührung gebracht wird, unvermeidlich auf das Niveau beliebigen ideologischen Plunders herabsinkt.“ (...)

  • Konstantin Kaiser
    Nationalismus

    Sich einem bestehenden Begriff neu anzunähern bedeutet zugleich, sich von dessen bisherigem Verständnis zu entfernen. Das Deutsche liebt es, in räumlichen Metaphern zu formulieren – enträumlicht (...)

aus 42 Jahren FORVM

  • Franz Nemschak
    Planung ist nicht Bolschewismus (August 1964)

    Planung in der Wirtschaftspolitik darf nicht mit zentral bürokratischer Planwirtschaft östlicher Provenienz verwechselt oder gar identifiziert werden. Die entschiedene Ablehnung des kommunistischen (...)

  • Walter Antoniolli
    Herrschaft durch Gewaltentrennung (August 1964)

    Der Präsident des Verfassungsgerichtshofes hielt auf dem Zweiten Österreichischen Juristentag das nachstehend abgedruckte Hauptreferat. Es geriet sogleich in den Mittelpunkt des Interesses dieses (...)

  • Harald Kaufmann
    Karajan noch in unserem Besitz (September 1964)

    Unser ständiger Musikreferent Hans Menningen hat im August-Heft unter dem Titel „Die Austreibung Karajans“ Grundsätzliches zum Problem und zur Affäre Karajan vorgebracht und hat damit weitgehend auch (...)

  • Ernst Ginsberg
    Die goldenen Zwanzigerjahre (September 1964)

    Der Schauspieler Ernst Ginsberg, dessen letztes Auftreten in Wien (1959 im Volkstheater als Molières „Misanthrop“) unvergessen und unvergeßlich ist, liegt seit vielen Monaten schwer erkrankt in einem (...)

  • Hans Strotzka
    Wien hat viel vergessen (September 1964)

    Im Zusammenhang mit Ihrer Frage drängt sich die Erinnerung an drei Gesprächsstereotypen auf, die beim zuhörenden Psychiater das gleiche Gefühl milder Verzweiflung auslösen. Erstens; am häufigsten in (...)

  • Ludwig Marcuse
    Die Welt hat wenig gelernt (September 1964)

    Selten merkt eine Epoche, welchen Fortschritt sie nicht gemacht hat. An Freuds fünfundzwanzigstem Todestag wird mancher Heitere den Haß, den Freud hervorgerufen hat, als viktorianisch belächeln. (...)

  • Willi Hoffer
    Die Revolution geht vielleicht weiter (September 1964)

    Ich möchte dem Leser zwei Antworten auf Ihre Frage vorlegen und ihm dann bei seinen Überlegungen assistieren. „Was ist von Freud geblieben?“ — meine erste Antwort ist: die Freud-Relique, der (...)

  • Was ist von Freud geblieben? (September 1964)

    Am 23. September 1939 starb Sigmund Freud in London. Dr.med.et.phil. Willi Hoffer hat noch unter ihm gearbeitet, war sodann Mitarbeiter Anna Freuds, las an der Universität London und ist (...)

  • Norbert Leser
    Marxismus unterwegs zum Geist (II) (September 1964)

    Der von Marx und Engels eingeführte Gesichtspunkt erlaubt es, ideologischen Prätentionen auf die Spur zu kommen und durch den Nebel von Ideen zu den Interessen vorzudringen, die sich dieses Nebels (...)

  • Christian Broda
    Strafrechtsreform — dritter Anlauf (September 1964)

    Nachfolgend drucken wir eine authentische Zusammenfassung betreffend die Ziele, aber auch die Grenzen der von Justizminister Dr. Christian Broda vorangetriebenen großen österreichischen (...)

  • Economicus
    Gulasch und Weltrevolution (September 1964)

    Es ist ein Jammer, daß die großen Augenblicke der Weltgeschichte für ihre Zeitgenossen durch nichts, aber schon gar nichts von ihren Normalaugenblicken zu unterscheiden sind. Da dröhnen keine Tuben (...)

  • Felix Weltsch
    Der Stiefel ist Italien (Oktober 1964)

    In der immer noch anwachsenden Sekundärliteratur zum Werk Franz Kafkas taucht neben anderen mehr oder minder absurden Interpretationen in regelmäßigen Abständen eine bestimmte Art symbolischer (...)

  • Max Brod
    Kafka stand niemals beiseite (Oktober 1964)

    Mit der nachfolgenden, in tschechischer Sprache gehaltenen Rede eröffnete Max Brod am 23. Juni 1964 die Prager Gedenk-Ausstellung für Franz Kafka. Der Achtzigjährige war zu diesem Zweck eigens aus (...)

  • Eduard März
    Planung ohne Planwirtschaft (Oktober 1964)

    I. In vielen akademischen Kreisen der westlichen Welt und insbesondere des deutschsprachigen Teils dieser Welt — wird noch immer die von Professor Hayek gestellte und von ihm negativ beantwortete (...)

  • Ernst Winkler
    Otto Bauer — Bild und Zerrbild (Oktober 1964)

    FORVM ist stets bestrebt gewesen, ein Forum aller geistigen Kräfte Österreichs zu sein. Der Austromarxismus schien uns hievon nicht nur nicht ausschließbar, sondern besonders beachtlich — als bisher (...)

  • Claus Gatterer
    Togliatti und die Ursachen (Oktober 1964)

    Das „Memorandum über Fragen der internationalen Arbeiterbewegung und ihre Einheit“, das der verstorbene Führer der KPI, Palmiro Togliatti, kurz vor seinem Tod in Jalta verfaßt und seiner Partei als (...)

  • Paul Hernadi
    Von Kapitalisten und Misanthropen (November 1964)

    Nathan der Weise, der Jude, der Klassische, der Zeitgemäße — sie verdecken oft den Blick auf Nathan den Bürger. Sir William Sampson oder der Oberst Odoardo Galotti, ein Patrizier mit Landgut und (...)

  • Tibor Déry ߦMirza von Schüching (Übersetzung)
    Über die Annehmlichkeiten der Zivilisation (I) (November 1964)

    Mit freundlicher Genehmigung des Autors und des S. Fischer-Verlages drucken wir nachfolgend ein Kapitel aus dem Roman „Herr G. A. in X.“, welcher auf deutsch noch nicht vorliegt. Tibor Déry, zu (...)

  • Eduard März
    Planung ohne Planwirtschaft (II) (November 1964)

    Was den privatwirtschaftlichen Sektor der Volkswirtschaft anlangt, ist der Plan nur als eine Vorschau auf die kommende wirtschaftliche Entwicklung gedacht, wobei ihm bestimmte Annahmen (...)

  • Hermann Mörth
    Delogierte Meinungsfreiheit (November 1964)

    FORVM verweist auf eine nunmehr elfjährige Regsamkeit als Marktplatz für Meinungsware von anderswo unanbringlicher Qualität und Quantität, als Stadion für den Amoklauf quer über geheiligte (...)

  • Claus Gatterer
    Togliatti und die Ursachen (II) (November 1964)

    Den „gewissen Pessimismus“ und die Furcht vor einer reaktionären Entwicklung teilt Togliatti mit Nenni. Daraus entspringt jedoch keine gemeinsame Politik — erstens wegen der Rivalität zwischen KPI (...)

  • Heinz Ohff
    Pop oder die Kunst, keine Kunst zu machen (Dezember 1964)

    Nicht wir wollen schockieren, sondern die Dinge schockieren uns. Winfred Gaul Es ist erst ein paar Jahre her, da kam uns seltsame Kunde aus Amerika. Die ersten Augenzeugenberichte hörte man mit (...)

  • Tibor Déry ߦMirza von Schüching (Übersetzung)
    Über die Annehmlichkeiten der Zivilisation (II) (Dezember 1964)

    „Meine Damen und Herren, was macht bei uns im Ausland das Leben so anziehend?“ fragte G. A. und beugte sich in seinem Schaukelstuhl nach vorn. Seine Stimme schien diesmal vor nervöser Erregung ein (...)

  • Hermann Mörth
    Entfremdete Arbeitswelt (Dezember 1964)

    Vor einigen Jahren hat Fritz Klenner mit Intuition und Sachkenntnis in einem Buch, das über Österreich hinaus aufhorchen ließ, das „große Unbehagen“ beschrieben, das die spätkapitalistische (...)

  • Guntram Hämmerle
    Entfremdetes Eigentum (Dezember 1964)

    Was Eigentum heißt, wird seit über tausend Jahren durch das römische Recht festgelegt. Nach diesem wird das Eigentum für den Menschen zu einem allgemein gültigen Rechtsverhältnis, welches festlegt, (...)

  • Norbert Leser
    Lenin und Schopenhauer (Dezember 1964)

    Das biographisch bezeugte Interesse Lenins an der Philosophie Schopenhauers führt auf die Spur eines Zusammenhanges zwischen den beiden so verschiedenen Denkern. Was Lenin an Schopenhauer (...)

  • Christian Broda
    Gesellschaft und individuelle Freiheit (Dezember 1964)

    Die individuellen Freiheitsrechte sollen die Privatsphäre des einzelnen in der Gesellschaft schützen. Das ist die geläufige Begriffsbestimmung. Was das Bestehen oder Nichtbestehen von (...)

  • Hans Kelsen
    Die Funktion der Verfassung (Dezember 1964)

    Das Recht ist ein System von Normen; und Normen sind der Sinn von Willensakten, die auf das Verhalten anderer gerichtet sind. Diese Willensakte sind Willensakte von Menschen oder von (...)

  • Christian Broda
    Gesellschaft und individuelle Freiheit (II) (Januar 1965)

    Die moderne arbeitsteilige Gesellschaft vergibt noch größere Macht an jene, die die Geschäfte der herrschenden Klassen führen sollen, als es in früheren Gesellschaftsordnungen der Fall gewesen ist. (...)

  • Heinrich Drimmel
    Was Wien zur Weltstadt fehlt (Januar 1965)

    Dr. Heinrich Drimmel, zweitens langjähriger Unterrichtsminister, erstens noch längerjähriger FORVM-Mitarbeiter, ist zur neuen Würde eines Vizebürgermeisters von Wien aufgerückt. In unsere gelassene (...)

  • Karl Kraus ߦHans Eberhard Goldschmidt
    Verschollene Faschingsnotizen von Karl Kraus (Februar 1965)

    Dem Wiener Buchhändler und Antiquar Dr. Hans Eberhard Goldschmidt verdanken wir die nachstehenden Kuriosa, für die wir uns keinen passenderen Erscheinungstermin wüßten als den jetzigen: der Fasching, (...)

  • Ignazio Silone ߦClaus Gatterer (Übersetzung)
    Begegnungen mit Musil (Februar 1965)

    Der am 1. Mai 1900 in Pescina dei Marsi in den Abruzzen geborene Ignazio Silone hat im FORVM schon so lange nichts veröffentlicht (zuletzt „Vom Schrecken des Wohlfahrtsstaates“, Heft VIII/91-92, und (...)

  • Egon Matzner
    Das Geheimnis des Wirtschaftsbeirates (Februar 1965)

    Hiemit setzen wir die FORVM-Diskussion über wirtschaftliche Grundsatzfragen fort, in der bisher zu Wort kamen: Eduard März („Planung ohne Planwirtschaft“, Heft XI/ 130), Franz Nemschak („Planung ist (...)

  • Ernst Topitsch
    Marx ist tot, es lebe Marx! (Februar 1965)

    Bekanntlich ist die Loslösung des modernen wissenschaftlichen Denkens von älteren Formen der Weltauffassung und Selbstinterpretation nur langsam und schrittweise erfolgt. So tragen zahlreiche (...)

  • René Marcic
    Ernst Jünger und der Weltstaat (Februar 1965)

    Der Mensch, wie er da ist, steht mitten auf dem Feld des Rechts; er bestellt es, nimmer stampft er es aus dem Nichts. Selbst an düstersten Orten leuchtet das Licht des Rechts, „unter armsel’gem, (...)

  • Economicus
    Dollar go home! (Februar 1965)

    Der Beschluß der französischen Nationalbank, 300 Millionen Dollar aus ihren Devisenreserven in Gold zu konvertieren, ist in der westlichen Welt als Claironsignal zum Angriff gegen die westliche (...)

  • Friedrich Torberg (Übersetzung) ߦEphraim Kishon
    Die zögernde Vorhut (Februar 1965)

    Der israelische Satiriker Ephraim Kishon, unseren Lesern durch die Vorabdrucke aus seinen deutsch erschienenen Büchern (und wohl auch durch die Lektüre der Bücher selbst) schon seit langem bekannt, (...)

  • Ivar Ivask
    Werkstatt als Schule des Lebens (März 1965)

    Es ist unwürdig, sich den Tatsachen zu verschließen. Es ist allerdings noch unwürdiger, von vornherein mit ihnen intim zu sein. Aber sich selbst in ihnen zuerkennen, das allein begründet eine (...)

  • Erwin Weissel
    Wirtschaftswunder oder Keynes? (März 1965)

    Die Prognosen über die Zukunft des Kapitalismus lassen sich bis zu Marx zurückverfolgen, also bis zu jener Zeit, da die — am Anfang grenzenlose — Begeisterung für die neue bürgerliche Gesellschafts- (...)

  • Ernst Topitsch
    Marx ist tot, es lebe Marx! (März 1965)

    Marx und Feuerbach haben das Motiv der Entfremdung aus theologisch-metaphysischen Spekulationen übernommen, nämlich aus dem deutschen Idealismus, dessen Zusammenhänge mit den Traditionen des (...)

  • René Marcic
    Ernst Jünger und der Weltstaat (März 1965)

    Wie ist Carl Ritters, des großen Geographen, großer Satz zu verstehen: „Auf den Menschen reimt sich die ganze Natur“? Hat überhaupt Protagoras je das Wort gesetzt, der Mensch sei das Maß aller Dinge? (...)

  • Sokratis Dimitriou
    Roland Rainers Richtmaß (April 1965)

    In einem Begleitwort zum Katalog der Ausstellung „Bauten, Schriften und Projekte 1955-1965“ bittet Roland Rainer um Verständnis, daß er „nur eine recht beschränkte Anzahl von ausgeführten Arbeiten (...)

  • Franz Taucher
    Rede über die Heimat (April 1965)

    Haben wir im ersten, allgemeinen Teil dieses Heftes einen Dominikanerpater und päpstlichen Professor eher „Linkes“ zur Kritik der Demokratie vorbringen lassen, so sei hier, im Literatur-Teil, einem (...)

  • Herbert Read
    Georg Lukács — Kritik und Gratulation (April 1965)

    Sir Herbert Read, 72jähriger Altmeister der angelsächsischen Kunstkritik, schrieb den nachstehenden Beitrag für eine demnächst erscheinende Festschrift (herausgegeben von Frank Benseler) zum 80. (...)

  • Bruno Kreisky
    Europäischer Realismus (April 1965)

    Im Rahmen des ökonomisch-soziologischen Kolloquiums der Universität Basel hielt der Bundesminister für Auswärtige Angelegenheiten eine vielbeachtete, aber ungenügend wiedergegebene Rede. Wir freuen (...)

  • Economicus
    Angriff auf Fort Knox (April 1965)

    De Gaulles Forderung, das Welt-Währungssystem durch Rückkehr zur Golddeckung zu reformieren, hat so viele Gründe und Hintergründe wie seine ganze Politik. De Gaulles hochpolitischer Husarenritt gegen (...)

  • Alfred M. Missong
    E. K. Winter — Mitschöpfer der Zweiten Republik (Mai 1965)

    Der Mann, dem diese Zeilen gewidmet sind, ist, so scheint es, von unserer Gesellschaft bereits kurz nach seinem Tode im Jahre 1959 dem Schicksal der Vergessenheit überantwortet worden: Er hat (...)

  • Carl Grünberg
    Forscher, Lehrer, Mandarine (Mai 1965)

    Dr. Carl Grünberg, vor 25 Jahren fast achtzigjährig gestorben, war Professor an der Universität Wien, Jude und Marxist. Daß er alles drei sein konnte, spricht für die Zeit, in der er es war (...)

  • Felix Ermacora
    Kelsen und die marxistische Staatslehre (Mai 1965)

    Eigentümlicherweise ist in der heute immer reicheren staats- und rechtswissenschaftlichen Literatur der westlichen Welt kaum ein Beitrag zu finden, der sich ernsthaft mit der Marx’schen Prophetie (...)

  • Johannes Spalt ߦFriedrich Kurrent
    Die Flaktürme — Podeste für das zukünftige Wien (Juni 1965)

    Die mittelalterliche Stadt Wien schuf sich mit St. Stephan ihre Mitte und mit dem Stephansturm ihre weithin sichtbare, auch heute noch wirksame Dominante. Die barocke Stadt sprengte zum (...)

  • Ernst Krenek
    Rätselhaftes Spanien (Juni 1965)

    Wie alles andere, wurde auch das Reisen gründlich demokratisiert. Privilegien sind selbst mit viel Geld nicht mehr zu kaufen. In der alten Zeit gab es den Orient-Expreß, der nur Multimillionären, (...)

  • Friedrich Torberg (Übersetzung) ߦEphraim Kishon
    Von Kellnern, Hoteliers und Parkplätzen (Juni 1965)

    Mit seinen beiden Satirensammlungen „Drehn Sie sich um, Frau Lot“ und „Arche Noah, Touristenklasse“ hat Ephraim Kishon, der erste Humorist des jungen Staates Israel, das Lesepublikum dreier (...)

  • Jürgen Rühle
    Die Republik der Unpolitischen (Juni 1965)

    Die Republik — wie gefällt euch das Wort in meinem Munde? Thomas Mann Im Oktober 1922 hielt Thomas Mann vor Berliner Studenten seine Rede „Von Deutscher Republik“, worin er es unternahm, die (...)

  • Alfred M. Missong
    E. K. Winter — Mitschöpfer der Zweiten Republik (Juni 1965)

    Für Winter war somit jeder gegebene Staat besser als der erst kommende, utopische, durch die Revolution erzeugte. Daß man durch politische auch soziale Revolutionen vorantreiben könne, sei ein (...)

  • Hans Mayer
    Von Cicero bis Ulbricht (Juni 1965)

    Die Auffassung der Gegenwart als heroischer Periode ist also im Kapitalismus eine unbewußte Flucht vor dem Realismus ins Rhetorische. Georg Lukács, Aktualität und Flucht (1941) in: Schicksalswende. (...)

  • Willy Brandt ߦErwin Weissel ߦFritz Csoklich ߦHeinrich Drimmel ߦWillfried Gredler ߦIring Fetscher ߦPaul Flora ߦFranz Taucher ߦAlexander Lernet-Holenia ߦErik G. Wickenburg ߦLudwig Reichhold ߦFriedrich Abendroth ߦHerbert Eisenreich ߦRoland Nitsche ߦWilli Schlamm ߦHeimito von Doderer ߦFelix Butschek ߦJosef Hindels ߦRené Marcic ߦBruno Pittermann ߦEduard März ߦGeorg Lukács ߦNorbert Leser ߦFranz-Martin Schmölz ߦRupert Gmoser ߦRudolf Weiler ߦErnst Koref ߦAnton Burghardt ߦJulius Deutsch ߦHermann Mörth ߦEduard Speck ߦGerhard Bronner ߦJosef Dobretsberger ߦAnton Fellner ߦAlbert Massiczek ߦOswald von Nell-Breuning ߦWalter Pollak ߦViktor Pospischil ߦJohann Schasching ߦGustav Scherbaum
    100 Worte Sozialismus (Juni 1965)

    Vor fünfzig oder gar hundert Jahren konnte man, tatsächlich oder vermeintlich, mit zehn Worten sagen, was Sozialismus sei. Reichen heute hiefür auch nur hundert Worte aus? Dies herauszufinden, (...)

  • Ignazio Silone
    Massen und Apparate (Juni 1965)

    In den wenigen Jahren vom Sieg der russischen Revolution bis zum Auftreten der faschistischen Bewegungen in einigen Ländern Westeuropas verlor die Masse ihren Glorienschein. Sie galt nicht mehr (...)

  • Leszek Kołakowski
    Materialismus als negative Mystik (Juni 1965)

    Der Wert der fundamentalen Unterscheidung Diltheys zwischen verstehenden und erklärenden Erkenntnisakten ist bis zu einem gewissen Grade von der psychologischen Interpretation dieser (...)

  • Friedrich Torberg
    Eine Erinnerung an Martin Buber (August 1965)

    Über Martin Buber, der am 13. Juni 1965 im Alter von 87 Jahren in Jerusalem starb, ist zum Gedenken sehr viel Ehrendes und Gründliches veröffentlicht worden, das meiste in der deutschen und (...)

  • Jürgen Rühle
    Thomas Manns Republik der Unpolitischen (August 1965)

    Kann nach eindeutigem Frontwechsel noch von einer Kontinuität der Weltanschauung gesprochen werden, wie es Thomas Mann bei der Drucklegung seiner Rede „von Deutscher Republik“ tat? Dieser (...)

  • Egon Eis
    Recht ist, was dem Richter nützt (August 1965)

    „Die Taktik, ideologische Gegner nicht nur physisch zu vernichten, sondern in Schauprozessen auch moralisch zu verdammen‚ ist uralt“, schreibt Egon Eis im Vorwort zu seinem demnächst im Econ-Verlag, (...)

  • Leszek Kołakowski
    Über die Unentbehrlichkeit der Metaphysik (August 1965)

    Die räumliche Vorstellung vom Verhältnis des „Bewußtseins“ zu den Körpern ist selbstverständlich zulässig. Zweideutigkeit entsteht jedoch immer dann, wenn der Materialist versucht, von diesem Standpunkt (...)

  • Ernst Bloch
    Der Mensch als Möglichkeit (August 1965)

    Am 8. Juli 1885 wurde Ernst Bloch in Ludwigshafen geboren, von wohlhabenden Eltern. Zunächst Studium aus Lust am geistigen Abenteuer: Philosophie, Germanistik, Physik, in München, Würzburg, Berlin, (...)

  • Bruno Kreisky
    Gespräch mit dem Osten (August 1965)

    In einer Zeit, da viel geredet und wenig gesagt wird, müssen Ausnahmen sorgfältig registriert werden. Nachstehend drucken wir daher die Präsentation einer österreichischen Außenpolitik, deren (...)

  • Economicus
    Sechs der Brüder sind wir gewesen ... (August 1965)

    Der große Krach in Brüssel ist da. Ohne jede pariserische Elegance hat de Gaulle die Tür zur EWG mit einem Knall geschlossen, der Widerhall in der ganzen Welt gefunden hat. Und doch ist dieser (...)

  • Albert Drach
    Amtshandlung gegen einen Unsterblichen (August 1965)

    Der Kommissarius nächst dem Westbahnhof, Anselmus Bonifazius Christophorus Linckerhandt, auch von seinen „Spezis“, das ist Duzfreunden, spaßhaft in sprachlichem Anklang an Abe Lincoln ABC Linckhorn (...)

  • Albert Drach
    Amtshandlung gegen einen Unsterblichen (Oktober 1965)

    Und die Klingel schrillte nach dem Sekretarius, der das Aufzusetzende einzusetzen hatte. Aber dieser kam nicht, sondern es erschien statt seiner ein junges Mädchen, das sonst die Bedienung (...)

  • Bericht aus Warschau (Oktober 1965)

    Das Stadtgericht in Warschau hat den 75jährigen Schriftsteller Jan Nepomuzen Miller zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, weil er sich erlaubt hat, kritische Betrachtungen über die rückläufige (...)

  • Ivan Sviták
    Brief aus Prag (Oktober 1965)

    Daß der Weg, auf dem der nachfolgende Brief zu uns gelangte, nicht geschildert werden kann, begreift man bei seiner Lektüre. Der Adressat ist ein hoher kommunistischer Funktionär der ČSSR, der (...)

  • Oscar Bronner
    Die Richter sind unter uns (Oktober 1965)

    Unter dem Titel „Recht ist, was dem Richter nützt“ charakterisierte Egon Eis, FORVM XII/140-141, die NS-Justiz in einem allgemein gehaltenen Beitrag; daran schließt sich leider ganz zwanglos der (...)

  • Hermann Mörth
    Traum vom einen Sozialismus (Oktober 1965)

    Der Autor bat uns um Abdruck seiner folgenden Vorbemerkung: Dem unterrichteten Leser wird es nicht schwerfallen, Widersprüche zwischen den nachstehend entwickelten Gedanken und meinen früheren (...)

  • Hans Kelsen
    Recht und Logik (Oktober 1965)

    Über obiges Thema sprach im Frühling dieses Jahres der Schöpfer unserer Verfassungsurkunde vor jungen Wiener Akademikern. FORVM freut sich über die Bereitwilligkeit des Altmeisters der (...)

  • Hans Daiber
    Volksschriftsteller Marquis de Sade (November 1965)

    Auf dem westdeutschen Büchermarkt hält die Hausse in Büchern von und über den Marquis de Sade unvermindert an. Für jeden Verlag, der das Rennen um diesen Freudseibeiuns aufgegeben hat, springt ein (...)

  • Thomas Terry
    Virtuose des Lebens (November 1965)

    Von Casanova (Johann Jakob de Seingalt) heißt es in der altehrwürdigen siebenten Originalauflage des von Brockhaus herausgegebenen „Conversations-Lexicons“ (1830), er sei „bekannt durch seine Memoiren (...)

  • Hermann Mörth
    Traum vom einen Sozialismus (November 1965)

    Stalin hatte sich zuviel zugemutet, als er versuchte, sowohl den Ketzer Tito zu liquidieren als auch die gesellschaftlichen Konsequenzen der Industrialisierung der Sowjetunion zu verhindern. Die (...)

  • Hans Kelsen
    Recht und Logik (November 1965)

    Die Anwendung der logischen Regel der Schlußfolgerung auf Forderungssätze erfolgt demnach nach Dubislav nach dem folgenden Grundsatz: „Ein Forderungssatz F heißt im weiteren Sinne ableitbar aus einem (...)

  • Oscar Bronner
    Die Richter bleiben unter uns (November 1965)

    Im vorigen Heft brachte das FORVM einen Beitrag von Christian Broda mit der Einbegleitung, es bekenne sich hinsichtlich des Autors „nach wie vor zu Wertschätzung und Hochachtung vor einer Mischung (...)

  • Herbert Schambeck
    Parteiadelsrepublik Österreich (November 1965)

    Österreich ist ein Parteienstaat, d.h. ein Staat, in dem mehr Parteien als eine wirkkräftig sind. Eine Mehrzahl von Parteien tritt wahlwerbend auf und beherrscht in eindeutiger Weise das (...)

  • Friedrich Torberg
    Plädoyer für den Zwischenraum (Dezember 1965)

    Auf der Anfang Oktober abgehaltenen Tagung der „Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung“ in Darmstadt wurden als neu gewählte Mitglieder der Germanist der Universität Amsterdam, Prof. Jan Alker‚ (...)

  • Christian Broda
    Die Republik hat den Schlußstrich gezogen (Dezember 1965)

    [(Vorbemerkung Ich komme der Aufforderung der Redaktion des FORVM zur Stellungnahme zu den Aufsätzen „Die Richter sind unter uns“ (Heft XII/142) und „Die Richter bleiben unter uns“ (Heft XII/143) (...)

  • Marcel Reding
    Sozialismus als christliche Idee (Dezember 1965)

    Marcel Reding, aus Luxemburg gebürtig, ist Professor für Theologie an der Freien Universität Berlin. Er gehört zu den hervorragenden Kennern, Kritikern — und fast hätten wir hinzugefügt: Schätzern — (...)

  • An unsere Leser (Dezember 1965)

    Mit Ende dieses Jahres kehrt Friedrich Torberg, Gründer und langjähriger Herausgeber des FORVM, zu seiner literarischen Arbeit zurück und übergibt die Leitung der Zeitschrift nunmehr zur Gänze an (...)

  • J. Peter Stern
    Der teure Kauf (Januar 1966)

    Es ist wohl allgemein anerkannt, daß die deutsche Literatur in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zur Weltliteratur gehört; keine andere literarische Epoche, auch nicht die der Weimarer Klassik, (...)

  • Eduard März
    Das Neo-Kapital (Januar 1966)

    Dr. Eduard März, Leiter der wirtschaftswissenschaftlichen Abteilung der Arbeiterkammer in Wien, gehört zu den wenigen auch international wohlakkreditierten Vertretern der österreichischen (...)

  • Erwin Weissel
    Zur Mythologie der Investition (Februar 1966)

    Dr. Erwin Weissel, unorthodoxer Vertreter der jüngeren Generation sozialistischer Nationalökonomen in der Wiener Arbeiterkammer, setzt hiemit seinen Emmythologisierungsfeldzug fort, siehe „Der (...)

  • Economicus
    Warten auf de Gaulle (Februar 1966)

    Als de Gaulle am 1. Juli 1965 unter gewaltigem internationalem Aufsehen den Verhandlungstisch des EWG-Ministerrates verließ und sich in den Pariser Schmollwinkel zurückzog, begann jene Krise der (...)

  • Friedrich Heer
    Der Fremde aus Wien (Februar 1966)

    Es war einmal ein Dichter, dem die erwachende Jugend ganz West- und Osteuropas zujubelte; Goethe hat ihm in der Gestalt des Euphorion im „Faust“ ein Mal der Erinnerung gesetzt; Lord Byron, der sich (...)

  • Alexander Lernet-Holenia
    Blätter der Erinnerung (Februar 1966)

    Die Wildgänse Zu einer gewissen Zeit brachten es die Umstände mit sich, daß ich fast jeden Sonntag nachts, gegen zehn Uhr etwa, über den Heldenplatz zu gehen hatte; und zwar kam ich von meinem Vater (...)

  • Adolf Schärf
    Oktoberputsch (Februar 1966)

    Aus dem stenographischen Protokoll des Nationalrates, 31. Sitzung, VI. Gesetzgebungsperiode (1949-1953), S. 1128 ff. In allen von den Russen besetzten Ländern war das, was die Kommunisten (...)

  • Karl Gruber
    In Fischers Netzen (Februar 1966)

    Aus seinem Memoirenwerk „Zwischen Befreiung und Freiheit“, Ullstein-Verlag, Wien 1953, 2. Auflage, S. 164 ff. Am 5. Mai 1947 organisierte die Kommunistische Partei „Hunger“-Demonstrationen in den (...)

  • Otto Bauer
    Wir Bolschewiken (Februar 1966)

    Der Bundeskanzler hat mir Freitag zugerufen: „Sie sind ein Bolschewik! Sie haben sich nie ehrlich zur Demokratie bekannt!“ Ich habe dem Bundeskanzler im Parlament nicht antworten können. Man kann (...)

  • Heinrich Drimmel
    Lauter Intellektuelle (Februar 1966)

    Der erste große Auftritt der Intellektuellen auf der politischen Bühne läßt sich auf den Tag genau feststellen: Versailles, 5. Mai 1789. Der König hatte die Generalstände einberufen; es war dies ein (...)

  • Mihajlo Mihajlov
    Warum ich schweigen muß (Februar 1966)

    Dr. Mihajlo Mihajlov, Dozent der Universität Zadar, wurde wegen einer Artikelfolge, worin er die Sowjetunion kritisierte, verhaftet und verurteilt. Er berief, und der Oberste Gerichtshof Kroatiens (...)

  • Otto Haindl
    Unterschiede zwischen Planung und Planung (März 1966)

    Gibt es Unterschiede zwischen Planung und Planung? Die Auseinandersetzung darüber ist in vollem Gang. Die alten Anhänger der Planung sind voll Hohn über Ausdrücke wie Planifikation, (...)

  • Zedenko Skreb
    Für rücksichtslose Literatur (März 1966)

    Nachfolgender Text des Ordinarius für Germanistik an der Universität Zagreb wurde auf der Studienkonferenz über kulturelle Beziehungen zwischen Ost und West im Europahaus Wien gesprochen. Wenn wir (...)

  • Louis Aragon
    Das Urteil (März 1966)

    Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Kommunist das Urteil, das die Geschworenen im Prozeß Sinjawski-Daniel in Moskau fällten, unbeteiligt zur Kenntnis nimmt. Wir haben es hier mit einer, (...)

  • Andrej Sinjawski
    Kommunismus als Religion (März 1966)

    Den nachfolgenden Aufsatz schrieb Andrej Sinjawski im Jahr 1959 für die französische Zeitschrift „Esprit“, die ihn anonym veröffentlichte. Heute liest man ihn über weite Strecken wie einen (...)

  • Oskar Kokoschka
    Warnung vor der Weltpolizei (März 1966)

    Am 1. März wurde Oskar Kokoschka 80 Jahre alt. Aus diesem Anlaß bringen wir nachstehend erstmals in deutscher Übersetzung (von Dr. Otto Graf) Ausschnitte aus einem Aufsatz, den Kokoschka im Jahre (...)

  • Erich Heller
    Die realistische Täuschung (April 1966)

    Zehn Jahre ist es her, daß Erich Heller, damals noch Professor für deutsche Literatur in England, zuletzt im FORVM publizierte („Beim Aphorismus genommen. Ein imaginärer Dialog über Karl Kraus“, Heft (...)

  • Gunnar Kumlien
    Besuch bei Frau Djilas (April 1966)

    Der Authentizität halber wurde der nachfolgende, in deutscher Sprache niedergeschriebene Bericht in seinem originalen, zur schwedischen Muttersprache des Autors hinneigenden Zustand fast (...)

  • Andrej Sinjawski
    Die Heiligen des Kommunismus (April 1966)

    Verlorene Illusionen, zerbrochene Hoffnungen, nicht verwirklichte Träume, wie sie die Literatur anderer Epochen und Systeme auszeichnen, widersprechen dem sozialistischen Realismus. Selbst wenn es (...)

  • Fritz Hochwälder
    Auf der Gassen ... (April 1966)

    Wien VII. Westbahnstraße 3, 3. Stock, Tür 11: Zimmer, Küche, Kabinett — da wohnten vor dem Ersten Weltkrieg mein Vater, meine Mutter, deren alte Mutter, unser Dienstmädchen Anna Waldbrühl und ich, das (...)

  • Andrej Sinjawski
    Tod dem positiven Helden (Juni 1966)

    Obwohl die sowjetischen Schriftsteller stolz sind auf die Traditionen der russischen Literatur des 19. Jahrhunderts, die sie um jeden Preis weiterführen wollen — was sie in gewissem Maß auch tun — (...)

  • Alexander Lernet-Holenia
    Königgrätz (Juni 1966)

    Bisher hatte ich stets gedacht, daß wir die Schlacht von Königgrätz nur deshalb verloren hätten, weil einer meiner Onkel Stabschef des österreichischen Oberkommandierenden, Feldzeugmeisters Ludwig (...)

  • Heimito von Doderer
    Das Mark der Kritik (Juni 1966)

    In Sachen Literatur führt nichts so schnell zur vollständigen Barbarei wie die Ignoranz der Deuter. Günther Busch (in: „Der rote Sündenbock Anmerkungen zu Georg von Lukács“) Literaturkritik überall, (...)

  • Sokratis Dimitriou
    Die neue Welle in der Architektur (Juni 1966)

    Seit einiger Zeit scheint sich auf der Bühne der österreichischen Architektur ein Szenenwechsel vorzubereiten. Das zeigt sich in Wettbewerben und in veröffentlichten Projekten. Lautstarke Kritik (...)

  • Georg Prader
    Bewaffnete Neutralität (Juni 1966)

    Die nachfolgende, von uns erbetene Stellungnahme des Bundesministers für Landesverteidigung geben wir ungekürzt und völlig unverändert wieder: Ich wurde aufgefordert, zum Artikel „Unbewaffnete (...)

  • Hans Thirring
    Unbewaffnete Neutralität (Juni 1966)

    Neben den heute dominierenden unmittelbaren Zielen der Abrüstungsverhandlungen — Ausdehnung des Testverbotes auf unterirdische Experimente und Verbot der Weiterverbreitung von Atomwaffen — sollten (...)

  • Elisabeth Schilder
    Willkomm für Christian Broda (Juni 1966)

    Ich halte Christian Broda für nicht gänzlich unschuldig an der sozialistischen Wahlniederlage vom 6. März — soweit diese überhaupt personelle Ursachen hatte, also sehr weitgehend, denn was die (...)

  • Hans R. Klecatsky
    Für ein neues Pressegesetz (Juni 1966)

    Lassen Sie mich zum 20. Jahrestag der Gründung der Sektion Journalisten im Österreichischen Gewerkschaftsbund die herzlichsten Glückwünsche der Justizverwaltung, der Richter und Staatsanwälte, zum (...)

  • Anton Benya
    Für unbehinderte Kritik (Juni 1966)

    Aus Anlaß des 20jährigen Bestehens der Sektion Journalisten überbringe ich die Glückwünsche des Österreichischen Gewerkschaftsbundes. Die Journalistensektion zählt unter den rund 1,5 Millionen (...)

  • Koalition für Pressefreiheit (Juni 1966)

    FORVM ist ein bißchen stolz darauf, schon in den Jahren des Hinwelkens der Koalition, und damals sehr einsam, behauptet zu haben, daß die Alternative Koalition oder Opposition in jeder Demokratie (...)

  • Norbert Leser
    Tod und Leben des Austromarxismus (Juni 1966)

    Laut Otto Bauer, dem Führer der österreichischen Sozialdemokratie während der Zwischenkriegszeit, hat der amerikanische sozialistische Publizist Boudin die junge Wiener Marxistenschule, die sich in (...)

  • Mihajlo Mihajlov
    Bekenntnis zu Djilas (Juni 1966)

    „Warum ich schweigen muß“ hieß der erste FORVM-Aufsatz des jungen Dozenten der Universität Zadar, Dr. Mihajlo Mihajlov. Mit dem nachfolgenden Aufsatz bricht er dieses Schweigen. Wir neigen uns vor (...)

  • Friedrich Torberg
    Brief von der Schwiegermutter (Juni 1966)

    Wenn mit schöner, traditionsgesättigter Unregelmäßigkeit am jeweils Monatsfünften oder Monatsneunten das jeweils neue Heft des Neuen FORVM erscheint, geht mit mir eine so unheimliche anatomische (...)

  • Miroslav Krleža ߦBožena Begović (Übersetzung)
    Requiem für Habsburg (September 1966)

    Notwendige Vornotiz „Obzor“, Nachmittagsausgabe, 14. November 1918, Nr. LXIX, S. 3: Das Fest dauerte bis zum frühen Morgen. Und wie es schon geht in diesen stürmischen Zeiten, in denen sich alle, (...)

  • Georg Lukács
    Kunst als Selbstbewußtsein der Nation (September 1966)

    Vom Altmeister der revisionistisch-marxistischen Literaturgeschichte, dessen gesammelte Werke bei Luchterhand, Neuwied, bereits auf sechs starke Bände gediehen sind, erscheint ebendort im (...)

  • Norbert Leser
    Die Tragödie des Austromarxismus (September 1966)

    Die vorliegende deutsche Fassung dieses Aufsatzes wird Anfang 1967 in einem Sammelband der Nymphenburger Verlagsanstalt, München, unter dem Titel „Die europäischen Linksintellektuellen der (...)

  • Mihajlo Mihajlov
    Für eine freie Stimme (September 1966)

    Jüngsthin gab es in Jugoslawien eine immer größere Zahl offener und öffentlicher Äußerungen von Leuten, die mit der Politik des Bundes der Kommunisten (KP Jugoslawiens) ideologisch nicht übereinstimmen (...)

  • Mihajlo Mihajlov
    Brief an Marschall Tito (September 1966)

    Hochgeehrter Genosse Präsident der Sozialistischen Föderativen Volksrepublik Jugoslawien, Ich nehme mir die Freiheit, diesen offenen Brief an Sie zu richten, weil ich es als meine Pflicht (...)

  • Mihajlo Mihajlov
    Fall Ranković: Säuberung, nicht Liberalisierung (September 1966)

    Es ist lächerlich, wenn in der westlichen Presse steht, der Sturz Ranković’ bedeute einen Sieg der Liberalen über die Dogmatiker in Jugoslawien, als Folge dessen sich das Land rasch demokratisieren (...)

  • Heinz Kienzl
    Der Österreicher und seine Schande (Oktober 1966)

    Der Antisemitismus in Österreich kann auf eine taten reiche Geschichte zurückblicken. Wer Näheres darüber wissen will und wem vor nichts graust, der kann darüber bei Körber, „Rassesieg in Wien“, (...)

  • Milo Dor
    Eine nicht gehaltene Rede (Oktober 1966)

    Als Miroslav Krleža am 8. September in Wien zu einem Vortragsabend der Österreichischen Gesellschaft für Literatur weilte, wurde sein ehemaliger Landsmann, nun schon seit vielen Jahren deutsch (...)

  • Miroslav Krleža ߦBožena Begović (Übersetzung)
    Requiem für Habsburg (Oktober 1966)

    Ich bin in einer wahren Hamlet-Stimmung. Von der Galerie herab beobachte ich diese ganz gut organisierte kaiserliche und königliche Offiziersmesse — man raucht Zigarren, Frontwitze werden erzählt (...)

  • Manès Sperber
    Rebell oder Revolutionär? (Oktober 1966)

    I. Joseph Roth konzipierte den erst vor kurzem veröffentlichten Roman „Der stumme Prophet“ im Jahre 1927 und fixierte während der zwei nachfolgenden Jahre seinen Inhalt im einzelnen. Er sollte (...)

  • Heimo Kuchling
    Das Inbild vom Menschen (Oktober 1966)

    Immer wieder wird die Klage laut, die Kunst habe keinen allgemeingültigen Stil, sie böte ein zerrissenes, in sich widersprüchliches Bild. Es wird nicht bedacht, daß der Künstler als Mensch von seiner (...)

  • Norbert Leser
    Was bleibt vom Austromarxismus? (Oktober 1966)

    Die marxistische Romantik der austromarxistischen Sprache und Agitation wirkte intern als Ersatz- und Ausweichlösung, als Entschädigung für den ausgebliebenen gesellschaftlichen Erfolg, nach außen (...)

  • Friedrich Adler
    Das Apriori des Sozialismus (Oktober 1966)

    Im letzten Herbst des Zweiten Weltkriegs, Ende September 1944, hielt Friedrich Adler in New York eine Rede zur 80. Wiederkehr des Gründungstages der Ersten Internationale. Wir drucken den bisher (...)

  • Robert A. Kann
    Am Beispiel Friedrich Adlers (Oktober 1966)

    Die Ermordung des Grafen Stürgkh, Hauptvertreters des österreichischen Kriegsabsolutismus, durch Dr. Friedrich Adler, Sohn des Schöpfers und Führers der österreichischen Sozialdemokratie, hat, wie (...)

  • Erika Weinzierl
    Der rote Prinz (Oktober 1966)

    Aloys Prinz Liechtenstein wurde am 18. November 1846 als Sohn des Fürsten Franz aus der zweiten Linie des Hauses Liechtenstein und der Gräfin Julie Potocka in Wien geboren. Sein Weg entsprach (...)

  • Hannah Arendt
    Die Räte des Volkes (Oktober 1966)

    Das erstaunlichste war, daß aus einer Volksaktion ohne Führer und ohne vorher festgelegtes Programm kein Chaos entstand und keine Anarchie. Es kamen keine Plünderungen der Läden vor, überhaupt keine (...)

  • Waldemar von Knoeringen
    Der große Dialog (Oktober 1966)

    Waldemar von Knoeringen, Humanist, Sozialist, Bayer aus altem Adel, wird in diesem Monat 60 Jahre alt. Mitglied des Parteivorstandes der SPD, ehemaliger Parteivorsitzender in Bayern, seinerzeit (...)

  • Alfred Verdross
    Der Primat des Völkerrechts (Oktober 1966)

    Den Ausdruck „Primat des Völkerrechts“ hat Hans Kelsen in seinem 1920 erschienen Werk „Das Problem der Souveränität und die Theorie des Völkerrechts“ geprägt. Er versteht darunter, daß das Völkerrecht (...)

  • René Marcic
    Demokratie heißt Kontrolle (Oktober 1966)

    Es heißt: Kontrolle vollendet demokratische Republik. Dennoch stellt der beliebteste und zugkräftigste Einwand unserer Zeit sich ein: die Verfassungsgerichtsbarkeit verstoße gegen die Demokratie, (...)

  • Friedrich Koja
    Streitbare und neutrale Demokratie (Oktober 1966)

    I. Die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland, das Bonner Grundgesetz (1949), bestimmt in Art. 21 Abs. 2, daß „Parteien, die nach ihren Zielen oder nach dem Verhalten ihrer Anhänger darauf (...)

  • Ulrich Klug
    Struktur und Praxis der Anarchie (Oktober 1966)

    Es ist aus der Mode gekommen, sich in der Rechts- und Staatsphilosophie über Staatsformen Gedanken zu machen. Das führt zu manchen Unklarheiten und eröffnet Möglichkeiten für bedenklichen (...)

  • FORVM DES FORVMS (Oktober 1966)

    Liebe Leser, während unser Einfluß bei Einfußlosen rapide wächst, schwindet unsere Beliebtheit bei Einflußreichen noch rapider. Das Neue FORVM wurde mittels eingeschriebenen Briefes per 15. (...)

  • Horst Knapp
    Inflation 1967 (Dezember 1966)

    Eine Lohnsteigerungsrate von 10% pro Jahr halten die Expansionisten für ebenso untragbar wie die Restriktionisten, und beide Gruppen sind sich darin einig, daß dieses Auftriebstempo wesentlich (...)

  • Robert Neumann
    Von einem, der kein Schriftsteller werden wollte (Dezember 1966)

    Eine plötzliche Erkrankung hat Robert Neumann verhindert, die österreichische Buchwoche mit einem Vortrag über seinen Freund Hermann Broch zu eröffnen. Mit großer Freude drucken wir nachfolgend den (...)

  • Carl Zuckmayer
    Die Milch des Alters (Dezember 1966)

    Uns nährt und ammet noch, gleich Brustkindlein, Die Milch des Alters, der geklärte Wein. (C. Z.: „Der Schelm von Bergen“) „Die Milch des Alters“ pflegte mein Vater in seinen späteren Jahren den Wein (...)

  • Erklärung wider die Dummheit (Dezember 1966)

    Die moderne Kunst gehört in den kulturellen Kolonialkübel, und ich bilde mir fest ein, daß ihre Produzenten Conterganpillen eingenommen haben, sonst könnten sie nicht solche Mißgeburten in die Welt (...)

  • Heinz Ohff
    Gibt es Hundertwasser wirklich? (Dezember 1966)

    Man kann heutzutage, wie jeder weiß, nicht skeptisch genug sein, denn was wird einem nicht alles erzählt und was muß man nicht alles lesen. Wer glaubt noch an den Wert sogenannter Informationen? (...)

  • Friedensreich Hundertwasser
    Die nächste Revolution (Dezember 1966)

    Folgender Text wird im ÖGB-Jahrbuch 1967 erscheinen. Richtig, ein Jahrbuch des Österreichischen Gewerkschaftsbundes. Daß eine so „kollektivistische“ Organisation so „non-konformistische“ Texte (...)

  • Robert A. Kann
    Am Beispiel Friedrich Adlers (Dezember 1966)

    Eine Gesetzesvorlage, die nach dem Zusammentritt des Abgeordnetenhauses im Mai 1917 eingebracht wurde und nach der alle vor den Ausnahmsgerichten durchgeführten politischen Prozesse an die (...)

  • Maria Szécsi
    Wie unvermeidlich ist das Unvermeidliche? (Dezember 1966)

    Die These von der Unvermeidlichkeit des Sozialismus gehört zur Quintessenz der marxistischen Geschichtsauffassung. Fast 120 Jahre sind vergangen, seitdem das Kommunistische Manifest erstmalig den (...)

  • FORVM DES FORVMS (II) (Dezember 1966)

    Liebe Leser, unter obigem Titel hatten wir letzthin den Verlust unserer Redaktionsräume und fast sämtlicher Einrichtung zu melden. Aus dem Aktionsbereich der Gemeinde Wien kam keine Rücknahme der (...)

  • Günther Nenning
    Sozialismus oder Pittermann? (Dezember 1966)

    Die SPÖ steht vor der Alternative: Öffnung oder Untergang. Man fragte: Was heißt das konkret? Ich antworte: Das heißt Öffnung zur großen Opposition aller Oppositionellen, zur Partei aller, die mit (...)

  • Tibor Déry
    Als man in Österreich-Ungarn den Sport erfand (Januar 1967)

    In den sanften bürgerlichen Zeiten der Neunzigerjahre liebte man Schwäne, aß Korinthenbrot, und die wollenen Strümpfe der Damen dufteten nach Lavendel oder zerriebenen Zitronenschalen. Die Großmütter (...)

  • George Saiko
    Hinter dem Gesicht des Österreichers (Januar 1967)

    George Saiko (vgl. Heft IX/107: „Die Klauen des Doppeladlers“), aus Böhmen gebürtig, Dr. phil., Psychologe und Kunsthistoriker, veröffentlichte seine erste Erzählung 1913 im „Brenner.“ Erst 35 Jahre (...)

  • Fritz Wotruba
    Das Ende (Januar 1967)

    Am selben Ort und vielleicht sogar in demselben Zimmer und demselben Bett habe ich Boeckl und Doderer liegen gesehen. Nichts von Erhabenheit, nichts von Friede und Ruhe. Gemartert, abgekämpft, das (...)

  • György Sebestyén
    Zwischen zwei Ewigkeiten (Januar 1967)

    Auf das Brett, auf den Deckel des Sarges, in dem dein Körper liegt, habe ich Erde gestreut, Erde aus einer runden Blechschüssel. (Gerade war die zweite Schüssel leer geworden, nachdem Erzsi vor mir (...)

  • Xaver Schaffgotsch
    Das letzte Geheimnis (Januar 1967)

    Ich habe Heimito von Doderer im Mai 1919 auf der Durchreise von Omsk nach Wladiwostok in einem in der Nähe dieser Stadt gelegenen Kriegsgefangenenlager kennen gelernt. Wir alle standen damals (...)

  • Peter Marginter
    Die Prüfung (Januar 1967)

    Ich hatte mir insgeheim schon lange gewünscht, Heimito von Doderer einmal aus der Nähe zu sehen, als aber sein Sekretär und Mitarbeiter, mein Freund W. F., mich wissen ließ, der große Mann wünsche (...)

  • Alexander Lernet-Holenia
    Vor allem ein Herr (Januar 1967)

    Er war das, was man einen Herrn nennt, aber er war es nicht bloß deshalb, weil er einen Titel führte und das Protokoll beherrschte, sondern weil er unter den vielen Herren dieses Landes, betitelten (...)

  • Herbert Eisenreich
    Gruß am Grab (Januar 1967)

    Vor knapp vier Monaten, als wir Doderers siebzigsten Geburtstag feierten, schrieb ich über den verehrten Meister und geliebten Freund; und erzählte — recht plump, denn ich genierte mich, ihm das (...)

  • Dietrich Weber
    Zum Werk (Januar 1967)

    Heimito von Doderer ist vor der Vollendung seines großangelegten Projekts „Roman No. 7“ gestorben. Seine Devise, der Romanschriftsteller habe zugunsten der Objektivität und Totalität seiner (...)

  • Für Heimito von Doderer (Januar 1967)

    Am 23. Dezember 1966 starb Heimito von Doderer nach zwei kurz aufeinander folgenden Operationen in einem Wiener Spital. Im Namen aller unserer Mitarbeiter, und im eigenen Namen nehmen wir (...)

  • Günther Nenning
    Achtung, Maulkorb! (Januar 1967)

    An die Delegierten des Parteitags der SPÖ: Liebe Freunde, normalerweise würde ich das Folgende Euch auf dem Parteitag sagen können. Die innerparteiliche Kritik auf diesem Parteitag wird jedoch den (...)

  • Karl Korsch
    Wider den Altmarxismus (Januar 1967)

    Karl Korsch, Universitätsprofessor und Reichstagsabgeordneter in der Weimarer Republik, gehört zu jenen deutschen Marxisten, denen in ihrer Lebenszeit ein dreifacher geistiger Tod beschert wurde: (...)

  • Hans Kelsen
    Nochmals: Recht und Logik (Januar 1967)

    In der Oktober- und November-Nummer des FORVM 1965 habe ich unter dem Titel „Recht und Logik“ die Frage erörtert, ob der Satz vom ausgeschlossenen Widerspruch und die Regel der Schlußfolgerung auf (...)

  • Georg Jánoska
    Holzwege des Materialismus (Januar 1967)

    Der Marxismus-Leninismus ist heute nicht mehr so einheitlich wie zu Stalins Zeiten (selbst unter Ausklammerung der chinesischen Form). Zwar gibt es noch immer eine offizielle Version in den (...)

  • Ernst Bloch
    Materialismus als Enthüllung (Dezember 1966)

    Dies ist der Auszug aus einem Referat, das Ernst Bloch vor der Paulus-Gesellschaft hielt. Zusammen mit Referaten von Iring Fetscher, Konrad Lorenz, J.B. Metz, Karl Rahner, Adam Schaff, Ernst (...)

  • FORVM DES FORVMS (III) (Januar 1967)

    Liebe Leserinnen und Leser, dankenswerterweise ist auch dieses Jahr 1966 zu Ende gegangen. Zur Jahresmitte (Neues FORVM, Juni/Juli 1966) berichteten wir vom rapiden Anstieg der Auflage — bei (...)

  • Roland Nitsche
    Vom Unfug, Köpfe zu zählen (Februar 1967)

    Statistik als eine Methode der Gesellschaftsbetrachtung ist sehr alt. Schon die „Schätzung“, zu der Joseph und Maria nach Bethlehem zogen, war eine Erhebung zu bevölkerungsstatistischen Zwecken. (...)

  • Lynn Snook
    Der lächerliche Liebesambassadeur (Februar 1967)

    Wie leid ist es mir, daß wir um das Extemporieren gebracht sind ... denn es war die Schule und der Probierstein des Akteurs ... er war gezwungen, sich mit allen Ressourcen, die das Theater (...)

  • Peter Demetz
    150 Jahre Germanistik (Februar 1967)

    Die Germanistik ist eine sehr junge Wissenschaft, aber sie hat viel Vergangenheit. Im Grunde zählt sie zu den romantischen Parvenus, die sich Traditionen anmaßen. Die Philosophie und die klassische (...)

  • Hans Mayer
    Erinnerung an Robert Musil (Februar 1967)

    Törleß saß also ganz still und starr, sah unaufhörlich zu Basini hinüber und war ganz in den tollen Wirbeln seines Innern befangen. Und immer wieder tauchte daraus die eine Frage auf: Was ist das für (...)

  • Bernhard Leitner
    Die Auflösung des Karls-„Platzes“ (Februar 1967)

    Das Vorurteil is’ eine Mauer, von dei sich noch alle Köpf’, die gegen sie ang’rennt sind, als blutige Köpf’ zurückgezogen haben. (Nestroy: „Der Talisman“) „Der Karlsplatz ist wohl der bedeutsamste (...)

  • Herbert Prader
    Für aktive Architekturpolitik (Februar 1967)

    Während ganz Österreich sich über den „Bauskandal“ empört, wird der permanente, stille Skandal, was man in Österreich baut, kaum beachtet. Dies gilt sowohl für die Art und Weise, wie unsere Landschaft (...)

  • Mihajlo Mihajlov
    Gebt Gedankenfreiheit (Februar 1967)

    Milovan Djilas ist frei, desgleichen einige Mitarbeiter an der von Mihajlov geplanten Zeitschrift der Opposition. Es besteht Aussicht, daß Tito, der großmütigste unter den kommunistischen (...)

  • Theodor Prager
    Kritik einer Marx-Kritik (März 1967)

    Dr. Theodor Prager studierte Nationalökonomie an der London School of Economics, die lange Jahre als „hotbed of Communism“ galt. In der Tat ist Prager derzeit Mitglied des ZK der KPÖ, wo er dem (...)

  • Günther Nenning
    Moskau — ein Reisebericht (April 1967)

    I. Basis Moskau hatte 1917 weniger Einwohner als Wien; heute hat es etwa ebensoviel wie ganz Österreich. In den fünfzig Jahren des Bestandes der Sowjetunion wuchs deren Hauptstadt von 11½ auf über (...)

  • Georg Lukács
    Die Sowjetunion ist nicht typisch (April 1967)

    Zum 60. Geburtstag von Wolfgang Abendroth. [(Vorbemerkung Die hier veröffentlichten Darlegungen sind einem noch unvollendetem Buch „Zur Ontologie des gesellschaftlichen Seins“ entnommen. Da sie (...)