Rassismus
Beiträge
Bundesminister Dr. Christian Broda, vor seinem Einzug in den Justizpalast unser Rechtsfreund und Mitbegründer, beteiligt sich hiemit erneut an unserer Generaldebatte über den Zustand der Zweiten Republik — eine Debatte, die er vor nunmehr fünf Jahrgängen eingeleitet hat (vgl. das Verzeichnis der (…)
Wie kam es, daß Sie zu den „Black Panthers“ in die USA fuhren? Zwei Mitglieder der „Black Panther Party“ haben mich in Paris besucht und mich gefragt, wie ich ihnen helfen könne. Ich glaube, sie dachten, ich könne ihnen in Paris helfen, aber ich sagte: „Das Einfachste ist, wenn ich nach (…)
Angela Davis wird wegen Mordes und Kidnapping gesucht. Angeblich hat sie hierfür selbst die Waffen gekauft oder zumindest zu deren Kauf den Auftrag gegeben. Entführt wurde Richter Harold Haley, ehe er zusammen mit seinen Entführern von der Polizei niedergeschossen wurde. Dies ist so gut wie (…)
Die Haut des Krokodils gleicht nicht der eines Perlhuhns, und das Flußpferd ist nackt. Atscholihaar ist nicht wie Araberhaar, und das Haar der Inder ist wie ein Pferdeschwanz und muß mit der Schere geschnitten werden. Es ist schwarz und gleicht nicht dem der Weißen. Das Haar der Weißen ist weich (…)
Schwarze Frau kontra weißen Mann
Die matriarchalische schwarze Frau ist wiederholt als eines der verhängnisvollen Nebenprodukte der Sklaverei beschworen worden. Sogar unter Schwarzen lassen sich noch immer bedauerliche Rückbezüge auf das Matriarchat finden. Gelegentlich wird sogar ein „Einschlag ins Pathologische“ anerkannt, (…)
Konrad Lorenz erhielt Anfang Oktober zusammen mit Karl Frisch und Nikolaas Tinbergen den Medizin-Nobelpreis für 1973. 1940 publizierte er in der „Zeitschrift für angewandte Psychologie und Charakterkunde“, Leipzig, eine Arbeit, aus der die nachfolgenden Zitate stammen (Band 59, Heft 1 und 2, (…)
Rassenkampf statt Klassenkampf?
Am 14. Dezember 1973 explodierte eine Plastikbombe im algerischen Konsulat in Marseille: vier Tote, einige Dutzend Verwundete. Bewafinete Kampfgruppen der Ordre Nouveau knallen Araber ab: 47 im Jahr 1973. Ein neuer Rassismus steht uns bevor. Der amerikanische Historiker Raul Hilberg hat in (…)
Während in Westeuropa (Frankreich, England) der Rassismus bereits öffentlich Orgien feiert, konzentriert man sich in Mitteleuropa (BRD, Österreich) noch auf die studentische Vorhut. Die Ölkrise, sprich das Bündnis der westlichen Konzerne mit den feudalen Herrscherklassen des mittleren Ostens, (…)
Der Begriff der „Fähigkeit“ hat im Lauf der Zeit einen Wandel durchgemacht, der an seiner Geltung zweifeln läßt. Der Adel sah seine bessere Begabung durch den Akt der Geburt hinreichend bewiesen, die Bourgeoisie glaubte in ihrer liberalen Hoch-Zeit an die Naturkräfte der Auslese in freier (…)
Die Schweiz, dachte ich mir, ist eine Spielzeugschachtel, und alles darin glänzt so sauber, weiß und rosenrot wie die Backen braver und gesunder Kinder. Das gilt vielleicht für die Schweizer. Um als Fremdarbeiter in dieses Schlaraffenland zu gelangen, muß man sich nicht durch Ströme süßen Breis (…)
Marxistisches über Slawen
Vorgeschobener deutscher Keil ... Assoziation gegen die Slawen ... In Ungarn führten die Magyaren denselben Kampf wie die Deutschen in Deutsch-Österreich. Der zwischen slawischen Barbaren vorgeschobene deutsche Keil im Erzherzogtume Österreich und Steiermark bot dem ebenfalls zwischen (…)
Vor zehn Jahren, im April 1969, sollte der persische Student Ahmad Taheri aus der Bundesrepublik in den Iran ausgewiesen werden, weil er sich an einem Universitätsstreik beteiligt hatte. Die drohenden Folterungen der iranischen Geheimpolizei Savak vor Augen, schnitt er sich auf dem Transport zum (…)
Frantz Fanon: Schwarze Haut, weiße Masken. Syndikat Verlag, Frankfurt 1980, 164 Seiten, DM 24, öS 184,80 Hundert Jahre nach Abschaffung der Sklaverei fühlen sich die Nachkommen der aus Afrika auf die französischen Antillen verschleppten Neger als Weiße. De jure sowie nach ihrem eigenen (…)
Laudatio für Oliver Marchart bei der Verleihung des Sonderpreises zum Österreichischen Staatspreis für Literaturkritik — letzteren erhielt Hans Haider (»Die Presse«) — durch Minister Rudolf Scholten am 27. November 1991 im »Literaturhaus«.
Laßt kriminelle Fremde um mich sein!
Das verlogene Geschwätz von den Ausländern, die von unserem Land fernzuhalten seien, um uns die Kriminalität vom Halse zu schaffen (Fremde sind offenbar durchwegs Verbrecher, Österreicher nie) — dieses Geschwätz ist an sich unerträglich. Es aber im Zusammenhang mit jenen zu wiederholen, die auf (…)
Rassismus Die gut gekleidete, ältere ungarische Dame bückt sich im Autobus und zischt ins Ohr des Nigerianers Osa: „Warum gehst Du nicht nach Hause, Nigger?“ Laut Aussagen afrikanischer und arabischer Studenten sind solche rassistischen Belästigungen seit der Wende vor zwei Jahren in Ungarn (…)
1988 wurde in ganz Westdeutschland an die Pogrome von 1938 erinnert, es gab offizielle und weniger offizielle Veranstaltungen. Leute, die sich mit Bitburg, mit dem Historikerstreit und der Vergangenheitsbewältigung seit längerem beschäftigt hatten, konnten sich des Eindrucks nicht erwehren, daß (…)
Hellermeer vs. Jörgbegehren: Sieg für Österreich!
Ausländerpolitik ist per se ausländerkritisch. Das liegt am fundamentalen Unterschied zwischen Österreichern und Ausländern. Der österreichische Gesetzgeber geht davon aus, daß Eingeborene in einem „staatlichen Pflicht- und Treueverhältnis“ (Unabhängigkeitserklärung 1945) zur Republik stehen. Es (…)
Vor kurzem erreichte mich ein aufgeregter Hilferuf einer Professorin aus Prag. Sie hat mit Freunden, die meisten ehemalige Unterzeichner der »Charta 77«, die Gruppe »Tolerance« gegründet. Der Anlaß waren extrem romafeindliche Beschlüsse einzelner Gemeinden. Zunächst Jirkov, dann Aussig wollten (…)
Es ist im Grunde eine beschämende Tatsache, daß man sich immer noch ins gesellschaftliche Outback des schlechten Geschmacks und des politischen Desparadotums begeben muß, wenn man das Selbstverständliche tut und gegen das Weiterwuchern des bürgerlichen Kapitalismus protestiert. Ich für meinen (…)
Mit großer Sorge beobachten wir einen Vorgang, der — ausgelöst durch eine euphorisch-optimistische Wirtschaftspolitik — dazu führte, daß inzwischen fünf Millionen Gastarbeiter mit ihren Familien in unserem Land leben und arbeiten. [Mit großer Sorge beobachten wir die Unterwanderung des deutschen (…)
Rassismus — zuerst gesellschaftsfähig, jetzt preiswürdig?
»Wenn ich Multikultur höre ...«
Die Anlehnung an den durch Adornos plakativen Gebrauch zu einer berühmten Verflachung gewordenen Konditionalsatz aus Hanns Johsts »Schlageter« im Titel soll nicht darüber hinwegtäuschen, daß hier eine Parallelität zwischen heute und damals schlechthin hergestellt wird. Sie kann aber auch nicht (…)
An die SchülerInnen-Jury zum Weilheimer Literaturpreis 1993 z.Hd. Herrn Artur Meinzolt, Ammerstraße 10, D-82362 Weilheim Salzburg, am 24.11.1993 Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Studiendirektor Friedrich Denk erinnerte mich in einem Brief vom 23. November 1993 nachdrücklich daran, Ihnen (…)
Rassismus, Kunst- und Meinungsfreiheit
Auch Friedrich Achleitner, Professor für Architektur an der Akademie für Angewandte Kunst in Wien, war von der SchülerInnen-Jury angeschrieben worden, hier seine Antwort: Liebe Schüler-Jury, ehrlich gestanden, ich wollte auf Ihren selbstgerechten und selbstgefälligen Brief mit beigelegtem (…)
Ich habe in meinem Artikel den Rassismus, mit dem der Mißerfolg der freien Marktwirtschaft in Rußland und anderswo besprochen wird, angeprangert. Gerade das, was Rassismus ist, so meine These, ist jedoch weder der Leitung noch dem Umfeld des »konkret« klar. Ein Beleg dafür ist die seit geraumer (…)
Offener Brief an Elfriede Hammerl wegen »Verwirrte Begriffe«, »profil« 23/1994, 113 Liebe Elfriede Hammerl! Wie Sie wissen, gehöre ich, altmodisch gesagt, zu Ihren Verehrern, Ihre geistreichen Kommentare zu Geschlechterkampf und Familientohuwabohu lese ich mit vorbehaltlosem Vergnügen. (…)
Das Land, in dem diese Zeitschrift möglicherweise zum vorletzten Mal glücklich erscheint, besitzt eine der besten Verfassungen, die ein gewaltiges Maß an Grund- und Freiheitsrechten wunderbar beschreibt — aber leider nicht wahrhaft sichert, weil wir die papierlich garantierten Rechte allzuoft (…)
»Europäischer Vorzug über die andern drey Theile der Welt«
In der uns geläufigen Vorstellung von Geographie und Geschichte erscheint der Europäer zwangsläufig als Beherrscher und Eroberer. Wir sprechen etwa vom »Zeitalter der Entdeckungen«, als hätte der Rest der Welt nur auf das Erscheinen des Entdeckers gewartet, um endlich existieren zu können. (…)
Zur Popularisierung anthropologischen Wissens im Wiener Naturhistorischen Museum Im August 1993 erschien in der naturwissenschaftlichen Fachzeitschrift ›Nature‹ unter dem Titel »Racial Science« ein längerer Leserbrief, der die anthropologische Schausammlung des Naturhistorischen Museums in (…)
Nach Meinung der Kriminalisten und der Öffentlichkeit verhält es sich ungefähr so: Irgendwo hocken schon länger ein paar akademisch gebildete Stammtisch-Faschisten beieinander und räsonieren überVolkstum und Überfremdung. Vielleicht ein Herr Doktor (der Rechte), ein Herr Professor (für (…)
Antirassismus-Petition
Fünf Jahre danach erscheint nun die Initiative der grünen Gründungsmutter, Freda Meissner-Blau und des Herausgebers erstmals im FORVM; damals hatte sie nur der Standard fast wortgetreu veröffentlicht, wo sich eine kleine Kontroverse entspann. Wie es weiterging, dokumentieren wir vielleicht (…)
Weltkultur im ORF à la Michael Köhlmeier & Barbara Rett.
Heideggers Sprachbilder der Bodenlosigkeit und Entwurzelung und ihre Antonyme 1922-1938/39
In der Deutung um Heideggers Sprachbilder zum Boden ist umstritten, in welchem Maß sie im Spektrum des vernünftigen Grundes und der Blut-und-Boden-Mystik der Nationalsozialisten zu bewerten und einzuordnen sind.
Die Bodenlosigkeit und das Uneigentliche bei Heidegger
Die erste Fassung dieses Aufsatzes erschien 2018 als Diskussionspapier auf dem Dokumentenserver academia.edu und im online-FORVM unter dem Titel Heideggers Sprachbilder der Bodenlosigkeit und Entwurzelung und ihre Antonyme 1922-1938/39: Zur Stilistik, Deutung und Übersetzung und wurde, teils in (…)