FORVM » Themen » Personen

Norbert Leser

Beiträge

Friedrich Abendroth

Lassalle und die Folgen

Notizen zur zeitgenössischen Literatur über Sozialismus
Juni
1963

Von Ferdinand Lassalle ist in diesen Wochen viel gesprochen worden. Die deutsche Sozialdemokratie feiert diesen Mann, der einer der wenigen echten Tribunen der deutschen Geschichte war, geradezu in Permanenz. Die datenmäßigen Anlässe sind vorhanden. Schon voriges Jahr nahm Willi Eichler, einer der (...)

Kurt L. Shell

Lesers realistischer Sozialismus

Juni
1969

Zu seinem Buch „Zwischen Reformismus und Bolschewismus. Der Austromarxismus als Theorie und Praxis“, Europa-Verlag, Wien. Wäre das umfangreiche Buch Norbert Lesers über den Austromarxismus vor fünf Jahren erschienen, hätte man es als streitbares, gescheites, aber für die Gegenwart wenig relevantes (...)

Lutz Holzinger

Rot markierter Fleckerlteppich

„Rote Markierungen“, Europa Verlag 1972
April
1972

Auch in Österreich würdigen die großen Parteien seit einiger Zeit über die Tagesaktualität hinausreichende Ereignisse, indem sie ihre intellektuelle Kamarilla in Buchform in Erscheinung treten lassen. Es ist daher nur billig, daß die SPÖ durch eine Buchveröffentlichung die Ernsthaftigkeit (...)

Michael Schiestl-Nikelsky

Die austro-katholische Identität

November
1989

Einblicke in diese gewährt, wieder einmal, unser Spezialist für Brandstiftungen, Norbert Leser, der noch nie so nah bei Robert Prantner war. Einen bemerkenswerten Beitrag zur Identitätsfindung und -sicherung im Gedenkjahr 1988 leistete sich der berühmte katholische Spezialist Norbert Leser, (...)

Beiträge von Norbert Leser

Norbert Leser

Prophet im Lande der Ungläubigen

November
1960

Norbert Leser

Tradition und Revision

April
1961

Norbert Leser

Kelsen und der Sozialismus

Oktober
1961

Norbert Leser

Keine Heimat für Ernst Bloch

Dezember
1961

Norbert Leser

Wissenschaft und letzte Werte

November
1962

Die „Reine Rechtslehre“, nach der Psychoanalyse Sigmund Freuds wohl die originellste und am weitesten in die Welt ausstrahlende schöpferische und systematische Leistung eines Österreichers dieses Jahrhunderts, ist im Heimatland ihres Begründers heute eine viel zu wenig bekannte Theorie. Über die (...)

Norbert Leser

Konturen des dritten Jahrtausends

Oktober
1963

Dem in die Vereinigten Staaten emigrierten, gegenwärtig an der Freien Universität Berlin lehrenden Österreicher Kurt Shell verdanken wir eine Darstellung des österreichischen Nachkriegssozialismus, die als erste gründliche wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Entwicklungen und Veränderungen (...)

Norbert Leser

Schwarze Hauptschuld, rote Mitschuld

Februar
1964

I. Es dürfte heute wohl kaum mehr einem Zweifel unterliegen, daß die Hauptschuld an den unglückseligen Februar-Ereignissen und der Zerstörung der österreichischen Demokratie die Christlichsoziale Partei und die mit ihr verbundenen Kräfte der „antimarxistischen Einheitsfront“ trifft. Die Schuld der (...)

Norbert Leser

Marxismus unterwegs zum Geist

Über Position und Bedeutung Max Adlers
August
1964

Es gehört zu den traurigsten Kapiteln der an beklagenswerten Einzelheiten nicht armen Nachkriegsgeschichte des geistigen und politischen Österreich, daß das Werk großer österreichischer Denker und Gestalter, die durch die Ungunst der Zeitumstände in den Schatten gestellt wurden, unbetreut geblieben (...)

Norbert Leser

Marxismus unterwegs zum Geist (II)

Über Position und Bedeutung Max Adlers
September
1964

Der von Marx und Engels eingeführte Gesichtspunkt erlaubt es, ideologischen Prätentionen auf die Spur zu kommen und durch den Nebel von Ideen zu den Interessen vorzudringen, die sich dieses Nebels erfreuen. Die moderne Ideologiekritik hat den von der materialistischen Geschichtsauffassung (...)

Norbert Leser

Lenin und Schopenhauer

Zur Problematik linker Axiome
Dezember
1964

Das biographisch bezeugte Interesse Lenins an der Philosophie Schopenhauers führt auf die Spur eines Zusammenhanges zwischen den beiden so verschiedenen Denkern. Was Lenin an Schopenhauer faszinierte, war wohl die seinen eigenen Auffassungen entgegengesetzte Einstellung Schopenhauers zum Begriff (...)

Norbert Leser

Krise der SPÖ — Krise der Republik

März
1965

Der folgende Text unseres Mitarbeiters Dr. Norbert Leser war als innerparteilicher Diskussionsbeitrag dem hiefür zuständigen SPÖ-Organ zugedacht. Dieses sah sich aus Platzmangel nicht imstande, eine Veröffentlichung ohne radikale, dem Verständnis sehr abträgliche Kürzungen vorzunehmen. Der Wortlaut (...)

Friedrich Abendroth • Willy Brandt • Gerhard Bronner • Anton Burghardt • Felix Butschek • Fritz Csoklich • Julius Deutsch • Josef Dobretsberger • Heimito von Doderer • Heinrich Drimmel • Herbert Eisenreich • Anton Fellner • Iring Fetscher • Paul Flora • Rupert Gmoser • Willfried Gredler • Josef Hindels • Ernst Koref • Alexander Lernet-Holenia • Norbert Leser • Georg Lukács • René Marcic • Eduard März • Albert Massiczek • Hermann Mörth • Oswald von Nell-Breuning • Roland Nitsche • Bruno Pittermann • Walter Pollak • Viktor Pospischil • Ludwig Reichhold • Johann Schasching • Gustav Scherbaum • Willi Schlamm • Franz-Martin Schmölz • Eduard Speck • Franz Taucher • Rudolf Weiler • Erwin Weissel • Erik G. Wickenburg

100 Worte Sozialismus

Juni
1965

Vor fünfzig oder gar hundert Jahren konnte man, tatsächlich oder vermeintlich, mit zehn Worten sagen, was Sozialismus sei. Reichen heute hiefür auch nur hundert Worte aus? Dies herauszufinden, schien uns eines größer angelegten Versuches wert. Von den vierzig Autoren, die auf unsere Frage (...)

Norbert Leser

Theologie und Marxismus

Juni
1965

Das Gespräch der Paulus-Gesellschaft über Christentum und Marxismus in Salzburg, vom 28. April bis 2. Mai, hatte zeitweise fast 300 Teilnehmer, vor allem christliche Naturwissenschaftler, ferner katholische Theologen, darunter die Professoren Calvez (Paris), Girardi (Rom), Metz (Freiburg), Karl (...)

Norbert Leser

Immer noch k.u.k. Katholiken?

Oktober
1965

Norbert Leser

Immer noch k.u.k. Katholiken?

(II.)
November
1965

Norbert Leser

Zusammenarbeit jenseits der Koalition

März
1966

Die folgende Analyse unseres Mitherausgebers und ständigen Mitarbeiters erscheint ein Jahr nach seinem heftig diskutierten Beitrag „Krise der SPÖ — Krise der Republik“ (FORVM XII/135). Der Text ist schon im vergangenen Herbst geschrieben, seine Veröffentlichung jedoch zurückgestellt worden, da die (...)

Norbert Leser

Tod und Leben des Austromarxismus

Zur Bilanz einer politischen Idee
Juni
1966

Laut Otto Bauer, dem Führer der österreichischen Sozialdemokratie während der Zwischenkriegszeit, hat der amerikanische sozialistische Publizist Boudin die junge Wiener Marxistenschule, die sich in den Jahren nach der Jahrhundertwende als Arbeitsgemeinschaft herausbildete, zuerst als die (...)

Norbert Leser

Die Tragödie des Austromarxismus

Zur Bilanz einer politischen Idee (II)
September
1966

Die vorliegende deutsche Fassung dieses Aufsatzes wird Anfang 1967 in einem Sammelband der Nymphenburger Verlagsanstalt, München, unter dem Titel „Die europäischen Linksintellektuellen der Zwischenkriegszeit“ erscheinen. Wenn sich die Linke über den zweckgebundenen Charakter dieser Eingriffe des (...)

Norbert Leser

Was bleibt vom Austromarxismus?

Zur Bilanz einer politischen Idee (III)
Oktober
1966

Die marxistische Romantik der austromarxistischen Sprache und Agitation wirkte intern als Ersatz- und Ausweichlösung, als Entschädigung für den ausgebliebenen gesellschaftlichen Erfolg, nach außen als scheinbare Bestätigung derer, die dem Austromarxismus immer schon bolschewistische Intentionen (...)

Norbert Leser

Sozialwissenschaft als Balance-Akt

Versuch einer Standortbestimmung zwischen Empirie und Ideologie
März
1967

Norbert Leser

Parteivorstand als Hemmungsorgan

Zur Geschichte des Jahres 1933
August
1968

Norbert Leser

Zwischen Positivismus und Naturrecht

Recht und Gerechtigkeit in der modernen Staatsphilosophie
Dezember
1969

Norbert Leser

Fromm gewordene Rechtspositivisten

2. Teil des Essays vom Dezemberheft 1969
Januar
1970

Norbert Leser bei Wikipedia

Norbert Leser, Gemälde von Ernst Bader 1987

Norbert Leser (* 31. Mai 1933 in Oberwart, Burgenland; † 31. Dezember 2014 in Eisenstadt, Burgenland[1][2]) war ein österreichischer Sozialphilosoph, bekannt vor allem durch seine kritische Beschäftigung mit der österreichischen Sozialdemokratie.

Norbert Leser wurde 1933 im östlichsten österreichischen Bundesland geboren, dessen erster Landeshauptmann nach 1945 sein Onkel Ludwig Leser war. Er studierte Rechtswissenschaften und Soziologie an der Universität Wien und promovierte 1958 zum Dr. iur.

Seine Habilitation für Rechts- und Staatsphilosophie erfolgte 1969 an der Universität Graz. Danach war er von 1971 bis 1980 erster Ordinarius für Politikwissenschaft in Österreich, und zwar an der Universität Salzburg; von 1980 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2001 lehrte er als Ordinarius für Gesellschaftsphilosophie an der Universität Wien. Ab 1984 leitete er das Ludwig-Boltzmann-Institut für neuere österreichische Geistesgeschichte.

Er war Mitglied des österreichischen PEN-Clubs.

Bekanntheit erlangte er vor allem durch seine kritische Auseinandersetzung mit der österreichischen Sozialdemokratie und dem Austromarxismus. Seine Habilitationsschrift zu diesem Thema mit dem Titel „Zwischen Reformismus und Bolschewismus“ ist als Standardwerk anerkannt. Ein Anliegen war ihm auch die speziell in Österreich (historisch bedingt) schwierige Annäherung zwischen Sozialdemokratie und christlichem Glauben.

Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher und Beiträge in Zeitschriften und Sammelbänden. Seine philosophischen Schriften umfassen die Geschichte der politischen Ideen, Zeitgeschichte, Rechts- und Staatsphilosophie, Marxismus und Sozialdemokratie, Christentum und Katholizismus, Gottesfrage etc.

Die interdisziplinäre Breite seines Werkes, aber auch seine Bedeutung und Anerkennung wird speziell in der von seinem früheren Mitarbeiter Erwin Bader herausgegebenen Festschrift deutlich, an der 38 namhafte Wissenschafter von 16 Fachrichtungen und 14 Universitäten unterschiedlicher Staaten mitwirkten.

Leser starb am 31. Dezember 2014 in Eisenstadt. Er wurde am Hietzinger Friedhof bestattet.[3]

Herausgeberschaft

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  • Werk und Widerhall, 1964
  • Religion und Kultur an Zeitenwenden, 1984
  • Heer-Schau, 1985
  • Macht und Gewalt in der Politik und Literatur des 20. Jahrhunderts, 1985
  • Theodor Herzl und das Wien des „Fin de siècle“, 1987
  • Österreichs politische Symbole, 1994
  • 1927 – als die Republik brannte, 2002
  • Zwischen Reformismus und Bolschewismus, 1968
  • Die Odyssee des Marxismus, 1971
  • Jenseits von Marx und Freud, 1980
  • Das geistige Leben Wiens in der Zwischenkriegszeit, 1981
  • Grenzgänger, 2 Bde., 1981/82
  • Sozialphilosophie, 1984
  • Genius Austriacus, 1986
  • Salz der Gesellschaft, 1988
  • Von Leser zu Leser, 1992
  • Elegie auf Rot, 1998
  • „… auf halben Wegen und zu halber Tat …“ Politische Auswirkungen einer österreichischen Befindlichkeit, 2000
  • Gottes Türen und Fenster, 2001
  • Zeitzeuge an Kreuzwegen, 2003
  • Der Sturz des Adlers: 120 Jahre österreichische Sozialdemokratie, 2008
  • Skurrile Begegnungen – Mosaike zur österreichischen Geistesgeschichte, Vorwort William M. Johnston, 2011
  • Gott lässt grüßen – Wider die Anmaßung des Reduktionismus und Evolutionismus, Geleitwort Anton Zeilinger, 2013
Commons: Norbert Leser – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. Sozialphilosoph Norbert Leser gestorben
  2. Todesfall – Sozialphilosoph Norbert Leser gestorben, Nachruf von Paul Sailer-Wlasits, Wiener Zeitung, 1. Januar 2015
  3. Norbert Leser in der Verstorbenensuche bei friedhoefewien.at
  4. Norbert Leser im Wien Geschichte Wiki der Stadt Wien
  5. Österreichische Hochschulzeitung. Band 45, 1993, S. 37.

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