Zeitschriften » FORVM » Print-Ausgabe » Jahrgänge 1968 - 1981 » Jahrgang 1968 » No. 179-180
Arnold Künzli

Exempel Jugoslawien

Internationale marxistische Sommerschule auf Korčula

Den 150. Geburtstag von Karl Marx zu ehren, hatten die um die philosophische Zeitschrift „Praxis“, Zagreb, gescharten jugoslawischen Pioniere einer zeitgemäßen Sozialismus-Philosophie für ihre diesjährige Sommerschule auf der Insel Korčula das Thema „Marx und die Revolution“ gewählt. [1] 150 Jahre sind in unserer rasanten Epoche eine lange Zeit. So hat der Marxismus auf seiner stürmischen Fahrt in Theorie und Praxis Havarien erlitten, die sich dieses Jahr in Korčula geradezu symbolisch manifestierten. Rudi Supek, Präsident der Schule, konnte wegen Beinbruchs zur Eröffnung nicht erscheinen. Veljko Korač, der an seiner Stelle die Eröffnungsrede halten sollte, verunglückte auf der Hinfahrt mit dem Auto. Erich Fromms Eröffnungsreferat fiel aus, der Arzt verbot die weite Reise. Dasselbe Schicksal widerfuhr Ernst Fischer. Milan Kangrga ächzte mit gebrochenen Rippen, Danko Grlić legte sich mit Ohrenentzündung ins Bett. Bei der Eröffnungssitzung hiel das elektrische Licht aus, man mußte das Dunkel des gelebten Augenblicks mit einer Azetylenlampe erhellen. Und als dann Ernst Bloch, der Unverwüstliche, in improvisierter Rede das Startzeichen gab, fuhren Blitz und Donner dazwischen.

Die jugoslawischen Gastgeber waren in den vorangegangenen Monaten von ihrer eigenen Partei und sogar von Tito persönlich unter schweres Feuer genommen worden. Leider entsprach bisher die innenpolitische Situation Jugoslawiens nicht immer der außenpolitischen Sympathie für die Tschechoslowakei. Die Partei machte die eigenen philosophischen und soziologischen „Dubčeks“, die „Praxis“-Professoren, verantwortlich für die jüngsten Studentenunruhen und schloß sie, soweit Parteimitglieder, aus ihren Reihen aus. Die einer Analyse der Studentenunruhen gewidmete Nummer der Monatszeitschrift „Delo“ wurde konfisziert. „Praxis“ wurden Kredite gestrichen, so daß die internationale Ausgabe vorerst nicht mehr erscheinen kann.

Die Kampagne gegen die „Praxis“Professoren nahm mit der absurden Anschuldigung, diese stünden in amerikanischen Diensten, beinahe moskowitischen Charakter an. Einige der Professoren äußerten Zweifel, ob sie im Herbst überhaupt noch an die Universität zurückkehren könnten.

Dabei handelt es sich bei diesen Professoren, wohlverstanden, samt und sonders um Marxisten. Und wenn dieses Jahr Ernst Bloch und Herbert Marcuse, Agnès Heller und Lucien Goldmann, Norman Birnbaum und Eugen Fink, Ossip Flechtheim und Michael Landmann, Julius Strinka und Günther Nenning, T. B. Bottomore und John H. Herz, Kurt Wolff und Serge Mallet — um nur diese zu nennen — nach Korčula gekommen waren, dann nicht nur wegen des freilich verführerischen Zaubers dieser dalmatinischen Insel. Aber wenn ich recht informiert bin, durften die jugoslawischen Zeitungsleser nicht einmal erfahren, wer aller dem Ruf der „Praxis“ nach Korčula gefolgt war.

Dennoch war die Stimmung zunächst alles andere als pessimistisch, vertraten doch Bloch, Marcuse, Goldmann, Mallet die Ansicht, mit den Studentenunruhen sei „etwas Neues in die Welt eingebrochen, das es wahrscheinlich in dieser Form noch gar nicht gab: eine Revolte ohne ökonomische Ursache, von Menschen, die sich keine Bevormundung, keine Macht, keine Schurigelung gefallen lassen wollen, von Menschen mit dem Willen zum aufrechten Gang“ (Bloch). Für Goldmann hat mit den Frühjahrsereignissen in Frankreich „eine neue historische Epoche begonnen“, da sich von nun an das Problem von Marx — und zwar sowohl im Sozialismus wie im Kapitalismus — als ein Problem der Selbstverwaltung stelle.

Für Marcuse markierte der Pariser Aufstand ebenfalls „einen Wendepunkt in der Entwicklung der etablierten Gesellschaft, zumindest derjenigen des entwickelten Kapitalismus“, obgleich er nicht glaubt, daß die Studenten an sich eine revolutionäre Kraft konstituieren. Sie seien jedoch eine Minorität, die artikuliere, was in der großen Mehrheit noch nicht artikuliert sei: Sie eröffneten neue Möglichkeiten des Übergangs vom Kapitalismus zum Sozialismus, reale Möglichkeiten für den Sozialismus heute. Sie hätten den Sozialismus neu definiert, indem sie Mächte und Faktoren mitberücksichtigt hätten, die bisher vom Marxismus übersehen worden seien. In diesem Sinne sei die Studentenbewegung ein Katalysator der Revolution.

Ein neuer Marcuse

Allgemein wurde festgestellt, daß da ein neuer, optimistischer Marcuse sprach. Und obgleich auch skeptische Ansichten über die revolutionäre Auswirkungen der Studentenbewegung im allgemeinen und der Ereignisse in Frankreich geäußert wurden — von Habermas z.B. —, war man gelegentlich doch nahe daran, in unverbindliche Revolutiosromantik zu flüchten. Doch dann kam der Donnerschlag von Prag. Über das mit Hilfe einer optimistischen Interpretation der Studentenbewegung zu neuem Leben erweckte Prinzip Hoffnung legte sich ein Trauerflor, der es bis zur Unkenntlichkeit entstaltete.

Die Stimmung war Konsternation und Wut. Ein jugoslawischer Student verlas in englischer Sprache ein Solidaritätstelegramm an den verhafteten Dubček und ein Protesttelegramm an Breschnjew. Er war erregt, sagte „Mister Dubček“, worauf der neben mir sitzende Belgrader Professor Stojanovič laut korrigierte: „Comrade Dubček.“ Dann kam das Telegramm an Breschnjew und der Student sagte „Comrade Breschnjew“. Darauf Stojanovič noch lauter: „Mister Breschnjew!“, Großer Beifall im ganzen Saal.

Im Grunde haben die Prager Ereignisse auf brutale Weise bestätigt, wie recht die „Praxis“-Philosophen haben mit ihrem unentwegten Kampf gegen den Freiheit und Menschenwürde vergewaltigenden marxistischen Bürokratismus und Etatismus. Stojanovič meinte in seinem Referat: Bis zu einem gewissen Punkte kann man von Mißbrauch der Gewalt im Sozialismus sprechen, aber von einem gewissen Punkte an kann man überhaupt nicht mehr von Sozialismus sprechen.

Dieser Punkt sei im Stalinismus erreicht worden. Sich auf die sowjetische Intervention in der Tschechoslowakei beziehend, erklärte er, die überwiegende Mehrheit der Marxisten sei Opfer eines falschen Bewußtseins, nämlich des „etatistischen Mythos“. Der sowejetische Etatismus sei nicht Sozialismus im Marxschen Sinne, sondern nur eine neue Art von Klassenherrschaft. Wenn dieser Etatismus versuche, sich einem anderen Lande aufzuoktroyieren, sei er imperialistisch und konterrevolutionär.

„Mit den Ereignissen in der ČSSR ist die letzte sozialistische Maske von diesem System gefallen.“ Das habe aber auch seine theoretischen Konsequenzen. Das „Kapital“ von Marx genüge nicht mehr. Es sei ein neuer Marx nötig, der ein Buch über „Etatismus“ schreiben müßte.

Der Hauptwiderspruch sei heute nicht mehr derjenige von Kapitalismus und Sozialismus, sondern derjenige von Etatismus und Sozialismus. Über den Ausgang dieses Kampfes bestimme der Grad der verwirklichten Arbeiterselbstverwaltung, sei es im Kapitalismus, sei es im Sozialismus.

Stojanovič’ Belgrader Kollege Ljubo Tadić ergänzte: Etatismus ist permanenter Belagerungszustand. Damit der Sozialismus nicht zur vulgären Tyrannei entarte, müsse er „die Prinzipien der bürgerlichen Demokratie der revolutionären Epoche respektieren, die bürgerliche Demokratie ohne die Bourgeoisie“.

Danko Grlić wiederum schwört allen Fernzielen ab, die von der Verantwortung des Hier und Heute ablenken. Auch das Warten auf ein Reifen der sogenannten objektiven Bedingungen der Revolution könne fatal sein. Das Handeln hier und heute müsse sein Ziel in sich tragen, sich selbst verantwortlich sein.

Iring Fetscher unterstützte das insofern, als er auf die These von Marx hinwies, daß das revolutionäre Subjekt erst in der Revolution zu sich gelangen könne und die Revolutionäre selbst verändert werden müßten.

Dank einer herben Kritik Marcıses am Gedanken der Arbeiterselbstverwaltung entspann sich dann eine Debatte über die Frage, inwieweit dieser Gedanke tatsächlich geeignet sei, den havarierten Marxismus wieder seetüchtig zu machen. Für Marcuse, der seinem revolutionären Maximalismus nicht abschwören kann, ist die Selbstverwaltung nur eine besondere Form der Verwaltung, bedeutet aber noch keine qualitative Differenz zum Kapitalismus.

Entscheidend sei nicht nur, wie ein Unternehmen verwaltet, sondern was darin produziert werde. Nur wenn die Produktion selbst durch neue Werte geleitet werde, könne man von einer qualitativen Differenz zum Kapitalismus mit seiner auf die Erhaltung einer repressiven, idiotischen, hypokritischen, brutalen, verschwenderischen Konsumgesellschaft gerichteten Produktion sprechen.

Revolution vor der Revolution

Die Selbstverwaltung sei kein Weg zur Revolution, sondern dürfe erst nach der Revolution eingeführt werden. Hier entwickelte Marcuse seinen Gedanken von der Revolution vor der Revolution: vor der sozialen Revolution müsse eine Revolution im Menschen stattfinden, ein „radikaler, totaler Wandel aller Aspekte des Menschen“. Das sei eine Frage der Erziehung, damit könne man schon heute beginnen.

Da die existierenden Arbeiterparteien konterrevolutionär oder konservativ-sozialdemokratisch seien, falle diese Aufgabe heute nicht integrierten Gruppen wie den Studenten zu. Hier sieht Marcuse seine Utopie vom total neuen Menschen Gestalt gewinnen, jenem „neuen Menschen, der gebrochen hat mit dem ganzen Universum der Klassengesellschaft, der eine eigene Sprache, Kunst und Wissenschaft ausarbeitet, die einer wahrhaft freien Gesellschaft entsprechen“.

Die Jugoslawen führten die Diskussion wieder auf den Boden der Wirklichkeit zurück. Gajo Petrović hielt Marcuse entgegen, er unterschätze die Möglichkeiten der Selbstverwaltung. Auch in der kapitalistischen Gesellschaft sei die Selbstverwaltung nicht etwas Reaktionäres, sondern sie könne eine revolutionäre Rolle spielen.

Auc für Mihajlo Marković ist die Selbstverwaltung „von Anfang an eine bewußte Anstrengung, eine Gesellschaft assoziierter Produzenten zu bilden“.

Vojin Milić wies auf Marx’ Schrift über die Pariser Kommune hin, in der eine Art Modell der Selbstverwaltung entworfen werde.

Während also Marcuse immer noch von einer totalen Revolution sowohl des Menschen wie der Verhältnisse träumt, ist für die Jugoslawen die graduelle Einführung der gesellschaftlichen Selbstverwaltung das Mittel zu verwirklichen, was sie unter Sozialismus verstehen.

Eine weitere Kontroverse entfachte Marcuse mit seiner — wesentlich gegen Erich Fromm gerichteten — Polemik gegen den sozialistischen Humanismus. Für Marcuse ist das eine bürgerliche Ideologie, die zum Verharren in der Klassengesellschaft führe und nach Repression schmecke. Genau wie der Pazifismus und die Idee der gewaltlosen Aktion verlange der Humanismus von den Menschen, gut zu sein, während die andern böse bleiben. Mit Humanismus lasse sich das Universum der Gewalt nicht bekämpfen.

Ernst Bloch hielt Marcuses „harten Worten gegen die Kategorie Humanismus“ entgegen, der Humanismus habe eine große revolutionäre Vergangenheit und besitze auch heute noch große Sprengkraft. Marx habe doch das Individuum befreien wollen; es gebe das Geheimnis im Menschen, ein unentdecktes Land, den „homo absconditus“. All das stecke im Humanismus drin.

Auch die Jugoslawen, die sich ja mit Hilfe einer humanistischen, personalistischen Konzeption des Marxismus vom Stalinismus abgesetzt haben, wandten sich gegen Marcuses Identifizierung von Humanismus und bourgeoiser Ideologie. Für Marković gibt es keine Revolutionstheorie und -praxis ohne den Leitgedanken eines sozialistischen Humanismus.

Schließlich schwächte Marcuse seine Kritik etwas ab: wenn der Humanismus als Waffe gegen repressive Formen des Sozialismus dienen könne, dann sei er eine progressive Kraft.

Aber was hatte das alles mit dem Hauptthema, der Marxschen Revolutionstheorie, zu tun? Ist diese heute überhaupt noch geeignet, einen Weg in die Zukunft zu weisen?

Bloch setzte vorsichtig einige Fragezeichen, um sich dann aber utopisch damit zu trösten, es könne nicht der mindeste Zweifel daran bestehen, daß die Zukunft dem Marxismus gehöre. Das war vor „Prag“. Nach „Prag“ blieb Bloch diesbezüglich stumm.

Der amerikanische Soziologe Heinz Lubasz führte dann die Diskussion über Marx von der Utopie zur Wissenschaft zurück. Der Marxsche Begriff des revolutionären Proletariats sei spekulativ, Marx’ Voraussagen hätten sich nicht verwirklicht. Man brauche heute eine weit komplexere Theorie, um etwas in der politischen Praxis erreichen zu können.

Auch Marković meinte, Marx’ Revolutionstheorie sei empirisch nicht korrekt gewesen, sie könne aber dennoch geeignet sein für praktische Aktionen.

Flechtheim warf die Frage auf, ob die Rolle der Arbeiterklasse heute nicht eine grundsätzlich andere sei als zur Zeit von Marx. Bald werde es weniger Arbeiter geben als Angestellte. Höchst unwahrscheinlich, daß eine solche Arbeiterschaft noch ein revolutionäres Potential sein könnte. Flechtheim sieht eher eine Parallele zur Entwicklung der Bauernschaft, die konservativ und reaktionär geworden sei. So gewinne die Idee einer gewaltlosen Revolution immer mehr an Bedeutung.

Jürgen Habermas unternahm es dann, in einer differenzierten und überzeugenden Analyse der spät-kapitalistischen Gesellschaft nachzuweisen, „warum hier die klassische Revolutionsbedingungen nicht mehr gegeben sind“. Entscheidend ist die wachsende Entpolitisierung der Massen, denn ein politisch organisierbarer Klassenkampf ist erst möglich, wenn die Ausbeutung subjektiv bewußt wird.

Statt dessen entsteht ein technokratisches Bewußtsein. Wissenschaft und Technik werden zur ersten Produktionskraft, womit die Bedingungen der Marxschen Arbeitswerttheorie entfallen. Das Mißverhältnis von Produktionskräften und Produktionsverhältnissen ist nicht mehr relevant.

Gleichzeitig werden die ökonomischen Interessen der Konsumenten erfüllt, was diese mit Loyalität zum herrschenden System beantworten. Ein struktureller Konflikt könnte erst durch Repolitisierung der Massen entstehen. Fand diese in Frankreich statt? Habermas zweifelt daran.

Das einzige Protestpotential, das er sieht, sind die Studenten und Schüler. Aber dieses Potential ist schwach. Wohl nur ein allgemeiner Überdruß an Wohlstand wäre die Voraussetzung dafür, daß der Jugendprotest Echo in der Masse der Lohnarbeiter fände. Allerdings: die für die siebziger und achtziger Jahre erwartete Hungerkatastrophe der Dritten Welt könnte solche Ausmaße annehmen, daß sie international eine neue Klassenkampfsituation provoziert.

Die zehntägigen Diskussionen auf Korčula hätten unter dem Motto stehen können: „Auf der Suche nach dem verlorenen Subjekt der Revolution.“ Man hat es nicht gefunden. Man verharrte in einem ambivalenten Schwebezustand zwischen Utopie und Wirklichkeit. Während der etablierte Marxismus sich mit „Prag“ als reaktionär, konterrevolutionär und imperialistisch enthüllt, erweist sich der Marxismus als Theorie bisher ungeeignet, eine Alternative zur spätkapitalistischen Gesellschaft zu formulieren, einen Weg in eine humanere Zukunft zu weisen.

Man klammert sich an unverbindliche Utopien vom Reich der Freiheit und vom neuen Menschen, und wer versucht, die Träume von einem fernen Reich der Vollkommenheit auf das hier und heute konkret Mögliche zu reduzieren, wird entweder überhaupt nicht verstanden oder als Konservativer abgeschrieben.

So stieß etwa mein Vorschlag, das Wort „Revolution“ aus unserem politischen Vokabularium zu streichen und es durch das der heutigen Situation in Ost und West viel eher angepaßte Wort „radikale Demokratisierung“ zu ersetzen, auf taube Ohren.

Marcuse hatte sein Hauptreferat unter das Motto gestellt, das im Mai in der Sorbonne zu lesen war: „Soyons réalistes, demandons l’impossible.“ Es bleibt abzuwarten, ob das tatsächlich die geeignete Methode ist, den havarierten Marxismus in seinem Trockendock wieder seetüchtig zu machen.

Selbstverwaltung

Dabei soll nicht übersehen werden, daß nach der brutalen Zerstampfung des tschechischen Experiments durch das konterrevolutionäre Bürokratenregime in Moskau Jugoslawien mit seinem Selbstverwaltungsexperiment wiederum der einzige Ort in der Welt ist, wo versucht wird, Sozialismus, Freiheit und Demokratie miteinander in Einklang zu bringen.

Hoffentlich haben die Ereignisse in der Tschechoslowakei, die in Jugoslawien einhellige Empörung provozierten, zumindest die eine positive Wirkung, dazu beizutragen, daß der Graben zwischen der Partei und der Gruppe der „Praxis“-Professoren wieder überbrückt wird.

Man wird an der Entwicklung dieser Beziehungen ablesen können, inwieweit die jugoslawische Partei gewillt ist, nicht nur im Sinne nationaler Selbstbehauptung, sondern auch „ideologisch“ ihre Lehren aus den jüngsten Ereignissen zu ziehen.

Wenn der Sozialismus — als Idee einer demokratischen Gesellschaft ohne Ausbeutung, Knechtung, Entwürdigung des Menschen durch den Menschen — überhaupt noch Zukunft haben soll, dann braucht er eine neue Theorie. Niemand wäre wohl fähiger dazu, sie auszuarbeiten, als die jugoslawischen Philosophen und Soziologen der „Praxis“-Gruppe.

[1Vgl. den Bericht über die vorjährige Tagung vom selben Autor, Neues FORVM, Okt. 67, „Mit Marx in Dalmatien“.

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Erstveröffentlichung im FORVM:
November
1968
No. 179-180, Seite 748
Autor/inn/en:

Arnold Künzli:

1919 in Zürich geboren, in Zagreb aufgewachsen, Gymnasium in Bern, Studium der Philosophie, Germanistik, Romanistik und Psychologie in Zürich, Dissertation über Kierkegaard, Auslandskorrespondent schweizerischer Zeitungen in Rom, London und Bonn, zahlreiche Reisen in West und Ost, außenpolitischer Redakteur der Basler National-Zeitung, 1964 Habilitation an der Universität Basel für Philosophie der Politik, Professor allda. War Mitglied des Internationalen Beirats des NF und Mit-Gründer der Korčula-Sommerschulen.

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