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Arnold Künzli

1919 in Zürich geboren, in Zagreb aufgewachsen, Gymnasium in Bern, Studium der Philosophie, Germanistik, Romanistik und Psychologie in Zürich, Dissertation über Kierkegaard, Auslandskorrespondent schweizerischer Zeitungen in Rom, London und Bonn, zahlreiche Reisen in West und Ost, außenpolitischer Redakteur der Basler National-Zeitung, 1964 Habilitation an der Universität Basel für Philosophie der Politik, Professor allda. War Mitglied des Internationalen Beirats des NF und Mit-Gründer der Korčula-Sommerschulen.

Beiträge

Arnold Künzli

Wider die rote Bourgeoisie

In Verteidigung der Gruppe Praxis
No. 255
März
1975

Mit der Außerdienststellung der acht Belgrader Professoren im Jänner 1975 hat die Verfolgung des Praxis-Kreises einen neuen Höhepunkt erreicht — wenn auch, wie man befürchten muß, keinen Endpunkt. Das NEUE FORVM war seit jeher mit der Praxis verbunden: die Professoren Rudi Supek/Zagreb und Mihailo (...)

Arnold Künzli

Pornomarxismus

Ein Brief
No. 217
Januar
1972

Arnold Künzli

Dialog mit dem Popocatépetl

Seminar bei Ivan Illich
No. 209/I/II
April
1971

A. K., Professor für Philosophie der Politik an der Universität Basel, ständiger Beiträger und Redaktionsbeirat des NF, Präsident des „International Dialogic Committee“ (IDC) Wien-Santa Barbara, Calif. über das IDC-Seminar in Cuernavaca, siehe den Vorspann zum voranstehenden Beitrag G. (...)

Arnold Künzli

Weltmeerkloake

No. 202/II/203/I
Oktober
1970

Arnold Künzli, Politologieprofessor in Basel, Präsident unseres Internationalen Dialogkomitees, das im Oktober in Wien sein jährliches Seminar zum Thema Ökologie durchführt, berichtet hier über die Konferenz „Pacem in Maribus“ auf Malta, veranstaltet von dem uns befreundeten „Center for the Study of (...)

Arnold Künzli

Die Oekologie-Bombe tickt

No. 198/II/199
Juni
1970

Während in Südostasien ungebetene amerikanische Soldaten fremde und in manchen Lebensqualitäten ihnen überlegene Völker in den American Way of Life hineinzubombardieren versuchen, ist in den USA selbst eine mächtige Bewegung aufgebrochen, die den American Way of Life grundsätzlich in Frage stellt. (...)

Arnold Künzli

Breschnjew im Vatikan

Der Präsident des Internationalen Dialogkomitees zum Fall Girardi
No. 191/I
November
1969

Arnold Künzli

Der Dialog ist nicht ganz tot

Bücher von Girardi, Gardawský, Klugmann, Oestreicher und Kellner
No. 186/187
Juni
1969

Iring Fetscher • Erich Fromm • Arnold Künzli • Jürgen Moltmann

Dialog trotz Aggression?

Briefe von Mitgliedern des Internationalen Redaktionskomitees
No. 181
Januar
1969

Zu dem Beschluß einer gemeinsamen Sitzung des Redaktionskomitees sowie der Paulus-Gesellschaft, Österreichische Sektion, am 4. September 1968, abgedruckt im Vorspann zu Günther Nenning, Konsequenzen aus der Aggression, August-September-Heft 1968, trafen die folgenden Briefe auswärtiger (...)

Arnold Künzli

Exempel Jugoslawien

Internationale marxistische Sommerschule auf Korčula
No. 179-180
November
1968

Arnold Künzli

Marxistica

No. 176-177
August
1968

Arnold Künzli

Dialog mit Mao?

Heft 173
Mai
1968

Arnold Künzli

Marxistica

No. 169-170
Januar
1968

Arnold Künzli (Philosoph) bei Wikipedia

Arnold Künzli (* 15. Juni 1919 in Zürich; † 29. Februar 2008 in Bremgarten bei Bern) war ein Schweizer Politologe, Philosoph und Radikaldemokrat.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Künzli verbrachte seine Kindheit in Zagreb, später besuchte er das Gymnasium in Bern. Von 1938 bis 1945 studierte er Philosophie, Germanistik und Romanistik an der Universität Zürich. Nach dem Zweiten Weltkrieg war der von 1944 bis 1952 mit der italienischen Journalistin Franca Magnani verheiratete Künzli zehn Jahre lang Auslandskorrespondent der Basler «National-Zeitung» in Rom, London und Bonn. Später war er als Redaktor der «National-Zeitung» tätig, wobei er sich den Ruf eines Nonkonformisten erwarb. 1964 folgte seine Habilitation für Philosophie der Politik an der Universität Basel. Von 1972 bis 1984 war er ausserordentlicher Professor für Politische Philosophie an der Universität Basel.

Denken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäss Künzlis Verständnis von Politik und unveräusserlichen Menschenrechten sind die Werte der Französischen Revolution – Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit – nur zur Hälfte verwirklicht, weil das Eigentums- und Wirtschaftssystem nicht einbezogen wurde. Zitat Arnold Künzli: «Das Postulat einer Wirtschaftsdemokratie mit ökonomischen Menschenrechten und Bürgerrechten (ist) eine gesamtgesellschaftliche Kulturaufgabe.»

In Künzlis Denken waren oft tiefenpsychologische Aspekte integriert.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Menschenmarkt. Die Humangenetik zwischen Utopie, Kommerz und Wissenschaft. Hamburg 2001.
  • Gotteskrise: Fragen zu Hiob. Lob des Agnostizismus. Hamburg 1998.
  • Trikolore auf halbmast. Zürich 1992.
  • Rettet die Freiheit – vor ihren Beschützern. Basel 1989.
  • Es ist an der Zeit radikal zu denken. Politisches Tagebuch. Basel 1988.
  • Mein und Dein. Zur Ideengeschichte der Eigentumsfeindschaft. Köln 1986.
  • Eurokommunismus. Aufzeichnungen aus Italien und Jugoslawien. Basel 1977.
  • Tradition und Revolution. Basel/Stuttgart 1975.
  • Aufklärung und Dialektik. Freiburg i. Br. 1971.
  • Karl Marx. Eine Psychographie. Wien/Frankfurt am Main/Zürich 1966
  • Vietnam – wie es dazu kam. Zürich 1965.
  • Die Angst als abendländische Krankheit. Dargestellt an Sören Kierkegaard. Zürich 1948.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ueli Mäder und Hans Saner (Hg.): Realismus der Utopie. Zur politischen Philosophie von Arnold Künzli. Rotpunktverlag, Zürich 2003. (Enthält Bibliographie von Künzlis Schriften).[1][2]
  • Franca Magnani: Eine italienische Familie. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1990, Tb. Knaur, München 1993, ISBN 3-426-04859-0, (Seiten 236–307 Arnold Künzli aus Sicht seiner Ex-Frau)
  • Roger Sidler: Arnold Künzli. Kalter Krieg und «geistige Landesverteidigung» – eine Fallstudie. Chronos-Verlag, Zürich 2006.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Roger Sidler: Rezension (Memento des Originals vom 12. März 2007 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.woz.ch in der WOZ vom 5. Februar 2004
  2. Ferdi Troxler: Rezension (Memento des Originals vom 8. Oktober 2007 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.neuewege.ch in Neue Wege vom November 2003

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