Beiträge von Günther Anders im FORVM

Beiträge zu Günther Anders im FORVM

  • Editorische Notiz

    Auf den folgenden Seiten bringen wir die erste Veröffentlichung aus dem Nachlaß von Günther Anders, der genau ein Jahr vor dem Erscheinungstag starb. Der handgeschriebene, unvollendete Text liegt (...)

  • Jürgen Langenbach
    Wider den Maschinensturm

    Gudrun Ensslin ist „... gestorben worden“. So ist es. Gudrun Ensslin hat die Probe auf jenes Exempel erlitten, das uns G. Anders als Novität vorschlägt. Gudrun Ensslin hat die Repersonalisierung der (...)

  • Gerhard Oberschlick ߦGünther Anders ߦViktor Matejka ߦPeter Pelinka ߦFriedrich Aergerter
    Hommage à Günther Anders

    Ihm verdankt diese Zeitschrift ein gut Teil ihrer wiedergewonnenen internationalen Reputation, für Freundschaft und guten Rat dankt der Herausgeber ihm; in ein paar Tagen wird er sich, ohne (...)

  • Helmut Gollwitzer
    Lieber Günther Anders!

    Erlaube mir, bitte, zu den beiden Artikeln, die Du jetzt über die Gewaltfrage (in „Natur“, Dezember 1986, und im FORVM, Jänner-Februar 1987) veröffentlicht hast, einiges zu sagen, da mich das (...)

  • Konrad Paul Liessmann
    Der Aufschub der Philosophie

    Fast nur der Titel verrät, daß dies in Parenthese zum vorigen entstand, weil Konrad — der das Anders-Symposium konzipiert und organisiert hatte — sich bei der Eröffnung nicht selbst als Redner (...)

Vorläufiger FORVM-Index

Neues im WWW

Neueste Beitræge

  • Konstantin Kaiser
    Nationalismus

    Sich einem bestehenden Begriff neu anzunähern bedeutet zugleich, sich von dessen bisherigem Verständnis zu entfernen. Das Deutsche liebt es, in räumlichen Metaphern zu formulieren – enträumlicht (...)

  • Jürg Jegge
    Wiener Theaterbummel

    Alle sechs Wochen, ungefähr, kommt Jürg Jegge nach Wien und ins Burgenland, alle sechs Wochen, ungefähr, fährt er zurück nach Rorbas im Bezirk Bülach des Kantons Zürich in der Schweiz. Bei uns in Wien (...)

  • Konstantin Kaiser
    „Politische Aufklärung“ in Österreich

    In der Woche 27 des Jahres 2022 (4. bis 10. 7. 2022), stellten die „Niederösterreichischen Nachrichten“, S. 42–43, Christa Bauer, die neue Geschäftsführerin des Mauthausen-Komitees vor. Christa Bauer, (...)

aus 42 Jahren FORVM

  • Catherine Bousquet
    Menschenmord durch Pflanzenmord (Juni 1970)

    Am 25. November 1969 erklärte Präsident Nixon, daß der Verzicht der USA auf chemische und bakteriologische Waffen nicht für Tränengas und Entlaubungsmittel gelte. Auch nach der Verabschiedung einer (...)

  • Friedrich Achleitner
    Gschnas = Design? (Juli 1970)

    Meine gefühlsmäßige Skepsis gegenüber dem Begriff „Design“ hat sich in den letzten Wochen noch vergrößert. Zunächst bin ich darauf gekommen, daß „Design“ im Englischen gar kein Begriff, sondern ein höchst (...)

  • Milo Dor
    Paul Celan (Juli 1970)

    1947 tauchte in Wien ein junger Mann auf, der sich Paul Celan nannte. Er kam buchstäblich aus dem Nichts. Er wurde als Paul Anczel am 23. November 1920 in Czernowitz geboren, der Hauptstadt der (...)

  • Günther Nenning
    Salzburger Polizeifestspiele (Juni 1970)

    In Salzburg hat’s so etwas noch nicht gegeben. Desto verblüffender, daß die Psychopathologie der demokratischen Öffentlichkeit und der demokratischen Polizei, die beim großen Zapfenstreich am 14. Mai (...)

  • Robert Sterk
    Laien korrigieren Staatsanwalt (Juli 1970)

    Der Prozeß gegen Michael Genner gehört der Vergangenheit an. Egal, wie viele Instanzen das Urteil des Geschworenengerichtes noch durchwandern muß, man kann es jetzt schon feststellen: Eine (...)

  • Alexander Dubček ߦWaldeck Rochet
    Gespräche mit Alexander Dubček (Juli 1970)

    Zur Vorgeschichte dieses Dokuments vgl. Ernst Fischer in diesem Heft, S. 742. [((Von der „Humanité“ weggelassen) Das Protokoll der Gespräche zwischen Waldeck-Rochet und Alexander Dubček wurde im (...)

  • John Bunzl
    Von Israel nach Palästina (Juli 1970)

    Am 11. April 1970 kam es, wie die deutschsprachige israelische Zeitung „Jediot Chadaschot“ (Neueste Nachrichten) berichtet, zu einem „Handgemenge zwischen Polizei und Linksradikalen ... Ursprung des (...)

  • Jean Genet
    Genet unter schwarzen Panthern (Juli 1970)

    Wie kam es, daß Sie zu den „Black Panthers“ in die USA fuhren? Zwei Mitglieder der „Black Panther Party“ haben mich in Paris besucht und mich gefragt, wie ich ihnen helfen könne. Ich glaube, sie (...)

  • Günther Nenning
    Georg Lukács
    oder
    Die Flucht in die Aesthetik
    (August 1970)

    I. Budapest liegt im geographischen Zentrum Europas. Sitzt man Lukács gegenüber, im Zentrum Budapests, Blick rechts auf die Donau, Blick links auf ungezählte Bände klassischer Literatur, inklusive (...)

  • Trautl Brandstaller
    Der unaufhaltsame Aufstieg des Kurt Falk (August 1970)

    Die demokratische Republik Österreich ist das Land der Pressefreiheit und der Pressebeschlagnahmen. Daher erscheint der nachfolgende Artikel in einem Sonderheft unserer Zeitschrift. Er ist das (...)

  • Fritz Csoklich
    Landesverteidigungslügen (August 1970)

    Man mag das Bundesheer-Volksbegehren für unsinnig, für gefährlich, sinnlos, abenteuerlich, dumm halten: immerhin hat dieses Volksbegehren zum erstenmal seit 1945 die Grundsatzdiskussion über Fragen (...)

  • Helfried Bauer (Übersetzung) ߦErich H. Jacoby
    Landleben in Kuba (August 1970)

    Der vorliegende Aufsatz entstand nach einer längeren Studienreise durch Kuba und wurde auch in der FAO-Zeitschrift „Ceres“ unter dem Titel „Cuba: The Agricultural Worker is the real Winner“ (...)

  • K. S. Karol
    Über Castro (August 1970)

    „Ihr in Europa neigt dazu, die Persönlichkeit in der Geschichte zu unterschätzen“, sagte mir Armando Hart, führendes Mitglied der kubanischen Regierung; ohne Castro hätte es in Kuba keine Revolution (...)

  • Abba Eban
    Schreib nächstes Mal an Nasser! (August 1970)

    Lieber Dick! Du hast Dich nicht im geringsten geändert. Das ist keine kleine Sache, wenn man aus sechs Jahren Ministertätigkeit mit so offenkundig unbeschädigtem moralischem Bewußtsein und (...)

  • Dick Crossman
    Ihr werdet Preußen! (August 1970)

    Lieber Abba! Fast sechs Jahre lang las jeder von uns beiden aus streng geheimen Akten die Gedanken des anderen. Du bekamst von Eurer Londoner Botschaft Berichte über unsere vertraulichen (...)

  • Wilhelm Burian (Übersetzung) ߦRichard Merton
    Pop und Klassenkampf (Oktober 1970)

    1. Notwendigkeit einer Popästhetik Pop ist keine authentische ästhetische Kategorie. In der Nachfolge der Philosophie Platos und Croces sehen viele bürgerliche Kulturtheoretiker Kunst als eine (...)

  • Mick Jagger ߦPeter Hajek ߦHelmuth Dimko
    Pop und Politik (Oktober 1970)

    „Was hat Sie eigentlich dazu bewogen, zu filmen?“ — mit dieser Frage begann unser Interview mit Mick Jagger. „Das Singen war mir gerade langweilig, das war alles“, sagte er. Er sprach es, wie er eben (...)

  • Friedrich Geyrhofer
    Lügen die Historiker
    oder
    Adam Schaff als Metaphysiker
    (Oktober 1970)

    Der vorstehende Abschnitt über die logischen Aporien der Wissenssoziologie gehört zu den interessantesten Passagen aus dem Buche Adam Schaffs über „Geschichte und Wahrheit“, das in seinem Titel die (...)

  • Adam Schaff
    Wissenssoziologie als Purzelbaum (Oktober 1970)

    Adam Schaff, zwischen Warschau und Wien als akademischer Lehrer pendelnd, gehört zu den Initiatoren der Renaissance marxistischer Philosophie nach Stalins Tod. Sein Buch „Marxismus und das (...)

  • Georg Lukács
    Goethe mal Marx (Oktober 1970)

    Rede zur Verleihung des Goethepreises der Stadt Frankfurt, 28. August 1970, verlesen in der Paulskirche (da Lukács gesundheitshalber in Budapest bleiben mußte). — Vgl. Günther Nenning, „Georg Lukács (...)

  • Jean Genet
    Angela (Oktober 1970)

    Angela Davis wird wegen Mordes und Kidnapping gesucht. Angeblich hat sie hierfür selbst die Waffen gekauft oder zumindest zu deren Kauf den Auftrag gegeben. Entführt wurde Richter Harold Haley, ehe (...)

  • Iring Fetscher
    Goethe für Fortschrittliche (Oktober 1970)

    I. F., Philosoph, Soziologe, Politologe, Ordinarius der Goethe-Universität Frankfurt, Mitglied der Internationalen Redaktion des NF, befaßte sich — ursprünglich protestantischer Theologe — mit (...)

  • Bernhard Frankfurter
    Studenten am Nullpunkt (Oktober 1970)

    B. F., einst Spiritus Rector der Wiener Studentengruppe „Aktion“, unternimmt hier, auf inhaltlich wuchtige, sprachlich leider ärgerlich komplizierte Weise, den Versuch, Diskussion und Analyse oder (...)

  • Forumhilfe (Oktober 1970)
  • Waschzettel unserer Pressekonferenz (Oktober 1970)

    Ort und Zeit: Presseclub Concordia, Wien, 1.10.1970. Zweck: Wir wollen uns wehren gegen den Versuch, eine unbequeme Zeitschrift stillschweigend abzuwürgen. Kritik in Zeitungen darf nicht mit (...)

  • Ernst Krenek (November 1970)

    Geb. 23.8.1900 in Wien. Studierte bei Franz Schreker. Großer Österreichischer Staatspreis (1963). Werke: Opern: „Die Zwingburg“ (Werfel), „Der Sprung über den Schatten“, „Orpheus und Eurydike“ (...)

  • Michael Springer
    Kino als revolutionäre Anstalt (November 1970)

    Das Buch ist träge, es wirkt auf den, der es aufschlägt, aber es schlägt sich nicht selber auf ... Die wahren Quellen, über die wir verfügen, um das mögliche Publikum zu erobern, sind: Zeitung, (...)

  • Bürger der CSSR, kapituliert nicht! (November 1970)

    Ein geheimes Flugblatt, das für die Bevölkerung zum Kampf für die Ideen des Prager Frühlings aufruft, wurde anläßlich des 52. Jahrestages der Gründung der Tschechoslowakischen Republik am 28. Oktober (...)

  • Ingo Mörth
    Fakten und Ziffern zur FLQ (November 1970)

    Eskalation seit 1968 „Vive Québec libre!“ rief Frankreichs Staatschef General de Gaulle im Frühling 1968 vor Tausenden Frankokanadiern in Montréal. Dies führte damals zum Abbruch des Staatsbesuches in (...)

  • Programm der Befreiungsfront von Quebec (November 1970)

    In der ersten Phase der Verhandlungen zwischen der Regierung von Québec und der „Befreiungsfront von Québec” (F.L.Q.), vor der Intervention der Bundesregierung in Ottawa, hatte die Regierung von (...)

  • Nicole Laurin-Frenette
    Sezession in Kanada? (November 1970)

    Ich glaube, die Gesellschaft muß sich mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln verteidigen gegen die Entstehung einer Parallelmacht, die die Macht der vom Volk gewählten Vertreter herausfordert. (...)

  • Als Goldmann (†) eintrat (November 1970)

    Unser Freund Lucien Goldmann ist tot. Wir wissen keine bessere Ehrung, als die Sätze zu wiederholen, mit denen er — vor rund 1000 Studenten im übervollen Hörsaal 1 der Wiener Universität — seinen (...)

  • Peter Jirak
    Revolutionäre Intellektuelle
    Verräterische Intellektuelle
    (Dezember 1970)

    I. Intellektuelle als Verräter Angesichts der schamlos offenen Taktik, mit der die Monopolbourgeoisie versucht, die ihr Herrschaftssystem bekämpfenden Kräfte sich einzuverleiben und für ihre (...)

  • Theodor Prager
    Banken zwischen Profit und Staat (Dezember 1970)

    „Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?“ — heißt es in Bertolt Brechts „Dreigroschenoper“. Eine auf den ersten Blick etwas anstößige, aber auch einleuchtende Bemerkung. Ein (...)

  • Anton Pelinka
    Brodas permanente Reformation (Dezember 1970)

    Am 12., 13. und 14. Jänner werden die 13 Mitglieder des Unterausschusses des Justizausschusses des Nationalrats in Schwechat in Klausur tagen. Das Strafrechtsänderungsgesetz wird wahrscheinlich (...)

  • Friedrich Geyrhofer
    Der sozialisierte Sexus (Dezember 1970)

    In der Diskussion über Pornographie markieren auch die Anhänger einer liberalen Haltung die Grenze, wo Freizügigkeit aufzuhören habe. Damit wird das Positive an dieser Debatte verdorben: der Zwang, (...)

  • Dan Diner
    Zurückgebliebene Israeli (Dezember 1970)

    Das NEUE FORVM war stets rabiat anti-antisemitisch, stets für das konkrete Lebensrecht der Israelis als Nation‚ stets für das ebenso konkrete Recht der Palästinenser. Leserbeschwerden, daß wir (...)

  • Heinz Kuby
    Ist die EWG demokratisierbar? (Dezember 1970)

    4. Am Übergang zur „definitiven“ Phase der EWG ist eigentlich nur eines definitiv: das Defizit an Politik. Die gemeinschaftlichen „Sachzwänge“ haben zugenommen, auch die Bereitschaft, ihnen zu (...)

  • Gunnar Myrdal
    Unsere Überlebenschance: 50% (Dezember 1970)

    G. M., der schwedische Nationalökonom von Weltruf, sprach nachfolgenden Text bei der Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels. Eine geeignete Weihnachtsansprache 1970. Der Abstand (...)

  • Adalbert Krims
    6 Gründe gegen BH (Dezember 1970)

    Abrüstung ist eines der gängigsten Worte der internationalen Politik. Dem Reden von Abrüstung steht jedoch kaum eine politische Praxis gegenüber. Die Notwendigkeit der Abrüstung wird beteuert, (...)

  • Michael Springer
    Stalin gegen Yves Montand (Januar 1971)

    Der westliche Antikommunismus lebt von der Gleichsetzung des Kommunismus mit dem Stalinismus, wobei dieser, im Rahmen einer abstrakten Kritik des Totalitarismus, wiederum faschistischen Formen (...)

  • Theodor Prager
    „Aber in der Praxis ist eine Bank natürlich kein Kloster ...“ (Januar 1971)

    Der Einfluß der Banken — und hier wieder in erster Linie der Großbanken — wird durch die Entsendung ihrer Vertreter in die Aufsichtsräte der industriellen und sonstigen Unternehmungen untermauert. Die (...)

  • Eduard März
    Ist Eigentum egal? (Januar 1971)

    Dr. Eduard März, arbeitet derzeit an einem Buch „Große sozialistische Ökonomen“ sowie an einer Neuauflage seines 1959 erstmals erschienenen Marx-Buches. Der Autor des von März rezensierten Buches, Dr. (...)

  • Michael Springer
    Max Born und Lenin (Januar 1971)

    Forschung, „a great fun“ I never liked being a specialist and have always remained a dilettante, even in what were considered my own subjects. I would not fit into the ways of science today, done (...)

  • Lucio Magri
    Räte in Italien (Januar 1971)

    I. Antiquierte Räte? Eine neue theoretische Reflektion des Räte-Themas wurde gefordert: Dieser Vorschlag hat bei den traditionellen politischen Kräften Skandal verursacht; wir wurden sofort als (...)

  • Eric Hobsbawm
    Der Westen ist nicht immun (Januar 1971)

    1. Es ist höchst unwahrscheinlich, daß die „moderne Industriegesellschaft“ (die Gesellschaft der industriell entwickelten Länder Europas, Amerikas und Australiens) immuner ist gegen Revolution als (...)

  • Hannah Arendt ߦAdelbert Reif
    Uni schon kaputt? (Januar 1971)

    In Ihrer Studie „Macht und Gewalt“ gehen Sie an mehreren Stellen auf die revolutionäre Studentenbewegung in den westlichen Ländern ein. Eines bieibt dabei unklar: Sehen Sie in der studentischen (...)

  • Kristian Sotriffer
    Alfred Hrdlicka (Februar 1971)

    Geb. 1928 in Wien. Studium der Malerei bei Gütersloh und Dobrowsky 1946-1952, der Bildhauerei bei Wotruba 1952-1957 an der Wiener Akademie. 1960 1. Ausstellung mit Fritz Martinz in Wien. 1962 (...)

  • Hans G. Helms
    Mehrwert der Kunst (Februar 1971)

    Daß die Tantiemen, die ein Komponist aus seinen Werken bezieht, eine direkte oder indirekte Wirkung auf sein Schaffen ausüben, sollten jene aus eigener Erfahrung am besten wissen, die vom Interesse (...)

  • Paul Kruntorad
    Der Pädagoge als Gärtner (Februar 1971)

    Zu Siegfried Bernfeld: Antiautoritäre Erziehung und Psychoanalyse. Band I-III.‚ hsg. von Lutz von Werder und Reinhart Wolff. März Verlag, Frankfurt 1970. Der Begriff „antiautoritäre Erziehung“ ist (...)

  • Georg Lukács
    Zur Ontologie des gesellschaftlichen Seins (Februar 1971)

    I. Jeder weiß, daß in den letzten Jahrzehnten in radikaler Weiterbildung alter erkenntnistheoretischer Tendenzen der Neopositivismus mit seiner prinzipiellen Ablehnung einer jeden ontologischen (...)

  • Forum im Spiegel (Februar 1971)

    Der eigenwilligsten links-katholischen Zeitschrift des deutschen Sprachgebiets droht der Kuckuck. Das in Wien erscheinende „Neue Forum“, ein in Europa einzigartiges publizistisches Organ des (...)

  • Max Peintner
    Da hilft nur noch Straßenkunst (März 1971)
  • Karl Glassl
    Homos sind normal (März 1971)

    Dr. jur. Karl Glassl gehört zu den leitenden Beamten des Bundesministeriums für Justiz. Seine nachfolgende Abhandlung ist, soviel wir sehen, die erste und einzige gründlichere wissenschaftliche (...)

  • Dieter Forte
    Einführung in die Buchhaltung (April 1971)

    Dieter Forte, geb. 1935 in Düsseldorf, Werbetexter, Hörspiel- und Fernsehautor‚ revidiert in seinem ersten Stück (Uraufführung: Basel, deutsche Erstaufführung: Freie Volksbühne Berlin, Aufführungen an (...)

  • Walter Navratil
    Der Mensch als Ente (April 1971)

    Eines Tages werden wir nicht mehr gewohnt sein, unbebilderte Literatur zu lesen. Fernsehen, illustrierte Zeitschriften usw. fördern diese Tendenz, Comic Strips sind zugleich ihre Nutznießer. Zu den (...)

  • Friedrich Geyrhofer
    Filmisch, gibt’s das? (April 1971)

    Zum Wortschatz jedes einigermaßen versierten Kritikers gehört der Begriff des „Filmischen“, den man in der Regel mit der dunklen Phrase „Verselbständigung des Mediums“ definiert findet. Das kann (...)

  • Michael Siegert
    Andreas Hofer, Du bist nicht tot (April 1971)

    Der Altfaschismus läuft personell aus. Was jetzt kommt, ist echt „neo“. Freilich, Neues ist ihnen nicht eingefallen. Immer wieder die Attitüde des verfolgten Verfolgers („Sie können Ihre Provokationen (...)

  • Roger Garaudy
    Breschnjews Commune (April 1971)

    Auf dem XXIV. Parteitag der Kommunistischen Partei der Sowjetunion griff Breschnjew in seinem Bericht den Vorschlag de Gaulles für eine Fünferkonferenz über atomare Abrüstung auf. Wir wünschen, daß (...)

  • Karl Glassl
    Homos sind normal (II.) (Mai 1971)

    K. G. ist Ministerialrat im Bundesministerium für Justiz. Der I. Teil seines Aufsatzes erschien im NF März/April 1971. Seitenziffern in Klammern beziehen sich auf das Standardwerk Klimmer, (...)

  • Uwe Bolius
    Schwindelschule (Mai 1971)

    Dr. U. B. ist derzeit Schriftsteller in Wien, Verfasser einer nicht gesendeten Fernsehdokumentation (Wortlaut im NF Anf. Juni 1970, „Über den Schulbesuch entscheidet der Storch“) sowie eines (...)

  • Günther Nenning
    Brief an Lütgendorf (Mai 1971)

    Herr General, zu Ihrer Rede vor dem Kameradschaftsbund am 20.5. in Salzburg und Ihren Erklärungen am 21.5. im Fernsehen: Als Minister einer sozialdemokratischen Regierung obliegt es Ihnen, jeden (...)

  • Adalbert Krims
    Aktionsgemeinschaft NDP-FPÖ-ÖVP (Mai 1971)

    Am 24. März 1971 fand auf Einladung des Bundeskanzlers eine Enquête zum Thema „Alternativdienst“ statt (siehe NF März/April, S. 43). Ein von dieser Enquête eingesetzter Arbeitsausschuß sollte (...)

  • Wilhelm Burian
    Arbeiterverräter? (Mai 1971)

    I. Einbruch des Faschismus Der Linzer Parteitag 1926 wollte noch die gesellschaftliche Umwälzung gegen den „Widerstand der Bourgeoisie mit den Mitteln der Diktatur“ brechen. Dem Programm folgte (...)

  • Michael Springer
    BH-Reform = Söldnerheer + Heimwehr (Juni 1971)

    I. Von Maria Theresia zur Technokratie Die Krise der Heeresorganisation ist zugleich eine „technische“ und eine politische. Technisch insofern, als das moderne Gerät (Flugzeuge, Radar usw.) andere (...)

  • Jean-Paul Sartre
    Intellektuelle und Revolution (Juni 1971)

    I. Vom Widerspruch im Intellektuellen Vor allem meine ich, daß es keinen Intellektuellen gibt, der nicht „links“ ist. Natürlich gibt es Leute, die Bücher oder Essays schreiben und zur Rechten (...)

  • Georg Lukács
    Ontologisches (Juni 1971)

    G. L. starb am 5. Juni 1971, knapp vor seinem 86. Geburtstag. Eine Würdigung ist wahrhaft unnötig für Leser, die sein Werk kennen, und dies auch aus zahlreichen Aufsätzen in dieser Zeitschrift (vgl. (...)

  • Harald Frisch
    askese, drogen, ekstase (Juni 1971)

    H.F., im Zeichen der Fische geboren, beschäftigt sich seit seinem Aufenthalt in Kalifornien 1969 intensiv mit den Möglichkeiten der Bewußtseinserweiterung, das heißt er liegt herum und schaut in die (...)

  • Nancy Lipton u. a.
    US-Wettrüsten mit sich selbst (Juni 1971)

    der vorliegende aufsatz ist dem buch „the pentagon watchers“ von nancy lipton, l. s. rodberg u.a. entnommen. die darin gesammelten untersuchungen über den „national security state“ basieren auf der (...)

  • Germaine Greer
    Warum hassen uns die Männer? (August 1971)

    Der nachfolgende Text stammt von der vielleicht muntersten Protagonistin der angelsächsischen Frauenbefreiungsbewegung. In ungekürzter Form wird er als Kapitel „Abscheu und Ekel“ in der deutschen (...)

  • Michael Siegert
    Gamsbartfaschismus (August 1971)
  • K. S. Karol
    Nixon statt ultralinks (August 1971)

    K. S. Karol hatte nun mehr als zwei Monate lang Gelegenheit, jene Fabriken, Kommunen, Schulen, Universitäten wiederzusehen, die er von seiner letzten Chinareise 1965 kannte. Er durfte in den (...)

  • Michael Siegert
    Gamsbartfaschismus (September 1971)

    Übrigens ist durch das Spiel der SPÖ mit der FPÖ auch der rechte, deutschnationale Rand des christlichsozialen Lagers wieder zum Leben erwacht, und alte Haudegen wie Strachwitz (ehemals „Junge (...)

  • Adalbert Krims
    Berlin-Perspektiven (September 1971)

    I. Berlin-Dokumente 1944-1971 Keine Stadt der Welt hat die internationale Politik sowie die Innenpolitik der betroffenen Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg so stark beeinflußt wie Berlin. (...)

  • Lutz Holzinger
    Schmalspurfaschismus (September 1971)

    I. das regime erim seit dem memorandum der oberbefehlshaber der streitkräfte und des stabchefs am 12. märz, dem rücktritt der regierung demirel, der installierung von nihat erim als neuen (...)

  • Hans G. Helms
    Der wunderliche Kracauer (Oktober 1971)

    Wie man sich der Kracauerschen Erkenntnisse versichern und zugleich die ihnen immanente politische Virulenz neutralisieren wollte, das hat die Publikationspraxis bestimmt, denen seine Schriften (...)

  • Peter Diem
    Für radikale Erneuerung der ÖVP (Oktober 1971)

    Dr. P. D. ist Leiter der Abteilung Grundlagenforschung in der Bundesparteileitung der ÖVP, vormals Mitglied des Redaktionskomitees des NF. Die Erringung einer parlamentarisch beschlußfähigen, (...)

  • Wilhelm Burian
    Der SPÖ-Sieg ist ein Rechtsruck (Oktober 1971)

    I. SPÖ nach rechts Die Erringung der absoluten Mehrheit durch die Sozialistische Partei am 10. Oktober 1971 war die Bestätigung für die Taktik Kreiskys. Hatten schon im März 1970 mehr Jungwähler als (...)

  • Lutz Holzinger
    Technokratensozialismus (Oktober 1971)

    der gegensatz zwischen produktions- und marktökonomie ist ein grundwiderspruch des monopolkapitalismus: er reflektiert die private aneignung des gesamtgesellschaftlich produzierten mehrwertes als (...)

  • Klaus Pitter
    Erziehung (November 1971)
  • Lutz Holzinger
    EWG-Kapitalismus (November 1971)

    I. „Europasehnsucht“ des Kapitals Das Schlagwort „Europäische Einigung“ war in den ersten Nachkriegsjahren — als es einen Vorwand gegen die sozialistische Veränderung der Gesellschaft bildete — (...)

  • Michael Siegert (Übersetzung) ߦK. S. Karol
    Kurs auf die Kommunen (November 1971)

    K. S. K. besuchte China erstmals 1965. Im Frühjahr 1971 sah er mehr als zwei Monate lang jene Fabriken, Kommunen, Schulen, Universitäten wieder, die er damals besucht hatte, desgleichen die (...)

  • Wilhelm Zobl
    Hanns Eisler (Dezember 1971)

    [(Geboren 1898 in Leipzig als Sohn des bekannten Philosophen Rudolf Eisler. Kindheit und Jugend in Wien. 1919-1923 Meisterschüler Arnold Schönbergs und Leiter der Arbeiterchöre „Karl Liebknecht“ und (...)

  • Hanns Eisler
    Über Dummheit in der Musik (Dezember 1971)

    Dieser Text, ein Selbstinterview E.s, erschien in drei Fortsetzungen in der ostberliner Zeitschrift „Sinn und Form“, Nr. 3, 4, 5/6 1958. Er wird nun zum ersten Mal im Westen, wo er völlig unbekannt (...)

  • Hans G. Helms
    Der wunderliche Kracauer (Dezember 1971)

    Die analytische Vernachlässigung der ökonomischen Prozesse teilt Kracauer mit der Mehrzahl der politisch aufmerksamen Intellektuellen. Dies, sowie das Bewußtsein der eigenen bürgerlichen Existenz (...)

  • Klaus Wagenbach
    Berlin: Ein Verlag wird ruiniert (Dezember 1971)

    Die Geschichte der politischen Zensur (siehe: Albrecht Götz von Olenhusen, Politische Literatur und Politische Justiz, Frankfurter Hefte 6/71) zeigt, daß Zensur von Büchern stets beginnt, seit (...)

  • Carsten Colpe
    Das Füllhorn des Schah (November 1971)

    C. C. ist Professor für Iranistik an der Freien Universität Berlin. Er lehnte eine Einladung des Schahs zu den Feiern von Persepolis ab. Den nachfolgenden Text sprach er auf der (...)

  • Klaus Pitter
    Kinder sind zum Spielen da (Januar 1972)
  • K. G. Fischer
    Politisch verbildete politische Bildung (Januar 1972)

    I. Kürzlich stand ich in der Südsteiermark vor einer Klasse des Polytechnischen Lehrgangs, und zwar einer reinen Bubenklasse. Ich sollte und wollte dort in einer Doppelstunde vorführen, was ich — (...)

  • Adalbert Krims
    Wozu Religionsunterricht? (Januar 1972)

    I. Das gegenwärtige Schulsystem ist autoritär strukturiert Bevor näher auf die Problematik des Religionsunterrichtes eingegangen wird, muß kurz vom Schulsystem als gesellschaftliche Bedingung und (...)

  • Ernest Mandel
    Zur Krise des Sowjetkommunismus (Januar 1972)

    I. Ausbleiben des Weltoktobers Die kommunistische Weltbewegung ist am Ende des Ersten Weltkrieges entstanden als Reaktion auf drei welthistorische Ereignisse: das Versagen der zweiten, (...)

  • Wilhelm Zobl
    Friedrich Gulda (Februar 1972)

    Geboren 1930 in Wien. Ausbildung an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien. 1946 1. Preis beim Genfer Klavierwettbewerb. Im Dezember 1946 Debüt im Musikverein. Konzerte in Europa (...)

  • Lutz Holzinger
    Konsumterror (Februar 1972)

    Faschistischer und Konsumterror Die weitgehende Eliminierung der Klassenunterschiede aus dem Bewußtsein der Massen ist ein Resultat des Faschismus, welches ihn überlebt hat. Im Kapitalismus ist es (...)

  • Dankwart Danckwerts
    Chile im Übergang zum Sozialismus (Februar 1972)

    I. 1 Jahr Allende Ein Jahr nach der Regierungsübernahme durch Salvador Allende in Chile griff die bürgerliche Presse das Thema der Revolution in Chile mit erheblichem Zögern auf. Diese (...)

  • Günther Nenning
    Antisemitismus ist Privatsache (März 1972)

    Mit jener Mischung aus standpunktloser Gemütlichkeit und bösartiger Hartnäckigkeit, die kennzeichnend ist für den österreichischen Betrunkenen, wollte einer der beiden Abgeordneten, die am 15.2. im (...)

  • Friedrich Geyrhofer
    Der Herr Karl (Schranz) (März 1972)

    Als ein Skifahrer von den olympischen Konkurrenzen ausgeschaltet wurde, präsentierte die österreichische Gesellschaft ihren zerrütteten Gemütszustand. 9 Tage lang, vom 31. Jänner bis zum 8 Februar, (...)

  • G. Sogomonian
    Kommunisten und Sozialdemokraten (April 1972)

    Die gesamte Entwicklung der modernen Gesellschaft beweist eindeutig die entscheidende Rolle der Arbeiterklasse im Kampf gegen den Imperialismus, für den Triumph von Frieden, Demokratie und (...)

  • Lutz Holzinger (Übersetzung)
    Französische Sozialdemokraten über Wirtschaftsdemokratie (April 1972)

    Das Kapitel „La democratie économique“ aus dem Programmentwurf der Sozialistischen Partei Frankreichs besteht aus einem Mehrheits- und zwei Minderheitsberichten. Die Dokumentation kontroversieller (...)

  • Wilhelm Burian
    Der 3. Weg der Sozialdemokratie (April 1972)

    Me-ti lehrte: Umwälzungen finden in der Sackgasse statt. Die grundsätzlichen Widersprüche des Kapitalismus sind in keiner Weise aufgehoben worden. Die Entwicklung der kapitalistischen Gesellschaft (...)

  • Lutz Holzinger
    Rot markierter Fleckerlteppich (April 1972)

    Auch in Österreich würdigen die großen Parteien seit einiger Zeit über die Tagesaktualität hinausreichende Ereignisse, indem sie ihre intellektuelle Kamarilla in Buchform in Erscheinung treten lassen. (...)

  • Lothar Mayer
    3% haben 70% (April 1972)

    I. Verteilungssozialismus Bei der Regierungsbildung 1969 war die SPD mit dem Versprechen angetreten, auf dem Wege zum Sozialstaat den entscheidenden Durchbruch zu schaffen. Auf der Basis des (...)

  • Hans Kühner
    Kirche als konservative Großmacht (Mai 1972)

    Seitdem aber steht die Kirche als siegreiche, rücksichtslose Reaktion gegen den eigentlichen Geist der Zeit, als Polizei da; sie ist an die äußersten Mittel gewöhnt und befestigt nun das Mittelalter (...)

  • Lutz Holzinger
    „Beim Aufbauen den Schnitt machen“ (Mai 1972)

    Es war das tief Beunruhigende der bedrohlichen Situation, daß nirgends Ursachen zu dieser plötzlichen Verschlechterung zu entdecken waren. Wie es schien, war die ganze zivilisierte Welt von (...)

  • Günther Nenning
    Salzburger Nixonspiele (Juni 1972)

    I. Ehre Österreich war in Gefahr, sein Ansehen in der Welt einzubüßen; wäre es nach den fremdenverkehrsgierigen Salzburger Bürgern gegangen, hätte der Nixon-Besuch Samstag, Pfingstsonntag und -montag (...)

  • Helmut Gollwitzer
    Grundgesetz deckt Linksradikale (Juni 1972)

    Der vierte Kanzler der Bundesrepublik Deutschland ist nicht ein altersgrauer Zeuge der wechselvollen Perioden deutscher Geschichte auf dem Wege vom 19. zum 20. Jahrhundert; er ist nicht (...)

  • Bernd Schüngel
    Rohstoffplünderung (Juni 1972)

    I. Mobilisierung der Wachstumsreserven Das hervorstechende Merkmal der ökonomischen Rückständigkeit Afrikas, Asiens und Lateinamerikas ist die gewaltige Diskrepanz zwischen den aktuellen (...)

  • Ernest Mandel
    Eurokonzerne (Juni 1972)

    I. Überlegenheit internationaler Konzerne Die Zunahme multinationaler Gesellschaften ist ein Hauptmerkmal des Kapitalismus der Gegenwart: Ihre Zahl wird auf insgesamt 700 bis 800 geschätzt. Man (...)

  • Manfred Müller
    Diango als Geschäftsmann (Juli 1972)

    I. Der Mythos vom Western Zweifellos hat der Italowestern etwas mit dem Hollywood-Western zu tun. Er ist aber nicht nur eine andere, wie oft gesagt wird, „härtere Spielart des Western“. Die (...)

  • Lutz Holzinger
    Nützliche Verbrecher (Juli 1972)

    I. Schutz des Kapitals „Der Schutz des Kapitals ist Sinn des Staates. Dies wird von Locke mit vielen Beispielen belegt. Und schließlich stellt er fest, daß überhaupt nicht der Mensch, sondern einzig (...)

  • Paul Balta
    Öl im Irak (Juli 1972)

    „Noch immer lastet die Vergangenheit mit vollem Gewicht auf uns“, sagte ein Baas-Führer. Ein Mosaik von Völkern und Religionen, wurde der Irak, zum Unterschied von Ägypten, unablässig durch (...)

  • Günther Nenning
    Ein Fremdling starb (September 1972)

    Ernst Fischer, geb. 3.7.1899 Komotau, Böhmen, gest. 31.7.1972 Wien, war eine erfolgreiche Mischung aus Künstler und Politiker. Sein Erfolg bestand unter anderem darin, daß ihm das eine Talent stets (...)

  • Bernd Schüngel
    Das große Rohstoffgeschäft (September 1972)

    VII. Profitstrategie Im Kapitalismus werden aber Gebrauchswerte nicht um ihrer selbst willen, sondern allein zum Zweck der Kapitalverwertung produziert. Ein kapitalistisches Unternehmen fördert (...)

  • Günther Chaloupek
    Wer verdient wieviel? (September 1972)

    I. Gleichheit im Kapitalismus Das Interesse für die Verteilung der persönlichen Einkommen ist sehr breit. Was Nachbarn, Freunde, Bekannte verdienen, beschäftigt fast alle. Angaben über Einkommen (...)

  • Wilfried Daim
    Ehret eure deutschen Meister (September 1972)

    I. Aspekte der Sportideologie Diese Studie hat nicht den Ehrgeiz, die Ideologie des Sports in allen ihren negativen Aspekten zu beschreiben. Es wäre an der Zeit, den ökonomischen Unterbau des (...)

  • John Bunzl
    Terror schadet (November 1972)

    Der Kampf in der arabischen Welt im allgemeinen — und in Palästina im besonderen — ist gekennzeichnet durch die Tatsache, daß wir es sowohl mit „klassischen“ imperialistischen Widersprüchen zu tun (...)

  • Heidi Bauer
    Verzweifelte Schularchitekten (Dezember 1972)

    Da muß etwas geschehen: Die Schulreform läuft und der Schulbau hinkt nach. Zumindest auf diese Feststellung einigten sich Architekten, Pädagogen und Beamte der zuständigen Ministerien (für Bauten und (...)

  • Günther Nenning
    Schule als Hemmungsorgan (Dezember 1972)

    I. Schule als Hemmnis der Produktion Wer ist der Täter? Unser Gesellschaftssystem liefert eine Kriminal-Story in endlosen Fortsetzungen. Die einfachen Leute und auch die weniger einfachen können (...)

  • Adalbert Krims ߦBen van Onna ߦBernhard Suin de Boutemard
    Religionsunterricht soll brav machen (Dezember 1972)

    Der Artikel „Wozu Religionsunterricht?“ von Adalbert Krims im Jänner-Heft 1972 des NF hat eine z.T. heftige Diskussion — vor allem in katholischen Schülergruppen — ausgelöst. Aus diesem Grunde führen (...)

  • Hanns Haas
    Kärntner Abwehrkampf — eine Geschichtsfälschung (Dezember 1972)

    I. Alldeutsche Wissenschaft Ein neuerrichtetes Abwehrkampfmuseum mit Waffen und historischen Puppen, pompöse Umzüge, Verleihungen des „Kärntner Kreuzes“, tönende Reden das war das Bild der (...)

  • Michael Siegert
    Die Randdeutschen (Dezember 1972)

    I. Nationale Minderheiten als Binnenkolonien Hans Steinacher (1892-1971) vereinigt in seiner Person alle Züge, die den völkischen Imperialismus ausmachen: Grenzlandlehrer, Weltkriegsoffizier, (...)

  • Lutz Holzinger
    Zur politischen Ökonomie der Kärntner Urangst (Dezember 1972)

    I. Die Wirtschaft Die ökonomische Struktur Kärntens ist bestimmt von der Vorherrschaft kleiner und mittlerer Betriebe in Gewerbe und Handel sowie einem hohen Fremdenverkehrsanteil. Wesentliches (...)

  • Peter Vanja
    In Ungarn kommt’s wie in Polen (Dezember 1972)

    I. Der nationale Weg Die demokratische Diktatur ist auf der gegenwärtigen Entwicklungsstufe prinzipiell mit der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Macht der Bourgeoisie unvereinbar, obwohl (...)

  • Michael Springer
    Die Sparmeisterschaft von Österreich (Januar 1973)

    Michael Springer Institut für Vergangenheit Sol III, Terra/Eur, Dep. Austria Sehr geehrte Herren, ich bestätige den Eingang des archäologischen Materials und Ihres Begleitschreibens. Es handelt (...)

  • Valie Export
    Gertrude Stein/Virginia Woolf (Januar 1973)

    1 Von Männlich zu Menschlich „die religion ist der ort, wo ein volk sich die definition dessen gibt, was es für das wahre hält“, sagte Hegel. es sei deshalb erlaubt, diesen ort aufzusuchen, um die (...)

  • Valie Export
    Woman’s Art (Januar 1973)

    manifest zu der ausstellung MAGNA (arbeitstitel frauenkunst), einer ausstellung, an der nur frauen teilnehmen. geschrieben im märz 1972. DIE STELLUNG DER KUNST IN DER FRAUENBEWEGUNG IST DIE (...)

  • Emmanuel Arghiri
    Ausplünderung durch Rohstoffpreise (Januar 1973)

    In der Theorie des internationalen Handels herrschte Einmütigkeit unter den Ökonomen, was an sich höchst bemerkenswert ist. Unter der Annahme der absoluten Unveränderlichkeit der Kapitalien und der (...)

  • Lutz Holzinger
    Türkei: verbessertes Griechenland (Januar 1973)

    1 Halbkolonien: Gefahrenzone Nr. 1 Die Widersprüche der kapitalistischen Entwicklung kommen vorläufig an der Peripherie, in den halbkolonialen Ländern, am vehementesten zum Austrag. Die geringe (...)

  • Jiří Pelikán
    Diese Partei ruinierte den Sozialismus (Januar 1973)

    Was geschah, als 1945 die Sowjetarmee die Tschechoslowakei befreite? Wie verhielt es sich mit den Arbeiterräten, die sich namentlich in Böhmen bildeten? In den letzten Kriegsjahren gab es den (...)

  • Wilhelm Bittorf
    Rüstung schafft Inflation (Februar 1973)

    Der Slogan: „Geht Amerika pleite?“ war keine Sensationsmache des amerikanischen Präsidentschafts-Wahlkampfes. Schon seit Ende der fünfziger Jahre gab die amerikanische Regierung ständig mehr aus, als (...)

  • Lutz Holzinger ߦBruno Kreisky ߦWilhelm Burian
    Ich bin kein Liberaler (Februar 1973)

    Welchen Funktionswandel hat die Sozialdemokratie in der bürgerlichdemokratischen Epoche durchgemacht? Was unterscheidet die SPÖ von anderen bürgerlichen Parteien? Es ist schwer, diesen (...)

  • Michel Bosquet
    Jenseits der SP-KP-Allianz (Februar 1973)

    Der 26. Oktober 1972 könnte in die Geschichte der französischen Arbeiterbewegung eingehen. An jenem Tag veröffentlichte eine nicht sehr gewichtige Gruppe der äußersten Linken ihr Programm: die (...)

  • Jiří Pelikán
    Für 2. Revolution im Ostblock (Februar 1973)

    Das Ziel revolutionärer Marxisten in einer Übergangsgesellschaft müßte es sein, die moderne Form der Arbeitermacht zu entdecken, das Gegenstück zu den russischen Sowjets während und nach der (...)

  • Ernest Borneman
    Sex und Sprache (März 1973)

    E. B., einer der originellsten Köpfe in unserem Lande, hat ein Wörterbuch über „Sex im Volksmund“ verfaßt (vgl. Rezensionsteil dieses Heftes). Das Vorwort dazu drucken wir ab, da das Buch angesichts (...)

  • Heidi Pataki
    Marieluise Fleißer (März 1973)

    Man kann heute viel von Marieluise Fleißer lesen, aber relativ wenig über sie. Ihren Kritikern wurde der Blick auf ihr Werk durch ihre Biographie weitgehend verstellt — tatsächlich spielen im Werk (...)

  • Friedrich Geyrhofer
    Oswald Wiener (März 1973)

    Geb. 1935 in Wien. Lebt seit 1969 in Berlin (West). das literarische cabaret der wiener gruppe, in: Gerhard Rühm (Hrsg.), Die Wiener Gruppe, Hamburg 1967. — Gemeinschaftsarbeiten mit Achleitner, (...)

  • Josef Dvorak
    Wer war Otto Muehl? (März 1973)

    Mottingeramt, 25. Jänner 1973 Lieber Freund! Nach der genauen Lektüre des Jänner-Forums, das mir Aramis aus Krems mitgebracht hat, kann ich Dir für Deinen Einsatz nur herzlich danken und auch (...)

  • Angela Davis ߦIrma Reblitz (Übersetzung)
    Schwarze Frau kontra weißen Mann (März 1973)

    Die matriarchalische schwarze Frau ist wiederholt als eines der verhängnisvollen Nebenprodukte der Sklaverei beschworen worden. Sogar unter Schwarzen lassen sich noch immer bedauerliche Rückbezüge (...)

  • Lu Hsün
    Keuschheit in China (März 1973)

    Lu Hsün (1881-1936) ist einer der bedeutendsten Literaten und Literaturwissenschaftler des neueren China. Vom bürgerlichen Nationalliberalen entwickelte er sich zum Kommunisten, unterstützte die (...)

  • Brigitte Kirchhoff (Übersetzung) ߦVo Thi The
    Nicht soviel wie ein Schwanz (März 1973)

    Das Gespräch fand auf einem Frauenkongreß in Montreal statt. „Hundert Mädchen sind nicht soviel wert wie ein Schwanz“, sagte ein altes vietnamesisches Sprichwort. Früher zählte die Frau überhaupt (...)

  • Germaine Greer
    Cunt Power (March 1973)

    One of the chief mechanisms in the suppression of female humanity is the obliteration of female sexuality. Historically the process can be traced in the change in the iconography of women. In the (...)

  • efa Köln
    Und lesbisch die Praxis (März 1973)

    Wir müssen uns ein neues Selbstverständnis schaffen. Das Fehlen eines realistischen Selbstgefühls bei uns liegt darin begründet, daß unsere Identität eine von Männern bezogene Identität ist. Nur Frauen (...)

  • Zur Produktion der Ehefrau (März 1973)
  • Susi Petroni
    Frauenkampf & Klassenkampf (März 1973)

    Die patriarchalische Form der Familie ist kein Produkt kapitalistischer Produktionsverhältnisse. Ihr Ursprung liegt in vorangegangenen gesellschaftlichen Formationen. Sie ist eng verknüpft mit dem (...)

  • Brigitte Kirchhoff (Übersetzung) ߦMargaret Coulson
    Frauen wie Leibeigene (März 1973)

    1 Frau im Kapitalismus Margaret Benston sieht die materielle Grundlage der untergeordneten Stellung der Frauen in dem Umstand, daß man von ihnen die unbezahlte Verrichtung der Hausarbeit (...)

  • Alice Schwarzer
    Frauen sind Gastarbeiterinnen (März 1973)

    „Darf eine Mutter berufstätig sein?“ fragte „Eltern“ seine Leser im Sommer 1972 und gab mit der Präsentierung beispielhafter junger Frauen auch gleich die Antwort. Die 34jährige Margit Karl z.B. (...)

  • Alice Schwarzer (Übersetzung) ߦSusan Sontag
    Männer als Kolonialherren
    Frauen als Eingeborene
    (März 1973)

    1 Biologie und Geschichte Ohne Zweifel ist die Unterdrückung der Frau vorgeschichtlich und hat ihren Ursprung in gewissen Sitten, die ihr erlauben sollten, ihrer besondern biologischen (...)

  • Brigitte Kirchhoff
    Frauenbefreiung (März 1973)

    Jede Zeile dieses Heftes, die sich mit der Frauenbewegung beschäftigt, wurde von Frauen, die sich im Dunstkreis des NF bewegen dürfen, erkämpft. Heidi Pataki, als einzige Frau Redakteurin des NF, (...)

  • Lutz Holzinger
    Stubenmädchenreport staatlich gefördert (März 1973)

    Die Totengräber des österreichischen Films trauern den vergangenen Zeiten nach, in denen sie zuletzt der Stadthalten-Film ein 200-Millionen-Fiasko bereiteten. Als Verdienst dürfen sich diese (...)

  • Eva Vanja
    Sozialismus trotz Armut (März 1973)

    „Übergangsgesellschaft“ bezeichnet die Periode des Übergangs vom Kapitalismus zum Kommunismus (schließt also die Periode des Sozialismus mit ein). Zwischen der kapitalistischen und kommunistischen (...)

  • Friedrich Geyrhofer
    Ossi Wieners Putsch im Kaffeehaus (April 1973)

    In der „verbesserung von mitteleuropa“ wird die technokratische Utopie kritisiert. Es ist ein Stück Gewissenserforschung, wenn Wiener dem Anarchismus vorwirft, daß er „durch das projektierte — zwar (...)

  • Thomas Flora
    „Mein Hinterkopf — ein Novembermärchen“ (April 1973)
  • Jochen Steffen
    Langzeitprogramm der Konzerne (April 1973)

    Jochen Steffen, Landesvorsitzender der SPD in Schleswig-Holstein, Mitglied des Parteivorstandes der SPD, war stellvertretender Vorsitzender der LZPK (Langzeitprogrammkommission) der SPD, deren (...)

  • Gerd Walter ߦFriedhelm Wallner
    Kurzsichtiges Langzeitprogramm (April 1973)

    1 Langzeitprogramm und Godesberg Pragmatismus als Prinzip ist bestenfalls eine Selbsttäuschung, deren ideologische Prämissen leider erst nach Jahren sichtbar werden, wenn deutlich wird, daß die (...)

  • Sozialistischer Hochschulbund (SHB)
    Links, aber sozialdemokratisch (April 1973)

    Als sich der Sozialistische Deutsche Studentenbund (SDS) in Theorie und Praxis immer weiter von der SPD entfernte, gründete die Partei einen neuen Hochschulverband. Sie wurde bald durch die (...)

  • Jürgen Habermas
    Demokratie und Planung (Mai 1973)

    Im Mittelpunkt der philosophischen Entwicklung von Jürgen Habermas stand von Anfang an die Kritik der Technokratie. Seine Auseinandersetzung mit Niklas Luhmann, dem wichtigsten Repräsentanten der (...)

  • Lutz Holzinger
    Fortschritt für die falschen Leute (Mai 1973)

    1 Herrschaft der Maschine über den Menschen Die industriekapitalistische Produktion und Reproduktion der Gesellschaft steht unter dem Joch des Privatbesitzes an den Produktionsmitteln. Sie (...)

  • François Charlier
    Wie kapitalistisch ist Jugoslawien? (Mai 1973)

    Die jüngste Entwicklung in Jugoslawien wird von manchen Beobachtern als eine aufgefaßt, die politisch gegen die „Rechte“ sich wendet, ökonomisch gegen die „Rekapitalisierung“ des Landes. Wie weit (...)

  • Ernest Borneman
    Es gibt kein österreichisches Fernsehen (Juni 1973)

    E. B. hat ausgedehnte Erfahrungen mit ausländischen Fernsehstationen. Er hat bereits am 12. Mai 1937, lange bevor es ein deutsches, geschweige denn ein österreichisches Fernsehen gab, an der ersten (...)

  • Wilhelm Burian
    Der Stalinismus ist tot (Juni 1973)

    Stalinismus — das ist heute noch Schimpfwort, Mythos und gebrochene Moral. Für die Sozialdemokraten gilt Stalin als Paradigma des Kommunismus, als Versatzstück des vulgären Antikommunismus und (...)

  • Heinz Gibus
    Thron im Vakuum (Juli 1973)

    1 Mordroulette Anfangs wollten Radikale aus der Partei Ben Barkas Hassan umbringen, worauf sie selbst umgebracht wurden und worauf Oufkir zusammen mit Dlimi Ben Barka umbrachte. Hierauf wollten (...)

  • John Bunzl ߦLiesl Hindler
    Subimperialist Israel (Juli 1973)

    1 Zionistische Bevölkerungspolitik Die gegenwärtige Repressionswelle, die vor allem linke antizionistische Organisationen trifft und schon zu Gefängnisstrafen bis zu 17 Jahren geführt hat (für Daud (...)

  • Ernest Mandel
    Die Welt ohne Dollar (Juli 1973)

    1 Konzerne beherrschen Währung Vom währungstechnischen Gesichtspunkt sind die Ursachen für die Dollarkrise leicht zu finden. Die multinationalen Konzerne außerhalb der USA (von denen die meisten (...)

  • Paul M. Sweezy ߦHarry Magdoff ߦWilhelm Burian (Übersetzung)
    Handelskrieg (Juli 1973)

    P. M. Sweezy und H. Magdoff sind die gegenwärtig bedeutendsten marxistischen Ökonomen der USA. Sie haben schon mehrfach die gegenwärtige Entwicklung des Kapitalismus untersucht (H. Magdoff, Das (...)

  • Reinhard Kerst
    „Wir bleiben drin!” (September 1973)

    1 Reportage Frankfurt/Schumannstraße Der derzeit wundeste Punkt in Frankfurt ist die Ecke Bockenheimer/Schumannstraße: vier besetzte Häuser. Hundertzwanzig Bewohner. 20% sind Arbeiter und (...)

  • Alfred Kohlbacher
    Stadt frißt Land (September 1973)

    Die größte Teilung der materiellen und geistigen Arbeit ist die Trennung von Stadt und Land ... Mit der Stadt ist zugleich die Notwendigkeit der Administration, der Polizei, der Steuern usw., kurz (...)

  • Günther Nenning
    Wohnung ist Gefängniszelle (September 1973)

    1 Baukapital ist parasitär Wenn der abhängig Arbeitende das Fabriktor, die Bürotür oder ähnliche Verschlußvorrichtungen auf dem Heimweg passiert, verläßt er das Reich der Solidarität und des durch (...)

  • Konrad Lorenz
    Der Nobelpreisträger als Rassist (November 1973)

    Konrad Lorenz erhielt Anfang Oktober zusammen mit Karl Frisch und Nikolaas Tinbergen den Medizin-Nobelpreis für 1973. 1940 publizierte er in der „Zeitschrift für angewandte Psychologie und (...)

  • Heidi Pataki
    Roter Himmel über der Ruhr (November 1973)

    I Proletariat und Bourgeoisie vereint im Kampf gegen das Großkapital? Die Klassenkämpfe der Gegenwart haben sich verlagert: in modifizierter Form erscheinen sie im Kampf gegen die (...)

  • Michael Harrington
    Spätkapitalist James Bond (November 1973)

    1 Spitzengang ITT Wenn man von den Mantel-und-Degen-Aktionen des Giganten ITT liest, könnte man meinen, die Ursachen allen Übels sei in der Dummheit oder dem bösen Willen des höchstbezahlten (...)

  • Frank-Olaf Radtke
    Technokraten der Seele (Dezember 1973)

    Zahllose Gefangene in der BRD sind Haftbedingungen ausgesetzt, die einer totalen Isolation gleichkommen. Isolation ist nichts anderes als Folter. 1 camera silens Es ist unbestritten, daß (...)

  • Reinhard Wetter
    Zelle im Staatskörper (Dezember 1973)

    1 Kinderschreck Der Gefängnisbau ist nicht ein zufällig zur Knastmisere hinzukommendes Ärgernis, sondern architektonischer Ausdruck des gesellschaftlichen Strafkomplexes. An der (...)

  • Michel Bosquet
    Die neuen Zaren (Dezember 1973)

    Sie haben die Macht. Sie haben das Geld. Sie entscheiden über Krieg und Frieden. Und über Glück und Unglück der Menschen. Sie sind mächtiger, als je ein König, ein Kaiser oder ein Präsident es gewesen (...)

  • James Ridgeway
    Energiekrise — ein Konzerntrick (Dezember 1973)

    1 Sieben Schwestern Die Energiekrise, die vor allem von den internationalen Erdölkonzernen hochgespielt wird, zeigt sich auf zwei Ebenen. Erstens hat die Verknappung der natürlichen (...)

  • Heidi Pataki
    Charly Traktor (Januar 1974)

    Roman, Hermann Luchterhand Verlag, Darmstadt und Neuwied 1973, 140 Seiten, DM 16,80, öS 134,40 In den Diskussionen über Arbeiterliteratur besteht immer wieder der Konflikt zwischen den Gegnern und (...)

  • Michael Huberman
    Die Armen zahlen den Reichen die Stipendien (Januar 1974)

    Michael Huberman ist Verfasser einer offiziellen UNESCO-Studie, die mit ihrer ungeschminkten Kritik an der westlichen Schul- und Bildungsstrategie einen handfesten Skandal hervorgerufen hat. (...)

  • Richard Vahrenkamp ߦSusanne Keller
    Die Illusionen des Spätkapitalismus (Januar 1974)

    Seit Elmar Altvaters Seminar über Bildungsökonomie (1970) herrscht auch unter Marxisten das Axiom, daß die Expansion der Schulen und Hochschulen eine Konsequenz der industriellen Konjunktur ist — (...)

  • Jacob Morris
    Inflation bis zum Krach (Januar 1974)

    Als Jacob Morris diesen Artikel abfaßte (Mai 1973), war die nächste Windung der Inflationsspirale, die Ölkrise, noch nicht sichtbar. Ein neues Moment: die größten Monopole, die Multis der (...)

  • Eduardo Galeano
    Lateinamerika verblutet (Januar 1974)

    Die Arbeitsteilung unter den Nationen besteht darin, daß die einen aufs Gewinnen und die anderen aufs Verlieren spezialisiert sind. 1 Rohstoffe geraubt Unser Teil der Welt, heute Lateinamerika (...)

  • Richard Vahrenkamp ߦSusanne Keller
    Bildungsboom und Produktion (März 1974)

    Wir haben in den letzten Heften die Kernstücke der Zivilisationskritik von Ivan Illich veröffentlicht (NF Dezember 1973, NF Jänner/Februar 1974). Die vorliegende Arbeit vertieft diese (...)

  • Norman Birnbaum
    Philosophie des freien Studiums (März 1974)

    1 Eine konservative Idee? Erwachsenenbildung hat in Großbritannien eine alte Tradition — und zwar eine zweideutige. Sie wurzelt sowohl im radikalen Demokratismus als auch in einer viel (...)

  • Gunter Falk
    Universität der Lüfte (März 1974)

    Die Einführung des Numerus clausus in der BRD bedeutet die Bankrotterklärung des Bildungsbooms. Die liberalen Bildungspolitiker sehen ihre letzte Chance in der englischen „Open“ University“. Diese (...)

  • Friedrich Geyrhofer
    Kleine österreichische Hochschulstatistik (März 1974)

    1 Wieviel Studenten? „Im internationalen Vergleich liegt die Studentenquote in Österreich unter dem Durchschnitt“, konstatiert der Hochschulbericht ’72. „Im Jahre 1965 wiesen von den OECD-Ländern nur (...)

  • Alma mater minimundus* (März 1974)

    FRAGEN Wie wird man Professor in Österreich? Im Anfang war Drischel. Und Drischel zeugte Schöler und Schöler zeugte die Klagenfurter Hochschule und die Klagenfurter Hochschule zeugte eine Heerschar (...)

  • Araber gegen Scheichs (März 1974)

    Tag für Tag lesen wir in den westlichen Zeitungen, daß uns ‚‚die Araber“ das Öl absperren. In rassistischer Manier werden die Scheichs mit den von ihnen ausgebeuteten Untertanen in einen Topf geworfen. (...)

  • Unser neuer Kaiser Resa (März 1974)

    Während in Westeuropa (Frankreich, England) der Rassismus bereits öffentlich Orgien feiert, konzentriert man sich in Mitteleuropa (BRD, Österreich) noch auf die studentische Vorhut. Die Ölkrise, (...)

  • Marcel Barang
    Rassenkampf statt Klassenkampf? (März 1974)

    Am 14. Dezember 1973 explodierte eine Plastikbombe im algerischen Konsulat in Marseille: vier Tote, einige Dutzend Verwundete. Bewafinete Kampfgruppen der Ordre Nouveau knallen Araber ab: 47 im (...)

  • Michel Bosquet
    Neue Stufe der Kapitalskonzentration (März 1974)

    Der Kippur-Krieg war dem Kapital willkommen, weil er dazu verwendet werden konnte, seine akute Krise zu bemänteln. Die Ölindustrie steuert die Verknappung überall ganz bewußt (nur in Frankreich ist (...)

  • Robert Rowthorn
    Imperialisten bleiben Wölfe (März 1974)

    Die Arbeit von Robert Rowthorn ist die klassische Studie der neuesten Imperialismustheorie. Sie beweist, daß die multinationalen Konzerne nicht zu einem friedlichen „Ultraimperialismus‘‘ kommen, wo (...)

  • Heidi Pataki
    Bürger-Krieg gegen die Frau (März 1974)

    Die Große österreichische Strafrechtsreform ist abgeschlossen. Am 23. Jänner 1974 wurde im Nationalrat der Beharrungsbeschluß zum neuen Strafgesetzbuch gefaßt, und zwar mit den Stimmen der SPÖ (92) (...)

  • Herbert Brunner
    Verändert die SPÖ! (März 1974)

    Im September/Oktoberheft 1973 brachten wir Auszüge aus dem Kommunalprogramm der „Jungen Generation“ (JG) der Wiener SPÖ, das als 140 Seiten starke Broschüre unter dem Titel „Verändert die Stadt“ (...)

  • Michael Siegert
    Karl Kraus und der Zionismus (April 1974)

    Unter den Schriften von Karl Kraus ist „Eine Krone für Zion“ (Wien 1898, 31 Seiten) die unbekannteste. Kraus selbst hat den Verkauf 1913 einstellen lassen, und in der Zeit des wachsenden (...)

  • Michael Siegert
    Sehnsucht nach aristokratischem Umgang (April 1974)

    1065 Briefstücke! Ein Kontinent ist aufgetaucht, wo sich Naturereignisse abspielen: Gefühlsstürme, Thränensturzbäche, Eiszeiten und Schmelzperioden, Steinschlag, tektonische Wanderungen und Blitze aus (...)

  • Karl Kraus
    Ewiger Knabe durch Dich (April 1974)

    Der bisher unbekannte private Karl Kraus wird in den hier zum erstenmal publizierten Briefen an Sidonie Nádherný sichtbar. Die Krisen des Privaten standen stets in unmittelbarem Zusammenhang mit (...)

  • Karin Spielhofer
    Aufzucht wider die Natur (April 1974)

    Kindergarten und Schule sind die Kehrseite des Fabrik-Systems. Die Überwindung der „antiautoritären Phase“ durch die Linke legt den Blick frei auf die Strukturen hinter dem Autoritätskonflikt. Das (...)

  • Hans Steiner
    Schwachsinn von Staats wegen (April 1974)

    1 Echte Autoritäten Die österreichische Gewerbeordnung verpflichtet Lehrlinge unter anderem zur Folgsamkeit, Treue, Verschwiegenheit und zu anständigem Betragen. Schon den Hauptschülern wird das in (...)

  • Noëlle Bisseret
    Begabt ist der oben (April 1974)

    Der Begriff der „Fähigkeit“ hat im Lauf der Zeit einen Wandel durchgemacht, der an seiner Geltung zweifeln läßt. Der Adel sah seine bessere Begabung durch den Akt der Geburt hinreichend bewiesen, die (...)

  • Noëlle Bisseret
    Marschallstab im Gen? (Mai 1974)

    Ob die Schwarzen eine niedrigere Intelligenz haben als die Weißen, ist immer noch ein beliebtes Konversationsthema amerikanischer Intellektueller. Ähnlich für südeuropäische Arbeiter in unseren (...)

  • Andreas Papandreou ߦGuy Sitbon
    Mittelklasse geht nach links (Mai 1974)

    In der neuen Junta gibt es zwei Strömungen. Die eine ist für unbeschränkte, direkte Militärherrschaft, wobei das Kabinett auf die Funktion eines bloßen Ornaments reduziert ist. Die andere ist für (...)

  • Margaret Papandreou
    Juntawechsel (Mai 1974)

    Südeuropa steht vor einer Wende. Die Diktaturen der USA in Portugal, Spanien und Griechenland wackeln, besonders seit dem offenen Streit um die Ölquellen in Nahost. Gelingt es, die CIA-Regirnes zu (...)

  • PRESSE-FORVM (Mai 1974)

    Sartre: Gegen die alte Linke (Sartre hat bei den letzten Präsidentschaftswahlen 1965 Mitterrand unterstützt; diesmal setzte er sich für eine Kandidatur von Charles Piaget ein.) Das Trennende ist (...)

  • Jean-Paul Sartre
    Ich glaube an die Illegalität (Mai 1974)

    Sie sind nun seit zwei Jahren Chefredakteur der Cause du Peuple. Sie haben die Zeitung auf der Straße kolportiert und kämpferische Artikel für sie geschrieben. Nun arbeiten Sie für eine neue Zeitung (...)

  • Heidi Pataki
    Die verkaufte Natur (Juni 1974)

    Am 19. April wurde die Wiener Internationale Gartenschau (WIG 74) eröffnet; Bauherr ist die Gemeinde Wien. Diese „größte Gartenschau der Welt“ (400 Gärtner aus 25 Ländern, Fläche: eine Million (...)

  • Wilhelm Zobl
    Faschismus-Design (Juni 1974)

    1 links oder rechts? Es ist schwierig, heute etwas über den Futurismus zu sagen, was über die banalen Klischees und Kategorisierungen der üblichen bürgerlichen Kunstdarstellungen hinausgeht. Dies (...)

  • Lu Hsün ߦHeinz Gibus (Übersetzung)
    Konfuzianer fressen Menschen (Juni 1974)

    Diese erste Kurzgeschichte Lu Hsüns wurde im April 1918 geschrieben und erschien im April 1974 in der Zeitschrift Chinese Literature. Unser Mitarbeiter Heinz Gibus, der sie aus dem Englischen (...)

  • Bernhard Liebermann
    Durchs wilde Kurdistan (Juni 1974)

    1 Ein Volk in 5 Teilen Mehr als 50 Jahre nach dem Zerfall des Osmanischen Reiches ist seine Konkursmasse immer noch nicht liquidiert. An einem Brennpunkt imperialistischer und (...)

  • Friedrich Geyrhofer
    Der entfesselte Prometheus (Juli 1974)

    David S. Landes: Der entfesselte Prometheus. Technologischer Wandel und industrielle Entwicklung in Westeuropa von 1750 bis zur Gegenwart, Kiepenheuer und Witsch, Köln 1973, 597 Seiten, DM 58, öS (...)

  • Friedrich Geyrhofer
    Kein kollektiver Volksgesang (Juli 1974)

    Dieter Prokop: Massenkultur und Spontaneität. Zur veränderten Warenform der Massenkommunikation im Spätkapitalismus. Edition Suhrkamp, Frankfurt 1974, 226 Seiten, DM 7, öS 54,60 Das vorliegende Buch (...)

  • Manfred Bosch
    Gesellschaftliche Arbeit und private Hauswirtschaft (Januar 1977)

    Lutz Holzinger: Gesellschaftliche Arbeit und private Hauswirtschaft. Theorie und Kritik des Reproduktionsbereichs, Raith Verlag Starnberg 1974, 112 Seiten, DM 7,80, öS 61 Das Begriffspaar (...)

  • Friedrich Geyrhofer
    Technokraten opfern Leistung (Juli 1974)

    Voltaire vergleicht in den „Lettres anglaises“ (1733) die friedliche Szene der Londoner Börse mit dem Gezänk der religiösen Fanatiker. Die Glaubensbekenntnisse und Sekten hetzen ihre Anhänger zu (...)

  • Horst Kurnitzky
    Geld aus Opfer (Juli 1974)

    Die Welt-Inflation verwandelt das Geld aus einem rationalen Äquivalent mathematischer Berechenbarkeit in einen mysteriösen Zeiger kapitalistischer Krisenzuckungen. Wunderglaube und Magie tauchen (...)

  • Andrew Gamble ߦPaul Walton
    Die Weichteile des Kapitalismus (Juli 1974)

    Im Jänner/Februar-Heft behandelte Jacob Morris die Inflation aus amerikanischer Sicht. Während der amerikanische Kapitalismus nach Vietnam einen leichten Rückschlag erlitten hat, kämpft der britische (...)

  • W. Rabi
    Topless US (Juli 1974)

    Der Autor hat auf seiner Reise durch die USA Eindrücke gewonnen, die sich von dem üblichen lackierten Bild einer Demokratie mit kleinen Fehlern unterscheiden. Diese unbefangene Radikalität macht (...)

  • Paul M. Sweezy
    Ohne Rüstung Krise (Juli 1974)

    1 Illusionen der Keynesianer Bis auf wenige Ausnahmen stimmen die Ökonomen der kapitalistischen Länder, liberale wie konservative, darin überein, daß die Regierungen in den fast vier Jahrzehnten (...)

  • Friedrich Geyrhofer
    Kommt der Krach von 1931 wieder? (September 1974)

    Charles Bettelheim: Die deutsche Wirtschaft unter dem Nationalsozialismus. Übersetzt von Jörg Hofmann und Suzanne Wieczorek. Trikont-Theorie, München 1974, 333 Seiten Die vorliegende Jugendarbeit (...)

  • Heidi Pataki
    Kulissenstadt (September 1974)

    Am Westrand von Wien, in Hadersdorf-Weidlingau, wurde vor kurzem ein Erziehungsheim für Kinder und Jugendliche eröffnet, das sich von herkömmlichen Heimen unterscheidet: die „Stadt des Kindes“; laut (...)

  • Karin Spielhofer
    Du gehst in die Puppenecke! (September 1974)

    In Wien kommen 32 Kinder auf eine Kindergärtnerin. Unter diesen Umständen und angesichts von Erziehungszielen wie Ordnung, Sauberkeit und Gehorsam sowie der permanenten Verplanung aller Aktivitäten (...)

  • Paul M. Sweezy ߦHarry Magdoff
    Die Weltrevolution war ein Irrtum (September 1974)

    „In Wirklichkeit“, schrieb Lenin Anfang 1920, „hatten sich alle alten Formen der sozialistischen Bewegung mit neuem Inhalt gefüllt, vor die Zahlen trat deshalb ein neues Vorzeichen: das (...)

  • José Baptista
    Von der Kapitalbürokratie zur Sozialbürokratie (September 1974)

    1 Die Ost-West-Links-Rechts-Verkehrung Die gegenwärtige Situation der Linken in den Industrieländern ist, offen gesagt, beklagenswert. Ein großer Teil dieser Linken ist schon etabliert oder ist (...)

  • Rudi Dutschke
    „Asiatische“ Sowjetunion (September 1974)

    Bei der kritisch-materialistischen Rekonstruktion des Revolutionsverständnisses von Lenin und dem frühen Lukács gehe ich von der These aus, daß die grundlegenden Züge der Leninschen Gesellschafts- und (...)

  • Herbert Brunner
    Die kastrierte Gewerkschaft (September 1974)

    Der Hukla-Konzern ist ein kleiner Multi mit Möbelfabriken in Frankreich, Italien, Österreich, der Schweiz und Japan. Der Hauptbetrieb in Baden-Württemberg hat 4.000 Arbeiter, die österreichische (...)

  • Israelischer Landraub (September 1974)

    Unmittelbar nach dem Sechstagekrieg, am 14. Juni 1967, nahm der Sicherheitsrat der UNO die Resolution Nr. 237 an, in der Israel aufgefordert wird, „für Schutz, Wohlergehen und Sicherheit der (...)

  • Albert-Paul Lentin
    Rumpf-Palästina? (September 1974)

    Die politisch-militärische Organisation Al Fatha ist seit ihrem ersten Kommuniqué über die Durchführung von Guerilla-Operationen am 1.Januar 1965 unaufhörlich gewachsen und zur weitaus größten (...)

  • Josef Dvorak
    Amoklauf der Aktionisten* (September 1974)

    „Man muß alles vernichten und danach alles neu aufbauen“ ist die Ideologie jener neofaschistischen Gruppe „Ordine Nero“, die sich für das gräßliche Attentat auf den Rom-München-Expreß vom 4. August 1974 (...)

  • Mary Jo Warth
    Der LSD-Magnat und sein Agent (November 1974)

    Die Feinde der psychedelischen Bewegung haben Learys Botschaft von der Reise ins innere Wunderland nie gern zugehört und immer schon gesagt, wer zahlt’s und das ist was für reiche Nichtstuer. Beides (...)

  • Ivan Illich
    Gesundheitsverbrecher (November 1974)

    Die Ärzte sind zu einer ernsten Gefahr für die Gesundheit geworden. Depression, Infektion, Arbeitsunfähigkeit und Dysfunktion, von der Medizin hervorgerufen, verursachen heute mehr Leiden als alle (...)

  • Walter Rauff: Von Himmler zu Pinochet (November 1974)

    NSDAP-Mitgliedsnummer 5,216.415, SS-Nummer 290.947. 1939 beim „Unternehmen Tanneberg“, Beteiligung an Liquidierungen im Raum Poznan am 10. September 1939, in und um Gdansk am 14. September 1939. (...)

  • André Gunder Frank
    Ökogorillas (November 1974)

    Offener Brief an Professor Arnold Harberger, Leiter des Zentrums für Lateinamerikanische Studien, University of Chicago Starnberg, 6. August 1974 Hiroschima-Tag Als Dein früherer Schüler habe (...)

  • Michael Siegert
    CIA: Eierköpfe vs. James Bond (Dezember 1974)

    Victor Marchetti/John D. Marks: CIA, Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1974, 490 Seiten, DM 28, öS 215,60. Das Wort Intelligence in „Central Intelligence Agency“ hat nichts mit Intelligenz zu (...)

  • Ilse Hanl
    Der Wundervogel fliegt (Dezember 1974)

    [(Unter dem Namen Animazione hat sich zuerst in Italien eine neue Mischdiszıplin von Theater/Pädagogik/Gruppentherapie entwickelt, welche die Mittel verschiedener Disziplinen vereinigt: Theater, (...)

  • Marcelle Padovani
    KP hilf! (Dezember 1974)

    Seitdem der Generalsekretär der KP Italiens Enrico Berlinguer die Formel des „historischen Kompromisses“ lanciert hat, beflügeln kindliche Hoffnungen die Vorstellungswelt so mancher Aktivisten. Mit (...)

  • Gisela Wenzel
    Die schwarze Spur (Dezember 1974)

    1 Die Alternativen: Linksregierung, Gaullismus, Faschismus Marx hat einmal gesagt, daß alle großen weltgeschichtlichen Ereignisse zweimal passieren — das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als (...)

  • Bernhard Liebermann
    Die neuen Osmanen (Dezember 1974)

    1 „Kommunistischer“ Islam: es gibt keinen privaten Grundbesitz Vag’a-i hayriyye, ein „wohltätiges Ereignis“, scheint der türkischen Bevölkerung heute noch ein rund 150 Jahre zurückliegendes Massaker: am (...)

  • Werner Vogt
    Krank! (Januar 1975)

    Am 15. November 1974 lief im ersten Fernsehprogramm des ORF die Reportage „KRANK“ von Götz Hagmüller. In einer einstündigen Dokumentation bot der Film nicht den sonst üblichen objektiven Standpunkt, (...)

  • Aike Blechschmidt
    Die Profitspirale (Januar 1975)

    Warum steigen die Preise seit dem Zweiten Weltkrieg nahezu ununterbrochen an? Warum klettern sie seit 1970 beschleunigt? Wie kommt es, daß selbst bei rückläufigem Absatz die Preise angehoben werden (...)

  • Kurt Bayer
    Wer gewinnt die Inflation? (Januar 1975)

    Die Schamteile der bürgerlichen Ökonomie sind die Gewinne, über sie wird peinlich geschwiegen. Schon der Terminus Lohn-/Preis-Spirale soll suggerieren, daß nur der Lohn und nicht etwa der Profit die (...)

  • André Gunder Frank ߦSamir Amin
    Eins, zwei, drei — 1984 ! (Januar 1975)

    Wie der Kapitalismus seine Krise überwinden will. Interview mit der italienischen Linkszeitung Il Manifesto. Manifesto: Die gegenwärtige Krise ist unserer Ansicht nach eine Phase der allgemeinen (...)

  • Terence McCarthy
    Dem Kapital geht die Luft aus (März 1975)

    1 Hochzins: Wie der Staat den Privatbanken Kapital entzieht Der Kapitalismus liegt im Sterben. In einem Land nach dem anderen drängt der Staat die privaten Banken in die Ecke, indem er höhere (...)

  • Ernest Mandel
    Gegen den Lohnraub (März 1975)

    Der Vorschlag einer „gleitenden Lohnskala“ erscheint auf den ersten Blick als „reformistisches Manöver“. Aber der trotzkistische Theoretiker Ernest Mandel, Wortführer der IV. Internationale, sieht (...)

  • Alice Schwarzer
    Glückliche Sklavinnen (März 1975)

    1 Frauen arbeiten doppelt soviel wie Männer Wenn ein Mann und eine Frau heiraten — dann wird sie, spätestens nach den Flitterwochen, zur Hausfrau. Der Mann aber wird darum nicht Hausmann. Ein Mann (...)

  • Kathy
    Mädchen mit Gewalt (März 1975)

    1 Angst — die tägliche Vergewaltigung Ich war nie vergewaltigt worden (im Sinne eines Überfallenwerdens an einem einsamen Ort), und Frauen, die ich kannte, sprachen auch nie davon. Es war ein (...)

  • Alexander Langer
    Italiens Frauen sind erwacht (März 1975)

    Nach dem großen Sieg der Linken über die DC bei der Volksabstimmung über die Ehescheidung am 12. Mai 1974 ist nunmehr der Kampf gegen die Abtreibungsparagraphen der neue Hauptkampfplatz. Für die (...)

  • Elfriede Jelinek
    wo nimmt man ungebrauchte frauen her? (März 1975)

    sie genießen ihr leben unheimlich, solange sie jung sind, ab 13 ist kein mädchen mehr sicher vor ihnen, das allgemeine wettrennen beginnt, und die hörner werden abgestoßen, von welchem vorgang das (...)

  • Teresa Caldas
    5.000 Männer fielen über uns her (März 1975)

    Eine Demonstration portugiesischer Frauen am 13. Jänner 1975 auf einem öffentlichen Platz in Lissabon endete in einer richtiggehenden Hexenjagd, Diesen Bericht sandten portugiesische Frauen an die (...)

  • Annie C.
    Arme Männer! (März 1975)

    Dies ist der Abschiedsbrief der französischen Feministin Annie C. an ihren Freund. Sie richtet diesen Brief aber auch an alle anderen Männer, die von ihren Frauen bereits verlassen sind oder (...)

  • Winfried Roth ߦEnzo Santarelli
    Wird Italien faschistisch? (April 1975)

    Ist Italien heute in der Situation von 1922, vor Mussolinis Marsch auf Rom? Winfried Roth stellte diese Frage dem Faschismusexperten der KPI, Professor Enzo Santarelli. Gibt es eine (...)

  • Alexander Langer
    Was tun gegen einen Putsch? (April 1975)

    Seit dem Putsch in Chile von 2. September 1973 ist unter den Linken ein gewisser Fatalismus bezüglich der bürgerlichen Exekutive verbreitet. Unser italienischer Mitarbeiter Alexander Langer zeigt (...)

  • Heidi Pataki
    Schönes sehen, Wohlklang hören (April 1975)

    Vor kurzem erschien eine umfangreiche Studie des SPÖ-nahen Instituts für empirische Sozialforschung (IFES) über „Kultur in Österreich“. Anhand von statistischen Daten und Meinungsumfragen bestätigt sie (...)

  • Josef Dvorak
    Scharfe und arme Hunde (April 1975)

    Der Fisch stinkt vom Kopf. Nicht die Unteroffiziere sind das größte Übel im Bundesheer, so hart sie den Mann angehen mögen, sondern die Kommandanten, so urban sie mit Journalisten reden mögen. Die (...)

  • Benno Sarel (Sternberg)
    Kritik der Planwirtschaft (Mai 1975)

    Die Arbeitswirklichkeit in den sozialistischen Ländern Osteuropas unterscheidet sich kaum von der des kapitalistischen Westens, nur die Bezeichnungen sind anders. Das zeigt nicht nur der jüngste (...)

  • Marios Nikolinakos
    Den letzten beißen die Hunde (Mai 1975)

    Im Nachwort zu meinem Buch „Politische Ökonomie der Gastarbeiterfrage“ schrieb ich, dem Kapitalismus sei es gelungen, mit Hilfe der Gastarbeiter eine tiefe Krise zu vermeiden. Die Gastarbeiter (...)

  • Aike Blechschmidt
    Krise : 2 (Mai 1975)

    Aike Blechschmidt hat im Jänner/Februar-Heft des NEUEN FORVMS eine Diagnose der Inflation erstellt und sie dabei als Teilaspekt der Krise erklärt. Nunmehr versucht er sich an einer Gesamtschau, die (...)

  • Jean-Pierre Vigier
    Haie sterben gemeinsam (Mai 1975)

    Die Historiker werden in den Ereignissen des Herbstes 1973, als Nixon und Kissinger die Hausse des arabischen Erdöls organisierten, den Auslöser einer Weltwirtschaftskrise sehen, die tiefer geht (...)

  • Erich Fried
    Nichts gelernt seit Hitler (Mai 1975)

    Im Mai 1945, heute vor dreißig Jahren, war es mit dem Dritten Reich und mit dem Hitlerkrieg endgültig vorbei. Ich erinnere mich noch an das Aufatmen, damals in London. Von den Nazis vertriebene (...)

  • Richard Vahrenkamp
    Sozial-industrieller Komplex statt Rüstung? (Juli 1975)

    James O’Connor: Die Finanzkrise des Staates, Suhrkamp 1974, 395 Seiten, DM 12, öS 92,40 Die politische Ökonomie der USA erscheint dem Europäer häufig in einer Vielzahl verwirrender Facetten. Es ist (...)

  • Otelo Saraiva de Carvalho
    Otelo spricht (Juli 1975)

    Aus einem Interview, das der Brigadegeneral und COPCON-Kommandant Otelo Saraiva de Carvalho der italienischen Linkszeitung Lotta Continua gab (im Dreigestirn des Direktoriums vom 25. Juli (...)

  • Michael Siegert
    Bonaparte kommt (Juli 1975)

    1 Bonaparte & Co. — ein Revolutionsvergleich Eine Revolution ist die beste Schule der Dialektik. Im periodischen Sturz der Fraktionen folgt die portugiesische der Logik aller entwickelten (...)

  • Alfredo Frade
    Die Arbeiterräte entscheiden alles (Juli 1975)

    Das nachfolgende Interview haben wir am 2. Mai 1975 mit dern portugiesischen Trotzkistenfunktionär Afredo Frade anläßlich seines Besuches in Wien aufgenommen. Frade, Jahrgang 1951, Medizinstudent, (...)

  • Ernest Mandel
    Das Lächeln im Koma (Juli 1975)

    Kurzfristiger Aufschwung ab Herbst 1975! Mitte 1976 wieder langsame Talfahrt? Oder 1978 rasend bergab?! Im ersten Quartal 1975 hat sich die internationale Wirtschaftsrezession weiter vertieft — (...)

  • Aike Blechschmidt
    Feuerwehrreformismus (Juli 1975)

    Im II. Teil seiner originellen Krisenanalyse kommt Aike Blechschmidt zu dem Schluß, daß es mit dem großen Zusammenbruch des Kapitalismus wieder einmal nichts ist und daß jetzt eine Phase schwieriger (...)

  • Alfred Dallinger
    Frischluft nur für den Computer? (September 1975)

    Alfred Dallinger ist Vorsitzender der mitgliederstärksten Gewerkschaft im Österreichischen Gewerkschaftsbund, jener der Privatangestellten. Er hat dort auf eine Weise, die in der internationalen (...)

  • Michael Siegert
    Sozialdemokratie und Imperialismus (September 1975)

    Das Schlagwort vom „Sozialimperialismus“ ist jetzt in Mode gekommen, vor allem durch den ausgiebigen Gebrauch‚ den die chinesische Propaganda der Sowjetunion gegenüber davon macht. Ähnlich geht es (...)

  • Georg Hoffmann-Ostenhof ߦRaimund Löw
    Sozialismus oder Barbarei (September 1975)

    Tätiger Optimismus Nationalratswahlen stürzen die Linke in Österreich immer wieder in ein Dilemma. Resignation, Unentschiedenheit, Jammern, Kleinmut und Pessimismus — alle Negativa des (...)

  • Kommunistischer Bund (Wien)
    Kampfansage an die Bourgeoisie (September 1975)

    Nicht im Parlament, sondern im Klassenkampf wird das Schicksal der Arbeiterklasse entschieden. Die Situation, in der die Nationalratswahlen stattfinden, ist gekennzeichnet durch die Vertiefung (...)

  • Lutz Holzinger
    KPÖ — was sonst? (September 1975)

    Ich will einmal treuherzig sein und mir vorstellen, wie das so ist mit den Kommunisten. Wenn man der bürgerlichen Presse traut, dann bin ich als Kommunist sowohl zahnlos als auch unglücklich. (...)

  • Herbert Brunner ߦZsolt Patka
    Keine Alternative zur SPÖ (September 1975)

    Trotz aller gehabten, in ruhigen Zeiten tausendmal wiedergekäuten Parlamentarismus-Kritik wird die Linke von den merkwürdigsten Qualen theoretischer Grundsatzdiskussion erfaßt, sobald (...)

  • Silvio Lehmann ߦElisabeth Morawek ߦPeter Kreisky
    Schwierige Gratwanderung (September 1975)

    Man kann sich’s leicht machen: Geht man von der absoluten Richtigkeit des eigenen Standpunktes aus, so genügen ein paar abwertende Bemerkungen über die Sozialdemokratie, und schon ist man um das (...)

  • Mao Zedong
    Bücher verbrannt, Gelehrte eingegraben (Oktober 1975)

    Mao vergleicht sich gern mit Schi Huang-ti, dem Ersten Kaiser der Chin, der 221 v. Chr. als erster das Reich einigte und die Große Mauer vollenden ließ. Lin Piao war gegen Schi Huang-ti — das Motiv (...)

  • Mao Zedong
    Mao: Ich bin kein Genie (Oktober 1975)

    Mitte August bis zum 12. September 1971, dem Tag der Flucht Lin Piaos (die bekanntlich mit dem Absturz des Flugzeugs in der Mongolei endete), unternahm der Vorsitzende Mao eine Reise durch die (...)

  • Mao Zedong
    Wenn die Rechten die Macht ergriffen haben ... (Oktober 1975)

    In einem Brief an seine Frau Chiang Ching warnte Mao Tse-tung schon zu Beginn der Kulturrevolution, daß sein Freund (gemeint ist Lin Piao) ihn nur deshalb „in den Himmel“ hebe und einen (...)

  • Claudie Broyelle ߦJacques Broyelle
    Klassenkampf in China (Oktober 1975)

    Der Kampf zwischen zwei Linien, zwischen Linken und Rechten in China, wird von der westlichen Presse immer als Machtkampf an der Spitze beschrieben. Das ist er zwar auch, aber dabei bleiben die (...)

  • Andreas Buro ߦGünter Dill
    Warum Thieu stürzte (Oktober 1975)

    Asien kommt wieder in Bewegung. Seit der „friedlichen“ Ausschaltung der Rechten in Laos Ende August ist die indochinesische Revolution vollendet und die nächste Runde für Thailand, Burma, Malaysia, (...)