Günther Anders Archiv

Günther Anders-Bibliographie

Neueste Beiträge von Günther Anders im FORVM

  • Die Rolle der Situationskategorien bei den „Logischen Sätzen“
    (WWW-Ausgabe, September 2020)

    Mit dieser Dissertation promovierte Günther Anders 1924, noch unter seinem Geburtsnamen Günther Stern, als 22-Jähriger bei Edmund Husserl in Freiburg/Breisgau

  • Anders und Adorno
    (WWW-Ausgabe, Mai 2020)

    Wie die ambivalente Beziehung der beiden Philosophen wechselseitig begründete Wertschätzung mit ebensolcher Feindseligkeit, wenn nicht Verachtung mischt, sollen diese Beiträge nachzeichnen. Am Anfang steht der peinlichste Auftritt, den ein (...)

  • Unsinn des Sinnbegriffes
    (WWW-Ausgabe, Mai 2019)

    Zuerst erschienen in: „Akzente“, Zeitschrift für Literatur herausgegeben von Michael Krüger in München Heft 5/Oktober 1982, 3. Umschlagseite „Ich halte das nicht mehr aus!“ jammerte ein Einzelrädchen, das, völlig frei und in seinen Handlungen und (...)

  • Löwith-Besprechung (1942)
    (WWW-Ausgabe, Dezember 2018)

    Diese Löwith-Besprechung ist zusammen mit der zugehörigen Korrespondenz, insbesondere zwischen Anders und Löwith (soweit erhalten), in „sans phrase“ erschienen. Dort wird auch erklärt, was es mit den heftigen redaktionellen Strichen im Manuskript auf (...)

  • Über das Haben
    (WWW-Ausgabe, Oktober 2018)

    Erschienen 1928 unter dem Geburtsnamen Günther Stern, fußt dieses erste Buch des Verfassers auf seiner unveröffentlichten Dissertation Die Rolle der Situationskategorie bei den „logischen Sätzen“. Erster Teil einer Untersuchung über die Rolle der (...)

  • Obdachlose Skulptur
    (WWW-Ausgabe, Juni 2018)
  • Drei poetische Nachträge aus dem Nachlaß
    (WWW-Ausgabe, Oktober 2015)

    1. Zu: Molussische Katakombe 2. Zu: Lieben gestern 3. Zu: Tagebücher und Gedichte

  • Kulturwert und Wahrheit widersprechen einander
    (WWW-Ausgabe, Juli 2014)

    Mit der nachstehenden Überlegung gibt uns G. A. einen Schlüssel zum Verständnis, worauf der sogenannte religiöse Fundamentalismus beruht: Dieser betrachtet Religionen nicht als Kulturwerte, sondern die eigene als Wahrheit, alle anderen als (...)

  • Die Totenpost
    (WWW-Ausgabe, 2000)

    Nach fünfzehnjährigen Irrfahrten standen im Jahr 1946 die mit Briefen und Bildern der letzten Geschlechter erfüllten Fässer in seinem New Yorker Zimmer. — Aus dem Nachlaß.

  • Die Wahrheit wird transportiert
    (No. 487-492, Dezember 1994)

    Molussische Apokryphe über das Blamieren Vor 1938, für den Druck überarbeitet 1973 Nicht aufgenommen in die Buch-Ausgabe: Die Molussische Katakombe, München 1992 (Ans Ende.) »Der Dritte«, so erzählte Olomonokoro, »der die Ewigkeit der Ideen leugnete (...)

Neueste Beiträge zu Günther Anders im FORVM

  • Gerhard Oberschlick
    Nicht genügend kontrovers
    (WWW-Ausgabe, Oktober 2018)

    Warum aus Günther Anders’ Nachlass nichts im Tumult erscheint. Zuerst erschienen in: sans phrase. Zeitschrift für Ideologiekritik, Heft 6, Wien und Freiburg, Frühjahr 2015, Seite 233 – 241 Auf Grundlage einer kursorischen, doch sorgfältigen Einschau (...)

  • Konrad Paul Liessmann
    »Das Prinzip Auschwitz«
    (No. 496-498, Juni 1995)

    Fünfzig Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges nimmt die Beschäftigung mit diesem und seiner Vorgeschichte immer seltsamere Formen an. Angesichts der auf die Erinnerungstage hin terminierten Appelle, nicht zu vergessen, angesichts des damit (...)

  • Gerhard Oberschlick
    Lob der Unangenehmheit
    (No. 496-498, Juni 1995)

    Bei der Vorbereitung bin ich wieder einmal darauf gestoßen worden, daß Günther Anders ein äußerst unangenehmer Mensch war. Immer wenn ich mich hingesetzt habe, um irgendwas aufzuschreiben, imaginiert sich mir der und macht mir Einwände und pflanzt (...)

  • Wendelin Schmidt-Dengler
    Günther Anders’ »Mariechen«
    (No. 487-492, Dezember 1994)

    1. Sich mit Günther Anders auseinanderzusetzen, ist so gefahrlos nicht, und das in einem ganz körperlichen Sinne, denn er sagt von sich: »Wenn Kunst-, Musik- oder Literaturwissenschaftler philosophische Floskeln in den Mund nehmen, ziehe ich den (...)

  • Ludger Lütkehaus
    Die Bombe küßt niemanden
    (No. 465-467, November 1992)

    Lieber, verehrter Herr Anders, zu der unsäglichen Rezension von Werner Fuld in der ›FAZ‹ vom 26. September, die mich in unverfrorener und total irreführender Weise für eine nur der ›FAZ‹ passende Anders-Kritik in Anspruch nimmt, schicke ich Ihnen eine (...)

  • Gerhard Oberschlick
    Bombenvergessenheit schlägt Seinsversessenheit
    (No. 465-467, November 1992)

    Betrifft: Werner Fuld, „Zur Freiheit verurteilt, 11.7.1992 & „Wen die Bombe küßt. Neue Literatur von und über Günther Anders“, 26.9.1992, in Ihrem Blatt. S.g. Herren ›FAZ‹-Herausgeber, mit angemessener Verspätung gerät mir der zweite von Fulds (...)

  • Wolfgang Beck
    Dank von & an Günther Anders
    (No. 465-467, November 1992)

    G.A. hat seit mehr als 10 Jahren Wien nicht mehr verlassen; seit anderthalb Jahren lebt er in einem Pflegeheim, nach einem Schenkelhalsbruch kann er sich kaum mehr bewegen. Sein Radius reicht über wenige wackelige Schritte vom Bett zum Tisch oder (...)

  • Josef Dvorak • Michael Hopp • Günther Nenning • Gerhard Oberschlick
    Kleines Einigungsspiel
    (No. 361/363, März 1984)

    Aber Günther Nennings Umkrempelung der Torberg’schen Gründung vor etwa 20 Jahren fortführend , spielen wir vor Euch unser Einigungsspiel, mittels dessen das FORVM zuletzt inneren Gleichmut wieder bewahrte. Wir spielen darin unsere eigenen Rollen und (...)

  • Friedrich Geyrhofer
    Wir werden überflüssig
    (No. 321/322, September 1980)

    Günther Anders: Die Antiquiertheit des Menschen, Zweiter Band: Über die Zerstörung des Lebens im Zeitalter der dritten industriellen Revolution, Verlag C. H. Beck, München 1980, 465 Seiten, DM 38, öS 292 Linke Ökologie vorausgedacht Was ist (...)

Aktuelles Projekt

  • Context XXI – Verein für Kommunikation und Information
    Das Abo ist tot — es lebe:
    Die fördernde Mitgliedschaft!
    (14. März 2021)

    Context XXI ist schon recht weit gediehen, herzeigbar und nutzbar. Aufmerksamen BeobachterInnen wird aber auch nicht entgangen sein, dass es sich hier um ein weitaus größeres Vorhaben handelt: tausende und abertausende Beiträge wollen noch (...)

Neueste Beiträge der WWW-Ausgabe

  • Perrine Wilhelm
    Gewalt und Politik bei Günther Anders und Hannah Arendt
    (6. September 2021)

    Dieser elfte der zweiundzwanzig Beiträge konfrontierte am zweiten Tag präzise das Tagungsthema. Günther Anders’ späte Thesen zur Gewalt hatten dem beinahe Neunzigjährigen fast ausschließlich heftigen Widerspruch, Schelte und die Verdächtigung als senil (...)

  • Moralischer Absturz in eine gefährliche und unmenschliche Politik!
    (5. Juli 2021)

    Berlin, den 5. Juli 2021 Sehr geehrter Herr Bundespräsident, mit Entsetzen haben wir die von den Revolutionsgarden im Iran nahestehenden Medien verbreitete Nachricht Ihrer Glückwünsche an Ebrahim Raisi vernommen. Auch der Botschafter des (...)

  • Stephan Steiner
    Rückkehr des Verworfenen
    (20. Mai 2021)

    Günther Anders: Schriften zu Kunst und Film. Herausgegeben von Reinhard Ellensohn und Kerstin Putz. München: C.H.Beck 2020 Günther Anders: Die Weltfremdheit des Menschen. Schriften zur philosophischen Anthropologie. Herausgegeben von Christian (...)

  • Hermann Langbein
    Vergangenheitsbewältigung und Trauerarbeit in Österreich
    (8. Mai 2021)

    Von ihm können wir lernen, was Gedenkpolitik heißt, und den Umgang mit Vergangenheit. Der Wiener Schauspieler flüchtete nach dem „Anschluss“, kämpfte in Spanien gegen die Errichtung der Diktatur, floh nach Frankreich, wurde 1941 nach Dachau, 42 nach (...)

  • Gerhard Oberschlick
    Rudolf Burger 
    Austrokopernikus
    (25. April 2021)

    Lieber Gerhard, es ist lange her, und vieles hat sich zum Traurigen gewendet. Ich bedauere vieles. Deinen Text kann ich leider nicht öffnen, aber ich danke Dir sehr für Deine Mühe. Vielleicht können wir einmal reden. (1. April 2021, 14:39) Alles (...)

  • Raimund Löw • Nina Scholz
    Politischer Islam – gibtʼs den denn?
    (2. Dezember 2020)

    Bange Frage im „falter“ Nr. 49 – Vorspann und zwei divergierende Antworten: Die Rede vom politischen Islam hat Konjunktur. Die Regierung will daraus in den Nachwehen des Terroranschlags von Wien gar einen Straftatbestand formen. Bleibt nur noch zu (...)

  • Kaveh Nassirin
    Die Bodenlosigkeit und das Uneigentliche bei Heidegger
    (26. September 2020)

    Die erste Fassung dieses Aufsatzes erschien 2018 als Diskussionspapier auf dem Dokumentenserver academia.edu und im online-FORVM unter dem Titel Heideggers Sprachbilder der Bodenlosigkeit und Entwurzelung und ihre Antonyme 1922-1938/39: Zur (...)

  • Peter Heintel
    Kritik eines Versuches
    (18. September 2020)

    Geplant war ein Interview, das Peter Heintel mit Nenning führen s/wollte. Nach einem langen Gespräch, das Martin Schaub fotografisch dokumentiert hat, rezensierte Peter lieber dieses damals kürzlich erschienene Buch. In einer Zeit, in der (...)

  • Gerhard Oberschlick
    Nah und fern Günther Nenning
    (18. September 2020)

    Gesprochen an der Tagung „Günther Nenning — Journalist, Schriftsteller und politischer Querdenker“ am 20. Oktober 2018, veranstaltet vom Kulturausschuss der Gemeinde Weidring, wo G.N. zuletzt gelebt und der er seine Bibliothek vermacht hatte. Um (...)

  • Jürg Jegge
    Grosse Liebe, heruntergekommen
    (22. Juni 2019)

    An fing es in größter Minne – in des Wortes reinem Sinne. Da lebte im beschaulichen Zürich der 1850er Jahre das Ehepaar Mathilde und Otto Wesendonck. Er war ein steinreicher Seidenhändler aus Düsseldorf. Sie hatte ursprünglich Agnes geheißen, nahm (...)

  • Gotthilf Gerhard Hiller
    Junge Afrikaner nicht abschieben, sondern zurüsten
    (10. Juni 2019)

    Ich schreibe diesen Text nach einem „Ritt über den Bodensee“. Vor gut einem Jahr lernte ich einen knapp 19-jährigen Flüchtling aus einem westafrikanischen Subsaharastaat als exzellenten Langstreckenläufer kennen. Seither habe ich ihn im Blick, wir (...)

  • Gotthilf Gerhard Hiller
    „If they deport me, Iʼll kill me.“
    (10. Juni 2019)

    Vier Mails dokumentieren zwei Monate ehrenamtlicher Zusammenarbeit mit einem unbegleiteten Flüchtling aus Westafrika Am Samstag, dem 23. März 2019, schrieb ich einer guten Freundin: Was mich zurzeit sehr niederdrückt, ist die Tatsache, dass ich (...)

aus 42 Jahren FORVM

  • Peter Gutjahr
    Plädoyer für einen Idioten
    (No. 462-464, Juli 1992)

    Wenn Sie mich so direkt fragen, Herr Rat — ich weiß nicht. Es gibt keine kurze, klare Antwort auf diese Frage. Warum ist jener junge Mann dort, den Sie mir als meinen Sohn ans Herz legen, zu dem gefährlichen, scheinbar allen moralischen oder (...)

  • Elisabeth Kmölniger
    1 Herzinfarkt, gut und schön
    (No. 462-464, Juli 1992)
  • Peter Gutjahr
    Abkehr vom Mythos der Revolution
    (No. 468, Dezember 1992)

    Gestern Abend wieder einmal Adorno gelesen, diesmal gegen den Strich seiner Intention, ihn selber herausgelesen aus seinen Satzschlingen, den Klemmer, der zur Macht will mit dem untauglichsten aller Mittel: der bloßen, sich zu keinem Imperfekt (...)

  • Alfred J. Noll
    Gleichheitsrecht und Höchstgericht
    (No. 465-467, November 1992)

    3. Teil: Die „Wertfreistellung“ des „allgemeinen Gleichheitssatzes“ (Österreich 1946-1955) Die Zerschlagung der faschistischen Institutionen und Massenverbände im Jahre 1945 — Ergebnis allierter Befreiung — konnte die demokratische Republik Österreich (...)

  • Friedrich Achleitner • Michael Benedikt • Rudolf Burger • Hermann Fillitz • Oswald Oberhuber • Anton Pelinka • Otto Pfersmann • Heinz Steinert • Alexander Van der Bellen
    Erfüllt eure Pflicht!
    (No. 411/412, März 1988)

    Betrifft: Absetzung des Bundespräsidenten nach Art 60 Ab 6 B-VG Sehr geehrte Frau Abgeordnete! Sehr geehrter Herr Abgeordneter! Dr. Kurt Waldheim hat die Öffentlichkeit über seine Vergangenheit im Unklaren gelassen und ist durch Täuschung eines (...)

  • Alexander Dubček
    Schwanengesang im ZK
    (No. 191/II, November 1969)

    A. D.s nachfolgende Rede im ZK, samt Zwischenbemerkungen der nun führenden Neostalinisten Kolder und Bílek, steht in keiner Zeitung der ČSSR, zirkuliert aber in handgeschriebenen Kopien. Dubček: Ich akzeptiere meine Abberufung aus dem (...)

  • Albert Camus
    Warum wir nicht schweigen dürfen
    (No. 64, April 1959)

    Mit Unterstützung des „Kongreß für die Freiheit der Kultur“ erschien vor kurzem im Verlag Plon, Paris, eine Dokumentensammlung über die Hinrichtung Imre Nagys („La Vérité sur l’Affaire Nagy“). Das Vorwort, das der Nobelpreisträger Albert Camus dem Buch (...)

  • Joseph Kalmer (Übersetzung) • Akutagawa Ryūnosuke
    Rashomon
    (No. 13, Januar 1955)

    Der japanische Spielfilm „Rashomon“ wurde bereits 1951 auf der Biennale in Venedig mit dem Grand Prix ausgezeichnet und hat seither überall, wo er gezeigt wurde, Preise und Ehren eingeheimst. Jetzt, mit der üblichen Verspätung, kommt er endlich nach (...)

  • Adam Wandruszka
    Seit wann besteht Österreich?
    (No. 23, November 1955)

    Der jetzige Zeitpunkt scheint uns besonders geeignet, das Geschichtsbewußtsein des Österreichers von heute zur Diskussion zu stellen und zu untersuchen, ob und wie weit es in die Vergangenheit zurückreicht (oder zurückreichen soll). Dr. Adam (...)

  • Günther Nenning • Adam Schaff
    Sartre und Marx oder Moral und Politik
    (No. 123, März 1964)

    [(Mit Aufdeckung der Verbrechen des Stalinismus stehen die Marxisten, insbesondere die jungen, vor einem ganz neuen, ihnen rätselhaften Tatbestand. In der „wissenschaftlichen Gesetzmäßigkeit“ der historischen Entwicklung zur klassenlosen (...)

  • Andrea Komlosy
    Zwischenraum
    (No. 469-472, April 1993)

    Eine Krähe sitzt am Schädel eines geköpften Türken und peckt diesem ein Auge aus: So zeigt es das Wappen der Fürsten von Schwarzenberg, die stolz sind auf die Leistungen ihrer Vorfahren im großen abendländischen Abwehrkampf gegen die osmanische Gefahr. (...)

  • Adolf Loos
    Richtlinien für ein Kunstamt
    (No. 130, Oktober 1964)

    1900 hieß im vergangenen Wiener Festwochensommer die Zauberzahl, mit der man die Tore öffnete, hinter denen die Kunstschätze der Jahrhundertwende verborgen sind. Adolf Loos ist ein vorbildlicher Architekt und gründlicher Theoretiker jener Zeit. Wer (...)

  • Hannes Hofbauer • Andrea Komlosy
    »Gemeinsames Haus Europa«
    (No. 465-467, November 1992)

    Viel ist von der Heimkehr des Ostens nach Europa die Rede. So, als ob dieser nach 1945 von der westlichen Hälfte des Kontinents abgesprengt worden wäre. Jetzt sollen die Länder, die nach Horthy in Ungarn, Pilsudsky in Polen, Tiso in der Slowakei, (...)

  • Werner Dutz
    Ceterum censeo, Germaniam Magnam esse dividendam!
    (No. 465-467, November 1992)

    Die Debatte um die Frage einer österreichischen und deutschen Nationalität ist genau so alt wie sinnlos. Deutschnationale Kreise in Österreich bemühen sich seit langem vergebens, die Zugehörigkeit der Österreicher zur „Deutschen Nation“ rein (...)

  • Karl Pfeifer
    Die Barbaren ante portas?
    (No. 465-467, November 1992)

    Die Berichte der meisten österreichischen Massenmedien über das ehemalige Jugoslawien sind auch 1992 meistens einseitig und oft genug werden Fakten mit Kommentaren vermischt. Manchmal entsteht der Eindruck, das österreichische Fernsehen wäre ein (...)

  • Karl Pfeifer
    Vojvodina, Herbst 1992
    (No. 465-467, November 1992)

    Kleinlicher, gewalttätiger Nationalismus Wahr ist ferner, daß in dieser Region wirrste politische Philosophien und grobschlächtigste politische Lügen wuchern, die in Gesellschaften mit einer gesunden Entwicklung nicht einmal formuliert werden (...)

  • Karl Pfeifer
    Ein paar Fakten über die Vojvodina
    (No. 465-467, November 1992)

    Die Vojvodina liegt im Nordosten Jugoslawiens. Ihr Territorium (21.506 Quadratkilometer = 24,34 Prozent der Gesamtfläche Serbiens) befindet sich im Gebiet der Dreiländergrenze Jugoslawiens, Ungarns und Rumäniens. Dieses Gebiet nimmt den (...)

  • Richard Dawid
    Des Denkers Flucht
    (No. 465-467, November 1992)

    Über Nacht hat der Umsturz im Osten die latente Affinität der westlichen Intellektualität zu real existierendem Sozialismus zerbrochen. In einem wundersamen Augenblick passierte die vorbehaltlose Aufgabe sämtlicher moralischer Relativierungen (...)

  • Heiliges Officium
    Das Urteil samt den Entscheidungsgründen
    (No. 469-472, April 1993)

    Da du Galilei, Sohn des Vincenz Galilei aus Florenz, 70 Jahre alt, im Jahre 1615 bei diesem Heiligen Offizium angezeigt wurdest, daß du die falsche, von vielen verbreitete, Lehre als eine wahre festhaltest, nämlich die Sonne sei im Centrum der (...)

  • Galileo Galilei
    Schuldbekenntnis
    (No. 469-472, April 1993)

    Ich, Galileo Galilei, Sohn des weiland Vincenzo Galileo aus Florenz, 70 Jahre alt, persönlich vor Gericht gestellt und knieend vor Euern Eminenzen, den Hochwürdigsten Herren Cardinälen General-Inquisitoren gegen Ketzerei in der ganzen Christlichen (...)

  • Nikolai Dobrowolskij
    Die Affaire Galilei
    (No. 469-472, April 1993)

    Die neuesten Nachrichten aus den Archiven des Vatikan, der die nachstehend verwendeten Originaldokumente sorglich verwahrt. Politischer Hintergrund: Eine Wirtschafts- und Verwaltungskrise im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, der (...)

  • Ludger Lütkehaus
    Gottes Mühlen
    (No. 469-472, April 1993)

    Gottes Mühlen mahlen langsam; aber dafür diese enorme Gründlichkeit! Lächerliche dreihundertneunundfünfzig Jahre hat es gedauert, bis der Vatikan die Verurteilung Galileo Galileis revidierte. Gleichzeitig, wie es der Zufall oder die Vorsehung oder am (...)

  • Ernst Gehmacher
    Katastrophe oder Quantensprung
    (No. 469-472, April 1993)

    Um sich Vorstellungen von der Zukunft Österreichs zu machen, muß man Varianten der Entwicklung Europas vor Augen haben. Und um sich ein Bild (besser gesagt: Bilder) von den wahrscheinlichen Optionen eines kommenden Europas zu machen, bedarf es (...)

  • Werner Dallamaßl
    Sag niemals nie
    (No. 473-477, Juli 1993)

    Zu: Konrad Paul Liessmann Karl Marx *1818 †1989. Man stirbt nur zweimal. Wien, Sonderzahl Verlag, 1992, öS 198/DM 28 Vorerinnerung Soviel Ende war nie. Das Ende der Ideologien, das Ende des Realsozialismus/Kommunismus, das Ende des Kalten (...)

  • Lutz Holzinger
    „Gibt’s die noch, die KPÖ?“
    (No. 473-477, Juli 1993)

    Neulich wurde ich bei einem „Altherren“-Treffen meines Handballvereins gefragt: „Gibt’s euch noch?“ Gemeint war die KPÖ, deren einziger Verbinder ich beim SC Perchtoldsdorf und Umgebung schon die längste Zeit bin. Was für eine Frage? Sie klingt (...)

  • Ursula Kubes-Hofmann • Maria Windhager
    Stimmbruch der Frau
    (No. 473-477, Juli 1993)

    Die Einstellung der KPÖ-Zeitschrift Stimme der Frau blieb, trotz 48-jähriger Geschichte, weitgehend unbemerkt und unwidersprochen. Mit Ursula Kubes-Hofmann, Redakteurin des verbliebenen Blattes und Proponentin eines Nachfolge-Projekts, sprach (...)

  • Ernest Mandel
    Nächste Krise 78/79
    (No. 279, März 1977)

    Ernest Mandel sieht im Aufschwung des vergangenen Jahres nur die vorübergehende Scheinblüte des Komas. Die „abfallende Langwelle“, in die der Spätkapitalismus in den siebziger Jahren eingetreten ist, trägt nach Meinung des prominenten marxistischen (...)

  • Iring Fetscher
    Unterwegs zur arbeitslosen Gesellschaft
    (No. 196/I, April 1970)

    Arbeit als Unglück — Fleiß als Tugend — Arbeitsdisziplin und Geschlechtsmoral — Arbeit und Eigentum — Arbeit und Konsumzwang — Arbeit und Triebstruktur — Arbeit als Genuß — Utopie der arbeitslosen Gesellschaft: Morus, Campanella, Saint-Simon, Fourier, (...)

  • Rolf Gössner • Mihailo Marković
    Die Zukunft der Selbstverwaltung
    (No. 226/227, Dezember 1972)

    I. Technostruktur und Selbstverwaltung Ein wesentliches Problem unserer Zeit ist der Widerspruch zwischen technischer Rationalität und Effizienz auf der einen Seite, positiver menschlicher Freiheit im Sinne der Selbstverwirklichung auf der (...)

  • Dobrica Ćosić
    Gefährlicher Sozialismus
    (No. 255, März 1975)

    Auszüge aus der Ansprache des bekannten jugoslawischen Schriftstellers Dobrica Cosić (Partisanenroman „Fern ist die Sonne“) auf dem Symposium der Serbischen Philosophischen Gesellschaft in Divčibara am 9. Februar 1974, veröffentlicht in der (...)

  • Arnold Künzli
    Wider die rote Bourgeoisie
    (No. 255, März 1975)

    Mit der Außerdienststellung der acht Belgrader Professoren im Jänner 1975 hat die Verfolgung des Praxis-Kreises einen neuen Höhepunkt erreicht — wenn auch, wie man befürchten muß, keinen Endpunkt. Das NEUE FORVM war seit jeher mit der Praxis (...)

  • Arnold Künzli
    Die Oekologie-Bombe tickt
    (No. 198/II/199, Juni 1970)

    Während in Südostasien ungebetene amerikanische Soldaten fremde und in manchen Lebensqualitäten ihnen überlegene Völker in den American Way of Life hineinzubombardieren versuchen, ist in den USA selbst eine mächtige Bewegung aufgebrochen, die den (...)

  • Arnold Künzli
    Mit Marx in Dalmatien
    (No. 166, Oktober 1967)

    Das Neue FORVM fühlt sich der philosophischen Revue PRAXIS aus mancherlei Gründen verwandt. Die Zagreber Zeitschrift — zu deren Internationalem Redaktionsrat u. a. Erich Heintel zählt, führendes Mitglied der Paulus-Gesellschaft, Österreichische (...)

  • Arnold Künzli
    Exempel Jugoslawien
    (No. 179-180, November 1968)

    Den 150. Geburtstag von Karl Marx zu ehren, hatten die um die philosophische Zeitschrift „Praxis“, Zagreb, gescharten jugoslawischen Pioniere einer zeitgemäßen Sozialismus-Philosophie für ihre diesjährige Sommerschule auf der Insel Korčula das Thema (...)

  • Hans Peter Sagmüller
    Lieber sterben
    (No. 204/I/II, Dezember 1970)

    Selbstmorde und Selbstmordversuche im BH häufen sich. Es scheint niemanden besonders zu interessieren. Nach mannigfachen Beschimpfungen und Quälereien schnitt sich der Autor dieser Zeilen, die ausweisen, wie turmhoch der junge Mann über seinen (...)

  • Alfred Sohn-Rethel
    Gesellschaftliches Apriori
    (No. 215/I/II, November 1971)

    [(Der hier veröffentlichte Essay Alfred Sohn-Rethels ist ein komprimierter Auszug aus seinem Buch „Warenform und Denkform“, das in der Europäischen Verlagsanstalt Frankfurt erscheinen wird. Das Hauptstück dieses Bandes ist ein Exposé, das von (...)

  • Friedrich Torberg
    Ein Romancier aus Österreich
    (No. 45, September 1957)

    Am 2. November 1957 wäre er 75 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlaß hätte er in den Gazetten allerlei Freundliches und Ehrenvolles über sich lesen können und hätte sehr gestaunt, wie hoch man ihn allenthalben schätzt. Denn in den letzten Jahren bekam (...)

  • Theodor Kramer • Friedrich Torberg
    In memoriam Theodor Kramer
    (No. 53, Mai 1958)

    Ein Invalider noch vom ersten Weltkrieg her, ein Eigenwilliger und Eigensinniger, geplagt und jeder Plage aufgetan, leidend und manchmal unleidlich, mit zwanzig Jahren einer qualvollen Emigration hinter sich: so kam er 1957 nach Wien zurück, und (...)

  • Ephraim Kishon • Friedrich Torberg (Übersetzung)
    Liebe Freunde, Generäle und Genossen!
    (No. 164-165, August 1967)

    Zum israelisch-arabischen Krieg hat natürlich auch Ephraim Kishon Stellung genommen. In seinem ständigen Sprachrohr, der hebräischen Tageszeitung „Ma’ariw“, gab er während der kurzen Dauer des Krieges und unmittelbar danach seinen satirischen Glossen (...)

  • Friedrich Torberg
    Blamage des Geistes (1933)
    (No. 119, November 1963)

    Anmerkung des Verfassers: Der im folgenden abgedruckte Vortrag wurde vor genau dreißig Jahren — ganz genau: am 3. November 1933 — im Arbeiterbildungsverein Wien IX (Sensengasse) gehalten. Das Manuskript war mir 1938, nebst vielem andern, abhanden (...)

  • Friedrich Torberg
    Blamage des Geistes (1933)
    (No. 120, Dezember 1963)

    Nachstehend veröffentlichen wir — aus Raumgründen mit einigen unwesentlichen Kürzungen — den zweiten Teil des Vortrags, den Friedrich Torberg im November 1933 vor einem sozialdemokratischen Auditorium in Wien gehalten hat. Die durch kleineren Druck (...)

  • Michel Bosquet
    Die Verschwörung der Öko-Faschisten
    (No. 237/238, September 1973)

    Die Kapitalisten sind anpassungsfähig und schlau. Wenn sie sich langsam für Ökologie erwärmen, so doch nur, um uns besser einwickeln zu können. Sie wollen uns eine scheinbar neue Welt andrehen, die abermals unter ihrer Kontrolle steht. 1 Neue (...)

  • Erich Fromm
    Konsumidiotismus
    (No. 194/I, Februar 1970)

    Der Mensch beginnt ein „homo consumens“ zu werden, ein totaler Konsument; dieses Menschenbild hat fast den Charakter einer neuen religiösen Vision: der Himmel ist ein einziges großes Warenhaus, in dem sich jeder Mensch jeden Tag etwas Neues kaufen (...)

  • Ivan Illich
    Werkzeug-Krise
    (No. 241/242, Januar 1974)

    Die Symptome einer herannahenden weltweiten Krise sind unverkennbar. Überall forscht man nach ihren Ursachen. Ich für mein Teil schlage folgende Erklärung vor: Die Wurzel der Krise liegt im Scheitern des Grundstrebens unserer Zeit, nämlich des (...)

  • Ivan Illich
    Für eine freundliche Gesellschaft
    (No. 240, Dezember 1973)

    Zwei Drittel der Menschheit könnten es noch vermeiden, durch das Industriezeitalter hindurchzugehen. Sie müßten sich jetzt für eine Produktionsweise entscheiden, die auf einem postindustriellen Gleichgewicht beruht — für dieselbe, zu der die (...)

  • Ivan Illich
    Grüne Politik als Kunst des Möglichen
    (No. 366, Juni 1984)

    Die „Besänftigung“ der Produktionstechnik ist mehr als Naturschutz: Sie ist Forderung nach Gleichberechtigung und Autonomie. Es ist an der Zeit, „sanft“ nicht mehr mit „grün“ zu verwechseln, auch wenn die grüne Politik in der Praxis sich weitgehend für (...)