Günther Anders Archiv

Günther Anders-Bibliographie

Neueste Beiträge von Günther Anders im FORVM

  • Die Rolle der Situationskategorien bei den „Logischen Sätzen“
    (WWW-Ausgabe, September 2020)

    Mit dieser Dissertation promovierte Günther Anders 1924, noch unter seinem Geburtsnamen Günther Stern, als 22-Jähriger bei Edmund Husserl in Freiburg/Breisgau

  • Anders und Adorno
    (WWW-Ausgabe, Mai 2020)

    Wie die ambivalente Beziehung der beiden Philosophen wechselseitig begründete Wertschätzung mit ebensolcher Feindseligkeit, wenn nicht Verachtung mischt, sollen diese Beiträge nachzeichnen. Am Anfang steht der peinlichste Auftritt, den ein (...)

  • Unsinn des Sinnbegriffes
    (WWW-Ausgabe, Mai 2019)

    Zuerst erschienen in: „Akzente“, Zeitschrift für Literatur herausgegeben von Michael Krüger in München Heft 5/Oktober 1982, 3. Umschlagseite „Ich halte das nicht mehr aus!“ jammerte ein Einzelrädchen, das, völlig frei und in seinen Handlungen und (...)

  • Löwith-Besprechung (1942)
    (WWW-Ausgabe, Dezember 2018)

    Diese Löwith-Besprechung ist zusammen mit der zugehörigen Korrespondenz, insbesondere zwischen Anders und Löwith (soweit erhalten), in „sans phrase“ erschienen. Dort wird auch erklärt, was es mit den heftigen redaktionellen Strichen im Manuskript auf (...)

  • Über das Haben
    (WWW-Ausgabe, Oktober 2018)

    Erschienen 1928 unter dem Geburtsnamen Günther Stern, fußt dieses erste Buch des Verfassers auf seiner unveröffentlichten Dissertation Die Rolle der Situationskategorie bei den „logischen Sätzen“. Erster Teil einer Untersuchung über die Rolle der (...)

  • Obdachlose Skulptur
    (WWW-Ausgabe, Juni 2018)
  • Drei poetische Nachträge aus dem Nachlaß
    (WWW-Ausgabe, Oktober 2015)

    1. Zu: Molussische Katakombe 2. Zu: Lieben gestern 3. Zu: Tagebücher und Gedichte

  • Kulturwert und Wahrheit widersprechen einander
    (WWW-Ausgabe, Juli 2014)

    Mit der nachstehenden Überlegung gibt uns G. A. einen Schlüssel zum Verständnis, worauf der sogenannte religiöse Fundamentalismus beruht: Dieser betrachtet Religionen nicht als Kulturwerte, sondern die eigene als Wahrheit, alle anderen als (...)

  • Die Totenpost
    (WWW-Ausgabe, 2000)

    Nach fünfzehnjährigen Irrfahrten standen im Jahr 1946 die mit Briefen und Bildern der letzten Geschlechter erfüllten Fässer in seinem New Yorker Zimmer. — Aus dem Nachlaß.

  • Die Wahrheit wird transportiert
    (No. 487-492, Dezember 1994)

    Molussische Apokryphe über das Blamieren Vor 1938, für den Druck überarbeitet 1973 Nicht aufgenommen in die Buch-Ausgabe: Die Molussische Katakombe, München 1992 (Ans Ende.) »Der Dritte«, so erzählte Olomonokoro, »der die Ewigkeit der Ideen leugnete (...)

Neueste Beiträge zu Günther Anders im FORVM

  • Gerhard Oberschlick
    Nicht genügend kontrovers
    (WWW-Ausgabe, Oktober 2018)

    Warum aus Günther Anders’ Nachlass nichts im Tumult erscheint. Zuerst erschienen in: sans phrase. Zeitschrift für Ideologiekritik, Heft 6, Wien und Freiburg, Frühjahr 2015, Seite 233 – 241 Auf Grundlage einer kursorischen, doch sorgfältigen Einschau (...)

  • Konrad Paul Liessmann
    »Das Prinzip Auschwitz«
    (No. 496-498, Juni 1995)

    Fünfzig Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges nimmt die Beschäftigung mit diesem und seiner Vorgeschichte immer seltsamere Formen an. Angesichts der auf die Erinnerungstage hin terminierten Appelle, nicht zu vergessen, angesichts des damit (...)

  • Gerhard Oberschlick
    Lob der Unangenehmheit
    (No. 496-498, Juni 1995)

    Bei der Vorbereitung bin ich wieder einmal darauf gestoßen worden, daß Günther Anders ein äußerst unangenehmer Mensch war. Immer wenn ich mich hingesetzt habe, um irgendwas aufzuschreiben, imaginiert sich mir der und macht mir Einwände und pflanzt (...)

  • Wendelin Schmidt-Dengler
    Günther Anders’ »Mariechen«
    (No. 487-492, Dezember 1994)

    1. Sich mit Günther Anders auseinanderzusetzen, ist so gefahrlos nicht, und das in einem ganz körperlichen Sinne, denn er sagt von sich: »Wenn Kunst-, Musik- oder Literaturwissenschaftler philosophische Floskeln in den Mund nehmen, ziehe ich den (...)

  • Ludger Lütkehaus
    Die Bombe küßt niemanden
    (No. 465-467, November 1992)

    Lieber, verehrter Herr Anders, zu der unsäglichen Rezension von Werner Fuld in der ›FAZ‹ vom 26. September, die mich in unverfrorener und total irreführender Weise für eine nur der ›FAZ‹ passende Anders-Kritik in Anspruch nimmt, schicke ich Ihnen eine (...)

  • Gerhard Oberschlick
    Bombenvergessenheit schlägt Seinsversessenheit
    (No. 465-467, November 1992)

    Betrifft: Werner Fuld, „Zur Freiheit verurteilt, 11.7.1992 & „Wen die Bombe küßt. Neue Literatur von und über Günther Anders“, 26.9.1992, in Ihrem Blatt. S.g. Herren ›FAZ‹-Herausgeber, mit angemessener Verspätung gerät mir der zweite von Fulds (...)

  • Wolfgang Beck
    Dank von & an Günther Anders
    (No. 465-467, November 1992)

    G.A. hat seit mehr als 10 Jahren Wien nicht mehr verlassen; seit anderthalb Jahren lebt er in einem Pflegeheim, nach einem Schenkelhalsbruch kann er sich kaum mehr bewegen. Sein Radius reicht über wenige wackelige Schritte vom Bett zum Tisch oder (...)

  • Rudolf Burger
    Die Philosophie des Aufschubs
    (No. 444, Dezember 1990)

    Mittlere Aufregung und fröhliche Fehlmeldungen von Taz bis FAZ — Burger hätte, z.B., Anders einen Erpresser genannt — über diese Eröffnungsrede zum Günther Anders-Symposium der Stadt Wien geben die schöne Gelegenheit zu sorgsamer Richtigstellung durch (...)

  • Konrad Paul Liessmann
    Der Aufschub der Philosophie
    (No. 444, Dezember 1990)

    Fast nur der Titel verrät, daß dies in Parenthese zum vorigen entstand, weil Konrad — der das Anders-Symposium konzipiert und organisiert hatte — sich bei der Eröffnung nicht selbst als Redner vordrängen wollte (redaktionelle Interpretation). So (...)

  • Josef Dvorak • Michael Hopp • Günther Nenning • Gerhard Oberschlick
    Kleines Einigungsspiel
    (No. 361/363, März 1984)

    Aber Günther Nennings Umkrempelung der Torberg’schen Gründung vor etwa 20 Jahren fortführend , spielen wir vor Euch unser Einigungsspiel, mittels dessen das FORVM zuletzt inneren Gleichmut wieder bewahrte. Wir spielen darin unsere eigenen Rollen und (...)

Aktuelles Projekt

  • Context XXI – Verein für Kommunikation und Information
    Das Abo ist tot — es lebe:
    Die fördernde Mitgliedschaft!
    (14. März 2021)

    Context XXI ist schon recht weit gediehen, herzeigbar und nutzbar. Aufmerksamen BeobachterInnen wird aber auch nicht entgangen sein, dass es sich hier um ein weitaus größeres Vorhaben handelt: tausende und abertausende Beiträge wollen noch (...)

Neueste Beiträge der WWW-Ausgabe

  • Gerhard Oberschlick
    ­Rudolf Burgers Glück
    nach dem Ende
    (24. Oktober 2021)

    Das eine brachte der Postbote am 3. Juli. Absender: Sonderzahl, handschriftliches Begleitbillett in Versalien: Mit herzlichen Grüszen, Unterschrift (unleserlich). Autor: Rudolf Burger, Herausgeber: Bernhard Kraller, der im Nachwort meine (...)

  • Perrine Wilhelm
    Gewalt und Politik bei Günther Anders und Hannah Arendt
    (6. September 2021)

    Dieser elfte der zweiundzwanzig Beiträge konfrontierte am zweiten Tag präzise das Tagungsthema. Günther Anders’ späte Thesen zur Gewalt hatten dem beinahe Neunzigjährigen fast ausschließlich heftigen Widerspruch, Schelte und die Verdächtigung als senil (...)

  • Moralischer Absturz in eine gefährliche und unmenschliche Politik!
    (5. Juli 2021)

    Berlin, den 5. Juli 2021 Sehr geehrter Herr Bundespräsident, mit Entsetzen haben wir die von den Revolutionsgarden im Iran nahestehenden Medien verbreitete Nachricht Ihrer Glückwünsche an Ebrahim Raisi vernommen. Auch der Botschafter des (...)

  • Stephan Steiner
    Rückkehr des Verworfenen
    (20. Mai 2021)

    Günther Anders: Schriften zu Kunst und Film. Herausgegeben von Reinhard Ellensohn und Kerstin Putz. München: C.H.Beck 2020 Günther Anders: Die Weltfremdheit des Menschen. Schriften zur philosophischen Anthropologie. Herausgegeben von Christian (...)

  • Hermann Langbein
    Vergangenheitsbewältigung und Trauerarbeit in Österreich
    (8. Mai 2021)

    Von ihm können wir lernen, was Gedenkpolitik heißt, und den Umgang mit Vergangenheit. Der Wiener Schauspieler flüchtete nach dem „Anschluss“, kämpfte in Spanien gegen die Errichtung der Diktatur, floh nach Frankreich, wurde 1941 nach Dachau, 42 nach (...)

  • Gerhard Oberschlick
    Rudolf Burger 
    Austrokopernikus
    (25. April 2021)

    Lieber Gerhard, es ist lange her, und vieles hat sich zum Traurigen gewendet. Ich bedauere vieles. Deinen Text kann ich leider nicht öffnen, aber ich danke Dir sehr für Deine Mühe. Vielleicht können wir einmal reden. (1. April 2021, 14:39) Alles (...)

  • Raimund Löw • Nina Scholz
    Politischer Islam – gibtʼs den denn?
    (2. Dezember 2020)

    Bange Frage im „falter“ Nr. 49 – Vorspann und zwei divergierende Antworten: Die Rede vom politischen Islam hat Konjunktur. Die Regierung will daraus in den Nachwehen des Terroranschlags von Wien gar einen Straftatbestand formen. Bleibt nur noch zu (...)

  • Kaveh Nassirin
    Die Bodenlosigkeit und das Uneigentliche bei Heidegger
    (26. September 2020)

    Die erste Fassung dieses Aufsatzes erschien 2018 als Diskussionspapier auf dem Dokumentenserver academia.edu und im online-FORVM unter dem Titel Heideggers Sprachbilder der Bodenlosigkeit und Entwurzelung und ihre Antonyme 1922-1938/39: Zur (...)

  • Peter Heintel
    Kritik eines Versuches
    (18. September 2020)

    Geplant war ein Interview, das Peter Heintel mit Nenning führen s/wollte. Nach einem langen Gespräch, das Martin Schaub fotografisch dokumentiert hat, rezensierte Peter lieber dieses damals kürzlich erschienene Buch. In einer Zeit, in der (...)

  • Gerhard Oberschlick
    Nah und fern Günther Nenning
    (18. September 2020)

    Gesprochen an der Tagung „Günther Nenning — Journalist, Schriftsteller und politischer Querdenker“ am 20. Oktober 2018, veranstaltet vom Kulturausschuss der Gemeinde Weidring, wo G.N. zuletzt gelebt und der er seine Bibliothek vermacht hatte. Um (...)

  • Jürg Jegge
    Grosse Liebe, heruntergekommen
    (22. Juni 2019)

    An fing es in größter Minne – in des Wortes reinem Sinne. Da lebte im beschaulichen Zürich der 1850er Jahre das Ehepaar Mathilde und Otto Wesendonck. Er war ein steinreicher Seidenhändler aus Düsseldorf. Sie hatte ursprünglich Agnes geheißen, nahm (...)

  • Gotthilf Gerhard Hiller
    Junge Afrikaner nicht abschieben, sondern zurüsten
    (10. Juni 2019)

    Ich schreibe diesen Text nach einem „Ritt über den Bodensee“. Vor gut einem Jahr lernte ich einen knapp 19-jährigen Flüchtling aus einem westafrikanischen Subsaharastaat als exzellenten Langstreckenläufer kennen. Seither habe ich ihn im Blick, wir (...)

aus 42 Jahren FORVM

  • Wilhelm Burian
    Bengalischer Bauernkrieg
    (No. 209/I/II, April 1971)

    I. Kolonialisierung und Unterentwicklung Der Untergang des feudalen Systems in Asien, des orientalischen Despotismus, zeigt drei hervorragende Merkmale: Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion (Entstehen einer potentiellen (...)

  • Michael Springer
    Urheber oder Produzenten?
    (No. 208/I/II, März 1971)

    Die Gruppe der deutschen Literaturproduzenten (Benseler, Böhlich, Walser u.a.) hat innerhalb des deutschen Schriftstellerverbandes, nach den Worten des Vorsitzenden Dieter Lattmann, die Funktion eines Bürgerschrecks: Mit den Vernünftigen reden dann (...)

  • Noam Chomsky
    Wir Amis lügen
    (No. 208/I/II, März 1971)

    I. Das „Pentagon System“ ist tief in der amerikanischen Gesellschaft verwurzelt. Man hat es zutreffend als den zweitgrößten Staatsapparat der Welt bezeichnet. Über Details läßt sich streiten, kaum aber darüber, daß die ökonomische Macht in den (...)

  • Wilhelm Duwe
    Antikommunismus statt Politik
    (No. 208/I/II, März 1971)

    Leider kranken die Bundesdeutschen immer noch daran, daß sie den von den Nazis initiierten Verfolgungswahn gegenüber Juden und Kommunisten nicht von innen heraus überwunden haben. Bei vielen ist rational nicht erklärbarer Antikommunismus an Stelle (...)

  • Georg Dobrovic • Julius Mende
    Schülerpornos
    (No. 207/I/II, Februar 1971)

    Die hier präsentierten Texte und Zeichnungen erscheinen demnächst als Buch „Kritische Beiträge zur Sexualerziehung“ im Joseph Melzer-Verlag, Frankfurt. Die hier reproduzierten Zeichnungen stammen aus einer Reihe von zirka 60 Zeichnungen 13- bis (...)

  • Buchhandlung Herrmann
    Schule und Schülerbewegung
    (No. 204/I/II, Dezember 1970)

    Das kleine rote Schülerbuch (von Bo Dan Andersen, Soren Hansen, Jesper Jensen). Frankfurt/M. (Neue Kritik) 1970. 135 Seiten, kartoniert, S 29,60 Kinderkreuzzug oder Beginnt die Revolution in den Schulen? Hrsg. G. Amendt. Beiträge von P. Brandt (...)

  • Österreichs Schülerzeitungen
    (No. 204/I/II, Dezember 1970)

    Wien „Brennessel“, Helmut Mayr, Preßgasse 18, 1040 Wien „Bürgerschreck“, Henner Hanekop, Gestettengasse 16/6/2, 1030 Wien „Contra“ c/o NEUES FORVM, Museumstraße 5, 1070 Wien „Ekel“ c/o VSM, Lindengasse 32, 1070 Wien „Gärung“, Helmut Aigner, Braungasse 41, (...)

  • Helmut Dité
    Schülerzeitung als Spielwiese
    (No. 204/I/II, Dezember 1970)

    H. D. (so etwas wie) Sekretär des jüngst gegründeten „Österreichischen Schülerzeitungszentrums“, eines Vereines, der von Schülerzeitungsredakteuren initiiert wurde und sich — siehe nachfolgend gedruckte Resolution — nicht „als bürokratischer Dachverband (...)

  • K. S. Karol
    Kapitalistisch parfümierte Sowjetunion
    (No. 205/206, Januar 1971)

    Mein sowjetischer Gesprächspartner — seine Vorschläge kommen mir schrecklich technisch vor — redet von Mobilität der Preise, Maßnahmen gegen die Inflation, Steuerpolitik, alles auf eine Weise wie in der Budgetdebatte, sagen wir, des englischen (...)

  • K. S. Karol
    Die Sowjetunion wird immer kapitalistischer
    (No. 204/I/II, Dezember 1970)

    Hinter dem flachen Bild, das die ‚Prawda‘ von der sowjetischen Wirklichkeit zeichnet, gibt es überquellendes, kompliziertes Leben. Aber keine Publikationen, keine Nachrichten geben auch nur die geringste Vorstellung von diesem Leben. Wir sind keine (...)

  • Friedrich Geyrhofer
    Elias Canetti
    (No. 202/II/203/I, Oktober 1970)

    Das Werk C. bewegt sich im Grenzraum zwischen Literatur und Philosophie. Hier stoßen zwei polemisch entgegengesetzte Tendenzen zusammen, die einander eifersüchtig die Kontrolle über die Sprache bestreiten. Es ist die Alternative zwischen dem (...)

  • Elias Canetti • Leonhard Reinisch
    Wir werden 300 Jahre leben
    (No. 202/II/203/I, Oktober 1970)

    Ein Satz, der in den Aufzeichnungen steht: Sie sähen zwischen dem Wissen und dem Nichtwissen gern eine Balance. Sie werden ja guten Grund haben zu sagen, daß Sie diese Balance zwischen Wissen und Nichtwissen als Mensch brauchen und immer halten (...)

  • Michael Springer
    Staberl
    (No. 202/II/203/I, Oktober 1970)

    I. „Inmitten von Gleichgeschalteten ein Kerl, der seine und damit gleichzeitig die Meinung von einer runden Million Österreicher so von der Leber weg schreibt und sagt ...“: das ist Staberl von der „Kronen-Zeitung“ (Leserbrief, 4.8.). Die „runde (...)

  • Ernst Bloch • Adelbert Reif
    Die Studenten sind nicht geschlagen
    (No. 202/II/203/I, Oktober 1970)

    Herr Professor Bloch, würden Sie zustimmen, daß man Ihre Kritik an den Verfremdungen des Sozialismus nicht isoliert von Ihrer Kritik am Kapitalismus und der bürgerlichen Gesellschaft betrachten darf? Nehmen wir als naheliegendes Beispiel Ihr (...)

  • Arnold Künzli
    Weltmeerkloake
    (No. 202/II/203/I, Oktober 1970)

    Arnold Künzli, Politologieprofessor in Basel, Präsident unseres Internationalen Dialogkomitees, das im Oktober in Wien sein jährliches Seminar zum Thema Ökologie durchführt, berichtet hier über die Konferenz „Pacem in Maribus“ auf Malta, veranstaltet (...)

  • Eduard März
    Unser hinkender Kapitalismus
    (No. 202/I, Oktober 1970)

    Hier soll nicht von der österreichischen Wirtschaftsgeschichte an sich, sondern nur von der Geschichtsschreibung die Rede sein. Friedrich Engels schrieb einmal in einem Brief an Franz Mehring, daß es eine unangenehme, wenngleich auch eine (...)

  • Thomas Höpfl
    Schüler sollen Lehrer prüfen
    (No. 202/I, Oktober 1970)

    I. Lehrer sind verpflichtet, zur Weitergabe der herrschenden Ideen, das heißt, sie müssen die von der herrschenden bürgerlichen Klasse anerkannten und zur Verteidigung ihrer privilegierten Stellung formulierten Werte des ideologischen Überbaus an (...)

  • Friedrich Geyrhofer
    Zünftlerischer Sozialismus
    (No. 200/201, August 1970)

    In der Phase des konjunkturellen Aufschwungs nach 1895 etablierte sich die Sozialdemokratie innerhalb des Obrigkeitsstaates als eine proletarische Subkultur mit einer im Zeitalter der „Weltanschauungen“ unentbehrlichen Integrationsideologie, die (...)

  • Ernst Bloch • Adelbert Reif
    Jules Verne statt Karl Marx?
    (No. 200/201, August 1970)

    Die Suche nach einem schon konkret faßbaren weltanschaulichen und politischen Leitbild ist ja gerade bei der jungen Generation überall in der Welt deutlich spürbar. Existiert heute bereits eine Form des Sozialismus, die Ihrer Ansicht nach dem (...)

  • K. S. Karol
    Kuba: Zucker mittels Militarisierung
    (No. 198/II/199, Juli 1970)

    In Kuba wird heuer ein Fest stattfinden, wie es die Insel noch nie erlebt hat. Um den 15. Juli wird man das letzte Zuckerrohr schneiden, das für die Herstellung von 10 Millionen Tonnen Zucker notwendig ist. Auf der Trocha von Santiago, auf der (...)

  • Gerhard Kornat
    Kuba: Kulturrevolution mittels Zucker
    (No. 198/II/199, Juni 1970)

    In Lateinamerika wurde der Begriff „Revolution“ gründlich verschlissen; selbst die Generale in Argentinien und Brasilien wollen nicht als Konservative gelten, sondern meldeten die „Konservative Revolution“ an. Echte sozialrevolutionäre Ansätze, vor (...)

  • Trautl Brandstaller
    Illich vor Studenten: „Setzt Universität außer Betrieb!“
    (No. 198/II/199, Juni 1970)

    Hager, fast ausgemergelt, braungebrannt und impulsiv macht Ivan Illich alles nur nicht den Eindruck eines katholischen Geistlichen. Der Sohn eines kroatischen Katholiken und einer spanischen Jüdin, der seit zehn Jahren das „Centro Intercultural de (...)

  • Wilhelm Zobl
    Anestis Logothetis
    (No. 198/I, Juni 1970)

    Geb. 1921 in Burgaz am Schwarzen Meer, lebt seit 1942 in Wien. Studierte an der Wiener Musikakademie Komposition bei Alfred Uhl und Theorie bei Erwin Ratz. Zahlreiche Aufführungen in Wien, Stuttgart, Rom, San Franzisko, Athen, Tokio. Werke in (...)

  • Kurt Greussing
    Bürgerl. Kriminalfilm
    (No. 198/I, Juni 1970)

    Well, es hat den Anschein, daß es sicherlich ein Massaker war. (Präsident Nixon über das Massaker von Song My) Der alte Kriminalfilm hat, wie der klassische Western, ausgespielt. Wo unverhüllte Aggression und Gewalt via TV als informatives Dekor (...)

  • Ivan Illich
    Muß die 3. Welt wie die 1. werden?
    (No. 197/II, Mai 1970)

    Ivan Illich, Exmonsignore (er verließ den Priesterstand, nachdem ihm das Hl. Offizium ein Inquisitorium von 93 haarsträubenden Fragen stellte (Wortlaut NF Mai 1969), Leiter des CIDOC-Instituts, Cuernavaca bei Mexico City, gehört zu den (...)

  • Isaac Deutscher
    Schüler Lenin
    (No. 197/I, Mai 1970)

    Isaac Deutscher, der bemerkenswerte Historiker und Biograph Stalins und Trotzkis, hatte begonnen, Lenins Leben zu schreiben (er hatte dafür viele Jahre lang Material gesammelt), als er im August 1967 starb. Es sollte der Höhepunkt seiner (...)

  • Ernst Fischer
    Lenin‚ Genie der Revolution
    (No. 197/I, Mai 1970)

    Für Hunderte Millionen Menschen Inbegriff der Befreiung aus Elend, Knechtschaft, Unwissenheit; für andere Symbol des Bösen, von Aufruhr, Gewalt, Diktatur; für manche der Fetisch, mit dem sie Mißbrauch treiben — das ist Lenin. Dieser Name duldet keine (...)

  • Roi Alexandrowitsch Medwedew • Andrei Dmitrijewitsch Sacharow • Valentin Fjodorowitsch Turtschin
    Sowjetdemokratisches Manifest
    (No. 197/I, Mai 1970)

    M. A. Sacharow, Physiker, Mitglied der Sowjetischen Akademie der Wissenschaften, einer der Väter der sowjetischen H-Bombe, schrieb 1968 einen Text, der in der Sowjetunion von Hand zu Hand zirkulierte und im Westen veröffentlicht wurde („Wie ich (...)

  • Michael Springer
    Peter Handke
    (No. 196/II, April 1970)

    Peter Handke, geboren 1942. 1954 bis 1959 Humanistisches Gymnasium für Priesterzöglinge. Die letzten zwei Jahre der Gymnasialstudien in Klagenfurt. Bibliographie: Die Hornissen (Suhrkamp, 1966); Publikumsbeschimpfung, Weissagung, (...)

  • Simone de Beauvoir
    Altern in der Leistungsgesellschaft
    (No. 196/II, April 1970)

    Simone de Beauvoir, seit 30 Jahren Gefährtin Jean-Paul Sartres, Autorin philosophisch-anthropologischer Erfolgsbücher („Das zweite Geschlecht“, „Der sanfte Tod“, „Die Mandarine von Paris“), vollendete eben ihr neuestes Werk, „La vieillesse“. Sie sind (...)

  • Trautl Brandstaller
    Warum die SPÖ siegte
    (No. 196/I, April 1970)

    I. Der Sieg der SPÖ am 1. März 1970 war nicht nur ein Schock für die ÖVP. Er traf die SPÖ so unvorbereitet wie die absolute Mehrheit die ÖVP am 6. März 1966. Beide Parteien hatten sich im Wahlkampf verbal zum Ziel der absoluten Mehrheit bekannt. Wie (...)

  • Peter Diem
    Warum die ÖVP verlor
    (No. 196/I, April 1970)

    Kohlschwärzchen war immer Klassensprecher gewesen, und gerade kein schlechter. Nelkenrot, sein Vertreter, verband Zusammenarbeit stets mit Kritik. In der sechsten Klasse fiel Nelkenrot beinahe durch. Kohlschwärzchen, der sich jetzt Grünspecht (...)

  • Herbert Marcuse
    Humanismus — gibt’s den noch?
    (No. 196/I, April 1970)

    Elitärer und egalitärer Humanismus — „Reine Menschlichkeit ist wehrlos“ — Humanismus vor und nach der Revolution — Humanismus als Negation des Bestehenden. Die totale Manipulationsgesellschaft kann den Humanismus nicht brauchen, er wird in ihr (...)

  • Herbert Marcuse
    Ein Brief
    (No. 196/I, April 1970)

    Sehr geehrter Herr Nenning: Die Publikation meiner Notizen („Nicht einfach zerstören“) in NEUES FORVM, Heft 188/189 ist mit einer redaktionellen Vorbemerkung versehen, deren erste Sätze ich zitiere: „Herbert Marcuse ist verstummt. Seit jener wilden (...)

  • Bohumil Hrabal • Franz Peter Künzel (Übersetzung)
    Wie man einen Drogisten schafft
    (No. 195/II, März 1970)

    Am Ende des Städtchens war eine Umzäunung, über deren ganze Länge sich die Aufschrift zog: TECHNISCHES LABOR DER DROGUERIE ZUM WEISSEN ENGEL. „He, Bucifalchen“, sprach der Herr Gruppenleiter der Pensionskasse für Gewerbetreibende Stütze im Alter, (...)

  • Wilhelm Burian
    Die ewige Aggression
    (No. 195/II, März 1970)

    Alexander Mitscherlich: Die Idee des Friedens und die menschliche Aggressivität, Vier Versuche; Aggression — Annäherung am das Thema vom Alltag her; Aggression und Anpassung (bereits veröffentlicht); Thesen über Grausamkeit; Die Idee des Friedens und (...)

  • Gerhard Amanshauser
    Elektronische Massage
    (No. 195/II, März 1970)

    Marshall McLuhan: „Die magischen Kanäle“, Econ, Düsseldorf 1968, „The Gutenberg Galaxy“, University of Toronto. 1. Inhalt, der nach McLuhan eigentlich unwesentlich sein müßte Der „Medienforscher“ sieht die Kommunikationsmedien als nach außen (...)

  • Ernst Jandl
    Deutschunterricht für Deutschlehrer
    (No. 195/I, März 1970)

    1. Kunst heute, also auch Dichtkunst, kann als eine fortwährende Realisation von Freiheit interpretiert werden. Eine solche Interpretation macht die Stelle von Kunst im Raster der Ideologien sichtbar; sie impliziert eine Aussage über die Funktion (...)

  • Janos Brener • Georg Klos • Georg Lukács • Kalman Petkovic
    Erst Demokratie, dann Wirtschaftsreform
    (No. 195/II, März 1970)

    Man meint oft, das System der Arbeiterselbstverwaltung sei eine speziell jugoslawische Entdeckung. Gehört sie nicht eher allgemein zum Begriff des Sozialismus? Die Selbstverwaltung der Produzenten ist jedenfalls eines der wichtigsten Probleme (...)

  • Janos Brener • Georg Klos • Georg Lukács • Kalman Petkovic
    Nach Hegel nichts Neues
    (No. 195/I, März 1970)

    Wir möchten mit einer persönlichen Frage beginnen. Was denken Sie über Ihr Leben? Womit sind Sie zufrieden und was scheint Ihnen daran unbefriedigend? Während ihrer 50 Jahre langen revolutionären und wissenschaftlichen Tätigkeit sind Sie geehrt und (...)

  • Jean-Paul Sartre
    Die unmögliche Revolution
    (No. 195/II, März 1970)

    Warum schreiben Sie seit einigen Jahren keinen Roman mehr, sondern Biographien und Theaterstücke? Haben Marxismus und Psychoanalyse den Roman zu einer unmöglichen literarischen Form gemacht? Ich habe mir diese Frage oft gestellt. Sicher ist, daß (...)

  • Jean-Paul Sartre
    Bürgerliche Träume
    (No. 195/I, März 1970)

    Was ich das Erlebte nenne, bezeichnet weder die Winkel des Vorbewußten noch das Unbewußte noch das Bewußte, sondern den Bereich, in dem das Individuum ständig von sich überrollt wird, von seinem eigenen Reichtum, wo das Bewußtsein so listig ist, sich (...)

  • Jean-Paul Sartre
    Die Irrtümer meines Lebens
    (No. 194/II, Februar 1970)

    Wie sehen Sie den Zusammenhang zwischen Ihren ersten philosophischen Schriften, insbesondere „Das Sein und das Nichts“, und Ihrer gegenwärtigen theoretischen Arbeit, sagen wir seit der „Kritik der dialektischen Vernunft“? Das grundlegende Problem (...)

  • Philipp Schönbäck
    Indien bleibt elend
    (No. 194/II, Februar 1970)

    P. S., Student der Wirtschaftswissenschaften, veröffentlicht diese Studie als Ergebnis einer Südasienreise. 1. Zerstörung der vorkolonialen Produktionsweise Der offenbare Hauptwiderspruch in den Ländern der armen Welt besteht darin, daß der größte (...)

  • Barbara Coudenhove-Kalergi
    Der Herr Redakteur Karl
    (No. 194/I, Februar 1970)

    Wenn die SPÖ im Frühjahr Regierungspartei werden sollte, wird sie unverzüglich die Revolutionsregierung in Südvietnam anerkennen und der Volksrepublik Nordvietnam großzügig Wirtschaftshilfe gewähren. Wie die Sozialisten weiter ankündigten, werden sie (...)

  • Ivan Illich
    Aus Durst wird Coca-Cola
    (No. 194/I, Februar 1970)

    Es ist heute üblich zu fordern, daß die reichen Völker ihre Kriegsmaschinerie in ein Entwicklungsprogramm für die dritte Welt umwandeln mögen. Die ärmeren vier Fünftel der Menschheit vermehren sich in unkontrollierbarer Weise, während ihr Konsum (...)

  • Peter Henisch • Herbert Ostleitner
    Katalogparadiese
    (No. 194/I, Februar 1970)

    Nach Enzensbergers Einsicht in das Wesen von Versandhauskatalogen stellen diese mehr dar als nur Verzeichnisse eines vielfältigen Warenangebots. Nicht einfach beliebig zusammengewürfelte Güter werden angepriesen. Struktur und Qualität des Angebots (...)

  • André Gorz
    Mao in Italien
    (No. 193, Januar 1970)

    Der Erfolg eines Streiks läßt sich nicht an den unmittelbaren Vorteilen messen, die er bringt, sondern an der Macht, die die gemeinsame Aktion den kämpfenden Arbeitern gibt: Macht über die Organisation der Arbeit, über die qualitative und (...)

  • Günther Nenning
    Im Eigentum der Redakteure
    (No. 193, Januar 1970)

    Ausgerechnet an meinem Geburtstag wurde ich enteignet. Am 23. Dezember 1969 unterzeichnete ich die entsprechenden notariellen Schriftstücke, mit denen meine Stammanteile als Alleingesellschafter der Schriften zur Zeit, Publikationsgesellschaft (...)

  • Michael Guttenbrunner
    Verhängte Welt
    (No. 192, Dezember 1969)

    Seine Eltern waren Juden, und so war auch er Jude, weithin sichtbar, von großer Statur und schweren Gliedern. Sein Gesicht war breit, die Nase kurz und eingesattelt, die Lippen wulstig. Sein runder schwarzer Kopf war hutbedeckt. Er hatte Augen (...)

  • Wilfried Daim
    Für ein Volksbegehren zur Abschaffung des BH
    (No. 192, Dezember 1969)

    W. D., unser Freund und Mitherausgeber, läuft immer weit voraus. Ich bin dafür. — G. N. In bin für ein Volksbegehren ın Österreich. Es geht dabei um die Abschaffung des österreichischen Bundesheeres. Hiefür stehen keineswegs Steuergelder zur (...)

  • Andreas Faludi
    Planung als menschliche Dimension
    (No. 192, Dezember 1969)

    Der vorliegende Aufsatz entstand im Rahmen der Beschäftigung des Verfassers mit amerikanischer Planungstheorie. Die vollständige Studie „American Planning Theory — An Exploratory Study“ ist mit dem Förderungspreis des Theodor-Körner-Stiftungsfonds zur (...)

  • Eduard März
    Quer durch alte Mauern
    (No. 191/II, November 1969)

    Dr. E. M., Leiter der Wirtschaftswissenschaftlichen Abteilung der Arbeiterkammer Wien, Professor für Nationalökonomie an der Wirtschaftshochschule Linz, einer der wenigen Theoretiker der österreichischen Sozialdemokratie, Vertreter eines, wie man (...)

  • Ernst Fischer
    Gewissen contra Parteilinie
    (No. 191/II, November 1969)

    3. August 1969 An die Zentrale Schiedskommission der KPÖ Werte Genossen, in Eurem Schreiben vom 15. Juli ist von „Normen“ der Partei die Rede; ich werde gefragt, wie ich mich „in Hinkunft zur Einhaltung der Statuten und Beschlüsse unserer Partei“ (...)

  • Herbert Ostleitner
    Akademikerfabrik für die Stagnation
    (No. 191/I, November 1969)

    Nach einer 20jährigen Periode des allgemeinen Desinteresses an der Qualität des österreichischen Bildungssystems, die den für die Bedürfnisse der Nachkriegskonjunkturen ausreichenden Stand der durchschnittlichen Berufsqualifikationen reflektierte, (...)

  • Bernhard Frankfurter
    Zur Aporie der Studentenbewegung
    (No. 191/I, November 1969)

    Die Unternehmen der im letzten Studienjahr aktivsten studentischen Gruppe in Wien, vorläufig pauschal als die „Linke“ bezeichnet, drängten diese derart in die Isolation, auch unter den Studenten, daß ihre weitere hochschulpolitische Tätigkeit (...)

  • Helmut Gollwitzer
    Studenten lehren Professoren
    (No. 191/I, November 1969)

    Wir werden einander unverständlich. Die Verwirrung greift um sich und setzt Entrüstung an die Stelle der Frage nach den Gründen eines anderen Verhaltens. Außenstehenden scheint die Universität dem Chaos zu verfallen. Bei Professoren und Studenten (...)

  • Friedrich Geyrhofer
    Der konsequente Habermas
    (No. 191/I, November 1969)

    Jürgen Habermas: Erkenntnis und Interesse. Theorie 2, Suhrkamp Verlag, Frankfurt 1968 Alte und neue Marxisten, die gegen den revisionistischen Praktizismus der Sozialdemokraten wettern, üben nur eine orthodoxe Praxis, wenn sie die Theorie nach (...)

  • Willy Hochkeppel
    Der doppelte Habermas
    (No. 191/I, November 1969)

    Wie zu den meisten Zeiten ihrer ehrwürdigen Geschichte blieb Philosophie auch in den beiden Jahrzehnten nach dem letzten Weltkrieg praktisch und politisch folgenlos. Die unterschiedlichsten philosophischen Schulen jener jüngst verflossenen Jahre, (...)

  • Guy Sitbon
    Wie leben die Kommunekinder?
    (No. 191/I, November 1969)

    Das Echo auf den I. Teil war selbst nach FORVM-Maßstäben (wir sind diesbezüglich verwöhnt) außerordentlich. Die Wogen spießbürgerlicher Empörung gingen erstaunlich niedrig, vielleicht wegen des betont unlinks-unprovokativen, aber auch (...)

  • Guy Sitbon
    Wie errichtet man eine Kommune?
    (No. 190, Oktober 1969)

    I. Die Sache ist einfach. Mittels elementarer Mathematik kann man die Gesamtzahl der Liebeskombinationen errechnen, die innerhalb einer Gruppe entstehen können. Die Formel lautet: n (n-i) ─────── 2 „N“, sagte mir der Verwalter der Finanzen des (...)

  • Herbert Marcuse
    Nicht einfach zerstören
    (No. 188/189, August 1969)

    Herbert Marcuse ist verstummt: Seit jener wilden Attacke des jungen Führers der neuen Linken, Daniel Cohn-Bendit, auf ihn im Teatro Eliseo in Rom, wo Marcuse auf Einladung eher sehr bürgerlicher Veranstalter sprach, ist er in der Öffentlichkeit (...)

  • František Kriegel
    Letzte Rede im ZK
    (No. 188/189, August 1969)

    Dr. F. K., Vorsitzender der Nationalen Front, war einer der führenden Köpfe des Prager Frühlings, Arzt, Spanienkämpfer, glühender Kommunist zeit seines bewußten Lebens. In den Sitzungen des ZK am 29. und 30. Mai wurde sein Parteiausschluß beantragt (...)

  • Günther Nenning
    Ernst Fischer unter uns
    (No. 186/187, Juni 1969)

    I. Steckbrief Mitten unter uns, in diesem gemütlichen, barbarischen Land, lebt ein Ungemütlicher, einer, der nicht weiß, was sich gehört. Er hat die eiserne Disziplin unserer Gemütlichkeit gebrochen, ein Prinzipienreiter auf mehreren Rössern: (...)

  • Kurt Jürgen Huch
    Alle Macht den Räten?
    (No. 186/187, Juni 1969)

    „Die Wiedertäufer der Wohlstandsgesellschaft“, hrsg. von Erwin K. Scheuch, Markus Verlag, Köln, 1968. Eric Ertl: „Alle Macht den Räten?“‚ Europäische Verlagsanstalt, Frankfurt, 1968. Daß die bestehende Welt die beste aller möglichen sei, war für Leibniz (...)

  • Reinhard Priessnitz
    Kulturrevolution im Spätkapitalismus
    (No. 185, Mai 1969)

    Die in letzter Zeit auftauchenden Theorien, Kunst in Hinblick auf Revolution abzuhandeln, haben, mehr oder weniger resultatlos, beide Begriffe wechselseitig mißbraucht. Wurde einerseits die Revolution wieder zum Leben formuliert, wurde (...)

  • Georg Lukács • Adelbert Reif
    Deutschland, dein Marx!
    (No. 185, Mai 1969)

    Kürzlich hat Rudolf Augstein ein Werk veröffentlicht, das sich mit der Problematik der Deutschen in ihren Beziehungen zu Friedrich dem Großen beschäftigt. Wenn man von dieser Problematik ausgeht ... Ich glaube, man muß allgemeiner beginnen: (...)

  • Günther Nenning
    Stalinismus mit menschlichem Gesicht
    (No. 185, Mai 1969)

    I. Eindruck: Russenhass Als ich in Prag ankam, feierte man gerade Lenins Geburtstag mit je einer tschechoslowakischen und sowjetischen Fahne auf den Laternenpfählen der Leninstraße. Außer auf Laternenpfählen sind die beiden Nationen heute in (...)

  • Patrice Buriez
    Ich kann nicht mehr unterrichten
    (No. 184/II, April 1969)

    Ich bin 29; Englischprofessor in einem Pariser Arbeitervorort. Mein viertes Jahr dort. Ich habe den Mai erlebt, war aktiv, bin immer noch ein „Enragierter“. Heute, neun Monate nach dem Mai, ist die Situation so: Ich kann nicht mehr Professor (...)

  • Rainer Gansera
    Lehrer als Hofhunde
    (No. 184/II, April 1969)

    Die Schule soll den Erfordernissen der Zeit entsprechen, hier soll der Jugendliche zu einem selbstbewußten, selbstverantwortlichen Individuum erzogen werden. Das ist der Auftrag der Schule. Wie aber sieht die Institution aus, die diesen Auftrag (...)

  • Adalbert Krims
    Ohne Schuldemokratie keine Demokratie
    (No. 184/II, April 1969)

    I. Mittelschulen wichtiger als Hochschulen Demokratisierung darf nicht erst an der Hochschule beginnen. In der Höheren Schule werden Lehrinhalte und -methoden, autoritäre Strukturen usw. bereits präfixiert, so daß die Hochschule nur die logische (...)

  • Günther Nenning
    Thesen zwecks Politisierung der Schüler
    (No. 184/II, April 1969)

    In der Monarchie gab es den Satz „Der Mensch fängt erst beim Baron an“; in unserer Demokratie gibt es den Satz „Der Mensch fängt erst an, wenn er aufhört, Schüler zu sein“. Ich bin gegen diesen Satz. Auch Schüler sind Menschen. Und der Mensch ist ein (...)

  • Milovan Đilas
    Warnung an die Neue Linke
    (No. 184/II, April 1969)

    Milovan Djilas, mehrfach FORVM-Autor ist nach neun Jahren Gefängnis entlassen und sogar mit einem Paß versehen worden. Er wird in Wien, auf Einladung des NEUEN FORVMS und des Kritischen Klubs, einen Vortrag halten: „Die unvollkommene (...)

  • Predrag Vranitzki
    Über die Notwendigkeit mehrerer Marxismen
    (No. 184/II, April 1969)

    I. Das philosophische Denken ist wesentlich historisches Denken. Wenn Geschichte die Totalität menschlicher Praxis ist, dann hängt Philosophie, als Gedanke vom Wesen und Sinn dieser Praxis, selbst vom Niveau dieser Praxis ab. II. (...)

  • Warum das Bundesheer aufgelöst wurde
    (No. 184/I, April 1969)

    Hohes Haus! Ich darf Sie hier mit der demonstrativen Geste eines kleinen Landes vertraut machen. Demonstrativ, weil sie die tatsächlichen Machtverhältnisse in der Welt keineswegs verändert. Trotzdem glauben wir an die Sinnhaftigkeit unseres Tuns. (...)

  • FORVM DES FORVMS
    (No. 184/I, April 1969)

    Im letzten Augenblick erfuhren wir, daß die Rede Außenminister Waldheims vor der UNO (S. 251 f.) in Wahrheit von Wilfried Daim stammt. Aber sie ist trotzdem sehr treffend. Vgl. dessen (Daims) neuestes Buch: Analyse einer Illusion. Das (...)

  • Gerd-Klaus Kaltenbrunner
    Von Dühring zu Himmler
    (No. 184/II, April 1969)

    III Eugen Dühring verstand es nicht, die durch seinen Konflikt mit der Universität Berlin mobilisierten liberalen und sozialistischen Kräfte für ein sachlich artikuliertes Alternativprogramm zu gewinnen, obwohl die Gelegenheit dazu günstig war. (...)

  • Gerd-Klaus Kaltenbrunner
    Von Dühring zum Diamat
    (No. 184/I, April 1969)

    II Die Vorlesungen des jungen Dozenten Eugen Dühring gehörten bald zu den meistbesuchten an der Universität Berlin. In rascher Folge ließ er Bücher erscheinen, die von einer enzyklopädischen Weite seiner Interessen zeugen: allein im Jahre 1865 kamen (...)

  • Gerd-Klaus Kaltenbrunner
    Von Marx bis Hitler
    (No. 183/II, März 1969)

    I Und heutzutage stellen sich, beinahe mit gutem Gewissen und aller Verlegenheit bar, mittelmäßige und dazu noch übelgerathene Menschen an den Markt und preisen sich selbst als große Männer, Reformatoren an; wie zum Beispiel Eugen Dühring thut, (...)

  • Elisabeth Stengel
    Wer Germanist ist, bestimme ich
    (No. 183/I, März 1969)

    Die Erforschung der Eigenart eines Volkes aus seinen kulturellen Leistungen heraus ist jederzeit ein durchaus legitimer Gegenstand wissenschaftlichen Forschens. Herbert Seidler, 1967 Das Volk wird nun auch für die Literaturwissenschaft zum (...)

  • Walter Burian
    Ende der SPÖ?
    (No. 183/I, März 1969)

    Vermutlich ist manchem meiner Parteifreunde der nachfolgende junge Mann zu pauschal (mir auch) und zu aggressiv (mir nicht). Aber Provokation ist ein geeignetes, vielleicht das letzte verbliebene Mittel, versteinerte Verhältnisse — in allen (...)

  • Conrad Detrez
    Zur Strategie der Revolution in Europa
    (No. 183/I, März 1969)

    Die große revolutionäre Lektion aus den Pariser Maitagen 1968 ist eine strategische Lektion: man muß vom Reden zum Handeln übergehen in Form der Kontestation; sie erscheint heute als, wo nicht einziges, so doch sicherstes Mittel der Revolution, (...)

  • Leander Kaiser
    Kritik als Raunzerei
    (No. 182/I, Februar 1969)

    1. Kritik an der Kritik der Kritik Das bloße Rechthaben gegen den Journalismus ist identisch mit diesem. (Karl Kraus) In dem Maße, als die etablierte Kunstkritik in Richtung auf die an ihr geübte Kritik aufholt, deren Ansätze in sich fängt und in (...)

  • Bohumila Grögerová • Josef Hirsal
    Beuteltier
    (No. 182/I, Februar 1969)

    Ein Beuteltier hat einen Beutel. Jedes Beuteltier hat seinen Beutel. Jedes Beuteltier hat seinen Beutel, weil es Beuteltier ist. Es ist ein Beuteltier, weil es einen Beutel hat. Weil es einen Beutel hat, ist es Beuteltier. Ein Beutel ist die (...)

  • Ernst Jandl
    camping
    (No. 181, Januar 1969)

    wir wollen wissen wo wir her- kommen wer ist unser ur- ahn unser alt- vorderer dieses arsch- loch damit wir uns ihm ehr- fürchtig nah’n damit wir uns ihm ehr- fürchtig nah’n wohin wohin dort dort der ort der ort schön schön fort fort frühe (...)

  • Herbert Marcuse • Henrich von Nussbaum
    Revolution 1969
    (No. 181, Januar 1969)

    Marcuse: Die Reformen, die das Gaullistische Regime jetzt einführen wird, sind, weiß Gott, keine revolutionären Reformen. Es sind technokratische Reformen. Aber es gibt Reformen, die in der Tat zu einer zunehmenden Radikalisierung führen können; (...)

  • Michael Siegert
    Contra Spartakus & Nenning
    (No. 214/I/II, Oktober 1971)

    An den Texten von „Spartakus“ stimmt etwas nicht. Was in der Sprache pubertäres Gewäsch ist, kann in der Agitation nicht revolutionär wirken. Es gibt eine Phase der Empörung Jugendlicher, die noch vor dem kommt, was man linkes Engagement nennt. Das (...)

  • Ernst Gehmacher • Spartakus (Wien)
    Nachrichten für Unzufriedene
    (No. 214/I/II, Oktober 1971)

    Obige Zeitschrift für junge Arbeiter wurde von den österreichischen Behörden verboten. Die Verantwortlichen werden demnächst vor Gericht stehen. Es besteht Verdacht, daß unter Vorspiegelung‚ Jugend vor Pornographie zu schützen, diese in Wahrheit vor (...)

  • Spartakus (Wien)
    Jugend-KZ in Österreich
    (No. 207/I/II, Februar 1971)

    Kaiser-Ebersdorf Protokoll von Berti K. Nach der 3. Gerichtsverhandlung wurde ich nach Kaiser-Ebersdorf eingewiesen. Als ich dort ankam, mußte ich gleich 2 Stunden in der Kälte stehen und warten ... Gleich am ersten Tag hatte ich den ersten (...)

  • Spartakus (Wien)
    Wir wollen Euer Bestes
    (No. 207/I/II, Februar 1971)

    Die Redaktionskonferenz hat mir’s mit Mehrheit verboten, Nachfolgendes zu bringen. Es wird also danach eine Grundsatzdebatte geben. Meine Gründe: a) Dieser Text aus den „Nachrichten für Unzufriedene“ ist ein wichtiges Dokument der Jugendkultur; wir (...)

  • Spartakus-Chronik
    (No. 218, Februar 1972)

    Seit 1969 finden durchschnittlich einmal im Monat Razzien in der Wohnung von Mytteis statt, obwohl noch nie ein Gesuchter in dieser Wohnung gefunden wurde. Die Polizei gibt regelmäßig vor, entflohene Heimzöglinge oder von zu Hause abgängige (...)

  • Ilse M. Aschner • Wilhelm Burian • Friedrich Geyrhofer • Kurt Greussing • Lutz Holzinger • Adalbert Krims • Günther Nenning • Heidi Pataki • Reinhard Priessnitz • Peter Sagerschnig • Rudolf Schönwald • Michael Siegert • Michael Springer • Wilhelm Zobl
    Gegen Treibjagd auf Spartakus
    (No. 218, Februar 1972)

    Wir appellieren an die Regierung, die Justiz, die Polizei und die Massenmedien vor einer Kriminalisierung der Gruppe „Spartakus“. Der gegenwärtige Kurs der gerichtlichen und polizeilichen Maßnahmen steuert auf einen Punkt hin, wo politische (...)

  • Michael Buselmeier
    Kaputte Lehrlinge
    (No. 197/I, Mai 1970)

    Das politische Bewußtsein der Lehrlinge ist in den letzten drei Jahren gewachsen. Durch gezielte Aktionen gegen Mißstände in den Betrieben, die in Lehrlingszeitungen vermittelt wurden, haben die Lehrlinge die Impulse der Studentenbewegung in eigene (...)

  • Walter Kappacher
    Ein drittklassiger Mensch
    (No. 295/296, Juli 1978)

    Jeden Morgen, nachdem er sich in dem hinter der Werkstatt befindlichen Waschraum umgezogen hatte, in seinen blauen Overall geschlüpft war, tappte er durch den schmalen finsteren Gang in den Hof des Gebäudes, und von da durch eine schmale Gasse in (...)

  • Carl Einstein
    wir treiben eine politik des todes
    (No. 241/242, Januar 1974)

    [(die folgenden passagen entstammen dem 1963 von sibylle penkert in paris entdeckten nachlaß carl einsteins. mit der bereits veröffentlichten theoretischen arbeit „die fabrikation der fiktionen“ (rowohlt 1973) und der ankündigung, weitere schriften (...)

  • Bruno Kreisky
    Brief an junge Sozialisten
    (No. 295/296, Juli 1978)

    Liebe Freunde! Ihr habt an mir wie an meinen Freunden Willy Brandt und Olof Palme manches auszusetzen. Ich will nicht leugnen, daß Eure Frage berechtigt ist, ob wir alten Sozialdemokraten nicht zu viel von dem über Bord geworfen haben, was wir in (...)

  • Bruno Kreisky • Klaus Kufner
    Es war auch mein Fehler
    (No. 426/427, Juni 1989)

    Klaus Kufner: Auf welche historische Wurzeln können junge Sozialisten heute zurückgreifen, um wieder zu einem gesunden Selbstbewußtsein zu kommen? Denn derzeit sieht es so aus, als wäre die Sozialdemokratie in einer Umstrukturierungsphase. Bruno (...)

  • Brigitte Schwaiger
    Die arme Seele
    (No. 375-378, Juni 1985)

    Die Sprache der Psychiater ... Das Wort ‚Psychiater‘ wurde erfunden von einem Mann namens Reil, im Jahr 1808. So steht es im Lexikon. Psyché das griechische Wort für ‚Seele‘. Iatros, ein griechisches Wort für Arzt. Seelenarzt ... Arzt (...)

  • Brigitte Schwaiger • Friedrich Torberg
    Torberg korr. Schwaiger korr. Schnitzler
    (No. 375-378, Juni 1985)

    Im November 1976 sagte Friedrich Torberg zu Brigitte Schwaiger, sie solle das lieber sein lassen, Schnitzler zu parodieren. Die damals noch Jungautorin (u.a. FORVM; Torberg: „Ich hab doch nicht gewußt, was der Nenning mit dem FORVM machen wird!“) (...)

  • Bob Fitch • Mary Fitch
    Sollen sie Öl fressen!
    (No. 183/I, März 1969)

    Bob und Mary Fitch, ein amerikanisches Journalistenehepaar, bereisten Afrika für die linkskatholische Monatszeitschrift „Ramparts“, San Franzisko. In seinem Entsetzen über die nigerianische Tragödie sucht der westliche Leser ratlos nach Ursachen. (...)

  • Georg Breuer • Georg Eisler • Luise Eisler-Fischer • Hans Escher • Ernst Fischer • Hannah Fischer • Wilhelm Frank • Hans Friedmann • Hubert Friesenbichler • Fritz Glaubauf • Josef Grosel • Leopold Grünwald • Gustav Keyhl • Eva Köckeis • Otto Kreilisheim • Axl Leskoschek • Fred Margulies • Anna Neumann • Hilde Nürnberger-Mareiner • Theodor Prager • Egon Rigler • Gabriele Rischanek • Marcel Rubin • Friedrich Scholl • Selma Steinmetz • Walter Truger • Max Vorauer
    Schändung der Sowjetunion
    (No. 176-177, August 1968)

    Unser Gewissen drängt uns, die unterzeichneten österreichischen Kommunisten, in aller Klarheit zum Moskauer Abkommen und der sogenannten „neuen Realität“ in der ČSSR Stellung zu nehmen. In Moskau wurde kein Vertrag zwischen gleichen Partnern (...)

  • Günther Nenning
    Zum Andruck auf der eigenen Maschine
    (No. 208/I/II, März 1971)

    Was Sie vor sich sehen, ist die erste Druckpresse in Österreich und umliegenden Ländereien, die den Redakteuren selbst gehört. Was Sie mit dieser Tatsache anfangen können, weiß ich nicht. Ich will Ihnen sagen, was wir damit anfangen können. Die (...)

  • Barbara Coudenhove-Kalergi
    ČSSR: gute Linke böse Linke
    (No. 208/I/II, März 1971)

    Als seinerzeit die im Prager Frühling eingesetzten Arbeiterräte von der neuen tschechoslowakischen Regierung wieder abgeschafft wurden, gab es bedauernd-empörte Kommentare in der gleichen Presse, die im eigenen Land sogar eine geringfügige (...)

  • Barbara Coudenhove-Kalergi
    Lahme Sozialdemokratie
    (No. 176-177, August 1968)

    „Selbst wenn uns ein Erdbeben verschlänge“, sagte Eduard Goldstücker noch vor wenigen Wochen, „würde unser Experiment für die ganze demokratische Linke seine Bedeutung behalten.“ Indessen ist das Erdbeben gekommen. Allenthalben atmen die Kalten Krieger (...)

  • Arthur Koestler
    Das ideologische Gerüst
    (No. 45, September 1957)

    Von Arthur Koestler, der seit einigen Jahren wieder in seiner englischen Wahlheimat lebt und dessen „Sonnenfinsternis“ — eine Dramatisierung des gleichnamigen Romans — demnächst in Wien am Volkstheater zur Aufführung gelangt, erschien in Buchform (...)

  • Arnold Schönberg
    Banalität und Genie
    (No. 79/80, Juli 1960)

    Statt viele Worte zu machen, täte ich vielleicht am besten, einfach zu sagen: „Ich glaube fest und unerschütterlich daran, daß Gustav Mahler einer der größten Menschen und Künstler war.“ Denn es gibt ja doch nur zwei Möglichkeiten, jemanden von einem (...)

  • Willi Stelzhammer
    Abschied von der Blödheit
    (No. 205/206, Januar 1971)

    Die nachfolgende Selbstdarstellung einer linken Gruppe in Wien scheint mir ein faszinierendes Zeichen der Zeit, ein Dokument, das kompletten Abdruck verdient. Es stammt aus der Zeitschrift „Nachrichten für Unzufriedene“, produziert von dieser (...)