Zeitschriften » FORVM » Print-Ausgabe » Jahrgänge 1968 - 1981 » Jahrgang 1973 » No. 237/238
Michel Bosquet

Die Verschwörung der Öko-Faschisten

Wie das Kapital seine große Krise lösen will

Die Kapitalisten sind anpassungsfähig und schlau. Wenn sie sich langsam für Ökologie erwärmen, so doch nur, um uns besser einwickeln zu können. Sie wollen uns eine scheinbar neue Welt andrehen, die abermals unter ihrer Kontrolle steht.

1 Neue Langzeitstrategie des Kapitals

Als das Mansholt-Memorandum erschienen war und dann der Meadows-Bericht an den Klub von Rom, herrschte zunächst Jubel: endlich hat der Kapitalismus seine Verbrechen eingestanden! Er gibt zu, daß die Logik des Profits zu einer Produktion um der Produktion willen, zu Wachstum um des Wachstums willen führt, daß unersetzliche Ressourcen vergeudet werden, daß die Erde wüst und leer wird, daß es immer mühsamer wird, elementare Bedürfnisse zu befriedigen — zu atmen, zu wohnen, sich zu erholen, sich fortzubewegen usw. Eine Warenflut ersetzt, was früher gratis zu haben war: Luft, Sonne, Raum, Wald, Meer ...

Der Kapitalismus gibt zu, daß man so nicht weitermachen kann. Alle Werte der kapitalistischen Zivilisation müssen überprüft werden. Man muß anders leben, anders konsumieren, anders produzieren.

Das etwa ist der Sinn des Mansholt-Memorandums und des Meadow-Berichts. Soll man sich über diese Bankrotterklärung freuen? Gewiß: das Geständnis des Gegners bestätigt unsere radikalste Kritik. Doch damit ist vorläufig noch gar nichts gewonnen — ein Wunder wird nicht geschehen. Der Kapitalismus wird sich nicht in sein Gegenteil verwandeln, bloß, weil einige Großkapitalisten in einer plötzlichen Erleuchtung die materiellen Grenzen des Wirtschaftswachstums erkannt haben. Im Gegenteil: Wenn der Kapitalismus heute zugibt, daß diese Grenzen existieren; daß die nächsten dreißig Jahre nicht so sein können wie die letzten dreißig; daß die Erde ohne Industrialisierung nicht die sechs Milliarden Einwohner, die sie im Jahre 2000 zählen wird, ernähren kann, daß aber diese Industrialisierung, statt die Menschen zu retten, ihren Untergang besiegeln wird; indem die einsichtigsten Repräsentanten des Kapitalismus all das zugeben, rüsten sie sich zur Schlacht auf neuem Boden, mit neuen Waffen und neuen ökonomischen Zielsetzungen.

Sobald feststeht, daß die Fortsetzung des materiellen Wachstums in eine Sackgasse planetarischen Ausmaßes führt — und das ist unleugbar, wenn man auch über Fristen und Zahlen streiten kann —, ist das Problem für den Kapitalismus im wesentlichen praktischer Art: Er muß untergehen, wenn er den Charakter seines Wirtschaftswachstums nicht ändert. Wird ihm das gelingen? Das kann man heute noch nicht sagen. Eines ist schon sicher: daß er bereits an den theoretischen und praktischen Mitteln arbeitet, um durch eine große Wandlung mit dem Problem fertigzuwerden. Verwechseln wir den Kapitalismus als solchen nicht mit der bornierten Dickköpfigkeit der meisten Unternehmer und Manager: sie arbeiten nicht die Langzeitstrategie des Kapitals aus. Diese wird entwickelt und unauffällig ins Werk gesetzt von ein paar Dutzend Industrie- und Bankgiganten, die wegen ihrer weltweiten Verzweigungen gezwungen sind, im planetarischen Maßstab und in Zeiträumen von vielen Jahrzehnten zu denken. Denken ist für sie käuflich wie jede Ware: sie brauchen nur an Universitäten, Stiftungen, Forschungszentren die entsprechenden Aufträge zu vergeben. Auch der Klub von Rom hat nichts anderes gemacht: Diese auserlesene Gruppe von Großunternehmern aus aller Herren Länder hat dem „Massachusetts Institute of Technology“ (MIT) einen Auftrag erteilt.

2 Schluß mit dem Wachstum!

Das MIT hat die bestellte Ware geliefert, in Form gründlich fundierter Empfehlungen. Nun liegt es an den Ökonomen, den Weg zu finden, wie der Kapitalismus diesen Empfehlungen gerecht werden kann. Rekapitulieren wir die wichtigsten Resultate bzw. Vorschläge:

1975 soll die Industrieproduktion der „reichen“ Länder zu wachsen aufhören. Nur die Industrie der „armen“ Länder soll sich noch fünfzehn Jahre lang entwickeln dürfen.

Bis 1990 wird die Weltindustrieproduktion sich verdreifacht haben, der Rohstoffverbrauch aber wird auf ein Viertel des heutigen Standes zurückgegangen sein, und zwar dank folgender Maßnahmen:

  1. Streben nach maximaler Dauerhaftigkeit der Produkte — sie sollen praktisch unverschleißbar oder zumindest leicht reparierbar werden. Schluß mit dem ständigen Wechsel von Moden und Modellen, mit den Mätzchen und mit dem Schund.
  2. Systematische Wiederverwendung aller Rohstoffe, die, ebenso wie die Energie, auf Grund einer strengen Zentralplanung zugeteilt werden sollen.

All dies rät auch der gesunde Menschenverstand. Es würde genügen, die Lebensdauer der Produkte im Durchschnitt auf das Sechsfache zu verlängern, und ein Sechstel der Industrieproduktion könnte uns die gleiche Menge an Gebrauchswerten liefern. Die Verteilung der materiellen Güter wäre nahezu egalitär, da die meisten Produkte länger als eine Generation halten würden. Man würde weniger arbeiten, weniger kaufen und sich doch nichts versagen müssen. Denn in der Tat, wem würden die „Neuheiten“ fehlen, wenn auf dem Markt keine lançiert würden? Ist jemandem das Farbfernsehen abgegangen, bevor die Elektroniktrusts es aufgebracht hatten? Bereichert es das Leben? Würde man die bunten, sich schnell verschleißenden Herrenunterhosen vermissen? Und die „elektrische Maschine, die Ihnen das Turnen erspart, weil sie Ihre Muskel auf Knopfdruck von selbst arbeiten läßt (Sie können stricken, während die Maschine für Sie arbeitet)“ ... ist das eine Bereicherung, eine Verarmung, eine Erschlaffung — oder was? Der Fall ist klar: „Konsumiere weniger, dann lebst du mehr“.

Doch wenn die Sache so einfach ist, warum haben dann die Kapitalisten nicht schon früher daran gedacht? Warum haben sie zuerst die „Wohlstandsgesellschaft“ geschaffen — die in Wirklichkeit eine Gesellschaft der Armut in der Vergeudung ist —, anstatt sich mit dem „wahren Reichtum“ zu befassen? Und warum behaupten sie auf einmal, daß sie sich damit befassen? Die Antwort hat zwei Teile:

  1. Der entwickelte Kapitalismus ist zur Vergeudung gezwungen, wenn er Wirtschaftskrisen vermeiden will.
  2. Der entwickelte Kapitalismus ist heute gezwungen, eine gewisse Art von Vergeudung einzustellen, wenn er Krisen neuer Art — ökologische und in Konsequenz ökonomische und politische — vermeiden will.

Betrachten wir diese beiden Thesen etwas näher.

Ein Kapitalist ist heute nicht in erster Linie ein Mann, der Vermögen besitzt und von der Arbeit anderer lebt. Das Spezifische des Kapitalisten besteht darin, daß Geld für ihn nicht hauptsächlich etwas ist, das man ausgibt (ausgegebenes Geld ist kein Kapital), sondern etwas, das man investiert, um Profit zu machen, der seinerseits um eines größeren Profits willen wieder investiert wird, und so weiter ad infinitum. Das Wachstum des Profits, der Produktion, der Firma ist das einzige Erfolgskriterium für die Firmenleiter. Dabei spielt es keine Rolle, ob das die Eigentümer oder angestellte Direktoren, Unternehmer von Gottes Gnaden oder technokratische Manager sind; in jedem Fall müssen sie sich wie Kapitalisten verhalten, das heißt, wie besessen dem tyrannischen Gesetz des Kapitals folgen, das nichts anderes kennt als „mehr, größer, schneller“.

Und warum immer mehr, immer schneller?

Das ist ganz einfach: Wenn du nicht investierst und neue Maschinen kaufst, mit denen eine kleinere Zahl von Arbeitern eine größere Menge von Waren produziert, wird ganz gewiß ein Konkurrent diese neuen Maschinen aufstellen und unbarmherzig deinen Marktanteil abknabbern. Darum mußt du vorsorgen: Deine Profite müssen stets mindestens ebenso groß sein wie die deiner Konkurrenten, damit du deine Maschinen mindestens ebenso schnell wie sie amortisieren und erneuern kannst. Eine andere Politik, das Bestreben, die Maschinen möglichst lang zu verwenden und möglichst lang die gleichen Modelle herzustellen, würde zuerst bie Ausschaltung jeder Konkurrenz voraussetzen. Und dies ist nur auf zweierlei Weise zu erreichen: entweder durch private Produktionsplanung auf Grund von Kartellverträgen, die jede Firma einhalten muß, bei Strafe von Sanktionen, so schrecklich wie jene, die die Mafia gegen eine unbotmäßige Bande ergreift; oder durch öffentliche Planung und sozialisierte Leitung der gesamten Industrie.

Die immer raschere Ersetzung der Ausrüstung (gegenwärtig fünf Jahre im Durchschnitt) entspricht daher der Logik der „gesunden“ kapitalistischen Konkurrenz. Und die Beschleunigung der Erneuerung ist um so stärker ausgeprägt, als die Löhne — unter dem Druck der Arbeiter — steigende Tendenz haben. Um eine Kostensteigerung zu Lasten der Profite zu vermeiden, hat der Kapitalist nur einen Ausweg: die Flucht nach vorn in Gestalt produktivitätssteigernder Investitionen, einer permanenten „Modernisierung“ der Technik, der Maschinen, der Methoden.

Bald aber erhebt sich ein neues Problem: Wer soll die wachsenden Warenströme, die aus immer leistungsfähigeren Fabriken hervorquellen, konsumieren? Wie lange kann dieses Wettrennen noch weitergehen, bei dem jeder die anderen zu überholen sucht, um sich dem tendenziellen Sinken der Profitrate zu entziehen, indem er das Tempo der Innovationen forçiert? Wird nicht einmal der Augenblick kommen, wo das Wachstum aufhören muß, weil der Markt ein Mehr an Waren nicht mehr absorbieren kann? Eine Katastrophe für das Kapital: die Konsumgüterindustrie würde nicht mehr investieren und wachsen; die Produktionsmittelindustrie würde sich nur noch langsam entwickeln; die Arbeitslosigkeit würde zunehmen; die Wirtschaft wäre in einer permanenten Strukturkrise.

Zum Thema geplanter Verschleiß ist folgende Geschichte besonders aufschlußreich: Die ersten Leuchtstoffröhren, die 1938 von Philips (Holland) auf den Markt gebracht wurden, hatten eine Lebensdauer von 10.000 Stunden. Sie konnten also ohne Unterbrechung vierzehn Monate lang „brennen“. Schlechte Sache, meinte die Philipsdirektion und veranlaßte, daß, bevor die Leuchtröhren auf den Markt kamen, deren Lebensdauer auf 1.000 Stunden (oder 42 Tage) gesenkt wurde. Vance Packards „Kunst der Vergeudung“ enthält eine Menge solcher Anekdoten.

Noch dieses Beispiel: Angenommen, ein Industrieller kann mit einem Aufwand von 100 Francs (für Leder, Arbeit, Maschinenzeit) entweder fünf Paar Schuhe mit einer Lebensdauer von 300 Stunden oder zwei Paar Schuhe mit einer solchen von 3000 Stunden herstellen. Im ersten Fall erzeugt er um 100 Francs 1500 Gebrauchsstunden, im zweiten Fall 6000. Welche Lösung wird er wählen? Natürlich die erste. Erstens, weil er mit jedem billigen Paar einen relativ höheren Gewinn erzielt als mit einem dauerhafteren Paar. Zweitens, und vor allem, weil die billigeren Schuhe sich zehnmal so schnell abnützen und er daher im Jahr zehnmal soviel verkaufen kann: im Endergebnis wird sein Profit leicht fünfzehnmal so hoch sein wie bei den dauerhafteren Schuhen. Daß er Leder, Arbeit, Energie, Maschinen vergeudet, macht ihm wenig aus. Maximale Rentabilität (maximalen Profit) erzielt man nicht durch sparsamen Umgang mit den Produktionsfaktoren, sondern durch Vergeudung und Zerstörung, die eine entsprechende Kapitalzirkulation gewährleisten. Mit den erzielten Profiten kann der Fabrikant nichts anderes anfangen, als neue Modelle und neue Methoden zu erfinden, die den Schuhverbrauch noch mehr steigern.

Nicht reparieren. Ex und hopp! Wechseln, um zu wechseln. Erst die Wegwerfpackung, dann das Wegwerfgewebe, das Wegwerfgefäß. Annehmlichkeiten des Wohlstands! Die Prosperität beruht darauf, daß Berge von Schund immer schneller in Berge von Abfall verwandelt werden. Die glücklichen Vollzieher dieser Verwandlung, Konsumenten genannt, verbrauchen freudlos ihre Kräfte, um das zu produzieren, was sie zwischen Aufstehen und Schlafengehen zu konsumieren hoffen, so sie Zeit dazu finden. Hat der Kapitalismus nicht das Geheimnis des unendlichen Wachstums entdeckt?

3 Die Investitionskosten werden zu hoch

O nein. Seit etwa zehn Jahren stimmt eines der Axiome des Kapitalismus nicht mehr: daß mit steigender Produktionsmasse die Kosten des einzelnen Produkts sinken und die Masse des Reichtums wächst. Von einer bestimmten Schwelle an trifft eher das Umgekehrte zu. Das Wachstum zerstört mehr Reichtum, als es erzeugt, und die Kosten, die direkten wie die indirekten, nehmen zu. Alle „überentwickelten“ Länder haben es schon erfahren: Die Lebensqualität sinkt im gleichen Maß, wie die Produktion steigt. In allen Industriezonen ist die physische Wachstumsgrenze erreicht, und die Rentabilität der Investitionen kann nur noch sinken. New York, Detroit, Tokio, das Ruhrgebiet und seit kurzem auch Paris ersticken an ihrer Überfülle. Flüsse und Seen sind zu einer stinkenden, schwärzlich-bräunlichen Brühe geworden. Abgase vergiften die Luft und fördern Erkrankungen der Atemorgane. Lärm, Schmutz, Überfüllung vertreiben die reichen Leute, und die Steuern der Zurückbleibenden genügen nicht, um die Städte wieder zu sanieren.

Um in diesen Zonen mehr zu produzieren, müßte man erst um viel Geld Luft und Wasser entschmutzen. Denn die Umwelt kann keine Abwässer und Abgase neuer Industrien — auch wenn diese als „sauber“ bezeichnet werden — aufnehmen, sofern die Verschmutzung durch die alten Industrien nicht vermindert wird. Die künftigen Produktionsstätten werden also viel mehr kosten als die alten. Die großen Industrien befinden sich in der Lage eines Autoerzeugers, der, um seine Fahrzeuge verkaufen zu können, selber die Straßen verbreitert und neue baut, die Stadtzentren niederreißt, damit das Automobil fahren kann. „Die Verschmutzer sollen zahlen“, sagt man. Bei Gott. Aber was wäre die Folge? Steigende Kosten und sinkende Profite. „Die Unternehmer können zahlen“, setzt man hinzu. Ganz gewiß. Aber sie würden sich bei allen anderen schadlos halten. Denn wenn die Kapitalisten in eine „saubere Technologie“ investieren müßten, dann gäbe es zwei Möglichkeiten: Entweder finanzieren sie diese Investitionen aus ihren Profiten, ohne ihre Verkaufspreise zu erhöhen; dann fallen also ihre Profite, das Produktionswachstum verlangsamt sich oder kommt ganz zum Stillstand, die Arbeitslosigkeit nimmt zu, die Reallöhne sinken (so ist es in den Vereinigten Staaten). Oder die Kapitalisten heben die Preise an, um ihre Profite zu bewahren. In diesem Fall aber werden die Menschen relativ weniger kaufen. Auch dann würde die materielle Produktion zugunsten der Umweltsanierung gebremst werden.

Das Wachstum kann also nicht im gleichen Tempo und auf gleiche Weise weitergehen wie bisher. Die Sorge um die „Lebensqualität“ verträgt sich nicht mit dem Wachstum der materiellen Produktion, das bislang Vorrang hatte. Die großen Firmen wissen das. Mischkonzerne, multinationale Korporationen, große Handelsbanken ziehen daraus den Schluß: die Lebensqualität soll zu einem lohnenden Geschäft werden. Statt sich verzweifelt an die materielle Produktion zu klammern, muß man sich der tertiären Produktion, den Dienstleistungen, zuwenden. Bei dieser gibt es keine Wachstumsgrenze, ihr gehört die Zukunft.

Der Klub von Rom, Sicco Mansholt, Robert Lattès, sprechen offen aus, was sie sich lange schon insgeheim gedacht haben. Sie sind eben Realisten. Unrealistisch sind die klassischen Industriellen, die für fortgesetztes Wachstum eintreten, während die Preise für Energie und die wichtigsten Metalle auf das Zehnfache steigen. Der Wassermangel zwingt bereits dazu, Meerwasser zu destillieren oder gebrauchtes Wasser wiederzuverwenden; Wärmeausstrahlung und Abfallprodukte werfen Probleme auf, für die noch niemand eine Lösung weiß; die Notwendigkeit, die Umwelt zu schützen oder gar zu sanieren, belastet die Produktionskosten immer mehr.

Die Ziffern aus dem Meadows-Bericht mögen wohl zur Warnung dienen, doch ändert dies nichts an der grundsätzlichen Richtigkeit seiner These. Das materielle Wachstum hat physische Grenzen, und jeder Versuch, diese Grenzen zu erweitern (durch Wiederverwendung und Entschmutzung) verschiebt das Problem nur. Denn die Regenerierung der Luft, des Wassers, der Metalle erfordert zusätzliche Mengen der allerknappsten Ressource, der Energie, und alle industriell verwertbaren Energieformen haben chemische, thermische und/oder radioaktive Verschmutzung zur Folge. In absehbarer Zukunft wird Energie immer teurer und knapper werden.

Das Problem ist also klar: das Wachstum muß sich grundlegend ändern und sich vor allem auf „tertiäre“ Waren verlagern. Doch was bedeutet das konkret? Und vor allem, wie wird der Kapitalismus es anstellen, daß dieser Wandel ohne schwere Krise erfolgt?

foto: wick

4 Schmutzarbeit für die 3. Welt

Die Antwort liegt auf der Hand: man sieht ja, wie die überindustrialisierte Welt ihre Industrien und ihre Gebrechen in die armen Kontinente und Länder verlagert. Das Wachstum der amerikanischen Automobilindustrie findet nur noch in Spanien und in Brasilien statt. Fiat entwickelt sich nur noch in der Sowjetunion, in Spanien und in Argentinien. Renault bezieht eine wachsende Anzahl seiner Wagen von seinen jugoslawischen und rumänischen Lizenznehmern. Skandinavische Möbel werden in Polen hergestellt, ein Gutteil der deutschen Kameras kommt aus Singapur, die deutsche Schwerchemie errichtet ihre neuen Fabriken (vorläufig noch) in Brasilien, in zehn Jahren wird es um São Paulo eine Agglomeration von zwanzig Millionen Einwohnern geben.

Ein von Experten für die Rand Corporation verfaßter Bericht besagt, daß die Vereinigten Staaten noch vor dem Ende dieses Jahrhunderts alle ihre Industriewaren im Ausland herstellen lassen und im eigenen Land nur noch wissenschaftliche und Tertiärindustrien haben werden. Womit, so könnte man fragen, werden sie dann ihre Industriewaren bezahlen? Natürlich mit den Profiten, die ihnen die amerikanischen Fabriken in allen Teilen der Welt einbringen werden (und heute schon einbringen). Der Rand Corporation zufolge werden die Amerikaner ein Volk von Bankiers sein, hauptsächlich damit beschäftigt, die aus der Arbeit anderer geschöpften Milliarden umzusetzen und anzulegen. In dieser Perspektive versteht man besser die Art und Weise, wie die amerikanische Regierung die gegenwärtige Weltwährungskrise handhabt. Und auch die Art und Weise, wie andere Staaten darauf reagieren. Denn die Deutschen, die Japaner, die Engländer, die Franzosen, die Holländer haben die gleichen Ambitionen wie die Amerikaner, wenngleich in kleinerem Maßstab. (Auch sie wollen an der übrigen Welt schmarotzen, unter dem Schutzschirm der Vereinigten Staaten und in Konkurrenz mit ihnen (das eine schließt das andere nicht aus).

Welch herrlicher Plan! Für uns Sauberkeit, tertiäre Produktion, Freizeit, Wohlstand — für die Länder der „Dritten Welt“, wenn sie brav sind, die materielle Produktion, den Schmutz, die Gebrechen, den Schweiß, die Müdigkeit, die übervölkerten, verdreckten Städte. Wenn der Meadows-Bericht die Verdreifachung der Weltindustrieproduktion anpeilt und zugleich das Null-Wachstum in den Industriestaaten empfiehlt, bezieht er sich damit nicht implizite auf diese neoimperialistische Zukunftsvision? Und wir, werden wir mitspielen? Werden wir unter dem Vorwand, unsere Umwelt zu schützen, uns mit den internationalen Unternehmern des Klubs von Rom verbünden, damit sie, da die Entlaubungsmittel und Napalm das ihre noch nicht vollbracht haben, den Kongo und den Sambesi vergiften, das Amazonasgebiet verwüsten, den Iran leerpumpen und die Arbeitslosen Indiens für Arbeiten einspannen, die von „entwickelten Menschen“ abgelehnt werden? Prost Mahlzeit.

Auf lange Sicht kann der Export der Industrien und ihrer schädlichen Nebenwirkungen nur eine Übergangsetappe zu einem allgemeinen Null-Wachstum sein. Er kann den multinationalen Konzernen helfen, die Risken zu vermindern, Zeit zu gewinnen, den Kapitalverlust der Mutterfirmen zu kompensieren und vor allem die Voraussetzungen für eine internationale Kartellierung zu schaffen. Wenn die Industrien der ganzen Welt von einer kleinen Anzahl von Firmen (man schätzt dreihundert) kontrolliert werden, dann können diese sich untereinander verständigen, die Märkte und Rohstoffquellen aufteilen, die Preise festsetzen, die gesamte Produktion planen, alle die gleichen Techniken anwenden, jede Konkurrenz vermeiden.

All dies hat es schon in der großen Krise der dreißiger Jahre gegeben. Der Kapitalismus kann das Null-Wachstum akzeptieren, unter der Bedingung, daß jede Konkurrenz ausgeschaltet wird — zugunsten einer allgemeinen Kartellierung, die das Kräfteverhältnis zwischen den einzelnen Firmen einfriert, ihre Profite garantiert und das Spiel der Marktkräfte durch kapitalistische Planung ersetzt.

Versuchen wir, noch weiter zu blicken. Was werden die großen Firmen tun, wenn die Profite garantiert sind? Nicht zu investieren würde bedeuten, daß der Kapitalismus in den letzten Zügen liegt, daß er parasitär geworden ist, ähnlich wie die Mafia. Die Unternehmer des Klubs von Rom glauben, daß es noch eine andere Möglichkeit gibt. Da rentable Investitionen in der materiellen Produktion nicht mehr möglich sind, könnte man versuchen, sich der Produktionszweige des Tertiärsektors, von denen viele sich noch im präkapitalistischen Handwerksstadium befinden, zu bemächtigen und sie zu industrialisieren. Man denke: würden die Medizin, die Sexualität, die Erziehung, die Kultur industrialisiert, welch riesiges Feld würde sich da für das kapitalistische Wachstum auftun!

5 Industrialisierung der Sexualität

Das sind keine abstrusen Ideen. Was die Industrialisierung der Sexualität betrifft, ist die Forschung schon weit fortgeschritten. Das ist nicht verrückter als vor zwanzig Jahren der Gedanke an eine Industrialisierung des Sonnenscheins, der frischen Luft und der Landschaft war. Heute geht dieser Typ von Industrialisierung schon zu Ende: Konzerne und Banken sind eben dabei, die letzten Grundstücke aufzukaufen, wo man noch unentgeltlich Sonne, Meer und Aussicht genießen kann. Sie bauen dort Flughäfen, Apartmenthäuser und Hotels mit Swimming-pool, reserviertem Strand, Bootshafen, Parkplatz. Wenn man sich in der Sonne ausstrecken will, ist man gezwungen, sich der industriellen Mittel, denen der Genuß von Sonne, Strand und Erholung unterworfen ist, zu bedienen (und dafür zu zahlen).

Dem Kapitalismus ist es also gelungen, Grundstücke und Landschaften in Kapital zu verwandeln, doch in ein von niemandem vorgeschossenes, und sie zu verwalten, auszubeuten und an „Benützer“ zu vermieten. Zu diesem Zweck genügte es, die Zugangswege zu diesen Grundstücken und die Art und Weise ihrer Nutzung zu industrialisieren. Warum sollte das Kapital mit den anderen Formen „immateriellen Konsums“ nicht ebenso verfahren?

Nehmen wir die Medizin. Sie ist zum Großteil immer noch eine Art Luxushandwerk. Schon aber hat das Kapital die Menschen überredet, daß sie nicht bei guter Gesundheit bleiben können, wenn sie nicht industriell hergestellte Mittel zu sich nehmen, die meist wirkungslos oder giftig sind, aufwendig verpackt und mit komplizierten Bezeichnungen versehen sind. Man hat die Menschen überzeugt, daß man industrielle Pflegezentren braucht, Spitäler genannt, um sie zu behandeln (wenn auch nicht zu heilen). Unlogischerweise sind die meisten Verschreiber von pharmazeutischen Produkten und industrialisierter Krankenpflege immer noch vom Kapital unabhängig.

Dieser Atavismus kann nicht von Dauer sein. Ärzte und Psychiater müssen bezahlte Angestellte des Kapitals werden, man muß ihre Funktion industrialisieren. Und es wird nicht mehr lange dauern, bis man erfährt, daß ein Mischkonzern, der pharmazeutische Laboratorien, Kliniken, die Herstellung medizinischer Elektrogeräte und Versicherungsanstalten kontrolliert, mit staatlichem Segen und staatlichen Subventionen eine „Gesundheitsversicherung“ lançiert hat: Wer ein „Gesundheitsabonnement“ nimmt, ist gegen die Risken der verschiedensten Krankheiten versichert, einschließlich periodischer, automatisierter medizinischer Analysen, Impfungen, Präventivbehandlungen und Diätvorschriften, all das, wohlgemerkt, mit Hilfe von Produkten des Konzerns und unter der Kontrolle angestellter Ärzte, deren Studium der Konzern finanziert hat.

Warum nicht zugleich mit der Gesundheit die Sexualität industrialisieren? Professor John Postgate von der Universität Sussex entwickelt dazu in der Aprilnummer des „New Scientist“ ziemlich ins Detail gehende Gedanken. Um das Bevölkerungswachstum einzuschränken, schlägt Postgate vor, eine Pille zu entwickeln, die bewirkt, daß nur Knaben geboren werden. In Anbetracht der herrschenden Phallokratie nimmt Postgate an, daß die große Mehrheit der Ehepaare sich nur Knaben wünscht. Mit der Zeit würde es dann auf der Welt fünf- oder fünfzigmal mehr Männer als Frauen geben. Automatische Folge: drastischer Geburtenrückgang. Sekundäre Folge: Homosexualität und vor allem Onanie würden vorherrschend werden.

Postgate, der eine industrielle Mentalität hat, sagt nicht: „Es wird den Männern nichts anderes übrigbleiben, als zu onanieren“ — er schreibt: „Mechanische und graphische Ersatzmittel für den normalen Geschlechtsverkehr könnten in großem Maß angewandt werden.“ Da haben wir die Sexualindustrie! Die mechanischen und graphischen Ersatzmittel würden schnell vervollkommnet werden, elektrische, elektronische (die gibt es schon, wie wir sehen werden) und chemische Mittel würden auf den Markt kommen. Masturbationsautomaten würden die Foyers der Sexkinos zieren (die, notabene, die Filmindustrie aus der Krise gerettet haben, in die sie durch das Fernsehen geraten war).

Das Prinzip ist immer das gleiche: Es muß verhindert werden, daß die Menschen ihre Bedürfnisse auf spontane und autonome Weise befriedigen. Die Befriedigung muß von institutionellen und industriellen Mitteln abhängen, über die man nur verfügen kann, wenn man sie kauft oder mietet, von Institutionen, die, um mit Ivan Illich zu sprechen, das „radikale Monopol“ auf diese Mittel haben.

Und warum auf halbem Weg stehenbleiben? Warum soll das Kapital sich nicht auch der Prostitution annehmen, um sie zu industrialisieren, anstatt sie dem „Gewerbe“, der Mafia und der Polizei zu überlassen? Zu diesem Zweck würde ausreichen, daß Berufstitel eingeführt werden. Es würde genügen, daß die Gesellschaft, die alle Fertigkeiten kodifiziert und professionalisiert und der Schule das radikale Monopol auf die Vermittlung von Fertigkeiten (zumindest der gesellschaftlich anerkannten) verliehen hat, auch ein „Diplom für sexuelles Können“ (DSK) einführt. Die Prostitutionsindustrie würde im gleichen Augenblick geboren, in dem eine neue Berufsqualifikation, sanktioniert durch ein Schuldiplom, eine „wertvolle“ Quelle neuer Ungleichheiten abgeben würde. Eine zum großen Teil beschäftigungslose und von öffentlicher Unterstützung lebende Gesellschaftsgruppe könnte besser hierarchisiert werden. [1] Die Ordnung könnte auf der Herrschaft der Supermänner beruhen. Es wäre nicht das erste Mal ...

Liegt das alles nicht in der Logik der Schule? Ist es nicht ihre Aufgabe, spontane Reaktionen zu brechen? Wann wird sie endlich auch die ganz Kleinen erfassen? Man denke an den Markt, der sich der Tertiär-Industrie erschließen würde: audiovisuelle Geräte zum Sprechenlernen, elektromechanische transistorierte Apparate zum Gehenlernen würden das Arsenal der Lernmaschinen bereichern und es schließlich erlauben, das Verlagswesen, den Unterricht, die Kultur restlos zu industrialisieren.

6 Gehirnoperation als Herrschaftsmittel

Verrückte Ideen? Gedanken dieser Art werden von einer Gruppe einflußreicher Psychiater propagiert, die jeden, der sich gegen den Öko-Faschismus auflehnt, für verrückt erklären. Dr. Frank Ervin, Psychiater in Boston, schlägt vor, alle Menschen, deren Handlungen ein „akzeptables Gewaltniveau“ überschreiten, zu lobotomieren, das heißt, ihre schöpferischen und reflektiven Fähigkeiten gehirnchirurgisch zu blockieren. An die hundert dieser „Psychochirurgen“ (in Amerika und in Europa) nehmen tatsächlich solche Hirnverstümmelungen vor, namentlich an Häftlingen, „Verrückten“, schwierigen Kindern und Frauen.

Dr. Robert Heath von der Universität Tulane hat es zum Beispiel fertiggebracht, das sexuelle Verhalten durch Einsetzung von Elektroden im Gehirn umzukehren. Einige seiner Patienten (mit fünfundzwanzig eingesetzten Elektroden!) sind ferngesteuerte Sexautomaten mit drahtlos gezündeten Orgasmen. Bei anderen sind die Elektroden mit transistorierten „Lustpaketen“ verbunden, die ihnen bis zu tausendmal in der Stunde zum Orgasmus verhelfen. Dadurch werden sie absolut fügsam, und darauf kommt es den Erfindern an.

Der Hauptpionier der „materiellen Kontrolle des Geistes“ ist Dr. José Delgado, der Theoretiker einer „psycho-zivilisierten Gesellschaft“, in der Verhalten, Gefühle und Handlungen der Menschen von einem zentralen Computer ferngesteuert würden, ähnlich wie Raumschiffe. Kurz, es geht darum, aus den Menschen Roboter zu machen, gesteuert von einem Computer, der die allgemeine Ordnung gewährleistet.
Wer wird den Computer programmieren? Erraten: ein Komitee von Psychiatern, den einzigen Trägern und Garanten geistiger Gesundheit. „Wir sind im Begriff, eine Zivilisation zu schaffen, in der alle, die von der Norm abweichen, der Gefahr einer Hirnverstümmelung ausgesetzt sind“, schreibt der Kritiker dieser Entwicklung, Dr. Peter Breggin (sein Bericht ist wiedergegeben in Les Temps Modernes, April 1973).

„Es scheint keineswegs ausgeschlossen“, meint Ivan Illich, „daß die Menschen, erschreckt von den drohenden Gefahren, ihr Schicksal in die Hände von Technokraten legen, die es auf sich nehmen würden, das Wachstum hart an der Grenze zu halten, jenseits derer das Leben zerstört werden würde. Dieser technokratische Faschismus würde auch die maximale Unterordnung der Menschen unter die Maschine sicherstellen — als Produzenten wie als Konsumenten. Der Mensch würde überleben, aber unter Bedingungen, die sein Leben jedes Werts berauben würden. Von der Wiege bis zum Grabe wäre er in einer Weltschule, in einem Weltkrankenhaus eingesperrt, die sich nur dem Namen nach von einem Weltgefängnis unterscheiden würden. Hauptaufgabe der Ingenieure wäre es, einen Menschentyp herzustellen, der sich dazu eignet“.

7 Alternative: Produzentenassoziation

Welches Projekt soll man diesen unheimlichen Seeleningenieuren entgegenhalten? Das einer Gesellschaft, in der die Individuen, frei assoziiert in Hinblick auf gemeinsame Ziele, maximale individuelle und kollektive Autonomie genießen würden. Aber das würde offenkundig nicht nur eine Umwälzung der Eigentumsverhältnisse voraussetzen, sondern auch eine Umwälzung der Produktionstechniken, der Produktionsmittel, der Formen des Zusammenwirkens in der Produktion (was die Marxisten die Produktionsverhältnisse nennen). Denn es ist illusorisch zu glauben, daß Begriffe wie „freiwillige Zusammenarbeit“, „demokratische Planung“, „Arbeiterselbstverwaltung“ Sinn haben können in einem Betrieb mit 20.000 Arbeitern, der Pneus oder Schuhe für ein ganzes Land produziert, der die Arbeitskräfte einer ganzen Stadt oder eines ganzen Bezirks absorbiert, welche in allen anderen Produkten als Pneus und Schuhe von unbekannten Bauern, fernen Fabriken und anonymen Bürokraten abhängen.

Keine Angst: es geht mir nicht darum, zur Naturalwirtschaft oder zur Autarkie der Kommunen zurückzukehren, sondern darum, ein Gleichgewicht zwischen institutioneller Produktion und Autonomie an der Basis herzustellen. Nehmen wir unter diesem Gesichtspunkt nochmals das Beispiel der Schuhe. Gesetzt, die institutionalisiertte gesellschaftliche Produktion erstreckt sich nur auf vier oder fünf Schuhmodelle, die sehr dauerhaft sind und den Bedürfnissen entsprechen, welche die Menschen bei periodischen Befragungen zum Ausdruck bringen. Soweit das Notwendige: es kann zentral geplant und in etwa zehn Arbeitsstunden pro Woche erzeugt werden.

Für das übrige — das Nicht-Notwendige, das Überflüssige, den Luxus — wird es im ganzen Land Hunderte Werkstätten geben, Tag und Nacht geöffnet, mit vernünftigen, robusten, leicht zu bedienenden und zu reparierenden Maschinen ausgestattet: Dort kann sich jeder selbst (nach Bezahlung des Rohmaterials) Schuhe nach Geschmack anfertigen. Das wird man schon als Kind lernen: Kleider und Schuhe zu nähen, Ton zu formen und zu brennen, Holz und Metall zu bearbeiten, Gemüse zu ziehen, all dies wird zum Elementarunterricht gehören, ebenso wie Elektrizität und Mechanik.

[1Bedenken wir, daß ein Siebentel der Bevölkerung von New York (mehr als eine Million Menschen) bereits von öffentlicher Unterstützung lebt. Die Zahl wird weiter steigen.

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Erstveröffentlichung im FORVM:
September
1973
No. 237/238, Seite 33
Autor/inn/en:

Michel Bosquet: Pseudonym von André Gorz, unter dem dieser in seiner journalistischen Tätigkeit auftrat.

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