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Jürg Jegge

Geboren 1943 in Zürich, war Lehrer, Fernseh­moderator, Radio­mitarbeiter, ist Buchautor und Liedermacher. Von 1985 bis 2011 leitete er den „Märtplatz“ in Rorbas, eine berufliche Ein­gliederungs­stätte für junge Menschen mit „Start­schwierigkeiten“; schrieb im FORVM ab 1982 zahlreiche Beiträge, darunter die theaterfreundliche Serie „Pawlatschenreport“. Wird alles (hoffentlich:) bald hier wiederveröffentlicht werden.

Beiträge

Jürg Jegge
Liegengebliebenes

Kleiner Kranz für grossen Mimen

WWW-Ausgabe
November
2018

Kein Zweifel, der kürzlich verstorbene Ignaz Kirchner war einer der ganz Grossen. Unvergesslich, wie sein häufigster Bühnenpartner Gert Voss und er, gleichgültig ob in einem Stück von Shakespeare, Bernhard oder Tabori, das Herr/Knecht-Thema immer aufs Neue variierten und sich dabei gegenseitig in (...)

Jürg Jegge

Die Schule als Lernbarriere

WWW-Ausgabe
November
2018

Ringvorlesung „Lernbarrieren“ an der Fachhochschule für Heilpädagogik Erste Veröffentlichung nach der Ansprache in Zürich, am 27. Juni 2012 Kurz vor dem Wald zwischen Embrach und Pfungen kreuzen sich die Hauptstrasse und die Bahnlinie. Vor Jahren war diese Kreuzung durch eine Bahnschranke, oder (...)

Jürg Jegge

Wien grüßt Rorbas

Der beliebte FORVM-Pawlatschenreport
No. 478/479
November
1993

Jürg Jegge

Festwochenpawlatschen

No. 473-477
Juli
1993

Jürg Jegge

Hol’s der Teufel,

Der beliebte Pawlatschenreport
No. 469-472
April
1993

Jürg Jegge

Schuß, Kuß, und dies und das

Pawlatschenreport aus der Umgebung
No. 465-467
November
1992

Jürg Jegge

Das Taferl & viele Zauberflöten

Unser beliebter Pawlatschenreport
No. 462-464
Juli
1992

Jürg Jegge

Drogen, Sucht, Beängstigung

No. 462-464
Juli
1992

Das Problem läßt sich nicht leugnen, noch einfach aus der Welt schaffen. Vielleicht läßt sich aber eine einigermaßen vernünftige Einstellung dazu gewinnen. Für mittel- und unmittelbar Betroffene.

Jürg Jegge

Theater & after Theater

Der beliebte Wiener Pawlatschinkenreport
No. 460/461
Mai
1992

Jürg Jegge

Collatschen, Pawlagen, das Taferl und noch Gröberes

Aus Wiener Theatern, Zeitschriften und vom Michaelerplatz
No. 458/459
März
1992

Jürg Jegge

Pawlatschen- & Taferlreport

No. 456
Dezember
1991

Also, wenn Sie das alles brav gelesen haben, gibt’s diesmal zum Schluß eine hübsche kleine Geschichte.

Jürg Jegge

Passionspawlatschen

Österreichische Sommertheater
No. 455
Oktober
1991

Jürg Jegge

Jürg Jegge’s Pawlatschenreport

No. 452-454
Juli
1991

Tabori zwischen Burg & Landtmann Nestroy im Akademie- & Volkstheater in den Außenbezirken Konzert-Theater Tante: Paso el aqa Sieben Zuschauer suchen ihren achten

Jürg Jegge

Pawlatschen zum Mögen

No. 448-450
Mai
1991

J. J. ist unser passioniertester Theatergeher, alle Augenblicke kommt er nach Wien und geht hin, aber auch her, und nicht nur in Wien.

Jürg Jegge

Wiener Kindertheater

No. 445-447
März
1991

Für seinen beliebten Pawlatschenreport besuchte Jürg diesmal den Rabenhof, sowie Burg-, Akademie- und Volkstheater; dortselbst sah er mit Kindern „Aufruhr in Krampanien“, „Othello“, „Othellerl, der Mohr von Wien“ und „Der Schatten“.

Jürg Jegge

Aus Burg und Stegreif

No. 444
Dezember
1990

Der beliebte Pawlatschenreport über Wiener Bühnen. Von Jürg Jegge, aus Rorbas bei Zürich.

Jürg Jegge

Nachsommer Pawlatschen Report

No. 442/443
Oktober
1990

Jürg Jegge

Pawlatschenreport

No. 439-441
Juli
1990

Was wieder eine wahre Kulturzeitschrift bleiben will, gar der Tradition eines Torberg verpflichtet, braucht unbedingt eine internationelle Theaterkritik: hinkünftig Wird J.J. von Rorbas im Zürcher Unterland aus regelmäßig erzählen, was er denn vorwiegend an Wiener Bühnen so (...)

Jürg Jegge

Beschwichtigungstheater

No. 387/394
September
1986

Jürg Jegge

Kuh frißt Museum

No. 387/394
September
1986

Jürg Jegge

Schnaps statt Schule

No. 364/365
April
1984

Nur mehr 7% Analphabeten in Österreich — eine schöne Kennziffer für die Bilanz von 200 Jahren allgemeiner Schulpflicht. J.J. macht sich für eine Rede vor der Schulgemeinde Bellach im Kanton Solothurn weitergehende, vielleicht auch weiterführende Gedanken. Liebe Zuhörer, zuerst möchte ich Ihnen eine (...)

Jürg Jegge

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans im Glück

Marktplatz statt Schule. Ein paar Zettel*
No. 360
Dezember
1983

Jürg Jegge

Das fehlende Glied

No. 356/357
August
1983

Ob ich die Szene mit der Munterkeit hinkriege‚ die einer »internationalen Zeitschrift links von der Mitte« angemessen ist, wenn von Kirchenchristen die Rede sein soll? — J.J. [Aber ja doch, Du wirst schon, nur Mut! G.O.]

Jürg Jegge

Futurum oder Mores

No. 356/357
August
1983

Über Utopie, Grammatik, die Renaissance, einen katholischen Heiligen und die »Claque«. Rede zu Festen.

Jürg Jegge

Schulschwierigkeiten und Pubertät

No. 354/355
Juni
1983

Jürg Jegge

Schilderwäldler

No. 352/353
April
1983

Jürg Jegge

Die Mittelmäßigkeit der Lehrer

Unser Siegfried-Komplex
No. 347/348
Dezember
1982

Rede an der Pestalozzifeier des Bernischen Lehrervereins, 13. März 1982, vom Veranstalter des Abdrucks für unwert erachtet, vom FORVM den Schülern, Eltern, Lehrern gewidmet, auch denen von Bern.

Jürg Jegge

Sind Sie normal? Ich glaube nicht.

No. 344-346
Oktober
1982

So begann das alternative schwyzer Schulmeisterlein J. J. seine Rede über die Integration Behinderter in die Gesellschaft, diesen Herbst in Davos. Zur Person Jegges siehe Fritz Herrmann: St. Jegge, zahl für uns! (in diesem Heft) Nach dieser Unterbrechung soll Jürg seine Rede nochmals beginnen — (...)

Jürg Jegge bei Wikipedia

Jürg Jegge (* 29. Juli 1943 in Zürich) ist ein Schweizer Pädagoge und Autor. Er war auch als Liedermacher, Fernsehmoderator und Radiomitarbeiter tätig.

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jegge war Primarlehrer und 20 Jahre lang Sonderschullehrer in Embrach im Zürcher Unterland.[1] Sein Erstlingswerk Dummheit ist lernbar erschien 1976 und wurde mit mehr als 200'000 verkauften Exemplaren zu einem Bestseller;[2] es galt lange als ein Standardwerk der Reformpädagogik und stand für eine Pädagogik ohne Zwänge. Es erschien in der deutschen Originalfassung bis 2007 in 28. Auflagen und wurde auch in mehrere Sprachen übersetzt. Bis heute ist Jegge ein scharfer Kritiker des schweizerischen Schulsystems geblieben, dem er vorwirft, alle Kinder über einen Leisten zu schlagen und den Finger zu stark auf deren Schwächen zu legen. Er vertritt die These, dass Ausbildungsprogramme dem Menschen und seinen individuellen Stärken angepasst werden sollen und nicht umgekehrt.[3]

1985 gründete er die Stiftung Märtplatz in Freienstein, eine berufliche Eingliederungsstätte für junge Menschen mit «Startschwierigkeiten».[4] Nach 26 Jahren als Märtplatz-Leiter ging Jegge 2011 in Pension und wurde Ehrenpräsident der Stiftung.[5] Seither leitet Kuno Stürzinger den Märtplatz.

Jegge wohnt in Rorbas und Wien.[6]

Sexueller Missbrauch minderjähriger Schüler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im April 2017 veröffentlichte Jegges ehemaliger Schüler Markus Zangger zusammen mit dem Journalisten Hugo Stamm das Buch Jürg Jegges dunkle Seite, in dem er ihm jahrelangen sexuellen und psychischen Missbrauch vorwirft. Rechtlich gesehen waren die über 30 Jahre zurückliegenden Übergriffe im Fall von Markus Zangger verjährt.[2][7][8]

Jegge gab in der Folge den Medien gegenüber zu, dass es zu sexuellen Kontakten mit Markus Zangger und anderen Schülern gekommen sei, mit insgesamt «weniger als zehn».[9] Er habe darin eine Form der Therapie für die Kinder im Rahmen der Reformpädagogik gesehen. Diese Art von Therapie würde er heute nicht mehr anwenden.[10][11]

Nachdem der Stiftungsrat sich von Jegge distanziert hatte, trat er als Ehrenpräsident der Stiftung Märtplatz zurück.[1] Der Zytglogge-Verlag, bei dem die meisten Bücher von Jegge erschienen sind, stellte die Zusammenarbeit mit ihm ein.[12] Die Staatsanwaltschaft stellte ein Verfahren wegen Kindesmissbrauchs gegen Jegge wegen Verjährung ein, die Kosten wurden Jegge von der Staatsanwaltschaft aufgetragen, wogegen er jedoch Einspruch erhob.[13]

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dummheit ist lernbar. Erfahrungen mit «Schulversagern». Zytglogge, Gümligen 1976; als Taschenbuch: ISBN 978-3-7296-0058-4.
  • Angst macht krumm. Erziehen oder Zahnrädchenschleifen. Zytglogge, Gümligen 1979; als Taschenbuch: ISBN 978-3-7296-0392-9.
  • Nachdruck. Reden, Aufsätze usw. Zytglogge, Gümligen 1980, ISBN 3-7296-0118-0.
  • Bartli (Kinderbuch, mit Dieter Kuhn). Kaktus, Bern 1981, ISBN 3-906590-01-1.
  • 8424 Embrach. Unser Versuch, dort zu leben. Zytglogge, Gümligen 1982, ISBN 3-7296-0148-2.
  • Abfall Gold. Über einen möglichen Umgang mit «schwierigen Jugendlichen». Zytglogge, Gümligen 1991, ISBN 3-7296-0414-7.
  • Über die berufliche Eingliederung. Von unhandlichen Menschen. Herbstpresse, Wien 1999, ISBN 3-900476-21-7.
  • Die Krümmung der Gurke. Menschen – nicht stapelbar. Zytglogge, Oberhofen am Thunersee 2006, ISBN 3-7296-0721-9.[16]
  • Fit und fertig. Gegen das Kaputtsparen von Menschen und für eine offene Zukunft. Limmat, Zürich 2009, ISBN 978-3-85791-589-5.[17]

Dokumentarfilm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikiquote: Jürg Jegge – Zitate

Interviews[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Marcel Gyr, Angelika Hardegger: Jegge ist nicht mehr Ehrenpräsident des Märtplatz. In: NZZ Online. 5. April 2017, abgerufen am 5. April 2017.
  2. a b Angelika Hardegger, Marcel Gyr: Happige Anschuldigungen in Buchform. Missbrauchsvorwürfe an den «Lehrer der Nation». In: Neue Zürcher Zeitung. 4. April 2017.
  3. Besuch bei Jörg Jegge und seiner Stiftung: märtplatz. In: eLearn.ch, 5. März 2010.
  4. a b Stiftung Märtplatz – Chronik 1985 bis 2015. In: Website der Stiftung Märtplatz (PDF; 165 kB).
  5. Stiftung Märtplatz. Stiftungsrat. Abgerufen am 4. April 2017.
  6. Rico Bandle: «Problemkinder sind interessanter». In: Die Weltwoche. Nr. 36, 8. September 2016. (PDF)
  7. Livio Brandenberg: Missbrauchsvorwürfe an Pädagoge Jürg Jegge. In: Luzerner Zeitung. 4. April 2017, abgerufen am 4. April 2017.
  8. Schwere Vorwürfe: Schweizer Star-Pädagoge soll Buben jahrelang missbraucht haben. In: Aargauer Zeitung. 4. April 2017, abgerufen am 4. April 2017.
  9. Jürg Jegge gibt sexuelle Kontakte mit «weniger als zehn» Schülern zu. In: Aargauer Zeitung vom 7. April 2017.
  10. Jürg Jegge: «Es gab sexuellen Kontakt» In: Berner Zeitung vom 7. April 2017.
  11. Daniel Gerny: Missbrauch eines Schülers: Schuld ist alleine Jürg Jegge In: Neue Zürcher Zeitung vom 7. April 2017.
  12. Marcel Gyr: Sexueller Missbrauch: Zytglogge-Verlag distanziert sich von Jürg Jegge In: Neue Zürcher Zeitung vom 10. April 2017.
  13. Andreas Maurer: Die verdächtige Unterhose im Schrank von Jürg Jegge – und warum er dennoch nicht vor Gericht kam. In: Schweiz am Wochenende vom 31. März 2018.
  14. Eintrag über Jürg Jegge im Lexikon des Vereins Autorinnen und Autoren der Schweiz. Abgerufen am 7. April 2017.
  15. Laureates 2011 (Memento vom 19. Mai 2011 im Internet Archive). In: Website der Marc Rich Gruppe.
  16. Die Krümmung der Gurke. Menschen – nicht stapelbar. In: Website des Zytglogge Verlags (mit Inhaltsangabe).
  17. Fit und fertig. Gegen das Kaputtsparen von Menschen und für eine offene Zukunft. In: Website des Limmat Verlags (mit Inhaltsangabe).

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