Zeitschriften » FORVM » Print-Ausgabe » Jahrgänge 1968 - 1981 » Jahrgang 1971 » No. 209/I/II
Günther Nenning

Mexikos schlaue Bürger

Ein Reisebericht

Das mit dern NF verknüpfte „International Dialogue Commitee“ (IDC) hatte seine Jahreskonferenz 1971 diesmal im CIDOC-Institut von Ivan Illich, Cuernavaca, Mexiko (1970 Wien, 1969 Wien, 1968 Santa Barbara, Calif.). Teilnehmer waren u. a. Prof. Georges Casalis‚ Paris; Prof. Arnold Künzli und Max Geiger, Basel; Wilfried Daim, Prof. Friedrich Heer, Prälat Leopold Ungar, G. N., Wien; John Cogley, Prof. Harvey Wheeler, Prof. John Wilkinson, Center for the Study of Democratic Institutions, Santa Barbara, Calif.; Ivan Illich, Valentina Borremans, CIDOC; David Barkin, Colegio de Mexico; José Maria Bulnes‚ Kathol. Universität Santiago de Chile. Wir dokumentieren den Anlaß mit einem Reisebericht von G. N. und dem Kongreßpapier von Friedrich Heer (an anderer Stelle des Heftes) sowie dem Kongreßbericht von Arnold Künzli; die kompletten Kongreßpapiere erscheinen demnächst in der englischsprachigen NF-Ausgabe „Dialogue“.

I.

Gott gnade Mexiko; es wurde Fremdenverkehrsland. Millionenschwärme von US-Touristen verwüsten es ungleich gründlicher als je lumpige paar tausend Spanier, die es 450 Jahre lang besetzt hielten. Alle Läden füllen sich mit Ramsch für die Barbaren; indianische Kultur, einst die spanische unterwandernd und überwuchernd, gibt es bald nur noch im (großartig angelegten) Anthropologischen Museum von Mexiko-Stadt.

Fremdenverkehr hält die erste Position in der mexikanischen Handelsbilanz, die dritte im Bruttonationalprodukt. US-Touristenbarbarei ist aber nur der äußere Ausdruck der inneren Aushöhlung des Landes durch US-Kapital. Mexiko nähert sich mit sogenannten Riesenschritten, d.h. im Torkelgang der Technokraten, dem Paradieseszustand der „modernen Industriegesellschaft“; in Mexiko-Stadt samt Industriegürtel rundum erzeugt die Luftverseuchung bereits Hals- und Lungenschäden.

Für den subtilen, wenngleich flüchtigen Reisenden aus Europa, eingekeilt im Malstrom der US-Touristen-Imperialisten, ist es gerade noch möglich, Liebe auf den ersten Blick zu diesem Land zu fassen: als Schöngeist, insofern gleichfalls Imperialist, Verwirrung und Entzücken zu genießen: wie blutjung dieses alte Land, wie steinalt dieses junge Land ist.

II.

Wie jung dieses uralte Land ist: Mexiko wimmelt von Kindern. Sie sehen so bezaubernd aus wie auf den mexikanischen Fremdenverkehrsplakaten, nur nicht wie dort antiseptisch sauber und schön einzelweise isoliert als touristische Anglotzobjekte, sondern eben wimmelnd, in unbezwingbar lebendigen, unerträglich lebhaften Trauben. Mehr als 50 Prozent der Mexikaner sind unter 18.

Der mexikanische Herbst 1968 war eine Jugendrevolte im Format des Pariser Mai 1968 — für Mexiko und Lateinamerika vielleicht ein größeres Erdbeben als der Mai 1968 für Frankreich und Europa. Damals waren auf dem Paseo de Reforma, den Champs Elysées von Mexiko-Stadt, mehrmals bis zu 500.000 junge Demonstranten unterwegs, Studenten und Schüler von 16 aufwärts.

(Allein die Nationaluniversität der Hauptstadt hat 100.000 Hörer, das Polytechnikum weitere 35.000).

Die Olympischen Spiele standen damals vor der Tür; in panischer Angst, der internationalen Sportidiotie kein würdiger Gastgeber zu sein, ließ das mexikanische Regime die Armee in die Hauptstadt einmarschieren. Universität, Polytechnikum, einige höhere Schulen wurden mit absichtsvoller Brutalität besetzt. Erst auf den Leichen von 400 bis 600 Studenten und Schülern (amtliche Ziffer: 34) konnten die Olympischen Spiele stattfinden. Die Blüte der mexikanischen Jugend wurde zweimal ermordet, einmal von der regulären Armee, ein zweitesmal von der größeren und gründlicheren Armee der Sportfreunde aus aller Welt.

Von den damals verhafteten rund 2000 Studenten und Schülern (amtliche Ziffer: 200) sitzen 200 (amtliche Ziffer: 80) immer noch, und zwar immer noch ohne Untersuchungsverfahren, ohne Anklageerhebung, ohne Prozeß.

Augenzeugen schilderten mir, mit wechselnder Präzision, aber in allem Wesentlichen übereinstimmend, das abschließende Blutbad in der Nähe des Polytechnikums. Der Platz heißt populär Tlatelolco, nach einem einst hier befindlichen indianischen Markt; der offizielle Name ist Plaza de las Tres Culturas; hier finden sich Reste einer aztekischen Tempelpyramide, eine Kirche aus spanischer Kolonialzeit, rundum ganz moderne Regierungsgebäude. Auf diesem Platz der drei Kulturen haben alle drei Kulturen Menschenopfer dargebracht; den Aztekengöttern, dem Christengott, dem Gott der Olympischen Spiele. Letzterer war der gefräßigste.

III.

Wie alt dieses junge Land ist:

Vor dem Anthropologischen Museum in Mexiko-Stadt steht der riesige steinerne Regengott Tlalco. Als er ausgegraben wurde, war er am nächsten Morgen mit Blumen bedeckt: die Indianer opferten ihm wie gewohnt: daß er ein paar Jahrhunderte verschwunden war, spielte keine Rolle. (Und an jenem Tag regnete es mitten in der Trockenzeit, wissen die Fremdenführer.)

Auf einem Flug durchs Landesinnere sitzt neben mir ein Indianer, echt wie aus dem ethnographischen Bilderbuch. Wir reden uns gut, er kann so schlecht spanisch wie ich. Er ging 120 Kilometer zu Fuß zum Flugplatz. Dann stieg er aus der Steinzeit ins Flugzeug um.

(Woher er Geld hatte für den — obzwar in Mexiko billigen — Flug, konnte ich nicht herausbekommen.)

Mexiko sprang in jene Mixtur aus Technik, Profit, Blut, Dummheit, die man abendländische Kultur nennt, direkt aus der Steinzeit. Das Uralter scheint an allen Ecken und Enden durch, in Agrarwirtschaft, Familienstruktur, Katholizismus, vor allem in der steinzeitlichen Zähigkeit des Überlebens:

Reinblütige Indianer, reinblütige Spanier sind je einige wenige Millionen unter den rund 50 Millionen Mexikanern. Die überwältigende Mehrzahl ist eine glückliche Rassenmischung, etwa drei Viertel indianisches, ein Viertel spanisches Blut. Die Mexikaner haben die spanischen Imperialisten in jeder Weise überlebt: erst unter ihnen drunter weitergelebt, dann über sie drüber weitergelebt. Auf die spanische Conquista folgte die mexikanische Reconquista.

Kann den Mexikanern, konfrontiert mit der US-amerikanischen Conquista, die gleiche Reconquista gelingen?

IV.

„Mexikos Malheur ist, daß Gott so weit weg ist und die USA so nah sind“ (Porfirio Diaz, mexikanischer Präsident-Diktator, 1877 bis 1911).

Die USA, häßlicher gesagt, aber präziser: Kapitalismus und Imperialismus der USA haben sich Mexiko immer wieder höchst unsittlich genähert, angelockt vom Duft des natürlichen Reichtums (Baumwolle, Silber, Buntmetalle, Erdöl). Von 1836 bis 1848 raubten die USA fast die Hälfte des Landes (Texas, den größeren und besseren Teil von Kalifornien, Arizona, Neu-Mexiko). 1847 besetzten sie die Hauptstadt, 1914 bis 1916 den Haupthafen Veracruz.

Diese äußeren Ereignisse sind nur Signale der seit mehr als 100 Jahren zäh vorangetriebenen Conquista Mexikos durch US-Kapital.

Heimische mexikanische Bourgeoisie entstand schon unter spanischer Besetzung als unterster Teil des Absaugapparates, mit dem die Reichtümer der Kolonie dieser entzogen und ins Mutterland befördert wurden. Als Dank für Kollaboration mit der Besatzungsmacht erhielt die mexikanische Bourgeoisie ihren Teil von deren Löwenanteil. Da Mexiko ein Herzstück des spanischen Kolonialreiches war, administrativ (Sitz eines Vizekönigs) wie ökonomisch (Silberminen), kam die kollaborierende mexikanische Bourgeoisie zu entsprechender Blüte und Stärke.

Sobald die mexikanische Bourgeoisie sich stark genug fühlte, wollte sie ihrerseits den Löwenanteil an der Ausbeutung des Landes. Sie wandte sich gegen die Hauptstützen der Besatzungsmacht, Großgrundbesitz und großgrundbesitzende Kirche. Sie unterstützte indianische Bauernaufstände gegen diese ihre Hauptgegner (1810), vertrieb schließlich die Spanier (1822 bis 1824).

Es folgte ein rundes Jahrhundert des Kampfes mit derselben Frontstellung: einerseits Konservative, d.h. die ihren Besitzstand verteidigenden feudalen Mächte, Großgrundbesitz und Kirche, anderseits Liberale, d.h. antifeudale und antiklerikale Bourgeoisie, die sich Bauern und später Industriearbeiter als Stoßtruppen gewann. Dank dieser Bündnispolitik siegten schließlich die „Liberalen“, nach 100 Jahren Bürgerkrieg, Diktatur, Wirrnis aller Art. Zwischen 1911 und 1926 wurden Großgrundbesitz und Kirche weitgehend entmachtet, ihr Eigentum aufgeteilt, eine Art Landreform kam zustande. Das alles macht den gründlichen Unterschied zwischen Mexiko und dem traditionell lateinamerikanischen Gesellschaftstyp.

Im hundertjährigen Kampf zwischen Konservativen und Liberalen in Mexiko standen die USA treu zu den Liberalen, d.h. zur Bourgeoisie als ihrem natürlichen Partner bei der Ausbeutung des Landes. Der liberale Präsident Benito Juárez fand 1863 bis 1867 US-Hilfe gegen das französische Expeditionskorps und einen von den Franzosen mitgebrachten österreichischen Erzherzog namens Maximilian. Unter Präsident-Diktator Porfirio Diaz (1877 bis 1911) und im Zeichen von dessen liberaler Industriepolitik floß US-Kapital ins Land mit offiziellem Segen des Diktators. Unter seinen, mehr oder minder westlich-demokratisch kostümierten Nachfolgern floß und fließt es versteckt, aber unvermindert.

Wo überall in Mexiko US-Kapital steckt, ist im Detail oft schwer auszumachen. Die Nahrungsmittelindustrie ist, meist über Beteiligungen, zu 48 Prozent in US-Hand. Ähnliches oder Schlimmeres gilt von der Konsumgüter- und Touristenindustrie. Bergbau, Produktionsgüterindustrie, moderne Wachstumsindustrien wie Elektronik, Petrochemie, Büromaschinen sind „mexikanisiert“; das heißt oft nichts weiter als Zweige von US-Firmen, nominell im Besitz mexikanischer Staatsbürger; die Strohmänner kommen insbesondere aus dem Kreis der in Mexiko geborenen, teils schon in zweiter Generation ansässigen Nordamerikaner, die mexikanische Staatsbürger sind.

Weiteres US-Kapital kommt auf dem Weg über die Weltbank. Mexiko gehört zu deren wichtigsten Gläubigern. Nominell eine Sonderorganisation der UNO, wird die Weltbank in Wirklichkeit hauptsächlich mit US-Geldern gefüttert.

Die mexikanische Bourgeoisie unterhält zum US-Kapital ein perverses Verhältnis der Haß-Liebe; sie ist kollaborationistisch und nationalistisch zur gleichen Zeit. Was sie jeweils wirklich ist, läßt sich nach der einfachen Faustregel ihrer jeweiligen Interessen bestimmen: sie ist kollaborationistisch, wenn und solange es darum geht, modernen Kapitalismus erst einmal ins Land und in Gang zu bringen, zu lernen, Anteil zu gewinnen; sie ist nationalistisch, wenn und sobald sie sich in der Lage glaubt, die Profite allein einzuheimsen (1917 „Nationalisierung“ aller Bodenschätze durch Verfassungsgesetz, 1938 Enteignung der ausländischen Erdölgesellschaften); dann ist sie wiederum kollaborationistisch, um neues Kapital ins Land zu holen; dann wieder nationalistisch, um dieses Kapital neuerlich zu „nationalisieren“, d.h. die Profite aus US-Taschen in die eigene Tasche zu leiten; usw., usw.

Nationalismus ist auch Feigenblatt für Kollaboration. Als kürzlich der mexikanische Schwefelbergbau durch Regierungsdekret aus US-amerikanischen in mexikanische Hände übergeführt wurde, war dies für das Regime Anlaß zu wild nationalistischen Siegesmeldungen. Wegen des ungünstigen Weltmarktes für Schwefel stiegen aber die US-Besitzer mit Erleichterung aus den Schwefelgruben; sie erhielten abnorm hohe Entschädigungen.

Die mexikanische Bourgeoisie ist ein so wichtiger Partner des US-Kapitals, daß sie sich’s leisten kann, gewisse Früchte ihrer Kollaboration immer wieder zu „nationalisieren“. Aus ihrer starken Position kann sie sich auch Bezeugungen außenpolitischer Selbständigkeit leisten. Obwohl Mitglied der OAS (Organisation Amerikanischer Staaten), hat Mexiko immer gegen eine gemeinsame interamerikanische Streitmacht gestimmt, nie die diplomatischen Beziehungen zu Kuba abgebrochen. Als Gegengewicht zu seinen guten US-Beziehungen hat das bürgerlich-nationalistische Regime Mexikos bereits 1924 die Sowjetunion anerkannt, als eine der ersten Regierungen der westlichen Hemisphäre: Trotz offiziellem Antikommunismus sind die Beziehungen Mexikos zur Sowjetunion gut bis herzlich.

Was die Beziehungen zwischen Mexiko und den USA betrifft, beruhen sie auf soliden wechselseitigen ökonomischen Interessen. Die mexikanische Bourgeoisie weiß, daß sie den Kapitalismus nicht allein aufrechterhalten und vorwärtstreiben kann; ihre US-Freunde wissen, daß sie die Profite aus Mexiko nicht allein einstecken können. Sie müssen ab und zu Haare lassen. Sie müssen mit ihren mexikanischen Freunden teilen. „We want to share“, war der offenherzige Slogan, mit dem Carlos Trouyet, einer der reichsten Männer Mexikos, vor einigen Jahren durch die USA reiste.

Als Trouyet kürzlich starb, errichteten die Erben in Vollstreckung seines letzten Willens ein 9 Meter hohes Kreuz samt Christus auf einem Felsen über dem mondänen Seebad Acapulco; der Monster-Christus des Carlos Trouyet befiehlt aber nur das Teilen zwischen in- und ausländischer Bourgeoisie, das Volk soll sehen, wo es bleibt. 10 Prozent der Mexikaner verfügen über rund 50 Prozent des Bruttonationalprodukts, die übrigen 90 Prozent müssen mit den übrigen 50 Prozent auskommen.

V.

Mexiko ist der Weltbank liebstes Kind. Hier wurden deren Anleihen vorbildlich genützt. Das Land ist im Aufschwung zur modernen Industriegesellschaft, hat relativ hohe Wachstumsraten und das höchste Bruttonationalprodukt ganz Lateinamerikas.

Zugleich hat Mexiko die ungerechteste Einkommensverteilung ganz Lateinamerikas. Die untersten 20 Prozent der Einkommensbezieher verfügen über ganze 4,2 Prozent des Nationalprodukts, die obersten 10 Prozent hingegen über 49,9 Prozent. Das Verhältnis hat sich in den letzten Jahren verschlechtert, die Reichen wurden noch reicher, die Armen noch ärmer.

An Hand des vom italienischen Ökonomen Gini vorgeschlagenen Koeffizienten zur Messung der Einkommensgleichheit (totale Gleichheit ist 0, totale Ungleichheit 1) ergibt sich folgende Reihe (Ziffern teils aus den sechziger Jahren): Dänemark 0,23; Holland 0,28; Japan 0,31; Großbritannien und USA 0,39; Argentinien 0,46; Kolumbien 0,47; Panama 0,48; Costa Rica 0,50; Brasilien 0,52; San Salvador und Venezuela 0,53; Mexiko 0,55 (1958: 0,50!).

Das höchste Nationalprodukt Lateinamerikas wird am ungleichsten verteilt; die relativ höchste wirtschaftliche Entwicklungsstufe (genauer: die relativ höchste kapitalistische Entwicklungsstufe) bringt den Reichsten am meisten, den Ärmsten am wenigsten.

Daß dies möglich ist, verdankt Mexiko dem, was der Weltbank als das besonders erstrebenswerte Ziel für ein Entwicklungsland gilt: „starke Mittelklasse“. Die Mittelklasse in Mexiko, zum Unterschied von anderen Staaten Lateinamerikas, ist stark sowohl zahlenmäßig (etwa 20 Prozent der Bevölkerung) wie einkommensmäßig (etwa 20 Prozent des BNP) wie auch herrschaftsmäßig (siehe unten). Diese Mittelklasse im Verein mit der Oberklasse: mittlere und große Bourgeoisie sind stark genug, die unteren Klassen unten zu halten. Das ergibt die, von der Weltbank gleichfalls gewünschten stabilen politischen Verhältnisse, diese wiederum ergeben den Anreiz für ausländisches Kapital.

VI.

Die mexikanische Bourgeoisie besteht keineswegs nur aus blinder Profitgier, Antikommunismus, blutiger Repression der Studentenbewegung. Was sie vor allen traditionellen lateinamerikanischen Regimes auszeichnet, ist ihre Fähigkeit, Opposition zu integrieren.

Kaum war die Studentenbewegung niederkartätscht, wurden einzelne ihrer Führer und führende Sympathisanten dieser Bewegung ins System hereingeholt, in die höhere Unterrichtsverwaltung, Wirtschaftsverwaltung und andere relativ wichtige sowie gutbezahlte Positionen.

Maschinengewehre, Gefängniszellen und gute Positionen sind einander nicht entgegengesetzt. Sie sind insofern dasselbe, als sie demselben Zweck dienen: Konservierung des Systems.

Voraussetzung ist eine gewisse Stärke, Flexibilität, Intelligenz der führenden Schichte. Zum Unterschied von anderen lateinamerikanischen Regimes hat die mexikanische herrschende Klasse hievon einen bemerkenswerten Vorrat. Eine Bewegung wie der mexikanische Herbst 1968 hätte andere lateinamerikanische Regierungen wahrscheinlich gestürzt. Das mexikanische Regierungssystem ging geschwächt daraus hervor, aber mit immer noch ausreichender Integrationskraft.

Mexiko hat in seiner Geschichte so reichlich genug an Wirrnis, Herrschaft winziger Cliquen, endlos aufeinanderfolgender Diktatoren, daß jenes Integrationsprinzip die Lehre aus dieser Geschichte ist. So die offiziell geschönte Version. Hinter ihr steckt Tieferes, weniger Schönes: unter ganz bestimmten historischen, ökonomischen Umständen gelang die Verschmelzung der Führungsgruppen des liberal-nationalistischen Bürgertums, der um Land kämpfenden Bauern sowie der schmalen, aber gut organisierten und regional massierten Industriearbeiter (Bergwerke; Industriegürtel um Mexiko-Stadt; Hafen von Veracruz). Die Bereicherung der mexikanischen Bourgeoisie durch einander abwechselnde Phasen der Kollaboration mit dem US-Kapital und „Nationalisierung“ der Früchte dieser Kollaboration führte diese Bourgeoisie zu solcher Stärke, daß in Mexiko — zum Unterschied von den traditionell lateinamerikanischen Gesellschaftssystemen — die Bedingungen versammelt waren für eine bürgerliche Revolution klassischen Musters, d.h. wie in Europa: Allianz zwischen der Bourgeoisie einerseits, Bauern und Arbeitern anderseits, diese beiden als Hilfstruppen gegen die Hauptfeinde der Bourgeoisie, feudalen Großgrundbesitz und feudale, großgrundbesitzende Kirche. Fortdauernder, dauerhafter Überrest dieser historischen Bedingungen ist die Allianz der Führungsgruppen von wirtschaftstreibendem Bürgertum; Bauern; Arbeitern, Angestellten, Beamten eine Art mexikanische ÖVP.

Eine solche Allianz war und ist, in Mexiko wie in Europa, Verrat an den Interessen der Bauern und Arbeiter im Interesse der Bourgeoisie:

Die mit der bürgerlichen Revolution alliierte Bauernbewegung kämpft seit 1857 unter der Parole „Freiheit und Land“; sie brachte den Bauern zwar auf dem Papier den Landbesitz, aber keine konkrete, reale Freiheit menschenwürdigen Lebens. Das profitorientierte bürgerliche Gesellschafts- und Wirtschaftssystem drückt heute die Bauern, 51 Prozent der mexikanischen Bevölkerung, auf 18 Prozent des Bruttonationalprodukts. Die Bauern und die auf Suche nach besserem Leben zu Millionen in die Stadt Mexiko abgeströmten ehemaligen Bauern sind jene 82 Prozent der Bevölkerung mit Familieneinkommen zwischen 200 und 300 Dollar pro Jahr — bei einem durchschnittlichen Familieneinkommen in Mexiko von 680 Dollar (das vierthöchste von Lateinamerika, hinter Venezuela, Argentinien, Panama; USA: 3500 Dollar).

66 Prozent der mexikanischen Kinder gelangen in die Volksschule; 87 Prozent der Stadtkinder beenden die Volksschule, aber nur 13 Prozent der Landkinder. Da nach der offiziellen Statistik Mexikos die Städte schon bei 2500 Einwohnern beginnen, liegt der Prozentsatz der Landkinder mit abgeschlossener Volksschulbildung in Wahrheit noch tiefer: in Orten unter 15.000 Einwohnern vermutlich bei einigen wenigen Prozent.

Unter diesen Umständen führt die bürgerliche Befreiung der Bauern aus feudaler Bindung zum Abströmen ländlicher Bevölkerung in die Stadt. Mexiko-Stadt wuchs binnen wenigen Jahrzehnten von einigen hunderttausend auf mehr als 8 Millionen Einwohner; unter Einbeziehung des rundum liegenden Industriegürtels sind es 15 Millionen. Ein riesiges Reservoir städtischer Arbeitskräfte um fast jeden Preis — das ist der Haupteffekt der bürgerlichen „Bauernbefreiung“.

Die Industriearbeiter Mexikos leben erheblich besser als die Bauern, erst recht besser als die aus diesen rekrutierte Reservearmee von Arbeitskräften in der Megalopolis von Mexiko-Stadt. Auch die Industriearbeiter bleiben natürlich tief unter dem Standard der führenden Bourgeoisie, aber die Bourgeoisie hegt und pfiegt „ihre“ Industriearbeiter in einem ganz bestimmten Sinn. Zwar wurden stets in der Geschichte Mexikos Streiks mit blutiger Hand unterdrückt; aber in den Jahren 1917 bis 1938 gewannen die Industriearbeiter eine Reihe von quasi ständischen Privilegien, teils von der Bourgeoisie gewährt, teils von ihnen selbst erkämpft. Es gibt für sie eine umfangreiche Sozialgesetzgebung. Löhne kommen nicht auf dem „freien“ Arbeitsmarkt oder in „freien“ Kollektivvertragsverhandlungen zustande, sondern auf dem Weg über die relativ sehr entwickelten Gewerkschaften. Diese sind Bestandteil der Staatspartei PRI (Partido Revolucionario Institucional), praktisch Bestandteile des Staatsapparates überhaupt.

Das auf dem Weg über die Staatsgewerkschaften erzielte höhere Einkommen der Industriearbeiter sowie deren Integration in die bürgerlich-nationalistische Staatspartei sorgen auf bisher sehr wirksame Weise für die Isolierung der Industriearbeiter von den übrigen nichtbürgerlichen Klassen. Was eine Avantgarde gegen die Bourgeoisie sein könnte (15 Prozent der berufstätigen Bevölkerung arbeiten in der Industrie) wird unter den geschickt integrierenden, geschickt manipulierenden Händen der mexikanischen Bourgeoisie zu einer, ihre Privilegien hütenden „Arbeiteraristokratie“.

Durch die Integration von Bauern und Arbeitern in die Staatspartei, durch die Verschmelzung von deren Führungskadern mit dem eigenen Führungskader in dieser Partei gelingt der mexikanischen Bourgeoisie ein Kunststück, das traditionellen lateinamerikanischen Regimes unerreichbar ist: die solide notarielle Beglaubigung ihrer Herrschaft durch eindrucksvolle Mehrheiten bei allgemeinen, geheimen und ohne Schwindel abschnurrenden Wahlen.

Der gegenwärtig amtierende Präsident, Dr. Luis Echeverria Alvarez, erhielt 1970 nicht weniger als 80 Prozent der gültigen Stimmen.

Als Nachwirkung der blutigen Repression im Herbst 1968, für die Echeverria als Innenminister auf nicht näher erforschbare Weise mitverantwortlich war, gab es allerdings eine hohe Zahl von Stimmenthaltungen oder ungültigen Stimmen. (Die ungültigen Stimmen werden in der mexikanischen Wahlstatistik nicht verzeichnet; es gibt Wahlausweise, die beim Wahlgang gestempelt werden; ein gestempelter Wahlausweis ist nützlich bis notwendig für Protektion durch die allmächtige Staatspartei; daher dürfte Opposition sich vor allem in ungültigen Stimmzetteln ausdrücken — soweit die Oppositionellen überhaupt wählen und soweit sie nicht andere Parteien wählen; diese, darunter eine legale KP, sind aber politisch bedeutungslos.)

Zieht man Stimmenthaltungen, ungültige Stimmen und Stimmen für Kandidaten anderer Parteien ab, so reduzieren sich Echeverrias 80 Prozent der gültigen Stimmen auf 35 Prozent der Stimmen aller Wahlberechtigten. Das ist aber durchaus westlich-demokratisch; Nixon erhielt 31 Prozent der Stimmen aller Wahlberechtigten.

VII.

Kann es wirksame Opposition geben gegen dieses seit Herbst 1968 zwar geschwächte, aber immer noch geschickt und lebensfähig operierende Regime?

Es hat seinen festen Rückhalt in einer starken Mittelklasse, es integriert Bauern und Industriearbeiter, es ist in allen vitalen Fragen mit den USA verbündet, zugleich wohlerfahren in nationalistischer Anti-US-Demagogie. Die Staatspartei PRI hat ihre Fangarme und Saugnäpfe tief im Volkskörper, für fast alles braucht man ihre Protektion. Die anderen Parteien sind bedeutungslos, meist nur demokratische Schaukästen der PRI, die sie zu diesem Zweck am Leben erhält, mit Mitteln und Posten versieht (dies gilt auch für die KP). Zwei größere Oppositionsparteien erhalten von ihr sogar Parlamentssitze, nach komplizierten Verhandlungen und Berechnungen — ein System, das an die „Nationale Front“ aus mehreren Parteien in kommunistisch regierten Ländern Osteuropas erinnert.

Gegen allmächtigen Staatskapitalismus und allmächtige Staatspartei gibt es als Gegenkraft den naturwüchsigen Anarchismus des mexikanischen Volkes, das seit je in seiner Geschichte von keiner Regierung sehr viel Gutes erwartet und damit immer noch recht behalten hat. Dieser naturwüchsige Anarchismus führte in bestimmten historischen Abschnitten zum offenen bewaffneten Volkswiderstand (der Bauern wie der Arbeiter), in anderen Abschnitten — häufiger und häufig auch wirksamer als der offene Widerstand — zum Widerstand durch oberflächliche Unterwerfung, Ausnützung aller denkbaren Vorteile eines Regimes bei totalem Disengagement von diesem. Solcher versteckter Widerstand des Volkes war seit spanischen Zeiten und ist zum Teil heute noch eine bleierne Kugel am Fuß der Regierenden.

Wann und ob solcher naturwüchsiger Anarchismus umschlägt vom passiven zum aktiven Widerstand, läßt sich nicht voraussagen, in der gegenwärtigen, undurchsichtigen Phase oberflächlich wiederhergestellter Ruhe und fortdauernder Tiefenwirkung des Herbstes 1968, der von den mexikanischen Intellektuellen für das wichtigste innenpolitische Ereignis seit der bürgerlichen Revolution des Jahres 1910 gehalten wird.

Einzige, halbwegs strukturierte systemtranszendente politische Kraft ist die Studentenbewegung (und Schülerbewegung). In ihr hat sich nach dem Herbst 1968 ein Umschlag vollzogen. Aus einer friedfertigen Massenbewegung (mit viel Unterstützung von liberal-bürgerlicher Seite, fast keiner von Seiten der Industriearbeiter und Bauern) wurde, durch den Anschauungsunterricht im Kleinkaliberschießen auf Demonstranten, eine Vielzahl kleiner und kleinster halblegaler bis illegaler Organisationen; nach guter alter linker Tradition bekämpfen diese einander ebenso heftig, wie sie gemeinsam das herrschende System bekämpfen.

Eine Minderzahl dieser Gruppen ist im Übergang zur Guerilla, nach den Rezepten von Che Guevara und Regis Debray, vor allem aber der Tupamaros. Natürlich gib’s auch Maoisten, Trotzkisten, Anarchisten.

Ende März/Anfang April präsentierte die Regierung ein Komplott von 20 Studenten, die gestanden hatten, daß sie in Nordkorea zu Guerilleros ausgebildet worden waren. Bei der Hin- und Rückreise hatte die Sowjetunion (und die DDR) als Zwischenstation fungiert. Daraufhin wurden nicht weniger als fünf sowjetische Diplomaten aus Mexiko ausgewiesen, darunter der Erste Geschäftsträger.

Die sowjetische Regierung ist gegenwärtig womöglich noch konservativer als die mexikanische. Sie ist, zusammen mit allen lateinamerikanischen Kommunistischen Parteien, für die Legalität, gegen die von ihr als „Abenteurer“ denunzierten Guerilleros. Sie hat, wegen ihres Legalitätsprinzips, sogar mit Folterregierungen wie der brasilianischen recht gute Beziehungen. Die mexikanische Regierung weiß genau, daß die sowjetische keine Absicht hat, sie durch Guerilla-Krieg zu stürzen. Wenn sie dennoch derlei insinuiert, und untermauert durch die Ausweisung sowjetischer Diplomaten, so geht es um hintergründigen Nutzen: Rundfunk, Fernsehen, Tagespresse sind in Mexiko insgesamt regierungsfromm, insgesamt wild antikommunistisch; die Massenmedien sorgen für Diffamierung der aus dem blutigen Fiasko der Studenten- und Schülerbewegung 1968 nun herauswachsenden revolutionären Linken durch deren vorgängige Identifizierung mit der Sowjetunion. Eine Ehre, die sich die gegenwärtige Sowjetunion leider nicht verdient hat.

Die mexikanische Regierung kann sich einen so erstaunlichen Akt wie die grundlose oder doch überdimensionierte Ausweisung von fünf sowjetischen Diplomaten leisten. Ihre Beziehungen zur Sowjetunion sind unzerstörbar gut; die Sowjetunion hat vitales Interesse an einem Land, das vor der Tür Nordamerikas liegt, Mexiko hat vitales Interesse an sowjetischer Abstützung seines bürgerlichen Nationalismus gegenüber allzu großer Intimität der USA. Die ausgewiesenen sowjetischen Diplomaten haben bei ihrer Abreise nichts weiter gesagt, als daß sie nicht verstehen, was ihnen widerfährt, der mexikanischen Regierung aber dennoch alles Gute und Schöne wünschen.

Daß die frommen sowjetischen Wünsche für das bürgerlich-nationalistische Regime Mexikos bis auf weiteres in Erfüllung gehen, ist durchaus möglich, ja wahrscheinlich. Mexiko ist revolutionsreif — objektiv gesehen; es ist revolutionsreif wie ganz Lateinamerika, ja, es hat die ungerechteste Einkommensverteilung des ganzen Kontinents. Aber es fehlen die subjektiven Kräfte, die die Revolution machen könnten. Die welthistorische Gegenkraft zum Kapitalismus, der Sozialismus, ist in Mexiko ungenügend entwickelt. Weder gibt es eine den lokalen Verhältnissen entsprechende konkrete sozialistische Theorie, noch massenhafte permanente Praxis; in diesem Sinn gibt es keinen mexikanischen Sozialismus.

Gemäß spanischer Tradition und von spanischen Emigranten importiert, ist der Anarchismus in der mexikanischen Geschichte die einheimische Form des Sozialismus. Anarchistische Strömungen spielten in der Arbeiter- wie Bauernbewegung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts in Mexiko eine wichtige Rolle. In den Jahren der bürgerlichen, liberalnationalistischen Revolution 1910 bis 1920 waren Anarchisten als Verbündete so wichtig, daß in das mexikanische Verfassungspapier (Akzent auf Papier) „sozialistische“ Artikel hineingerieten (Recht auf Arbeit, Nationalisierung der Bodenschätze).

Gerade das seinerzeitige Bündnis zwischen kapitalistischer Bourgeoisie und anarchistischen Arbeitern und Bauern sorgte aber dann für die Integration dieses historischen Anarchismus-Sozialismus in das bürgerliche Regime; aus der anarchistischen Bewegung und insbesondere deren Führungskader wuchsen die Staatsgewerkschaften, als Teil der bürgerlich-nationalistischen Staatspartei PRI. Wie so vieles andere in Mexiko sprang auch der Sozialismus aus seiner Steinzeit direkt in die Neuzeit: aus wildestem Anarchismus in zahmstes treurosarot kollaborierendes Gewerkschaftlertum.

Die mexikanische Bourgeoisie ist schlau und stark. Sie brachte schon allerhand Westlich-Demokratisches zustande: schöne Verfassung, schöne Wahlen, schönes „Unterwegs zur Industriegesellschaft. Um die westliche Demokratie komplett zu machen, müßte ihr nur noch die Modernisierung der Armut gelingen: derzeit werden die Reichen immer reicher, die Armen immer ärmer; man müßte in westlich-demokratischer Weise den Armen ihren gerechten Anteil geben: ihr Einkommen müßte in absoluten Ziffern steigen: in relativen Ziffern würde es weiterhin sinken — weil ja die Reichen weiterhin reicher werden, und zwar rascher, als die Armen relativ weniger arm werden. Dies ist das aufgelöste Rätsel der demokratischen Industriegesellschaft, die solide Manipulationsgrundlage der demokratischen Massenmedien.

Wenn der mexikanischen Bourgeoisie dies gelingt, hat sie die perfekte Demokratie westlichen Stils. Und die Revolution kann bis auf weiteres baden gehen.

Vgl. Lutz Holzinger, Alternativen zur Guerilla, Chile — Bolivien — Peru, NEUES FORVM, März/April 1971, mit Literaturliste.

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Erstveröffentlichung im FORVM:
April
1971
No. 209/I/II, Seite 25
Autor/inn/en:

Günther Nenning:

Geboren 1921 in Wien, gestorben 2006 in Waidring. Studierte Sprachwissenschaften und Religionswissenschaften in Graz. Ab 1958 Mitherausgeber des FORVM, von 1965 bis 1986 dessen Herausgeber bzw. Chefredakteur. Betätigte sich als Kolumnist zahlreicher Tages- und Wochenzeitungen sowie als Moderator der ORF-Diskussionsreihe Club 2.

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