Zeitschriften » FORVM » Print-Ausgabe » Jahrgänge 1968 - 1981 » Jahrgang 1971 » No. 207/I/II
Spartakus (Wien)

Jugend-KZ in Österreich

Kaiser-Ebersdorf
Protokoll von Berti K.

Nach der 3. Gerichtsverhandlung wurde ich nach Kaiser-Ebersdorf eingewiesen.

Als ich dort ankam, mußte ich gleich 2 Stunden in der Kälte stehen und warten ... Gleich am ersten Tag hatte ich den ersten Krach mit einem anderen Zögling. Er glaubte, weil ich neu war, könnte er mit mir machen, was er wollte ... Ich war Manns genug, um mich gleich richtig durchzusetzen. Ich zeigte ihnen, wie man bei uns im Prater catcht.

Man hat mich bei einem Erzieher verwamst. Dieser führte mich sofort in den Keller — da hatten sie Zellen ohne Betten; geheizt wurde den ganzen Tag eine Stunde; auch das Häusl befand sich drinnen.

Nach 3 Monaten hatte ich noch immer keinen Ausgang; somit nahm ich mir einen zweiwöchigen Urlaub. Ich ließ mich eines Nachts mit Leintüchern aus dem 2. Stock hinunter, überkletterte die 4m hohe Mauer und war eine Staubwolke. Als man mich erwischte, ging es mir dreckig. Ich kam wieder in diese fürchterliche stinkende Zelle im Keller und bekam eine gehörige Tracht Prügel, von 4 Erziehern, gegen die ich mich natürlich nicht wehren konnte. Diese 4 starken Herren, Weber Walter, Ludowatz, Weiß, Böß, glaubten damit das Ihrige getan zu haben, aber für mich war es damit noch nicht vorbei.

Kirchberg

Man schickte mich zusätzlich nach Kirchberg. Was mich dort erwartete, war ärger als in einem Arbeitshaus. Man mußte von 5 Uhr früh bis 10 Uhr abends ununterbrochen arbeiten; Dinge wie Klosettgehen, Waschen und Essen mußten im Laufschritt ausgeführt werden. Wobei man jedesmal, wenn man sich das Essen holte, das vor der Tür auf dem Boden stand, eine Ordentliche über den Rücken gefallen lassen mußte — auch wenn man gar nichts getan hatte. Das Arbeitspensum war so hoch angesetzt, daß es unmöglich war, es zu erreichen.

Kaiser-Ebersdorf

Als ich nach 4 Monaten nach K. E. zurückkam, kam ich sofort auf die Strafgruppe, um noch den letzten Schliff zu genießen. Als ich wieder auf meine Gruppe kam, war ich von allen verachtet, da auch sie für meine Flucht bestraft worden waren.

Nach 2 Jahren hatte ich ein bißchen Glück und wurde entlassen. Aber ich glaubte, daß man mich entließ, weil ich für sie eine zu harte Nuß war, die man nicht knacken konnte.

Kirchberg
Protokoll von Herbert M.

Nach einer Fensterflucht aus Kaiser-Ebersdorf wurde ich nach Kirchberg gebracht. Ich mußte den ganzen Tag Häschenhüpfen. Wenn man zusammenbrach, bekam man von Erzieher Weiß einen Tritt ins Kreuz.

In Kirchberg gibt es 13 Einzelzellen, eine davon ist das „Lachkabinett“ (Prügelzimmer).

Einmal hatte ich das Arbeitspensum nicht zusammengebracht. Ich sollte Häschenhüpfen. Als ich mich weigerte, gab mir Erzieher Weiß Tritte in den Rücken und auf den Kopf.

Kaiser-Ebersdorf

Einmal ist ein Gerücht entstanden, daß 5 Burschen einen Erzieher hauen und auf Flucht gehen wollen. Ludowatz, der diensthabende Erzieher, hat sich einen geholt, nichts erfahren und hat ihn daraufhin „gelyncht“. Und so einen nach dem anderen von diesen Burschen. Dann kamen noch Weiß und Chromecek (andere Erzieher) und schlugen alle fünf noch einmal. Jeder, der aus dem Dienstzimmer wieder herauskam, war blutig und mußte sich an der Wand festhalten.

Noch in derselben Nacht wurden alle fünf mit einem Heimbus nach Kirchberg gebracht.

Klein-Volderberg
Protokoll von Omer Gigovic

Als ich von der Flucht gekommen bin, sagte Erzieher Emil Jaus zu den Burschen: „Ich geh jetzt raus, daß ich es nicht seh; ihr haut ihn zusammen.“ (Das war im Waschraum — jeder, der von der Flucht gekommen ist, mußte dort eine halbe Stunde unter der kalten Brause stehen). Die 8 Stärksten vom Heim schlugen mich zusammen, mit der Faust und mit Besenstielen.

Ich kam dann auf die Strafgruppe. Ich mußte eine halbe Stunde mit einer kurzen Hose, ohne Hemd, im Freien stehen, bis ich zur Arbeit eingeteilt wurde (im Winter, bei Schneetreiben). Ich mußte Holz schleppen; wenn ich nicht mehr mitkonnte, wurde ich von Erzieher Huber mit den Schischuhen in den Bauch getreten. Ich bekam siebenmal eine Glatze geschoren.

Erzieher Pitö ließ uns Turnübungen machen. Wenn wir sie nicht zusammenbrachten, drosch er uns mit dem Billardstock.

Wenn ein Erzieher etwas kaputtmachte, wurde uns das Geld abgezogen (von den sieben Schilling, die wir im Monat bekamen). Man konnte nur Landwirtschaft, Schneiderei, Tischlerei oder Schusterei lernen (auf der Strafgruppe gab es nur Landwirtschaft). Wenn einer sich krankmeldete, bekam er Watschen. Wenn der Doktor ihn dann doch krankschrieb, mußte er nach spätestens 2 Tagen wieder arbeiten.

Dem Zögling D. ist immer versprochen worden, daß er bei guter Führung entlassen wird. Nach 2 Jahren guter Führung wurde er noch immer nicht entlassen; darauf nahm er Rattengift. Er wurde gerettet; als er wieder ins Heim kam, wurde er von den Erziehern Tibor und Eichholzer zusammengeschlagen. Er ist noch immer in Klein-Voldernberg, jetzt schon das 9. Jahr.

Im Karzer („Besinnungsraum“) durfte man am Tag nur einmal Wasser trinken (zu Mittag, ein halbes Glas). Das WC war ein Kübel.

Einmal ließ der Heimleiter Aul den Zögling Rudolf S. zu sich kommen; er ließ ihn sich über einen Sessel bücken und gab ihm mit einem Bambusstock 37 Hiebe. Mit mir wollte er dasselbe machen; ich wehrte mich, 4 Erzieher kamen und schlugen mich zusammen.

Ich habe Schriftmaler gelernt. Nach einem Dreivierteljahr wurde ich entlassen, weil ich im Krankenstand war. Ich war 2 Wochen arbeitslos; dann ließ mich die Fürsorge ins Heim Wegscheid bei Linz bringen. Weil ich von dort auf Flucht ging, bin ich nach Voldernberg gekommen.

Windisch-Garsten
Protokoll von Hans W.

Wegen Unfolgsamkeit kam ich in das Erziehungsheim für Schüler in Windisch-Garsten. Ich bekam drei Monate lang keinen Ausgang. Waren wir schlimm, durften wir weder Post noch Pakete empfangen.

Mit einem Lineal wurde uns so lange auf die Finger geschlagen, bis wir bluteten.

Ein homosexueller Erzieher hat einen Schüler von uns verführt.

Korneuburg

Nach zwei Jahren wurde ich durch die Fürsorge in das Erziehungsheim Korneuburg gebracht. Heute nennt man es Lehrlingsheim.

Einmal war ich auf Flucht. Man drohte mir mit Kaiserebersdorf. Ich wurde drei Tage isoliert. Geld wurde mir entzogen, das heißt, ich bekam für meine Arbeit kein Geld. Ich hatte 9 Monate Urlaubssperre. Von den Erziehern, speziell vom Erziehungsleiter Dr. Groß bekam ich Ohrfeigen. Wenn wir uns aus dem Garten Radieschen holten, gab es Schläge.

Es gab neun Gruppen. Die dritte war die Strafgruppe, auf der ich auch war. Wenn dem Gruppenstärksten irgendetwas nicht paßte, dann schlug er einfach zu und die Schwächeren mußten einstecken. Der Erzieher wußte davon, sagte aber nichts.

Eggenburg
Protokoll von Michael H.

Ich entwich zehn Mal aus dem Heim. Nach einem Ausbruch im August 1965 wurde ich wieder festgenommen. Nach einer Woche wurde ich nach Eggenburg gebracht. In der Kanzlei bekam ich vom Heimleiter Johann Matz zwei Ohrfeigen. Von den Erziehern Hein Gustav (der Schiefe), Kostrubik, Baumgartner, Mehner, Strauß und Kollacek wurde ich zusammengeschlagen.

Ich kam auf die Strafgruppe. Mir wurde eine Glatze geschoren. Vom diensthabenden Erzieher Knoll wurde ich zusammengeschlagen. Ich mußte einmal 30 bis 40 Paar Fußballschuhe reinigen. Ein anderes Mal mußte ich mit einer Zahnbürste und einem Sacktuch zwei Stunden lang den Boden aufreiben.

Ich war schwarz in der Stadt und wurde vom Erzieher Mehner erwischt. In der Kanzlei hielt er mir eine Moralpredigt. Weil ich dabei nicht gerade stand, trat er mich in die Hoden.

Der Zögling Robert Schuller ging nicht zur Arbeit. Darauf wurde er von den Erziehern Wiesinger, Gruber und Hein verprügelt. Sie warfen ihn zu Boden, wobei er sich die Hand brach. Im Spital gaben sie an, er sei über die Treppe gefallen. Robert gab die wahre Ursache an, das Spital erstattete jedoch keine Anzeige.

Wir bauten gerade die neue Fleischerei, Der Zögling Hans Schmidt stellte eine Trennwand falsch auf. Maurermeister Russ warf ihm einen Hammer nach. Schmidt bückte sich und der Hammer traf Baumeister Rauscher auf der Brust. Am nächsten Tag bekam Schmidt auf dem Zimmer von Rauscher Watschen.

Wiener-Neudorf
(Mädchenerziehungsheim)

Ich bin wegen Flucht von zu Hause und Verdacht Rauschgift zu nehmen, ins Heim gekommen.

Als ich es nicht mehr aushielt, lief ich mit einer Gleichgesinnten davon. Nach einer Woche wurde ich von der Polizei festgenommen. Ich kam in die Anstalt für schwerer erziehbare Mädchen, WienerNeudorf.

Ich war 20 Monate drinnen. Aber ich kann nur eines sagen, besser bin ich nicht davon geworden, vielleicht raffinierter, denn was ich nicht wußte habe ich dazugelernt, und ich habe mir alles gemerkt.

Man sagte mir, nur für ein Jahr. Nach einem Jahr ging ich wieder auf Flucht. Als ich wieder zurückkam, wurde ich in die Korrektion geführt: 4 x 2 m groß, schwarze Wände, 1 Holzpritsche, Holzboden, 1 Plastikkübel, der pestialisch stank. Ganz oben ein kleines Guckerl, das vergittert war. Im Winter war es fürchterlich kalt. Meine ganze Wäsche würde mir abgenommen; ich wurde in einen knöchellangen, zerschlissenen Fetzen gesteckt. Um 6 Uhr früh wurde einem der Strohsack und die Decke weggenommen. Man konnte sich nicht waschen, etwas zum Zeitvertreib (Arbeit, Lesestoff) bekam man auch nicht.

Als ich wieder in die Gruppe kam, freundete ich mich mit einem Mädchen an. Deshalb kam ich nach einer Woche wieder in die Korrektion, „wegen Lesbereien“. Als ich endlich wieder in die Gruppe durfte, wurde ich in einem Zimmer abgesondert. Ich brauchte nur mehr mit einem Mädchen mehr sprechen, dann wurde schon gesagt, ich nehme meine lesbischen Beziehungen auf.

Obige Protokolle entstammen der Jugendschrift „Nachrichten für Unzufriedene“, Wien. Sie knüpft daran den folgenden, für die Jugendkultur charakteristischen Kommentar. (Kontaktadresse: Jakob Mytteis, Wien 6, Theobaldgasse 15/5; Telefon 57 59 342.)

WIR HABEN KZ’S IN ÖSTERREICH.
HEIME, IN DENEN DAS RÜCKGRAT VON GENERATIONEN GEBROCHEN WIRD.

Die Besten von uns, die Entschlossensten, die Mutigsten sind ihre Insassen. Jugendliche, die deutlicher als die anderen gemerkt haben, daß sie nichts zu verlieren haben, daß unsere sogenannte Freiheit ein System der Unterdrückung, der Demütigung, der Unterordnung, der Abhängigkeit, der Bespitzelung, des langsamen Sterbens bedeutet.

UNSER NORMALES LEBEN IST WERTLOS. SIE HABEN EIN NEUES GESUCHT, UNMITTELBAR, UM JEDEN PREIS.

SIE HABEN SICH GENOMMEN, WAS IHNEN VORENTHALTEN WIRD, ABER OHNE PLAN, OHNE ZIEL, MEISTENS ALLEIN.

Schwererziehbare, Schwereinzugliedernde; sie tragen den Stempel der Kriminalität.

Veröffentlichungen, Aufdecken von Skandalen, Unterschriftensammlungen und Intervention bei höheren Stellen sind ein Anfang. Wir heraußen haben geräumigere Zellen. Unsere Gitter heißen Fabrikstore, unser Ausgang — Ferien, unsere Wächter — Meister und Firmenleitung. Wir können uns ein wenig freier bewegen. Es ist unsere Pflicht, diese „Freiheit“ auszunützen für den Kampf; denn die Betroffenen sind wir alle.

EIN MENSCH KOMMT IN EIN HEIM.

Ja, ja, richtig, ein Mensch, kein Arbeiter, kein Lehrling, kein Hilfsarbeiter, kein Bastard, kein Tschusch. Ein Mensch mit Armen, Beinen, einem Schwanz, einem Kopf. Ein Mensch mit Empfindungen, Fantasie, Angst, Haß, Energie. Er wollte ausbrechen und wurde eingeschlossen. Ein Fenster, Gitter, ein Scheißkübel, eine Pritsche. — Strafgruppe, Strafarbeit, Arbeitspensum, Schläge, Schläge, kein Ausweg.

Woher kommt er?

Er kommt von uns. Er ist einer von uns. Irgendwann in der Nachkriegszeit ist er geboren. Irgendwelche Menschen waren seine Eltern. Er ist irgendwo in unserem Land aufgewachsen. Ja, er war stark, er war stärker als die anderen, oder schwächer. Er besuchte irgendeine Volksschule, oder wenn er Schule schwänzte, kam er in die Hilfsschule. Er konnte weinen und lachen. Seine Mutter war stolz auf ihn, oder nicht. Er war allein oder hatte Freunde. Soviel hat er sich gewünscht, er wollte als kleiner Junge ein ... Schaffner, Pilot, Seemann, Polizist werden.

Er hat einen Beruf gelernt. Irgendwo, in einer kleineren oder größeren Bude. Er hat Hilfsarbeiten gemacht. Er mußte das Frühstück holen. Er hat Überstunden gemacht, (die macht man ja fast in allen Privatbetrieben, vor allem auf dem Land).

Er hat ein bißchen Geld verdient. Er wollte auf ein Moped sparen. Er ist tanzen gegangen. Er hat gesehen, wie sein Vater älter wird. DIESE HOFFNUNGSLOSIGKEIT — DIESES EWIG GLEICHE, DIESE MONOTONIE — DIESES VORM FERNSEHEN HOCKEN, DIESE BIERTISCHGESPRÄCHE, DIESE STREITEREIEN, DIESE ENGE. Oder er hat das alles nicht gesehen, aber gespürt hat er es. Er wollte das alles nicht. Er hat sich die Haare wachsen lassen. SEINE FREUNDE SIND ABGESTUMPFT, HABEN SICH ABGEFUNDEN, und dann, dann ist er nicht mehr in die Berufsschule gegangen, er hat zu trinken begonnen, er ist ein paarmal von zu Hause weggelaufen. Die Polizei hat ihn gesucht. Er hatte sein ganzes Geld versoffen. Er wollte ein Moped. Tagtäglich sieht man die herrlichsten Sachen in den Auslagen, an den Plakatwänden, in den Werbespots des Fernsehens.

Irgendwann in der Nacht hat er ein Moped gestohlen. Man hat ihn erwischt — FÜRSORGE, JUGENDRICHTER, BEDINGTE VERURTEILUNG — EINWEISUNG NACH KAISEREBERSDORF. Als sie ihn zum ersten Mal zusammenschlugen, schlug er zurück — STRAFGRUPPE, STEINKORREKTION. Er wollte ausbrechen, heraus aus dem normalen Leben, ungeplant, ohne Ziel, allein, wollte er sich nehmen, was ihm vorenthalten wurde. Unmittelbar, um jeden Preis hat er das neue Leben gesucht.

Ein gestohlenes Moped. Ein Fenster, ein Gitter, ein Scheißkübel, eine Pritsche.

EIN HEIM — IHR LETZTES DRUCKMITTEL GEGEN AUSBRECHER AUS: DEM GEFÄNGNISALLTAG.

EIN MENSCH IN EINEM HEIM.

ES WIRD ZEIT, DASS WIR IHN HERAUSHOLEN.

Es gibt immer welche. die oben sind und es gibt immer welche, die sind unten.

Diese Auffassung gibt es seit Jahrhunderten. Seit der Mensch über den Menschen herrscht. Eine kleine Minderheit von Parasiten, Feudalherren, Könige, Kaiser, Kirchenfürsten, später Fabriksbesitzer, Konzernherren, ihr Machtapparat, die Militärs, die Gerichte, die Gefängnisse — MITTEL ZUR UNTERDRÜCKUNG DER MEHRHEIT DER BEVÖLKERUNG, VON DEREN ARBEIT SIE LEBEN. Wie der römische Statthalter von den Sklaven, wie der Feudalherr von den leibeigenen Bauern, wie der Konzernbesitzer von den Arbeitern.

WENN DIE UNTERGEBENEN, DAS ARBEITSVIEH, REBELLIERT, WERDEN DIE UNTERDRÜCKUNGSMITTEL GEGEN SIE EINGESETZT.

Eines dieser Mittel sind die Erziehungsheime. Die „Rebellen“, die sich nicht fügen, die wagen, die Eigentumsverhältnisse zu durchbrechen, sollen gebrochen werden.

DAGEGEN GIBT ES NUR DEN GEMEINSAMEN POLITISCHEN KAMPF. NICHT DIE PLANLOSE AUFLEHNUNG VEREINZELTER — DER ORGANISIERTE, GEPLANTE, GEMEINSAME AUSBRUCH.

Ein Kampf, für Leute, die nicht nur die Oberfläche ankratzen wollen, die ALLES wollen und die alles geben. Es gibt viel zu gewinnen.

FREUNDE IN DEN HEIMEN!

Ihr seid nicht allein in Euren Zellen. In allen Teilen der Welt wird der Kampf geführt. In vielen Ländern gibt es solche Heime nicht mehr, wie bei uns. Dort gibt es selbstverwaltete Jugendzentren: Freie, offene Heime. Burschen und Mädchen zusammen, ohne Erzieher. Die Bewohner dieser Heime erziehen sich selbst. Sie bilden ein Kollektiv, eine Gemeinschaft. Jeder ist jedem verantwortlich. Und sie planen ihren Kampf. Sie wissen, was sie mit ihrer Freizeit anfangen sollen. Diese offenen Heime sind die Zentren des Widerstandes der Jugendlichen gegen das System.

Wir bauen an einem solchen Heim. Dieses Frühjahr wird es fertig sein. Unsere Forderungen sind: Abschaffung der alten Heime, Ersetzung durch selbstverwaltete Heime. Das ist das Ziel eines langen Kampfes. Den Anfang haben wir schon hinter uns. Es dauert nicht mehr lange, bis die Hochburgen der Unterdrückung, Kaiserebersdorf und Kirchberg, fallen.

Nachdem wir die Öffentlichkeit ausreichend informiert haben, werden wir Aktionen und Demonstrationen zur Durchsetzung unserer Forderungen organisieren.

Diese Kampagne hat nur dann Erfolg, wenn sie von einem Großteil der Betroffenen, also der Jugendlichen selbst, geführt wird.

WIR RECHNEN AUF EUCH!

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Erstveröffentlichung im FORVM:
Februar
1971
No. 207/I/II, Seite 39
Autor/inn/en:

Spartakus (Wien):

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