FORVM » Print-Ausgabe » Jahrgänge 1982 - 1995 » Jahrgang 1995 » No. 499-504
Maximilian Edelbacher • Walter Jaromin • Elfriede Ofner • Otto Roßkopf • Otto Scrinci • Konrad Windisch
Zu: Ignaz Härtel, Besuche bei Freunden

Gegendarstellungen

Gegendarstellung
von Konrad Windisch

Sie zitieren mich namentlich mit völlig aus dem Finger gezuzelten Behauptungen. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir eine offizielle Berichtigung bzw. Klage ersparen würden, indem Sie in Ihrer nächsten Ausgabe der Wahrheit entsprechend fest halten:

Ich kenne keinen Dr. Neworal, war nie zu einem Vortrag von ihm eingeladen, habe nie an einem solchen teilgenommen, war noch nie in der Villa des Herrn Dr. Roßkopf, kein Mensch kann mich dort gesehen haben, kenne keinen »Agathenhof«, war natürlich auch noch nie dort. Und so weiter.

Wenn mich also Ihr Herr Härtel dort getroffen hat, dann muß er träumen oder lügen. Was solls? K.W.

PS: In der Folge erklärte Konrad Windisch: »Das ist für mich weder ehrenrührig noch klagefähig. Und wenn Sie es nicht richtigstellen, bohre ich mir auch kein Loch ins Knie« [1] — und abonnierte [2] das FORVM. G.O.

Gegendarstellung
von Hofrat Dr. Otto Roßkopf

Sie schreiben in der Zeitschrift »Forvm« Nr. 496-498 vom 9.6.1995 auf Seite 63 folgendes:

Samstag 11. März. Bei Otto Roßkopf in Perchtoldsdorf, Kunigundenbergstraße Nr. 9.

Um 16 Uhr treffe ich ein, wo mich ein Vortrag von Dr. Heinz Neworal, Mitarbeiter des Innenministeriums mit Zuständigkeit für fremdenpolizeiliche Angelegenheiten zum Thema »Sicherheitsperspektiven für Europa und die Auswirkungen des organisierten Verbrechens« erwartet. Fast alle Teilnehmer sind schon da: Konrad Windisch, Herbert Schaller, Otto Scrinzi, Elisabeth Ofner (Ehefrau von Harald Ofner, sie wird auch mit Frau Minister angesprochen), Horst Jakob Rosenkranz, Andreas Thierry, Sigrun Schleipfer und Walter Jaromin, sowie andere Personen, die wir namentlich nicht kennen.

Diese Tatsachenmitteilung ist unwahr.

Wahr ist vielmehr, daß am Samstag, 11. März 1995 in der Villa von Hofrat Dr. Otto Roßkopf keine Versammlung stattgefunden hat, weder mit den vorerwähnten, noch mit anderen Personen. Es fand auch keine Versammlung mit den vorerwähnten Personen im Beisein des Herrn Hofrat Dr. Otto Roßkopf zu einem anderen Zeitpunkt oder an einem anderen Ort statt.

Gegendarstellung
von Hofrat Prim. Dr. Otto Scrinzi

Sie schreiben im Forum Nr. 496-498:

In der Villa des Hofrat Dr. Roßkopf befindet sich der Sitz der Kameradschaften »Walter Novotny« und »Prinz Eugen«. Um 16 Uhr treffe ich ein, wo mich ein Vortrag von Dr. Heinz Neworal, Mitarbeiter des Innenministeriums mit Zuständigkeit für fremdenpolizeiliche Angelegenheiten, zum Thema »Sicherheitsperspektiven für Europa und die Auswirkungen des organisierten Verbrechens« erwartet. Fast alle Teilnehmer sind schon da: Konrad Windisch, Herbert Schaller, Otto Scrinzi, Elisabeth Ofner ...«

Diese Darstellung ist unrichtig. Richtig ist, daß ich weder an dieser noch an einer anderen Veranstaltung in der Villa Dr. Roßkopf teilgenommen habe.

Gegendarstellung
von Elfriede Ofner

In der Nummer 496-498 der Zeitschrift »FORUM« vom 9. Juni 1995 schreiben Sie auf Seite 63 unter dem Titel »Besuch bei Freunden« und dem Untertitel: »Samstag, 11. März — Bei Otto Roßkopf in Perchtoldsdorf, Kunigundenbergstraße 9« unter anderem:

In der Villa von Hofrat Dr. Otto Roßkopf befindet sich der Sitz der Kameradschaften »Walter Nowotny« und »Prinz Eugen«. Um 16.00 Uhr treffe ich ein, wo mich ein Vortrag von Dr. Heinz Neworal, Mitarbeiter des Innenministeriums ... erwartet. Fast alle Teilnehmer sind schon da: Konrad Windisch, Herbert Schaller, Otto Scrinci, Elisabeth Ofner (Ehefrau von Harald Ofner, sie wird auch mit Frau Minister angesprochen) ...

Diese Behauptung ist hinsichtlich meiner Mandantin, die im übrigen mit dem Vornamen »Elfriede« heißt, unrichtig.

Ihr ist nicht bekannt, ob bzw. daß Dr. Roßkopf eine Villa besitzt, sie hat eine solche niemals betreten, auch nicht aus dem gegenständlichen Anlaß bzw. in Gegenwart der genannten Personen. H. Ofner

Sie schreiben in der Nr. 496-498 vom 9. Juni 1995 auf Seite 63 betreffend Herrn Walter Jaromin, Berufsdetektiv:

Ich zeige Jaromin, daß ich sehr beeindruckt bin und frage ihn, ob er gute Beziehungen zu Edelbacher habe.

»Ja, wenn ich etwas dringend brauche, gehe ich zu ihm ins Büro. Früher war’s öfter, jetzt so drei bis viermal pro Jahr. Das ist ein reiner Parteibuchroter, ein nationaler Roter, so wie es auch viele im 34er Jahr gegeben hat. Ein korrekter Mann und er mag den Bögl nicht. Er ist sein heftigster Gegner; sagt, daß der Bögl von nichts eine Ahnung hat und es am besten ist, wenn man diesen Präsidenten bei bestimmten Fällen erst gar nicht informiert. Aber der neue Polizeipräsident zu werden, das glaubt er selber nicht. Der Innenminister hat da nämlich etwas mitzureden und eine starke Polizeilobby hat er auch nicht so hinter sich.«

Diese Darstellung ist unrichtig.

Richtig ist, daß Herr Walter Jaromin derartige Äußerungen nicht getätigt hat.

Weiters schreiben Sie in der derselben Ausgabe auf derselben Seite:

Wir erzählen ihm von unserer Bekanntschaft mit Schaller, dem wir angeboten haben zu versuchen, Entlastungsmaterial für seinen Mandanten Radl jun. zu beschaffen. »Sie haben mich an ihn erinnert, ich muß ihn sowieso heute anrufen«, sagt Jaromin.

Diese Darstellung ist unrichtig.

Richtig ist, daß Herr Walter Jaromin eine derartige Äußerung nicht getätigt hat.

Weiters schreiben Sie in derselben Ausgabe auf Seite 63 und 64:

Samstag, 11. März Bei Otto Roßkopf in Perchtoldsdorf Kunigundenbergstraße 9 In der Villa von Hofrat Dr. Otto Roßkopf befindet sich der Sitz der Kameradschaften »Walter Novotny« und »Prinz Eugen«. Um 16 Uhr treffe ich ein, wo mich ein Vortrag von Dr. Heinz Neworal, Mitarbeiter des Innenministeriums mit Zuständigkeit für fremdenpolizeiliche Angelegenheiten, zum Thema »Sicherheitsperspektiven für Europa und die Auswirkungen des organisierten Verbrechens« erwartet. Fast alle Teilnehmer sind schon da: Konrad Windisch, Herbert Schaller, Otto Scrinzi, Elisabeth Ofner (...), Horst Jakob Rosenkranz, Andreas Thierry, Sigrun Schleipfer und Walter Jaromin sowie andere Personen, die wir namentlich nicht kennen.

Nach dem auch mit Aktualitäten reich gewürzten Neworal-Vortrag wird das FORVM von Jaromin einer Frau Schleipfer vorgestellt, die uns erzählt, daß sie ein Runen-Seminar am Agathenhof des Kameraden Thierry abgehalten hat und daß es im Sommer wieder so etwas geben soll.

Diese Darstellung ist unrichtig.

Richtig ist, daß Herr Walter Jaromin weder zu diesem noch zu einem anderen Zeitpunkt in diesem oder einem anderen Haus an einer solchen Veranstaltung teilgenommen, die genannten Personen getroffen und die oben beschriebene Handlung gesetzt hat.

Weiters schreiben Sie in derselben Ausgabe auf Seite 64:

Dienstag, 14. März, 8. 30, Cafe Monopol
Melange à trois

Schaller: Wie hoch war das Sparbuch?

Jaromin: 1, 3 Millionen.

FORVM: Herr Dr. Schaller, es gab ja mal früher dieses Überlebenshilfekonto Gerd Honsik.

Diese Darstellung ist unrichtig.

Richtig ist, daß Herr Walter Jaromin eine derartige Äußerung nicht getätigt hat.

Weiters schreiben Sie in derselben Ausgabe auf Seite 67:

»Gegen 20 Uhr desselben 14. März besucht das FORVM, im Schlepptau von Jaromin, die Währinger Wohnung von Gottfried Küssel. Jaromin wird von den Anwesenden — u.a. Wilhelm Ehmayer (Mitarbeiter der Firma Jaromin), Anton Baumgartner, Herbert Schweiger — freudig begrüßt. Einer bespricht mit Jaromin die Wiederaufnahme seines Verfahrens. Jaromin erzählt, daß Schaller kaum reale Chancen sieht, beim OGH einen Wiederaufnahmeantrag durchzubringen. Anschließend stellt er das FORVM als neuen Mitarbeiter vor: »Ein Nationaler und Bekannter von Schaller« ... Jaromin erzählt, er habe von der FPÖ den Auftrag erhalten, einen Informationsdienst einzurichten: »Also Burschen, wenn ihr Material über linke Sauereien hört, dann sagt’s mir des.« ... Jaromin meint dann: »Wenn sich Kamerad Reinhold bewährt, mache ich ihn zum Kanzleileiter.«

Diese Darstellung ist unrichtig.

Richtig ist, daß Herr Walter Jaromin die ihm völlig unbekannte Wohnung des Gottfried Küssel niemals aufgesucht, die genannten Personen dort nicht getroffen und die zitierten Äußerungen weder in diesem noch in einem anderen Zusammenhang getätigt hat.

Gegendarstellung
von Hofrat Mag. Maximilian Edelbacher

Sie schreiben in der Nr. 496-498 vom 9. Juni 1995 auf Seite 63 betreffend die Wiedergabe einer angeblichen Äußerung von Hofrat Mag. Maximilian Edelbacher zu Walter Jaromin:

Ein korrekter Mann und er mag den Bögl nicht. Er ist sein heftigster Gegner; sagt, daß der Bögl von nichts eine Ahnung hat und es am besten ist, wenn man diesen Präsidenten bei bestimmten Fällen erst gar nicht informiert.

Diese Darstellung ist unrichtig.

Richtig ist, daß Hofrat Mag. Maximilian Edelbacher eine derartige Äußerung weder zu Herrn Walter Jaromin noch zu sonstwem getätigt hat.

[1Will niemand.

[2Willkommen.

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Erstveröffentlichung im FORVM:
Dezember
1995
No. 499-504, Seite 116
Lizenz dieses Beitrags:
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