FORVM » Print-Ausgabe » Jahrgänge 1968 - 1981 » Jahrgang 1969 » No. 185
Joachim Schickel

Lebendiger Hund Hegel

Zum VII. Internationalen Hegel-Kongreß in Paris

Vom 8. bis 12. April 1969 fand wieder ein Kongreß der Internationalen Hegelgesellschaft statt. Den Themen und Orten früherer Tagungen — „Logik“ 1962 in Genf, „Ästhetik“ 1964 in Salzburg, „Rechtsphilosophie“ 1966 in Prag — folgte nun eine Diskussion von „Philosophie und Geschichte“; wie bisher sollten Thema und Ort, diesmal Paris als Revolutionsstadt zu Hegels und unseren Zeiten, einander entsprechen. Es referierten und debattierten, cum multis aliis: Franzosen (Jean Wahl, Lucien Goldmann, Louis Althusser), Russen (A. N. Maslin, M. B. Mitin), Ostdeutsche (Manfred Buhr, Joachim Streisand), Westdeutsche (Martin Kriele, Köln, Manfred Riedel, Heidelberg, Ulrich Sonnemann, München), Österreicher, Ungarn, Tschechoslowaken, Bulgaren; die Stimme Amerikas war nicht vertreten.

Versagen wir uns österliche Anklänge: Hegel, den Deutschlands Bürger im 20. Jahrhundert zum „toten Hund“ erklärten, auferstanden; versagen wir uns pfingstliche Aussichten: Hegel, in allen Sprachen und unter jedem Himmel verstanden. Den einen ist er, so noch am Leben, endlich totzuschlagen, den andern, so sie ihn tot wähnen, wiederzuerwecken; die übrigen wollen von Hegel, sei er dahingegangen oder „im Kommen“, sowieso nichts wissen.

Wen aber soll man, läßt man ihn gelten, akzeptieren — den „linken“ oder den „rechten“ Hegel? Und: Gilt im ersten Falle Karl Marx, Lenin oder Louis Althusser, im zweiten Karl Rosenkranz, Lukács oder Lucien Goldmann als Interpret? Die Lager sind nach Richtung und Ort, Jahrhundert und Jahr vielfach differenziert.

Die Frage lautet, welche Rolle beidemal Marx spielt: Hic Rhodus, hic saltus — oder in Hegels Übersetzung, die aus seinen „Grundlinien der Philosophie des Rechts“ in Marxens „18. Brumaire“ eingegangen ist. „Hier ist die Rose, hier tanze“. Die Frage lautet: Wird auf Kongressen und anderswo, wo Hegel zur Rede steht, getanzt, nämlich um die Rose Karl Marx?

Versuchen wir, seines Lebens gewiß, eine summarische Klassifikation seines Fortlebens. Hauptrichtung I: Hegel mit und sogar für Marx, Hauptrichtung II: Hegel ohne und sogar gegen Marx; soweit kommen wir mit der klassischen Differenz „links“ und „rechts“ überein. [1]

Die Gefahren, Hegel als Marxisten oder Marx als Hegelianer zu deklarieren, hat Jürgen Habermas aufgezeigt:

Daß Marx Hegel nur unzureichend verstanden und Hegel alles schon vorgedacht habe, was Marx späterhin in Auseinandersetzung mit ihm zu entdecken glaubte, ist die Tabuformel, die vor der spezifischen Problematik einer auf empirische Sicherung bedachten revolutionären Geschichtsphilosophie sichert. [2]

Der Kongreß erweckte den Schein, als wolle (könne?) eine gewisse Art Marxisten, neuerdings kopfständig geworden, auf Marx und Engels verzichten, als habe ihr bereits Hegel alles geleistet, wessen Dialektik, logisch wie historisch, fähig ist; der erstaunliche Schein, diese Abart werde in der DDR gehegt, in der UdSSR gepflegt, trügt nicht.

Ein Student, kein Professor, formulierte in Paris die Alternative: Entweder falle unsere Gesellschaft hinter Hegel, hinter die Hegel-Zeit zurück, und dann und nur dann sei er aktualisierbar; oder man müsse sich sowohl zur fortgeschrittenen Sozietät als auch zum fortschrittlichen Sozialismus entschließen. Berufung auf Hegel schön und gut, falls vorhegelsche Zustände berufen werden, Instanz bei Marx-Engels besser und wahrer, falls nachhegelsche Entwicklungen anstehen.

Hegel in Marx, Marx in Hegel zu vermitteln: wer soll der Vermittler sein? Einer, dem Theorie immer praktisch geriet, der Praxis immer theoretisch gründete, bietet sich an: Lenin; seine „Philosophischen Hefte“ enthalten 1914/15 Eintragungen „Zur Kritik der Hegelschen Wissenschaft der Logik“ und „Zur Kritik der Vorlesungen Hegels über die Geschichte der Philosophie“.

Es ist der bedeutende Versuch von Louis Althusser — der sich übrigens nicht geniert, sein Auditorium auch „Chères camarades communistes“ anzureden, mit einem Beiklang von Ironie freilich —, diese „Philosophischen Hefte“ der Hegel-Marx- und überdies der Theorie-Praxis-Vermittlung zu konfrontieren; es ist ein Verdienst.

Allerdings muß hier Herbert Marcuse gehört werden, der sich 1966 in Prag so auf seinen französischen Widerredner bezog:

Althusser hat nun behauptet, daß, wenn Marx wirklich nur die Hegelsche Dialektik vom Kopf auf die Füße gestellt hätte, er zwar die Basis des Systems umgewandelt, aber nur ein anderes System der Vernunft dem Hegelschen entgegengesetzt haben würde. Das heißt, er wäre innerhalb der Philosophie verblieben, anstatt die Philosophie aufzuheben. In Wirklichkeit, nach Althusser, habe aber Marx mit der Hegelschen Dialektik gebrochen, indem er sie auf dem Boden der ‚wirklichen Entwicklung‘ — ein Ausdruck von Engels — als eine neue, eigenständige Dialektik entwickelt habe. [3]

Zwei Jahre danach stellt Althusser — wie auch in seiner Schrift „Lénine et la Philosophie“ — auf drei Momente ab: „1. Les grandes thèses philosophiques de Lénine. 2. Lénine et la pratique philosophique. 3. Lénine et la position de parti en philosophie.“ Und er fügt hinzu: „A l’occasion de chacun de ces points je m’attacherai à montrer ce que Lénine apporte de neuf à la théorie marxiste.“ [4]

Ihm wird attestiert, der östliche Marxismus könne, wenn er auf den Lenin der „Hefte“ statt auf den Lenin von „Materialismus und Empiriokritizismus“ zurückgriffe, „endlich wieder eine Rolle spielen“. [5]

Lassen wir dieses „wenn“, das niemanden in ein Dilemma stürzt, dahingestellt; nehmen wir Althusser ernst und zitieren wir Lenin aus den „Heften“.

Ministranten des Status quo

Zunächst zu Hegel:

Die Logik ist die Lehre von der Erkenntnis. Sie ist Erkenntnistheorie. Die Erkenntnis ist die Widerspiegelung der Natur durch den Menschen. Aber das ist keine einfache, keine unmittelbare, keine totale Widerspiegelung, sondern der Prozeß einer Reihe von Abstraktionen, der Formulierungen, der Bildung von Begriffen, Gesetzen etc., welche annähernd die universelle Gesetzmäßigkeit der sich ewig bewegenden und entwickelnden Natur umfassen. Hier gibt es wirklich, objektiv drei Glieder: 1. die Natur; 2. die menschliche Erkenntnis = das Gehirn des Menschen (als höchstes Produkt derselben Natur) und 3. die Form der Widerspiegelung der Natur in der menschlichen Erkenntnis ... Der Mensch kann die Natur nicht als ganze, nicht vollständig, kann nicht ihre unmittelbare Totalität erfassen = widerspiegeln = abbilden, er kann dem nur ewig näherkommen, indem er Abstraktionen, Begriffe, Gesetze, ein wissenschaftliches Weltbild usw. usw. schafft.

Noch einmal Lenin zu Hegel:

Die Gesetze der Logik sind die Widerspiegelungen des Objektiven im subjektiven Bewußtsein des Menschen.

Sodann zu Aristoteles:

Das Herangehen des Verstandes (des Menschen) an das einzelne Ding, die Anfertigung eines Abdruckes (= eines Begriffes) von ihm, ist kein einfacher, unmittelbarer, spiegelartig-toter, sondern ein komplizierter, zwiespältiger, zickzackartiger Akt ...

Noch einmal, abschließend, zu Hegel:

Die Widerspiegelung der Natur im menschlichen Denken ist nicht tot, nicht abstrakt, nicht ohne Bewegung, nicht ohne Widersprüche, sondern im ewigen Prozeß der Bewegung, der Entstehung und Aufhebung von Widersprüchen aufzufassen. [6]

In dreien von vier Zitaten kehrt ein Schlüsselwort immer wieder: „Widerspiegelung“; einmal heißt es, die Erkenntnis sei „kein ... spiegelartig-toter ... Akt“, ein andermal, die Widerspiegelung selber sei „nicht tot“. Lenin kommt sich selbst in die Quere; er reflektiert, wo ihm der eigenen Lehre zuliebe der Spiegel eo ipso hätte wichtig werden sollen, werden müssen, nicht über dessen Reflexion (ebensowenig wie später Lukács, der immerhin seine gesamte Ästhetik darauf basiert, oder dessen Abkömmling Goldmann). So gerät ihm gerade das lebendige Spiegeln, anstatt ihm den zureichend praktischen Grund aller dialektischen Bewegung, ist sie real und konkret, zu liefern, letzten Endes zum tödlichen Abbilden, die unruhige Reflexion, welche Revolution verbürgt, zur erstarrten Photographie, welche Restauration ermöglicht; gerät ihm die zeitweilige Einheit der Gegensätze, maoistisches Diktum heute, zu deren zeitenthobener Identität, chruschtschowsches Diktum gestern; Movens wie Motum nun immobil.

Aus Lenins Ansatz, gibt er sich auch ambivalent — als versähe er selber „Identität“ mit einem Fragezeichen, und er tut es sogar —, aus der zunehmend doktrinären Einengung dieses Ansatzes bei seinen russischen Nachfolgern ergeben sich so eindeutige wie erhebliche Konsequenzen.

Die Vertreter des Ostens — des nächsten und näheren, nicht des Fernen, dieselben, die den Kongreß majorisierten — kann Sonnemann [7] zu „Ministranten des Immobilismus“ erklären. Leugnen sie doch, daß Widersprüche in allen Dingen (natürlichen, gesellschaftlichen) aufbrechen, und billigen sie nur in einem, worin das Bewußtsein sie eben entdeckt hat; möchten sie doch die Antagonismen in sozialistischen Ländern eskamotieren und unterdrücken sie dort, wo sie dennoch bestehen, mit Waffengewalt; leugnen sie doch die Permanenz des Widerspruchs und zugleich die Permanenz der Revolution. Ein Abfall von Marx, ein Rückfall in Hegel; die Rose — in Prag, am Ussuri verdorrt.

Die Frage nach einem Hegel redivivus ist nicht auf Lenin, nicht auf Mao Tse-tung (der diesen legitim aufnimmt und fortführt) einzuschränken; doch können wir viele Namen, viele Vermittlungen bloß kursorisch erwähnen, zumal ihre Leistung anderenorts aus- und ergiebig gewürdigt wird. Natürlich Adorno, Horkheimer, Marcuse (er hat immerhin ein bedeutendes Hegel-Buch [8] veröffentlicht), auch Habermas, [9] natürlich Ernst Bloch. [10]

Interessanter für unsere — eher philosophischen denn modischen — Zwecke dürfte Alexandre Kojève sein, der Ende der dreißiger Jahre versucht hat, Hegels „Phänomenologie“ zu kommentieren, indem er sie unserem Denken vergegenwärtigte. [11]

„Mit diesen Vorlesungen“, schreibt sein deutscher Herausgeber Iring Fetscher, „hat er vor allem in den letzten Jahren vor dem Krieg durch eine Reihe bedeutender Hörer wie Merleu-Ponty, Raymond Queneau, Pater Fessard einen nachdrücklichen Einfluß auf das französische Geistesleben ausgeübt, dem man — neben den Arbeiten von Jean Hyppolite — in erster Linie den Durchbruch des französischen Denkens zur Dialektik zuschreiben kann.“ [12]

Kojève war, als Nichtmitglied der Internationalen Hegel-Gesellschaft, in Paris verfemt.

Weiter Fetscher:

Kojève wollte durch seine Hegeldeutung dem Marxismus eine breitere anthropologisch-ontologische Basis geben ... Bei diesem Versuch hat er ... bei den orthodoxen Marxisten keine Gegenliebe gefunden. Pater Gaston Fessard aber hat in seinen Schriften die von Kojève entwickelte historische Anthropologie Hegels, die aus der Spannung des politischen Momentes der Herrschaft und des wirtschaftlichen Momentes der (knechtischen) Arbeit lebt, gegen die Vereinseitigungen der Marxisten und Faschisten ausgespielt. Während nämlich bei Marx das Moment der Herrschaft, das bei Hegel die Voraussetzung für die vermenschlichende Wirkung der Arbeit bildet, verschwindet und die Basis der geschichtlichen Entwicklung des Menschen und seiner Gesellschaft allein in der Ökonomie erblickt wird, vernachlässigen die Faschisten umgekehrt die Bedeutung der Wirtschaft und reduzieren die menschlich-geschichtliche Realität auf den bloßen Kampf. [13]

Kojève, dessen Hegel man einen „Linkshegelianer“ genannt hat, handelte sich mit seinem Unterfangen, dem Marxismus die dialektische Spannung zwischen Herr und Knecht wiederzugewinnen — zu betonen ist: dem Marxismus unserer dreißiger, vierziger Jahre, denn Marx selber war sie keineswegs verloren —, seitens der Marxisten eben den Vorwurf des Faschismus ein. Es sei „kein Zufall“, sei also wohl vorsätzlich und folgerichtig, daß moderne Hegelianer die Dialektik von Herr und Knecht („die Hegelsche Robinsonade“, „die Hegelsche Mythe“) ins Zentrum gerückt, daß „Kojève und Kompagnie ihre Freude gerade“ daran hätten; denn sie täten nichts anderes, als in Hegel „die Themen des zeitgenössischen Faschismus hineinzuprojizieren ...“ Und dann das Resümee, vor nahezu zwei Jahrzehnten in Ost-Berlin gezogen, gefällt wie ein Todesurteil: „Die große Rückkehr zu Hegel ist nur ein verzweifelter Angriff gegen Marx ... ein Revisionismus faschistischen Charakters.“ [14]

Stimmen wir diesem Verdikt zu, wir haben es oben getan, dann ergibt sich die, wäre sie nicht tragisch, komisch anmutende ideologiegeschichtliche Situation, daß diejenigen, die damals „die große Rückkehr zu Hegel“ verdammten, nunmehr ihrerseits zurückkehren, und zwar „groß“. Der Tadel des Faschismus, so wenig leichtzunehmen, wie Marxisten schwer an ihm tragen, wird ebenfalls wiederholt; indessen trifft er heute, als ein Bumerang zurückfliegend, die seinerzeitigen Urheber selber — und zweifellos trifft er sie von links. Denn die Breschnew-Doktrin der „beschränkten Souveränität“ sozialistischer Länder gilt Peking als faschistisch, ihre Anwendung als imperialistisch, solche Theorie-Praxis sowieso als revisionistisch:

Aus der Organisation des Warschauer Paktes wurde von der sowjetrevisionistischen Renegatenclique ein ihren sozialimperialistischen Absichten dienliches Werkzeug gemacht. Unter dem Vorwand einer Garantie der europäischen Sicherheit hat sie die Streitkräfte etlicher osteuropäischer Länder unter ihre Kontrolle gebracht und nicht gezögert, in einige Länder dort eigene Truppen in Stärke von einigen Hunderttausend Mann zu verlegen. Im August vergangenen Jahres setzte sie sogar ihre Truppen gegen die Tschechoslowakei zu offener Invasion und Okkupation ein. Durch diese höchst ungeschickte sozialimperialistische Maßnahme hat sie ihre faschistische Natur aufs glänzendste enthüllt. [15]

In Paris wurde die Notwendigkeit, ja die Möglichkeit einer Hegellehre, Marx zustatten, entschieden bestritten. Hermann Lübbe, Düsseldorfs Staatsphilosoph in des Wortes Doppelsinn, suchte Hegel gegen Marx „in Schutz zu nehmen“; er negierte einmal mehr, was der Hegelschen Rechten, solange es sie gibt, ihr steter Kummer gewesen: daß ein Hegel, und stülpe man ihn um und um, einen Marx hergeben solle. Sein Problem, als ein „Experimentum crucis“ vorgetragen, lief darauf hinaus, ob Hegel sich überhaupt, wie Marxisten (welche immer) ihn und sich selber verstehen, „anwenden“ lasse, ob er überhaupt zur philosophischen Legitimierung eines Heilsplans der Weltgeschichte tauge, der seinerseits politischen Weltherrschaftsanspruch legitimiert.

Lübbe trieb sein Geschäft im Geiste der, wie sie gern sich nennen hört, „immanenten“ Hegelinterpretation, doch schüttete er sein Kind mit der Dialektik aus; da kein Hegel zurückblieb, konnte kein Marx herausschauen.

Lübbe anderswo: [16]

In allen gegenwärtig gängigen philosophischen Lehrbüchern gilt sie (die Hegelsche Rechte) als ... ‚konservativ‘ oder ‚reaktionär’ — eine Charakterisierung, die ... objektiv falsch ist. Daß sie sich dennoch durchsetzen konnte, erklärt sich teils aus dem Bedürfnis, das Bild der Hegelschen Rechten gegen die Vorstellung vom Radikalismus der Linken zu kontrastieren ..., Außerdem ist es das Bild, das durch die Polemik der Vertreter der Linken scheinbar beglaubigt ist. Teils ist jene falsche Charakterisierung einfach das Resultat der Assoziationen, die der Name ‚Hegelsche Rechte‘ auslöst — ein ... Zeugnis für die Kraft der Neigung, als absolute Position zu nehmen, was doch, wie ‚rechts‘ im Verhältnis zu ‚links‘, zunächst nur eine relative Position bezeichnet.

Es klingt so vernünftig und ist so dumm. Diese Linke hat kein Verhältnis zu dieser Rechten, schon gar keines mit ihr; die Positionen sind seit Jahrzehnten praktisch, seit einem Jahrhundert theoretisch absolut ver-, nicht unterschieden (keine Differentia, sondern Diversa).

Die Rose Karl Marx — gebrochen.

[1Der Friedrich-Frommann-Verlag (Günther Holzboog), Stuttgart—Bad Cannstatt, hat diese Differenz 1962 in zwei Bänden historisch dokumentiert: „Die Hegelsche Linke“ mit Texten von Heine, Ruge, Hess, Stirner, Bauer, Feuerbach, Marx, Kierkegaard; „Die Hegelsche Rechte“ mit Texten von Carove, Erdmann, Fischer, Gans, Hinrichs, Michelet, Oppenheim, Rosenkranz, Rössler. Die Namen der Herausgeber — Karl Löwith bzw. Hermann Lübbe — sind jeweils Programm.

[2In seinem Aufsatz „Zur philosophischen Diskussion um Marx und den Marxismus“ von 1957; inzwischen, mit geringfügigen Änderungen, in „Theorie und Praxis“, Neuwied a. Rh. 1963, S. 261 ff.

[3H. Marcuse, „Zum Begriff der Negation in der Dialektik.“ In: „Ideen zu einer kritischen Theorie der Gesellschaft“, Frankfurt a.M. 1969, S 186.

[4L. Althusser, „Lénine et la Philosophie“, Paris 1969, S. 33 f.

[5Formulierung von Horst Baier in einer Diskussion des Pariser Kongresses.

[6Was hier mit dem wohlbekannten Ausdruck „Philosophische Hefte“ Lenins zitiert wird, ist unter dem Titel „Aus dem philosophischen Nachlaß“, Wien—Berlin 1932, erschienen. Die angeführten Stellen finden sich dort S. 101, 103, 299 und 115.

[7In „Negative Anthropologie“, Reinek b. Hamburg 1969, S. 15. Wörtlich: „Meßdiener des Kulturimmobilismus wie längst der Marxismus in Rußland“.

[8„Hegels Ontologie“, Frankfurt a.M. 1932.

[9Er hat in „Erkenntnis und Interesse“, Frankfurt a.M. 1968, sowie in seinem Aufsatz „Zur Logik der Sozialwissenschaften“ (in: „Philosophische Rundschau“, 1967/Beiheft 5) eine Vermittlung von Dialektik in Positivismus versucht.

[10An seinen „Erläuterungen zu Hegel“, unter dem Titel „Subjekt-Objekt“ 1962 (Frankfurt a.M.) wiedererschienen, mögen sich die Hegel-Nachfolger scheiden.

[11„Hegel. Kommentar zur Phänomenologie des Geistes“, Stuttgart 1958.

[12I. Fetscher, a.a.O., S. 7 f.

[13A.a.O, S. 9.

[14Die Anführungen dieses Absatzes (bis hierher) finden sich in: „Deutsche Zeitschrift für Philosophie“, Ost-Berlin, Jahrgang III/Heft 3.

[15Vgl. „Peking Rundschau“ 1969/13 (vom 1. April 1969). Siehe auch NEUES FORVM Anfang April 1969, meinen Aufsatz „Rosa Bär, roter Drache“.

[16Nämlich in der Einleitung zu der von ihm herausgegebenen Anthologie der Hegelschen Rechten (vgl. Anm. 1), a.a.O., S. 8.

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Erstveröffentlichung im FORVM:
Mai
1969
, Seite 373
Autor/inn/en:

Joachim Schickel:

Sinologe in Hamburg, Übersetzer der Gedichte von Mao (dtv), Autor von Aufsätzen und Büchern über China.

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