FORVM » Themen » Begriffsinventar

Terrorismus

Beiträge

John Bunzl

Terror schadet

November
1972

Der Kampf in der arabischen Welt im allgemeinen — und in Palästina im besonderen — ist gekennzeichnet durch die Tatsache, daß wir es sowohl mit „klassischen“ imperialistischen Widersprüchen zu tun haben, als auch mit solchen, die sich aus der Konfrontation verschiedener nationaler Bourgeoisien (…)

Gisela Wenzel

Die schwarze Spur

Attentate und Putschversuche der Neofaschisten
Dezember
1974

1 Die Alternativen: Linksregierung, Gaullismus, Faschismus Marx hat einmal gesagt, daß alle großen weltgeschichtlichen Ereignisse zweimal passieren — das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce. Als Mussolini im Oktober 1922 seinen „Marsch auf Rom“ im Schlafwagen zurücklegte, vollzog (…)

Ulrike Meinhof

zerstörte fighter

letzte aufzeichnungen aus der zelle
Juli
1976

Staatssschutzwissen und Staatsschutzmeinung über Baader/Meinhof füllt mittlerweie Tonnen von Papier. Als Ulrike Meinhof am 9. Mai 1976 tot in ihrer Zelle in Stuttgart/Stammheim aufgefunden wurde, versuchten die Behörden sofort, die Ursache in Streitigkeiten innerhlab der Gruppe zu verlegen, um (…)

Jean Genet

Staatsschuld

Die RAF hat recht
Oktober
1977

Am 2. September 1977 gab sich Jean Genet als Sympathisant zu erkennen, und das gleich auf der ersten Seite von Le Monde, wo dieser Essay unter dem Titel „Gewalt und Brutalität“ erschien, quasi als Solidaritätsadresse zum Hunger- und Durststreik der RAF-Häftlinge. Notabene drei Tage vor der (…)

Friedrich Geyrhofer

Die neuen Hunnen

BRD auf dem Weg in die 3. Republik
November
1977

Westdeutscher Terror und Antiterror nehmen interkontinentale Ausmaße an. Am 17. Oktober 1977 führte die BRD mit dem Einsatz der GSG 9 in Somalia die erste militärische Operation seit dem zweiten Weltkrieg durch — in der Hauptstadt eines Landes, das selbst Krieg führt. Neue Fronten formieren (…)

Günther Nenning

Genet ist ein alter Tepp

Beitrag zur Gewalt-Diskussion
November
1977

Sogar ohne das gehobene Bein einer Distanzierungsformel — riskieren wir’s. M. S. (= Michael Siegert), Vorspann zu Jean Genet, Staatsschuld. Die RAF hat recht, NF Oktober 1977 I. Ich hingegen hebe das Bein, aus dem triftigen Grund, daß ich muß. Ich halt’s nicht aus, wenn linkes (…)

Josef Dvorak

Big Reinlege

Dezember
1977

Antwort an Nenning

Horst Mahler

Neubeginnen

Brief aus dem Kerker
März
1978

An wem liegt es, wenn die Unterdrückung bleibt? An uns. Brecht Tegel, im Jänner/Februar 1978 Die Gralshüter des Goldenen Kalbes sind auf der Suche nach den Ursachen und Gründen des Terrorismus. Doch für die Reaktion ist nichts gefährlicher, für unser Überleben nichts wichtiger als die wahre (…)

Michael Siegert

Es war Vatermord

Friedrich Adlers Attentat vom 21. Oktober 1916
Mai
1978

Dem alten Herrn bleibt nichts erspart Der Gast war Ende Dreißig und fiel mit seinem dunklen Jackett unter den Adeligen, Beamten und Offizieren im Lokal nicht weiter auf. Mit seinem Wuschelkopf, mit Brille und Schnauzer mochten ihn die Stammgäste im Speisesaal im ersten Stock des Hotels Meißl (…)

Thomas Gratt

arbeiter = manager = bourgeois

aus dem schlußwort vor gericht
März
1979

mit den durch die bürgerliche restauration nach 1945 eingesetzten politischen strukturen ist es den us-monopolen gelungen, eine annähernde interessengleichheit zwischen dem us- und dem europäischen kapital zu erzwingen, das zugleich folge als auch voraussetzung eines ökonomisierungsprozesses der (…)

Othmar Keplinger

legalität = illegalität

aus dem schlußwort vor gericht
März
1979

was mein verhältnis zur bewegung 2. juni, einer stadtguerillagruppe, deren kampf den geschichtlich legitimen anspruch auf widerstand und befreiung von unterdrückung aktualisiert, bestimmt hat und bestimmt, sind die prinzipien von solidarität, gegenseitiger hilfe, politischer kommunikation, (…)

Michael Siegert

Große Wahnschaffe

Verwirktes Strumpfgeld
März
1979

Gerichtsverhandlungen sind wie Alpträume, kreisen um Nebensachen, man will eingreifen, ist wie gelähmt — die Hauptsache verschwindet hinter einem banalen Konflikt, der mit einer schlechten Pointe endet. Im ersten österreichischen „Terroristenprozeß“, der vom 12. bis 16. Februar 1979 im Wiener (…)

Peter Glotz

Ich, Hilfsbulle und Kretin

Minister intim mit einem roten Terroristen
März
1979

Peter Glotz, Jahrgang 1939, Berliner Senator für Wissenschaft und Forschung, SPD-Mitglied, ist ein eher undeutscher, fast französisch wirkender Typ von Politiker: ein Mann, der denken und schreiben kann. Der beides tut, noch wenn er im Amt ist. Dieser Tage erscheint sein politisches Tagebuch aus (…)

Josef Dvorak

Trotzkopfs Entführung

Psychologisches zum 1. österreichischen Terroristenprozeß
März
1979

Terrorpsychologen Terrorismus, das „Extremverhalten einer winzigen, isolierten Gruppe junger Menschen“, stellt (so das deutsche Bundesjugendkuratorium nach einem Hearing über „Terrorismus und junge Generation“) nur eine Form der „zahlreichen Varianten des Rückzugs Jugendlicher aus unserer (…)

Friedrich Geyrhofer

Wer ist der Täter?

Psychoanalyse, Polizei und Verbrechen
Juli
1979

Theodor Reik: Der unbekannte Mörder. Psychoanalytische Studien, Verlag Hoffmann und Campe, Hamburg 1978, 419 Seiten, DM 36, ö5 284 Moralischer Polizismus Diese Aufsatzsammlung des Wiener Psychoanalytikers Theodor Reik (1888 bis 1969) stammt aus den Jahren 1925 und 1932. Ein Buch aus der (…)

Gerhard Oberschlick

Terror

Juli
1980

Politik der inneren Sicherheit. Herausgegeben von Erhard Blankenburg, edition suhrkamp Neue Folge Band 16, Suhrkamp Verlag, Frankfurt 1980, 223 Seiten, DM 10, öS 77 Die Polizeientwicklung der großen Natoländer zeigt einige Gemeinsamkeit: Zentralisierung der Entscheidungen, zugleich Aufstellung (…)

Oliver Marchart

Für eine gewisse Korrektheit

Innerösterreichischer Kulturaustausch mit Baroneß Münchhausen
Dezember
1993

In ihrem Kommentar »Fussenegger, die Letzte« im Profil 44/93 gelang es Sigrid Löffler, zum bereits bestehenden Katalog von Verunglimpfungen für die Kritiker Fusseneggers eine neue hinzuzufügen. Bisher wurden dem »Verfolger-Grüppchen im NEUEN FORVM« (Löffler) nur so relativ läßliche Sünden (…)

Wolfgang Purtscheller

Ebergassing. Eine Bomben-Story

Juni
1995

Zwei Leichen im Feld, wo sie tagelang herumliegen; ihre selbstgebastelten Minen werden von Polizisten an Ort und Stelle gesprengt, wobei ein Sachschaden entsteht, aber der Strom-Mast, den die Toten angeblich sprengen wollten, steht und steht und steht. Wolfgang Purtscheller lauschten wir über (…)

Wolfgang Purtscheller

»Der Dritte Mann«

Juni
1995

Ein Film, der bekanntlich in Wien spielt. Die Personen und ihre Darsteller: P. = Dr. Thomas Prader, Helferlein (Buch) I., auch »Ich« = Wolfgang Purtscheller, der »Informierte« E. = Innenminister Dr. Caspar Einem, zu Rettender X. = ████████████████ Das »Beisl« = Arena-Cafe Der »Chef« = Caspar (…)

Herbert Auinger • F. W. Bernstein (images)

Honoratioren-Terrorismus

Die geistigen Ursachen
Dezember
1995

Nach Meinung der Kriminalisten und der Öffentlichkeit verhält es sich ungefähr so: Irgendwo hocken schon länger ein paar akademisch gebildete Stammtisch-Faschisten beieinander und räsonieren überVolkstum und Überfremdung. Vielleicht ein Herr Doktor (der Rechte), ein Herr Professor (für (…)

Gerhard Oberschlick
„NEWS“ 1997-2002

Das Bomben-Geschäft mit der Causa Prima

Juli
2002

Justiz- oder Medienskandal?

Gerhard Oberschlick • Christian Palmers
Betrifft:

„Nenning war ein korrupter Hund“

Interview von Erich Klein und Klaus Nüchtern, Falter 29/16
Juni
2016

Betrifft: „Nenning war ein korrupter Hund“, Interview von Erich Klein und Klaus Nüchtern, Falter 29/16 Je 1 Berichtigung, Erklärung, Rechtfertigung Die beiden Interviewer haben aus meinem ungestalten Daherreden einen wundersam strukturierten Text vollbracht. Das war, schätze ich, eine (…)

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