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Feminismus

Beiträge

Germaine Greer

Warum hassen uns die Männer?

August
1971

Der nachfolgende Text stammt von der vielleicht muntersten Protagonistin der angelsächsischen Frauenbefreiungsbewegung. In ungekürzter Form wird er als Kapitel „Abscheu und Ekel“ in der deutschen Ausgabe des Greer’schen Erfolgsbuches „Der weibliche Eunuch. Aufruf zur Befreiung der Frau“ demnächst bei (...)

Trautl Brandstaller

Zigtausend Jahre Männerherrschaft

Zur Geschichte und Literatur der Frauenbewegung
August
1971

In den USA ist die Revolte der Frauen am heftigsten ausgebrochen. Amerikanerinnen sind auch die Autorinnen der beiden Bücher, die zu Bibeln der zweiten weiblichen Emanzipationswelle geworden sind: Betty Friedan „The Feminine Mystique“ (Der Weiblichkeitswahn. Ein vehementer Protest gegen das (...)

Simone de Beauvoir • Alice Schwarzer

Heraus aus der Ehe

Gespräch
Februar
1972

Alice: Ihr Buch „Das andere Geschlecht“ erschien 1949. Erst jetzt — nach 23 Jahren — haben Sie sich aktiv im Kampf der Frauen engagiert. Sie sind in Paris auf die Straße gegangen und beim internationalen Frauenmarsch mitmarschiert. Warum? Simone: Weil sich in den letzten 20 Jahren die Situation der (...)

Simone de Beauvoir • Brigitte Kirchhoff (Übersetzung)

Männerbeschimpfung

Antwort auf Briefe zum Interview im NF Feb. 1972
Juni
1972

Nach meinem Gespräch mit Alice Schwarzer (Simone de Beauvoir: Heraus aus der Ehe, NF Februar 1972) bekam ich viele Briefe, darunter von Frauen, die sich durch Mutterschaft und Haushalt ausgefüllt erklärten; aber sie schrieben mir dies auf so aggressive, zänkische und beleidigende Art, daß ich (...)

Valie Export

Gertrude Stein/Virginia Woolf

Feminismus und Kunst
Januar
1973

1 Von Männlich zu Menschlich „die religion ist der ort, wo ein volk sich die definition dessen gibt, was es für das wahre hält“, sagte Hegel. es sei deshalb erlaubt, diesen ort aufzusuchen, um die gründe der täglichen politik, das „wahre“ unserer kultur zu entdecken. frühe religionen und kulturen, (...)

Alice Schwarzer (Übersetzung) • Susan Sontag

Männer als Kolonialherren
Frauen als Eingeborene

Zur Struktur des Sexismus
März
1973

1 Biologie und Geschichte Ohne Zweifel ist die Unterdrückung der Frau vorgeschichtlich und hat ihren Ursprung in gewissen Sitten, die ihr erlauben sollten, ihrer besondern biologischen Verantwortung — der Schwangerschaft — nachkommen zu können. Und wie auch immer die komplexeren Formen, die ihre (...)

Alice Schwarzer

Frauen sind Gastarbeiterinnen

März
1973

„Darf eine Mutter berufstätig sein?“ fragte „Eltern“ seine Leser im Sommer 1972 und gab mit der Präsentierung beispielhafter junger Frauen auch gleich die Antwort. Die 34jährige Margit Karl z.B. breitete ihren zur Nachahmung empfohlenen, nach Minuten abgestoppten Tag chronologisch aus. Er beginnt um 5 (...)

Margaret Coulson • Brigitte Kirchhoff (Übersetzung)

Frauen wie Leibeigene

Zur Politischen Ökonomie der Frau II.
März
1973

1 Frau im Kapitalismus Margaret Benston sieht die materielle Grundlage der untergeordneten Stellung der Frauen in dem Umstand, daß man von ihnen die unbezahlte Verrichtung der Hausarbeit erwartet; sie produzieren Gebrauchswerte außerhalb der Geldwirtschaft und stehen somit in einem anderen (...)

Heidi Pataki

Frauen sind Fremdarbeiter

Die Konjunkturen der Weiblichkeit
Januar
1974

Düstere Wolken ziehen auf am Himmel des Kapitalismus: ist die Krise da, so werden Gastarbeiter und Frauen ihre ersten Opfer. Alle Schwankungen in der Arbeitsmarkt- und Beschäftigtenpolitik wirken sich stets zum Nachteil dieser beiden Gruppen aus; die Frauen sind „Gastarbeiterinnen in einer (...)

Annie C.

Arme Männer!

Die Frauen brauchen Euch nicht mehr. Sie machen Sexitus
März
1975

Dies ist der Abschiedsbrief der französischen Feministin Annie C. an ihren Freund. Sie richtet diesen Brief aber auch an alle anderen Männer, die von ihren Frauen bereits verlassen sind oder befürchten müssen, noch verlassen zu werden. Arme Lieblinge, es gelingt Euch sicher nicht, die Furien zu (...)

Christine Goldberg

Nicht ohne Männer!

Die Frauen sollen sich innerhalb der linken Gruppen zusammenschließen
Mai
1976

Die Befreiung der Frau kann nur unter Aufhebung der Trennung von Öffentlichkeit und Privatheit erfolgen. Bisher war es die Frau, die die Verantwortung für Produktion und Reproduktion der Ware Arbeitskraft trug. Der Frau kam bei der Gestaltung des Privatlebens die dominierende Rolle zu. An diesem (...)

Heidi Pataki

Ehe ist Blödsinn

Januar
1979

Cheryl Benard / Edit Schlaffer: Die ganz gewöhnliche Gewalt in der Ehe. Texte zu einer Soziologie von Macht und Liebe, rororo Frauen aktuell, hrsg. von Susanne von Pacsensky, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 1978, 198 Seiten, DM 4,80 öS 47,40 ... Röslein wehrte sich und stach, Half ihm doch (...)

Ingrid Strobl

ach trendbewußte junge frau —

zur neuesten philosophie des feminismus
Mai
1979

wir machen das maul nicht auf! wenn wir es doch aufmachen, kommt nichts raus! wenn wir es auflassen, wird es gestopft: mit kleinbürgerlichen schwänzen, sozialistischem bumszwang, sozialistischen kindern, liebe, sozialistischer geworfenheit, schwulst, sozialistischer potenter geilheit, (...)

Heidi Pataki

Frauen! Woher nehmen?

Feminismus heute
Januar
1980

Anfang Oktober 1979 wurde an der Freien Universität in West-Berlin zum vierten Mal die „Sommer-Universität der Frauen“ veranstaltet, diesmal von einer Gruppe lesbischer Frauen vorbereitet unter dem Motto: „Autonomie oder Institution? Über die Leidenschaft und Macht von Frauen.“ Eine Woche lang ging (...)

Ivan Illich • Günther Nenning (Übersetzung)

Schattenarbeit

Unbezahlte Plackerei in der Industriegesellschaft
Januar
1981

Vor der Einführung der Lohnarbeit waren Frauen und Männer gleichberechtigt. Die Ökonomie des Kapitalismus und auch des Marxismus degradierte die Mühe der Frauen zur Schattenarbeit im Gefängnis des Haushalts, neuerdings mit einem kleinen Auslauf in schlecht bezahlte Jobs. Es leisten aber auch die (...)

Ivan Illich • Günther Nenning (Übersetzung)

Das echte Geschlecht

Genus statt Sexus
Mai
1982

Ivan Illich‚ österreichisch-amerikanischer Kulturphilosoph, Priester, Vorreiter alternativen Lebens und Wirtschaftens, hat ein neues Buch in Arbeit, worin er für das echte Geschlecht und gegen ökonomisch ausgebeuteten »Sex« eintritt. — Günther Nenning hat übersetzt, in erweiterter Fassung erscheint der (...)

Ilse Kilic

Vom Herrschaftsnutzen der Grammatikkunde

Feministische Sprachkritik
Februar
1995

Sehr geehrter Herr Schlesinger, liebe Redaktion, ich stelle mit Verwunderung fest, daß Sie, Herr Schlesinger, sich offensichtlich nur sehr marginal mit feministischer Sprachanalyse beschäftigt haben: man benötigt eben nicht nur ein großes I und/oder einen Schrägstrich, wie Sie im übrigen ja in (...)

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