Zeitschriften » FORVM » Print-Ausgabe » Jahrgänge 1968 - 1981 » Jahrgang 1969 » No. 183/I
Bob Fitch • Mary Fitch

Sollen sie Öl fressen!

Biafra, wie es keiner kennt

Bob und Mary Fitch, ein amerikanisches Journalistenehepaar, bereisten Afrika für die linkskatholische Monatszeitschrift „Ramparts“, San Franzisko.

In seinem Entsetzen über die nigerianische Tragödie sucht der westliche Leser ratlos nach Ursachen. Was ist dem Lande zugestoßen, das ein Viertel der gesamten Bevölkerung Schwarzafrikas beherbergt und das angeblich mit so vielen Eigenschaften ausgestattet war, die anderen Staaten der Dritten Welt fehlen: funktionierende Demokratie, gesunde Wirtschaft, freie Presse, gemäßigte prowestliche Regierung — ein Land, das einmal den Ruf hatte, Afrikas Alternative zum Chaos vorzuleben?

Die Antwort lautet oft: „Das Ganze kommt von den Stammessitten.“ Die weiße Welt, voll Mißtrauen gegen alles Schwarze, redet von Atavismus und rituellem Blutvergießen, von entfesselten Kräften, „die der Weiße nicht begreifen kann“.

Aber das ist einfach Rassismus. Auch der westliche Leser kann die in Nigerien entfesselten Kräfte durchaus verstehen. Eine der wichtigsten ist Erdöl.

Die großen europäischen und amerikanischen Ölkonzerne haben in Nigerien über eine Milliarde Dollar investiert. Die nigerianische Erdölförderung wächst rascher als jede andere in der Welt; 1966 allein stieg sie um unglaubliche 53 Prozent.

Die USA sind in Nigerien und Biafra durch Gulf Oil, Mobil Oil, Texaco, Standard Oil of California und Phillips vertreten; die Franzosen durch ERAP; die Italiener durch ENI; die Engländer durch die Shell und BP. Diese beiden, die als Konsortium zusammenarbeiten, sind die größten Produzenten.

Nigerien erlebte zwei Ölzeitalter; im vorigen Jahrhundert ging es um Palmöl, den wichtigsten Grundstoff der Seife. Palmöl zog die europäischen Handelsherren zum Niger und führte zur britischen Eroberung des nachmaligen Protektorats Nigerien.

Der Reichtum an Palmöl in der nördlichen Region war damals legendär. Aber die europäischen Handelsherren konnten kein wirklich großes Geschäft daraus machen; die Ibo-Kaufleute waren Mittelsmänner zwischen den Europäern und den Palmölerzeugern und verfügten als solche über eine starke Stellung.

Solcher Profitverlust veranlaßte Sir George Goldie, den räuberischen „Vater von Nigerien“, zum Handeln. Goldie begriff, daß der Schlüssel zum Ölreichtum die Brechung des Handelsmonopols der Ibos, der direkte Kontakt mit den Produzenten im Norden war. Ausgerüstet mit einer Charta der Königin Victoria, die ihm ein „gesetzliches“ Handelsmonopol im ganzen Gebiet verlieh, sowie mit einigen Kanonenbooten schlug Goldie die Ibo-Konkurrenz aus dem Feld. Dann brachte er den britischen Kolonialsekretär dazu, der französischen Konkurrenz mit Krieg zu drohen, falls sie versuchen sollte, in Goldies nigerianisches Revier einzubrechen.

Die Ibos erinnern sich noch daran, wie Sir George ihre größte historische Gestalt, Ja Ja, den König der Opobo, behandelte. Ja Ja hatte ein blühendes Handelsreich aus Palmöl errichtet, stark genug, den Handelsherren zu widerstehen. Nach Abschluß eines Handelsvertrags mit Königin Victoria wurde er zu weiteren Verhandlungen gelockt, vom britischen Konsul gekidnappt und nach Westindien deportiert. Er kehrte niemals wieder.

Während solcherart britisches Recht bei den Völkern im Süden einkehrte, wurde im mohammedanischen Norden ein System indirekter Herrschaft installiert. Die feudale Lebensweise der Haussa und Fulani blieb erhalten: es wurden keine Missionarschulen zugelassen, insgeheim wurde die Sklaverei ermutigt. Die Herrschaft der Sultane und Emire mitsamt Privatjustiz, Lehensmännern und Harems wurde durch britische Kanonen gestützt. Der Süden wurde in Protektorate unter direkter britischer Herrschaft zerstückelt und vom Norden küstlich abgeschnitten. So sorgten die Engländer dafür, daß das Palmöl ungehemmt zum Meer floß.

Nigeriens zweites Ölzeitalter, 1952, als die westlichen Ölkonzerne nach zwanzigjähriger Suche schließlich auf Erdöl stießen. Die Suezkrise, 1956, ließ die lukrativen nahöstlichen Ölquellen zwar nicht versiegen, jagte aber den Hauptproduzenten genügend Schrecken ein, um die nigerianischen Ölquellen für sie besonders interessant zu machen, obwohl die Förderungskosten relativ hoch waren. Mit Nigerien als Ausweichmöglichkeit konnte die Erdölindustrie den Schwankungen der Fieberkurve des arabischen Nationalismus gelassener entgegensehen.

Das einzige Problem war: Drei Viertel des nigerianischen Erdöls schienen in der östlichen Region — dem jetzigen Biafra — zu liegen, und dieses Gebiet war nicht von den mohammedanischen Hirtenstämmen der Haussa und Fulani bewohnt, sondern von den ehrgeizigen, geschäftstüchtigen und demokratischen Ibos, die Sir George Goldie schon im Zeitalter des Palmöls Schwierigkeiten gemacht hatten.

Solange die nördlichen Sultane und Emire in Nigerien die Vorherrschaft hatten, waren die Ibos kein großes Hindernis für die Ölherren. Nach dem Militärputsh vom 15. Jänner 1966 wurden jedoch der Premierminister Sir Abubakar Tafawa Balewa und sein Mentor, der Sardauna von Sokoto, ermordet. Der Putsch wurde von Generalmajor Johnson Aguiyi-Tronsi, einem Ibo, angeführt, unterstützt von einer Gruppe junger Offiziere, die meisten von ihnen Ibos. Sie waren darauf aus, den feudalistischen Würgegriff des Nordens, der auf Nigeriens Entwicklung lastete, zu beseitigen und den höfischen Nepotismus durch ein repräsentatives Regierungssystem zu ersetzen. Außerdem wollten sie, daß die Ölkonzerne mehr Steuern zahlen sollten.

Innerhalb eines knappen halben Jahres, am 29. Juli 1966, kam es zum Gegenputsch unter Führung von Generalmajor Yakubu Gowon. Der Norden wurde wieder Herr über die Föderation, wobei 400 Ibo-Offiziere und -Mannschaften umgebracht wurden. Den ganzen September und Oktober hindurch veranstalteten Soldaten und Polizisten des Nordens Pogrome gegen die dorthin zugezogenen Ibos. Einigen Schätzungen zufolge wurden über 30.000 getötet. Fast zwei Millionen Flüchtlinge strömten zurück in die Ostregion.

Um seine nationalen Absichten glaubhaft zu machen, verfolgte Gowon bei seinen Verhandlungen mit den Ölkonzernen zunächst eine ebenso harte Linie wie sein Ibo-Vorgänger General Ironsi. Er forderte von Shell-BP und Gulf, also den wichtigsten Produzenten, eine Art afrikanische Meistbegünstigungsklausel: Nigerien sollte zumindest einen ebensolchen Ertragsanteil bekommen, wie er damals Libyen gewährt wurde.

Gulf (Produktion 50.000 Barrels täglich) lehnte ab; Shell-BP (350.000 Barrels täglich, hauptsächlich bei Port Harcourt im Ostgebiet) versuchte Zeit zu gewinnen. Die Ölkonzerne begannen mit dem Gedanken zu spielen, daß sie, falls Gowon in Lagos weiterhin Schwierigkeiten machen sollte, vielleicht mit den Ibos ins Geschäft kommen könnten.

Seit den Massakern im Jahr 1966 gab es einen Sezessionsplan der Ibos; die Ostprovinz behielt bereits einen bedeutenden Teil der Ertragsanteile für sich, statt sie der Zentralregierung in Lagos abzuführen. Sie nahm auch den Verkauf von Agrarprodukten in eigene Hände, statt ihn über die Produce Marketing Company in Lagos zu leiten.

Bedroht mit Verlust ihrer größten Devisenquelle — drei Viertel der Ölvorkommen liegen in der Ostregion —, sah die Zentralregierung einer sehr düsteren Zukunft entgegen; am 30. Mai 1967 erklärte die Ostregion formell ihre Sezession und erklärte sich zur unabhängigen Republik Biafra unter Oberstleutnant Odumegwu Ojukwu.

Wer sollte nun die Ertragsanteile bekommen? Bei den komplizierten diplomatischen Verhandlungen hatten die Ölkonzerne darüber zu entscheiden, wer essen und wer hungern sollte, wer Waffen kriegen und wer schutzlos bleiben sollte. Hinter der Konzerndiplomatie steckten nicht nur Milliarden Dollar Kapital und Hunderte Millionen Betriebsmittel, sondern die vereinte Macht der holländischen und britischen Regierung; beide haben große Aktienpakete von Shell und BP, daher ein entsprechend intimes Interesse an den Angelegenheiten Nigeriens.

Shell und BP sind die größten Konzerne der Welt; ihr Umsatz (mehr als 10 Milliarden Dollar im Jahr) ist dreimal so groß wie das Bruttonationalprodukt Nigeriens. Ihre Direktoren stehen sich mit der britischen Diplomatie besonders gut; zu den Direktoren von BP gehören Lord Cobbold, zugleich Gouverneur der Bank von England; W. J. Kewswick, gleichfalls Direktor der Bank von England; und Sir Humphrey Trevelyan, der wichtigste Erdöldiplomat des britischen Außenamtes, Gesandter in Ägypten während der Suezkrise 1956, Gesandter im Irak während des Staatsstreichs 1958, Hochkommissar von Südarabien 1967.

Die Direktoren von Shell haben ebensogute Beziehungen zur britischen Regierung, zugleich noch einen stärkeren amerikanischen Einschlag. Eugene Black ist einer der Direktoren der Chase Manhatten Bank und war bis vor kurzem Präsident der Weltbank; Lord Shawcross, früherer britischer Labour-Abgeordneter und Direktor der britischen Niederlassung des Bankhauses Morgan, ist außerdem Sonderberater der U.S. Morgan Guaranty Bank; Lord McFadzean ist der von der Regierung ernannte Vorsitzende des British National Export Council.

Diese Leuchten von Shell und BP sind vielleicht nicht die Herren Großbritanniens; steht aber Erdöl zur Debatte, wird ihr Rat im Foreign Office mit größter Aufmerksamkeit befolgt.

General Gowons Forderung nach höheren Ertragsanteilen war auf längere Sicht mit Hunderten Millionen Pfund zu beziffern; warum sollten sie nicht einen Flirt mit Oberst Ojukwu versuchen, das war vielleicht billiger. Biafras kleine Fläche und geringe Bevölkerung schienen ein ausgesprochener Vorteil; der ideale Ölstaat ist gerade groß genug, um Bohrtürme aufzustellen, und er hat gerade genug Bevölkerung, um die Pipelines zu bewachen — die Scheichtümer von Südarabien kommen diesem Ideal sehr nahe.

Ohne „Ruhe und Ordnung“ kein Geld

Nach der Sezession im Mai 1967 verhielten sich beide Teile in der Ölfrage vorsichtig. Zwar blockierte Lagos sofort die Küste von Biafra, ließ aber die Tanker durch. Die Ölkonzerne beeilten sich, soviel Ol wie möglich herauszupumpen, um die Lücken zu füllen, die der arabisch-israelische Krieg verursacht hatte.

Die Hauptfrage der Konzerne war jetzt, ob Biafra „effektive Souveränität“ ausüben könne oder nicht. Bei Verhandlungen im Juni 1967 in New York mit Abgesandten Biafras, waren die Konzerne in stark probiafranischer Stimmung. Es wurde ein „Kompromiß“ vorgeschlagen: 57,5 Prozent der Ertragsanteile sollte Biafra in bar bekommen, den Rest auf ein Sonderkonto. Sollte es Ojukwu gelingen, die „Ruhe und Ordnung“ in Biafra aufrechtzuerhalten, so sollte das Konto ihm gehören. Am 3. Juli 1967 gaben Shell-BP ein Abkommen bekannt, wonach Biafra eine „Anzahlung“ von 700.000 Dollar erhalten sollte.

Aber Shell-BP sorgten für Rückversicherung; sie erklärten sich nicht offen für Biafra. Um die Zentralregierung zu beschwichtigen, gab man vor, die Zahlung sei „unter Druck“ erfolgt. Schließlich gab es auch auf dem Gebiet der Zentralregierung einige Ölquellen, und Lagos könnte schließlich die Raffinerie in Biafra zurückerobern. Das war im wesentlichen auch die vom britischen Commonwealthminister Bowdon eingeschlagene Linie; er erklärte im Parlament, daß die Regierung auf beide Pferde setze: „In diesem Stadium kann es keine Anerkennung der Ostregion geben.“ Das heißt: später vielleicht doch. Wenn alles gutging, würde man Biafra glücklich machen, und Lagos würde dennoch genügend „realistisch“ sein, den Ölfluß nicht zu blockieren.

Lagos jedoch dehnte seine Blockade auch auf Öl aus. Die Produktion kam zum Erliegen. Nur Gulf konnte aus seinen Quellen vor der Küste weiterhin 50.000 Barrels täglich in die wartenden Tanker pumpen.

Der Krieg zwischen der Zentralregierung und Biafra ging weiter. Und je weiter er ging, desto klarer wurde es den Ölkonzernen, wie klug sie waren, sich bei ihrer Wette auf Biafra rückzuversichern. Die Ölblockade konnte von Biafra nicht durchbrochen werden; Ojukwus Truppen waren eine Enttäuschung. Gegen Ende Juli 1967 fiel Bonny, dann Enugu, Biafras Hauptstadt, schließlich Port Harcourt. Die „effektive Souveränität“ Biafras schien verloren.

Die Sezession wurde eine kostspielige Angelegenheit für die Konzerne. Der Krieg zog sich, und ihre Investitionen lagen brach. Jeder weitere Kriegstag erhöhte die Gefahr, daß diese Investitionen Schaden nehmen könnten — die Pipelines, die Raffinerie in Harcourt, der Ölhafen in Bonny. Die Zentralregierung erklärte, ihre vorrückenden Truppen würden die Anlagen mit Glacéhandschuhen anfassen; aber an der Raffinerie in Harcourt gab es Schäden im Ausmaß von 15 Millionen Dollar.

Angenehm überraschte Banken

In dem Maße, in dem sich der Krieg in die Länge zog, wurde die Erdölpolitik der Zentralregierung bescheidener. Lagos benahm sich mit bewunderungswürdiger Vorsicht, und solche Tugendhaftigkeit blieb nicht ohne Eindruck auf die Konzerne. Die Blockade blieb zwar aufrecht, aber die Zentralregierung ging nicht so weit, die Ölfelder unter ihrer Kontrolle etwa zu nationalisieren. Sie ergriff auch nicht die im Krieg üblichen Maßnahmen zur Kontrolle der Währung und der Devisen. Die Banken und die Handelsgesellschaften — Barclays (die größte britische Bank, mit mehreren hundert Filialen in Nigerien), Standard Bank (kontrolliert von Chase Manhatten), United Africa Company (Tochtergesellschaft der Unilever) —, sie alle waren angenehm überrascht, wie unbehindert sie ihren Geschäften nachgehen konnten.

Der gewöhnliche Nigerianer kam nicht so leicht weg: Zwangssparen; Streikbrechergesetz; Zwangsschlichtung; Anstieg der Lebenskosten.

Je weiter die Bundestruppen in Biafra vorrückten, desto weiter zogen sich die Konzerne von ihrer früheren positiven Haltung gegenüber Biafra zurück. Die „Angabe“ von 700.000 Dollar an Biafra, logen sie der Zentralregierung vor, sei überhaupt niemals bezahlt worden. Im August 1967, knapp nach der biafranischen Niederlage in Bonny, entdeckten Shell-BP eine Klausel in ihrem Vertrag mit Nigerien, die sie ermächtigte, die Zahlung der Ertragsanteile bis 31. März aufzuschieben, damit auch die Zahlung an Biafra. Die Regierung von Lagos erklärte sich bereit zu warten; General Gowon gab der Presse mit Fanfarenstößen bekannt, er werde den Krieg vor dem 1. April 1968 (Fälligkeitstermin der Zahlung an Biafra) gewinnen.

Der Lostag kam, ein biafranischer Sieg schien unwahrscheinlicher denn je, aber Biafra kontrollierte noch immer die Pipelines. BP hatte 1967 280 Millionen Dollar verloren und wollte sich ein weiteres solches Jahr nicht leisten. Im März 1968 gaben Shell-BP ein 42-Millionen-Dollar-„Blitzprogramm“ bekannt: Bau einer Pipeline und eines Ölhafens auf Bundesterritorium. Und im April 1968 unterzeichnete Shell-BP ein neues Abkommen mit der Bundesregierung.

Die britische Regierung ist damit unwiderruflich auf die Zentralregierung festgelegt. Die Franzosen aber hatten bisher keine Ölkonzessionen in Nigerien; sie haben nichts zu verlieren, wenn sie zu den Biafranern freundlich sind. Abgesehen von sonstigen diplomatischen Erwägungen hoffen die Franzosen, in der Ära des Palmöls aus Nigerien verjagt, nun auf Erdöl.

Die staatseigene französische Ölgesellschaft SAFRAP, eine Tochtergesellschaft der ERAP, erhielt zum Spottpreis von 15 Millionen Dollar von den Biafranern Schürfrechte für 2 Millionen Tonnen Erdöl jährlich. Und im August 1967 kaufte der französische Zweig des Hauses Rothschild Schürfrechte für Kolombit, Uran, Kohle, Zinn, Gold und Öl für 10 Jahre um den gleichen Spottpreis von 15 Millionen Dollar. Zur französischen Präsenz in Biafra zählt ferner SCOA, das französische Gegenstück zu Montgomery Ward; Michelin erwarb Konzessionen für Naturkautschuk; Air Liquide hofft in das biafranische Chemiegeschäft tiefer einzusteigen.

Die französische Wette lautet weniger auf einen biafranischen Kriegserfolg als vielmehr auf einen Zusammenbruch der Rüstungsanstrengungen der Bundesregierung infolge innerer Streitigkeiten und mangelnder Organisation. Auch ist die französische Regierung durchaus nicht erpicht, sich auf eine Seite festzulegen, die sich als der große Verlierer erweisen könnte; trotz der Geschäftstüchtigkeit der Franzosen in Biafra kam es daher nicht zur diplomatischen Anerkennung. De Gaulle überließ solche Formalitäten statt dessen seinen beiden vertrauenswürdigsten afrikanischen Satelliten — dem Präsidenten Bongo von Gabun und Felix Houphouet-Boigny von der Elfenbeinküste.

Bisher sind alle diese geschäftlichen und diplomatischen Transaktionen Frankreichs wie auch Englands reine Spekulation. Solange der Krieg weitergeht, ruht die Erdölförderung. Seit Ausbruch des Konfliktes haben die Konzerne keinen Cent verdient. Sie wissen aber, daß sie noch vor der nächsten Nahostexplosion in die volle Produktion kommen müssen. Die Konzerne wünschen also den Krieg zu beenden, und — mit Ausnahme der Franzosen — wünschen sie, daß die Bundesregierung ihn gewinnt.

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Erstveröffentlichung im FORVM:
März
1969
No. 183/I, Seite 159
Autor/inn/en:

Bob Fitch:

Mary Fitch:

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