FORVM » Print-Ausgabe » Jahrgänge 1982 - 1995 » Jahrgang 1993 » No. 480
Arge Rassismus

Heidelberger Manifest 1982*

Mit großer Sorge beobachten wir einen Vorgang, der — ausgelöst durch eine euphorisch-optimistische Wirtschaftspolitik — dazu führte, daß inzwischen fünf Millionen Gastarbeiter mit ihren Familien in unserem Land leben und arbeiten. [Mit großer Sorge beobachten wir die Unterwanderung des deutschen Volkes durch Zuzug von Millionen von Ausländern und ihren Familien, die Überfremdung unserer Sprache, unserer Kultur und unseres Volkstums.] Offensichtlich ist es nicht gelungen, trotz Anwerbestopp den Zustrom zu begrenzen. Im Jahre 1980 hat allein die Zahl der gemeldeten Ausländer um 309.000 zugenommen, davon 194.000 Türken.

Die Lage wird erschwert dadurch, daß nur wenig mehr als die Hälfte der Kinder geboren werden, die für ein Nullwachstum der deutschen Bevölkerung der Bundesrepublik erforderlich wären: die Erneuerung der generativen Funktion der deutschen Familie ist dringend nötig.

Bereits jetzt fühlen sich viele Deutsche in ihren Wohnbezirken und an ihren Arbeitsplätzen fremd in der eigenen Heimat, ebenso wie die Gastarbeiter Fremde sind in ihrer neuen Umgebung. [Bereits jetzt sind viele Deutsche in ihren Wohnbezirken und Arbeitsstätten Fremdlinge in der eigenen Heimat.]

Der Zuzug der Ausländer wurde von der Bundesregierung aus Gründen des heute als fragwürdig erkannten hemmungslosen Wirtschaftswachstums gefördert. Die deutsche Bevölkerung wurde bisher über Bedeutung und Folgen nicht aufgeklärt. Sie wurde auch nicht darüber befragt. Deshalb halten wir die Gründung einer parteipolitisch unabhängigen Arbeitsgemeinschaft für nötig, die eine möglichst allseitige Lösung eines Problems angeht — im Gespräch mit den verantwortlichen Politikern —, das gelöst werden muß, soll es nicht zur Schicksalsfrage für Gastarbeiter und Gastland werden. [Deshalb rufen wir zur Gründung eines parteipolitisch und ideologischen Bundes auf, dessen Aufgabe die Erhaltung des deutschen Volkes und seiner geistigen Identität auf der Grundlage unseres christlich-abendländischen Erbes ist.] Was die Lösung dieses Problems so erschwert, ist die Tatsache, daß in der öffentlichen Diskussion die notwendigen Fragen nicht mehr gestellt werden können, ohne daß gegen die Fragesteller der Vorwurf des Nazismus erhoben wird. Wir betonen daher, daß wir bei allen Bemühungen um eine Lösung entschieden auf dem Boden des Grundgesetzes stehen und uns nachdrücklich gegen ideologischen Nationalismus, Rassismus, und Rechts- und Linksextremismus wenden.

[Völker sind (biologisch und kybernetisch) lebende Systeme höherer Ordnung mit voneinander verschiedenen Systemeigenschaften, die genetisch und durch Traditionen weitergegeben werden.]

Die Integration großer Massen nicht-deutscher Ausländer ist ohne Gefährdung des eigenen Volkes, seiner Sprache, Kultur und Religion nicht möglich [und führt zu den bekannten ethnischen Katastrophen multikultureller Gesellschaften].

Jedes Volk, auch das deutsche Volk, hat ein natürliches Recht auf Erhaltung seiner Identität und Eigenart in seinem Wohngebiet. Die Achtung vor anderen Völkern gebietet ihre Erhaltung, nicht aber ihre Einschmelzung (»Germanisierung«). Europa verstehen wir als eine lebendige Gemeinschaft von Völkern und Nationen, die durch Kultur und Geschichte eine Ganzheit höherer Art bilden. »Jede Nation ist die einmalige Facette eines göttlichen Plans.« (Solschenyzin)

Die Vielvölkernation Schweiz hat am 5. April 1981 mit ihrer in freier Abstimmung der Wähler erzielten Entscheidung ein Modell gegeben.

Obgleich wir um den Mißbrauch des Wortes Volk wissen, müssen wir mit allem Ernst daran erinnern, daß das Grundgesetz [nicht vom Begriff »Nation«, als der Summe aller Völker innerhalb eines Staates, vielmehr] vom Begriff »Volk«, und zwar vom deutschen Volk, ausgeht, und daß der Bundespräsident und die Mitglieder der Bundesregierung den Amtseid leisten: »Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden werde.« [Somit verpflichtet das Grundgesetz zur Erhaltung des deutschen Volkes.] Wer diesem Eid seinen Sinn läßt, wird sich nicht dagegen wehren können, daß es das deutsche Volk ist, um dessen »Erhaltung« es geht. Wer aus diesem Begriff folgert, daß es auch nichterhaltenswerte Völker gäbe, interpretiert gegen die Regeln wissenschaftlicher Hermeneutik und mißdeutet gröblich unser Anliegen.

Wir scheuen uns auch nicht, daran zu erinnern, daß das von der Präambel des Grundgesetzes als Verpflichtung aufgegebene Ziel der Wiedervereinigung durch die praktizierte Ausländerpolitik aufs schwerste gefährdet werden könnte.

Wie soll Wiedervereinigung möglich bleiben, wenn sich die Teilgebiete ethnisch fremd werden? [Die jetzt praktizierte Ausländerpolitik, welche die Entwicklung zu einer multirassischen Entwicklung fördert, widerspricht dem Grundgesetz, das alle Deutschen der Bundesrepublik zur Bewahrung und Verteidigung der Lebensrechte unseres Volkes verpflichtet.]

Welche Zukunftshoffnung verbleibt den Hunderttausenden von Gastarbeiterkindern, die heute sowohl in ihrer Muttersprache wie in der deutschen Sprache Analphabeten sind? Welche Zukunftshoffnung haben unsere eigenen Kinder, die in Klassen mit überwiegend Ausländern ausgebildet werden? [Werden sich die Abermilliarden für die Verteidigung unseres Landes am Ende einer solchen Entwicklung lohnen?]

Allein lebendige und lebensfähige [lebensvolle und intakte] deutsche Familien können unser Volk für die Zukunft erhalten. [Nur eigene Kinder sind die alleinige Grundlage der deutschen und europäischen Zukunft.]

Da die technische Entwicklung Möglichkeiten bietet und in gesteigertem Ausmaß bieten wird, die Beschäftigung von Gastarbeitern [alle Ausländerbeschäftigung] überflüssig zu machen, muß es oberster Grundsatz zur Steuerung der Wirtschaft sein: nicht die Menschen zu den Maschinen zu bringen, sondern die Maschinen zu den Menschen. Das Übel an der Wurzel zu packen heißt, durch gezielte Entwicklungshilfe die Lebensbedingungen der Gastarbeiter in ihren Heimatländern zu verbessern — und nicht hier bei uns. Die Familienzusammenführung der Gastarbeiter in ihre angestammte Heimat — selbstverständlich ohne Zwangsmaßnahmen — wird unser überindustrialisiertes und an Umweltzerstörung leidendes Land entlasten. [Die Rückkehr der Ausländer in ihre angestammte Heimat wird für die BRD als eines der am dichtesten besiedelten Länder der Welt nicht nur gesellschaftliche, sondern auch ökologische Entlastung bringen.]

Nahezu keiner der Verantwortlichen und Funktionäre der großen gesellschaftlichen Körperschaften hat es gewagt, die Dinge beim Namen zu nennen, geschweige denn ein realistisches Konzept einer langfristigen Politik vorzuschlagen. Wir halten deshalb die Bildung einer überparteilichen Arbeitsgemeinschaft für notwendig, die allen Verbänden, Vereinigungen usw., die sich der Erhaltung unseres Volkes, seiner Sprache, Kultur, Religion und Lebensweise widmen, aber auch Einzelpersonen Mitarbeit ermöglicht.

Gerade wir Hochschullehrer, zu deren vornehmer Aufgabe und Pflicht es nach wie vor gehört, Ausländern (insbesondere aus der sogenannten Dritten Welt) eine zweckentsprechende und sinnvolle Ausbildung in unserem Lande zu ermöglichen, müssen auf Grund unserer beruflichen Legitimation auf den Ernst der Lage und die bedrohlichen Konsequenzen der im Gang befindlichen Entwicklung in aller Öffentlichkeit hinweisen.

Prof. Dr.phil. Bambeck (Frankfurt), Prof. Dr.rer.pol. R. Fricke (Karlsruhe), Prof. Dr.phil. W. Haverbeck (Vlotho), Prof. Dr.rer.nat. J. Illies (Schweiz), Prof. Dr.theol. P. Manns (Mainz), Prof. Dr.jur. H. Rasch (Bad Soden), Prof. Dr.nat. W. Rulz (Bochum), Prof. Dr.rer.nat. Th. Schmidt-Kaber (Bochum), Prof. Dr.med. K. Schürmann (Mainz), Prof. Dr.phil. E. Siebert (Mainz), Prof. Dr.phil. G. Stadtmüller (München), Prof. Karl Götz, Prof. Dr.Dr. Oberländer, Bundesminister a.D., Prof. Dr. Riedl, Prof. Dr.med. Schade, Prof. Dr.rer.nat. Schröcke

*) Vollständige »Öffentlichkeits-Fassung« [in eckigen Klammern die Varianten der sog. Unterzeichner-Fassung] aus: Anna Picardi-Montesardo, Die Gastarbeiter in der Literatur der BRD, EXpress Edition, Berlin 1985, S. 111 ff.

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Erstveröffentlichung im FORVM:
Dezember
1993
No. 480, Seite 12
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Arge Rassismus:

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