FORVM » Print-Ausgabe » Jahrgänge 1968 - 1981 » Jahrgang 1970 » No. 200/201
Donatien Alphonse François de Sade

Die Philosophie im Schlafzimmer

Text

„Was uns zur Lektüre Sades treibt, was diese Lektüre sowohl ermöglicht wie auch vereitelt, ist unsere Komplizenschaft mit der Zensur. Wir sind ein Produkt unseres Sittenkodex. Indem wir Sade lesen, ja noch indem wir guten Willens sind, ihn zu entschlüsseln, sind wir dennoch Komplizen jener Zensur, die wir überwinden wollen.“ Im Februar-Heft 1969 des „Neuen Forum“ schrieb dies der Pariser Literaturtheoretiker und Kritiker Marcelin Pleynet, Herausgeber von „Tel Quel“, in einem umfangreichen Essay „Sade muß erst noch gelesen werden“. Wir gestehen, daß wir uns erst heute getrauen, diesen theoretischen Imperativ in die Praxis unserer Zeitschrift umzusetzen. [1] Und wir gestehen weiters‚ daß die Worte des Generalprokurators der Republik Österreich sowie seiner Diskussionspartner uns ein bißchen ermutigt haben (Pallin, Nikel u. a., „Sire, geben Sie Pornofreiheit“ in diesem Heft, S. 843 ff.). Die sogenannte „Sexwelle“, derzeit für jeden guten oder auch schlechten Leitartikler Gegenstand der Belustigung oder auch Bekreuzigung, ist ein Produkt jener allmächtigen Verblödungsmaschine, mit der Scheinfreiheit vorgegaukelt werden soll, um womöglich desto sicherer zu herrschen und jedenfalls desto dicker zu verdienen. Funktion des „Neuen Forum“ ist demgegenüber die Entlarvung, der Hinweis auf die Tiefendimension. Indem wir erstmals in deutscher Sprache den Text von Sades vielleicht präzisestem Werk vorlegen, samt einem gründlichen Kommentar des jungen Wiener Historikers Michael Siegert, dienen wir dieser Funktion.

(Alle Rechte der deutschen Übersetzung bei NEUES FORVM, Wien)
Donatien-Alphonse-Francois de Sade
Die Philosophie im Schlafzimmer
Nachgelassenes Werk des Verfassers der ‚Justine‘
Motto:
Die Mutter wird ihrer Tochter diese Lektüre zur Pflicht machen
Frontispiz:
An anderes gewöhnt, erschrecken wir zunächst, sobald jedoch das Herz sich der Vernunft ergibt, wird Lust die Meisterin, der es allein gehorcht.
Orest

An die Libertiner

Lüstlinge jeglichen Alters und Geschlechtes, einzig Euch weihe ich dieses Werk, nähret aus ihm Eure Grundsätze, sie steigern Eure Leidenschaft, jene Leidenschaft, vor der die kalten und platten Moralisten Euch Angst machen und die doch nur das Mittel ist, mit der die Natur uns Menschen den Zwecken zuführt, die sie mit uns vorhat. Lauscht dieser kostbaren Leidenschaft, ihre Stimme ist die einzige, die Euch zum Glücke führt.

Schlüpfrige Frauen: Euch sei die wollüstige Saint-Ange ein Vorbild. Verachtet, ihrem Beispiel folgend, alles was den göttlichen Gesetzen der Lust widerspricht, denen sie zeit ihres Lebens untertan war.

Junge Mädchen, die man Euch allzu lange schmachten läßt in den absurden und gefährlichen Banden einer phantastischen Tugend und einer ekelhaften Religion, eifert der feurigen Eugenie nach: zerstöret, tretet mit Füßen, so eilfertig wie die ihren alle jene lächerlichen Vorschriften, die Euch von schwachsinnigen Eltern eingepflanzt wurden.

Und Ihr, liebenswürdige Wüstlinge, Ihr, die Ihr seit frühen Jugendtagen keine anderen Zügel kennet als Euer Gelüste, kein ander Gesetz als Eure Laune: möge der schamlose Dolmancé Euer Vorbild sein. Gehet so weit wie er, so ihr, wie er, alle Blumenpfade durchschreiten wollet, welche die Lüsternheit Euch bereitet.
Bekehret Euch zu seiner Lehre; nicht anders als durch Entfaltung des Reiches seiner Gelüste und Phantasmagorien, nicht anders als indem er alles seiner Wollust aufopfert, nicht anders kann der Unglückliche, dessen Namen Mensch ist und der entgegen seinem Willen in dieses traurige Universum geworfen wurde, dahin gelangen, etliche Rosen zu pflanzen inmitten der Dornen des Lebens.

Die Philosophie im Schlafzimmer
oder
Die unmoralischen Lehrer Gespräche
Gewidmet der Erziehung junger Fräulein

Erstes Gespräch

Madame de Saint-Ange, der Chevalier de Mirvel

MADAME DE SAINT-ANGE

Guten Tag, Bruder, und wo bleibt Herr Dolmancé?

DER CHEVALIER

Er wird pünktlich um vier Uhr eintreffen, wir speisen erst um sieben, so haben wir genügend Zeit, zu plaudern.

MADAME DE SAINT-ANGE

Weißt du, Bruder, ich schäme mich ein bißchen wegen meiner Neugier und wegen all der obszönen Pläne, die wir für heute haben. Wahrhaftig, mein Freund, du bist zu nachsichtig mit mir. Je vernünftiger ich werden müßte, desto aufgeregter und lüsterner wird mein verfluchter Kopf, und du läßt mir all das durchgehen, das führt nur dazu, daß ich verwöhnt werde. Mit 26 müßte ich schon frömmeln, und ich bin noch immer nichts weiter als die ausschweifendste aller Frauen. Man macht sich gar keine Vorstellungen, mein Freund, was ich mir alles vorstelle und was ich alles tun möchte. Ich bildete mir ein, wenn ich mich an die Frauen halte, würde ich brav werden, wenn ich meine Gelüste innerhalb meines Geschlechtes konzentrierte, würden sie nicht mehr nach dem euren lechzen. Aber das war eine Chimäre, mein Freund, die Vergnügungen, deren ich mich berauben wollte, malen sich in meinem Geist mit desto stärkerer Glut. Wenn man wie ich für die Ausschweifung geboren ward, ist es nutzlos, sich Schranken setzen zu wollen; meine wütenden Begierden sprengen sie alsbald.

Ja, mein Bester, ich bin ein amphibisches Wesen, ich liebe alles, finde an allem Vergnügen, möchte alle Arten in mir vereinigen. Dennoch mußt du zugeben, Bruder, daß es ein Gipfel meiner Extravaganz ist, mit diesem sonderbaren Dolmancé bekannt werden zu wollen. Er wollte zeit seines Lebens, sagst du, keine Frau so sehen, wie der Brauch es vorschreibt. Sodomit aus Prinzip, vergöttert er sein eigenes Geschlecht und läßt sich mit dem unseren nicht ein, es sei denn, daß es ihm die Reize von jener Seite darbietet, deren er sich zu bedienen gewohnt ist. Und siehe da, Bruder, gerade das ist meine Phantasie: ich will der Ganymed dieses Jupiters sein, will von seinen Gelüsten profitieren, will ein Opfer seiner Verirrungen werden. Du weißt, mein Lieber, daß ich mich bisher auf diese Weise nicht hingegeben habe, außer dir, aus Gefälligkeit, oder irgendeinem meiner Leute, aus Laune, für die ich bezahlte. Heute aber wird es nicht aus Gefälligkeit sein und nicht aus Caprice, sondern allein aus Lust. Ich vermute hier einen unglaublichen Unterschied, und den will ich kennenlernen. Schildere ihn mir, deinen Dolmancé.

DER CHEVALIER

Dolmancé, Schwester, ist gerade 36, groß, von schönem Antlitz, sehr lebhaftem, geistreichem Blick, doch etwas Hartes, Böses spiegelt sich unbewußt in seinen Zügen. Er hat die schönsten Zähne der Welt, etwas füllige Taille, weichliche Haltung, ohne Zweifel, weil er die Gewohnheit hat, sich so oft als Frau hinzugeben. Er ist von außerordentlicher Eleganz, verfügt über eine schöne Stimme und mancherlei Talente, insbesondere steckt viel Philosophie in seinem Kopf.

MADAME DE SAINT-ANGE

Er glaubt nicht an Gott, hoffe ich.

DER CHEVALIER

Gott behüte, er ist der berühmteste Atheist, der unsittlichste Mensch. Du findest in ihm die tiefste, gründlichste Verderbnis. Er ist das böseste, das frevelhafteste Wesen, das es auf dieser Welt geben kann.

MADAME DE SAINT-ANGE

Wie all das mich erhitzt, ich bin toll nach diesem Mann. Und seine Vorlieben, Bruder?

DER CHEVALIER

Du kennst sie. Die Wonnen Sodoms sind ihm teuer, als Handelnder wie als Leidender. Er will nur Männer für seine Vergnügungen. Wenn er sich manchmal doch bereitfindet, mit Frauen vorliebzunehmen, so einzig unter der Bedingung, daß sie die Liebenswürdigkeit haben, mit ihm das Geschlecht zu tauschen. Ich habe ihm von dir gesprochen, ihn von deinen Plänen unterrichtet, er ist einverstanden und verweist dich seinerseits auf die Bedingungen dieses Handels. Ich warne dich, Schwester, er wird dich rundweg ablehnen, wenn du ihn zu etwas anderem veranlassen willst. „Was ich mit Ihrer Schwester zu tun einwillige, ist“, erklärt er, „eine anstoßerregende, üble Sache, mit der man nur selten und unter großen Vorsichtsmaßregeln sich beschmutzt.“

MADAME DE SAINT-ANGE

Sich beschmutzen ... Vorsichtsmaßregeln ... Ich liebe sie wahnsinnig, die Sprache dieser entzückenden Leute. Auch unter uns Frauen haben wir solche Worte, die den tiefen Abscheu beweisen, der uns durchdringt bei allem, was nicht zum zugelassenen Kult gehört. Sag mir, mein Lieber ... hat er dich gehabt? Mit deinem entzückenden Gesicht und deinen zwanzig Jahren kann man einen solchen Mann wohl fesseln.

DER CHEVALIER

Ich will dir meine Ausschweifungen mit ihm nicht verbergen, du hast zuviel Geist, sie zu tadeln. Was mich betrifft, so liebe ich die Frauen und gebe mich solchen bizarren Neigungen nur hin, wenn ein liebenswürdiger Mann mich dazu drängt. Dann gibt es nichts, was ich nicht täte. Ich weiß mich weit entfernt von jenem lächerlichen Dünkel, der unseren jungen Laffen weismachen will, man müsse derlei Anerbieten mit Stockschlägen erwidern. Ist der Mensch denn Herr seiner Neigungen? Man mag jene beklagen, deren Neigungen absonderlich sind, aber man darf sie niemals kränken. Ihre Verirrung ist jene der Natur. Es lag nicht mehr in ihrer Macht, mit anderen Neigungen zur Welt zu kommen, als in der unseren, krummbeinig oder wohlgestalt geboren zu werden. Sagt euch ein Mann Unangenehmes, wenn er den Wunsch bezeugt, sich eurer zu erfreuen? Zweifellos nicht, er macht euch ein Kompliment. Warum also mit Beleidigungen und Beschimpfungen antworten? Nur Dummköpfe können so denken; nie wird ein Mann mit Vernunft über diese Sache anders reden, als ich es jetzt tue. Aber die Welt ist voll Einfaltspinseln, die glauben, daß man sie geringschätzt, wenn man sie geeignet hält für seine Vergnügungen. Verwöhnt von den Frauen, die stets auf alles eifersüchtig sind, was ihre Rechte schmälern könnte, sind diese Männer die Don Quichottes jener gewöhnlichen Rechte und brutalisieren alle, die diese Rechte nicht ausschließlich anerkennen.

MADAME DE SAINT-ANGE

O mein Freund, küsse mich, du wärest nicht mein Bruder, dächtest du anders. Noch ein paar Einzelheiten, ich beschwöre dich.

DER CHEVALIER

Herr Dolmancé wußte durch einen meiner Freunde von dem superben Glied, mit dem ich, wie du weißt, versehen bin. Er veranlaßte den Marquis de V..., mich mit ihm zum Souper einzuladen. Einmal da, mußte ich zeigen, was ich mitgebracht hatte. Neugier schien zunächst der Beweggrund, aber ein sehr schöner Arsch, den man mir alsbald zuwandte und den zu genießen man mich bat, ließ erkennen, daß Lust die Ursache jener Untersuchung gewesen war. Ich warnte Dolmancé vor den Schwierigkeiten des Unternehmens. „Ich bin auch einem Hengst gewachsen“, sagte er, „Sie haben nicht den Ruhm für sich, der gewaltigste unter denen zu sein, die diesen Arsch schon perforierten. Der Marquis war zugegen und gab uns jegliche Ermunterung, indem er befühlte, mit Händen bearbeitete und küßte, was der eine wie der andere ans Licht gebracht hatte. Ich stelle mich in Position ... ich wünsche zumindest einige Vorbereitung. „Entschlagen sie sich dessen“, erwiderte der Marquis.“ Sie würden den armen Dolmancé der Hälfte jener Empfindungen berauben, deren er sich von ihnen gewärtig ist. Er will, daß man ihn zerspaltet.‘“ — „Er soll Satisfaktion haben“, rufe ich und tauche blindlings in den Abgrund. Du denkst vielleicht, Schwester, ich hätte Mühe gehabt. Nichts dergleichen. Mein Sankt Veit, obgleich enorm, verschwand, ohne daß ich mich dessen versah, und ich erreichte den Grund seiner Eingeweide, ohne daß der Schurke Miene machte, Beschwernis zu verspüren. Ich behandelte Dolmancé wie einen Freund, die exzessive Wollust, die er empfand, sein Zappeln und Zucken, die liebenswürdigen Reden, die er führte, all das versetzte bald auch mich in Glück, und ich überschwemmte ihn. Kaum war ich draußen, wandte sich Dolmancé mir zu, wirren Haars, geröteten Gesichts wie eine Bacchantin: „Du siehst den Zustand, in den du mich versetztest, teurer Chevalier“, spricht er und weist mir einen harten, kecken Schwanz, beträchtlicher Länge und zumindest sechs Zoll im Umfang. „Geruhe, mein Liebster, mir als Frau zu dienen, nachdem du mein Mann warst. Dann habe ich in deinen göttlichen Armen jegliche von den Vergnügungen genossen, die ich so über alle Maßen schätze.“ Da ich das eine so wenig schwierig finde wie das andere, erkläre ich mich bereit. Da entledigt sich vor meinen Augen der Marquis seiner Beinkleider und beschwört mich, doch ein wenig Mann zu spielen mit ihm, während ich die Frau seines Freundes sein werde. Ich traktiere ihn wie Dolmancé, der mir hundertfältig all die Stöße zurückgibt, deren ich unseren dritten reichlich versehe, und alsbald in den Grund meines Arsches jene Zauberflüssigkeit verspritzt, mit welcher ich fast zur selben Zeit V... besprenge.

MADAME DE SAINT-ANGE

Du mußtest das größte Vergnügen empfinden, Bruder, dich solchermaßen entre deux zu finden, man sagt, das ist charmant.

DER CHEVALIER

Gewiß, mein Engel, es ist ein guter Platz, doch was man von derlei auch sagen mag, all das sind Extravaganzen, die ich niemals den Vergnügungen mit Frauen vorziehen werde.

MADAME DE SAINT-ANGE

Nun, mein Liebster, heute kann ich dich für deine Gefälligkeit von damals entschädigen, ich will deinem Feuer heute ein junges Mädchen ausliefern, unberührt und schöner als die Liebe selbst.

DER CHEVALIER

Wie! Zusammen mit Dolmancé läßt du eine Frau zu dir kommen?

MADAME DE SAINT-ANGE

Es handelt sich um Erziehung. Es ist ein kleines Mädchen, das ich vergangenen Herbst im Kloster kennenlernte, während mein Gatte zur Kur war. Dort konnten wir nichts wagen, zu viele Augen waren auf uns gerichtet, doch wir versprachen einander ein Wiedersehen, sobald dies möglich wäre. Vom Gelüste nach ihr besessen, machte ich die Bekanntschaft ihrer Familie. Ihr Vater ist ein Wüstling, den ich für uns gewinnen konnte. Endlich kommt nun die Schöne, wir werden zwei Tage miteinander verbringen ... zwei köstliche Tage, deren größeren Teil ich auf die Erziehung der jungen Person verwenden will. Dolmancé und ich werden in den hübschen kleinen Kopf alle Prinzipien der schrankenlosesten Ausschweifung einpflanzen. Wir werden mit unserem Feuer das ihre entflammen, es nähren mit unserer Philosophie, unsere Wünsche mit einzuflüstern wissen, und da ich ein wenig Praxis mit der Theorie zu verbinden gedenke, habe ich dich, Bruder, dazu ausersehen, die Myrten von Kythera zu ernten, während Dolmancé die Rosen von Sodom pflückt. Ich werde zweierlei Vergnügungen zur selben Zeit haben, selber jener frevelhaften Lüste zu genießen und darüber auch noch Lektionen zu erteilen an jene liebenswürdige Unschuld, die sich in unserem Netz gefangen hat.

[1„Forum“ befaßte sich mit Sade bereits im November-Heft 1965: Hans Daiber‚ „Volksschriftsteller Marquis de Sade“, sowie im obenerwähnten Februar-Heft 1969, in welchem neben Pleynet auch der Münchner Literarhistoriker Bernd Lutz über „Das Ärgernis Sade“ schrieb.

(Wird fortgesetzt)

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Erstveröffentlichung im FORVM:
August
1970
No. 200/201, Seite 848
Autor/inn/en:

Donatien Alphonse François de Sade:

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