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Wilhelm Kainrath

Geboren 1939 Wien, Dipl.-Ing. TH Wien 1965, arbeitete in verschiedenen Architekturbüros, 1968-1970 England, dort auch bei einer Theatergruppe, die Agitproptheater für Mieteraktionen machte. Seit 1970 Assistent an der TH Wien.

Beiträge

Wilhelm Kainrath • Bernd Lötsch

Mehr oder weniger Wien

No. 375-378
Juni
1985

Was tun mit Wien? Stadterneuerung oder Stadterweiterung, grüne Keile oder grüne Gürtel, draußen schließen und innen verdichten oder umgekehrt. Oberstadtbaurat Wilhelm Kainrath und Bernd Lötsch vom Institut für Umweltwissenschaften sind darüber nicht immer der gleichen (...)

Wilhelm Kainrath • Michael Siegert
Gespräch über das AKH

Turmbau zu Pavillon

No. 339-341
Mai
1982

Der Skandal um den Neubau des Allgemeinen Krankenhauses (AKH) Wien besteht für die Medien in ein paar Schmiergeldmillionen, die einige Baumanager dort genommen haben. Wir sehen das Schlimme darin, daß der Riesenbau das Wiener Gesundheitswesen krakenartig zu verschlingen droht. Darüber sprachen wir (...)

Wilhelm Kainrath
Lienhard Wawrzyn/Dieter Kramer:

Wohnen darf nicht länger Ware sein

No. 251
November
1974

Lienhard Wawrzyn/Dieter Kramer: Wohnen darf nicht länger Ware sein, Luchterhand Verlag, Darmstadt und Neuwied 1974, 236 Seiten, DM 10,80, öS 85,20

Wilhelm Kainrath

Assanierung des Kapitals

Zum neuen österreichischen Assanierungs- und Bodenbeschaffungsgesetz
No. 219
März
1972

Wilhelm Kainrath

Straßentheater für Mieter

No. 219
März
1972

Wilhelm Kainrath bei Wikipedia

Wilhelm Kainrath (* 2. Dezember 1939 in Wien; † 10. Mai 1986 auf der Rax) war ein österreichischer Architekt und Stadtplaner.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kainrath besuchte die HTL in Krems an der Donau und schloss 1965 sein Architekturstudium an der Technischen Hochschule Wien mit dem Diplom ab. Er arbeitete in der Folge zwei Jahre in London bei der Planung von New Towns. In der Folge kehrte er nach Wien zurück, wurde zwei Jahre lang Assistent bei Ernst Hiesmayr und war 1972 bis 1975 freiberuflich tätig. Ab 1971 nahm Kainrath Teil an der kommunalpolitischen Programmarbeit der SPÖ und beschäftigte sich hier vorrangig mit Themen des Städtebaus. Er war ein kritischer Sozialdemokrat im Umfeld von Egon Matzner und Herbert Tieber[1] und galt als Außenseiter in der Wiener Stadtplanung,[2] der sich früh für sanfte Stadterneuerung und Durchgrünung der gründerzeitlichen Stadtstrukturen einsetzte und dabei positives mediales Echo fand. Kainrath gehört zu den Vätern des Planquadrat-Gartens, eines Gartenhofes im dichtest verbauten Teil Wiens, der allerdings Ausnahme geblieben ist, und verwies auf die positiven Wirkungen eines streng geregelten Wohnungsmarktes im Hinblick auf die Vermeidung sozialer Entmischung und darauf beruhender Slumbildung.[3]

Der von Helmut Zilk geförderte Kainrath war in der Magistratsabteilung 18 tätig, dann in Stabsfunktionen (Klub der SPÖ-Gemeinderäte, dann Koordinationsbüro der Magistratsdirektion). Er gilt als prägende Persönlichkeit hinter dem Wiener Stadtentwicklungsplan (STEP) 1984, verstarb jedoch 1986 bei einem Bergunfall auf der Rax. Das 1988 erschienene Werk Verändert die Stadt mit zahlreichen posthum veröffentlichten Texten Kainraths ist seinem Andenken gewidmet.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • (Mitautor:) Projekt Planquadrat 4. Versuch einer „sanften“ Stadterneuerung. Im Auftr. d. Magistrats d. Stadt Wien, MA 19. Krämer: Stuttgart et al. 1980.
  • Stadterneuerung als ständige Herausforderung. Erfahrungen und Ausblicke. Pospisil: Wien 1983.
  • (Mitautor:) Die alltägliche Stadterneuerung. Drei Jahrhunderte Bauen und Planen in einem Wiener Außenbezirk. Löcker: Wien et al. 1984.
  • Verändert die Stadt: Texte 1971–1986. Hrsg. v. Elisabeth Binder u. a., Schriftenreihe Planen und Gestalten. Picus: Wien 1988.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinz Dolanski: 35 Jahre Gebietsbetreuungen. Ein Beitrag zur sanften Stadterneuerung in Wien. Diplomarbeit, Universität Wien 2009 (Online-Version; PDF; 4,8 MB)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dankesrede Rotraud A. Perners zur Verleihung des Goldenen Ehrenzeichens der Stadt Wien, abgerufen am 7. Juni 2011.
  2. profil. Band 19, Ausgaben 18-30/1988, S. 102
  3. Vgl. W. Kainrath 1982 in der Österreichischen Zeitschrift für Politikwissenschaft Nr. 82/4

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