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Benedikt Kautsky

Benedikt Kautsky lehrt an der Otto-Möbius-Schule in Graz. Er ist der Sohn Karl Kautskys, eines der Gründer und Führer der österreichischen Sozialdemokratie, und seinerseits einer der angesehensten Theoretiker der heutigen SPÖ.

Beiträge

Benedikt Kautsky

Programm und Wirklichkeit

No. 88
April
1961

Benedikt Kautsky

Die Wandlungen des Sozialismus

No. 72
Dezember
1959

Benedikt Kautsky

Strukturwandel der europäischen Parteien

No 67/68
Juli
1959

Benedikt Kautsky

Der Kampf um Berlin

No. 61
Januar
1959

Benedikt Kautsky

Ein konsequenter Proteus

Die Politik des Sowjetdiktators Chruschtschew
No. 55/56
Juli
1958

Benedikt Kautsky

Der neue Diktator im Kreml

No. 53
Mai
1958

Benedikt Kautsky

Der Ketzer des Ketzers

Zu dem Buch „The New Class“ („Die neue Klasse“) von Milovan Djilas, Verlag Frederick Prager, New York, 1957
No. 45
September
1957

Benedikt Kautsky

Wolfgang Harichs interne Revolution

No. 40
April
1957

Der 35 jährige Ostberliner Dozent für Philosophie, Dr. Wolfgang Harich, wurde am 29. November 1956 vom sowjetzonalen SSD verhaftet; auch sein Assistent Bernhard Steinberger und ein Redakteur der von Harich geleiteten „Deutschen Zeitschrift für Philosophie“, Manfred Hertwig, wurden in (...)

Benedikt Kautsky

Tito in der Zwickmühle

No. 37
Januar
1957

Benedikt Kautsky

Rückfall in eine trügerische Ruhe

No. 36
Dezember
1956

Friedrich Abendroth • Benedikt Kautsky

Marxisten und Nichtmarxisten

(Fazit der FORVM-Diskussion)
No. 18
Juni
1955

Mit den beiden nachfolgenden Beiträgen beenden wir unsere in Heft 15 begonnene Diskussion, die versucht hat, das Phänomen des Marxismus (und seines Schöpfers) auf seine Haltbarkeit im Zusammenhang mit der Demokratie und im Licht der seit Marx erfolgten Veränderungen zu untersuchen. Daß diese (...)

Benedikt Kautsky

Wem gehört Karl Marx?

Eine Kritik an Leopold Schwarzschilds Marx-Monographie
No. 13
Januar
1955

Das kürzlich bei Scherz & Goverts (Stuttgart) erschienene Buch von Leopold Schwarzschild: „Der rote Preuße, Leben und Legende von Karl Marx“, aus dem wir in Nr. 11 einen Abschnitt zum Vorabdruck brachten, hat mittlerweile in Deutschland heftige Zustimmung und noch heftigere Ablehnung gefunden. (...)

Peter Dürrenmatt • Benedikt Kautsky • Alfred Maleta

Sinn und Unsinn der Wahlpropaganda

No. 10
Oktober
1954

Die Frage nach „Sinn und Unsinn“ der Wahlpropaganda ist nicht nur eine Frage nach Nutzen oder Nutzlosigkeit. Sie zielt zugleich nach grundsätzlichen Problemen der politischen Lebensbedingungen, unter denen ein Volk propagandistisch bearbeitet wird, und sie ist weder mit dem Klischee der (...)

Friedrich Abendroth • Felix Hubalek • Benedikt Kautsky

Zum Gedenken an den 20. Juli 1944

No. 7/8
Juli
1954

Das Datum „20. Juli“ hat sich dem Gedächtnis der Öffentlichkeit unvergänglich eingeprägt. Wohl niemand, der es hört, würde sich erst erkundigen müssen, was denn eigentlich an diesem 20. Juli geschehen sei. Jeder weiß es. Aber würde es jeder auch nur mit annähernd gleichen Worten sagen, oder aus annähernd (...)

Heinrich Graf Einsiedel • Benedikt Kautsky
PRO UND CONTRA

Jugoslawien

No. 2
Februar
1954

Das Thema „Jugoslawien“, das wir in diesem Heft zur Diskussion stellen, ist so vielschichtig‚ daß es sich kaum auf einen einzigen Nenner bringen läßt, zu dem man klare Stellung beziehen und ein eindeutiges Pro oder Contra äußern könnte. FORVM hat es darum für besser gehalten, den beiden (...)

Benedikt Kautsky bei Wikipedia

Benedikt Kautsky nach seiner Befreiung im KZ Buchenwald

Benedikt Kautsky (* 1. November 1894 in Stuttgart; † 1. April 1960 in Wien) war ein österreichischer Ökonom und Finanzfachmann.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er war Sohn von Luise und Karl Kautsky und Enkel der Schriftstellerin Minna Kautsky und des Malers Johann Kautsky. Von 1912 bis 1920 war Kautsky Sekretär von Otto Bauer und von 1921 bis 1938 Sekretär der Wiener Arbeiterkammer sowie ab 1923 auch Herausgeber der Zeitschrift Arbeit und Wirtschaft. Im Mai 1938 wurde er nach dem „Anschluss“ von Österreich an das Deutsche Reich verhaftet. Zunächst war Kautsky für drei Monate im KZ Dachau inhaftiert, bevor er in das KZ Buchenwald verlegt wurde. Von dort wurde er im Oktober 1942 nach Auschwitz verbracht, wobei er als Häftling im KZ Auschwitz III Monowitz auf der Baustelle des I.G. Farben-Werks Zwangsarbeit leisten musste.

Später wurde Kautsky zurück in das KZ Buchenwald verlegt. Dort gehörte er neben Hermann Brill und Ernst Thape zu den Sozialdemokraten, die gemeinsam mit Kommunisten und christlichen Demokraten im Februar 1945 in Buchenwald das illegale Volksfront-Komitee bildeten. Er gehörte auch zu den Mitunterzeichnern des Buchenwalder Manifests.[1] Kautsky wurde im April 1945 aus dem KZ Buchenwald befreit.

Nach Kriegsende lebte Kautsky von 1945 bis 1950 in Zürich. Er arbeitete in den Jahren 1950 bis 1958 nacheinander als Privatdozent an der Universität Graz und als Leiter der Otto-Möbes-Volkswirtschaftsschule in Graz. Kautsky trat der Sozialistischen Partei Österreichs bei. 1958 wurde Kautsky zum stellvertretenden Generaldirektor der Creditanstalt-Bankverein ernannt.

Er war außerdem Verfasser des Vorentwurfes des Parteiprogramms der Sozialistischen Partei Österreichs (SPÖ) im Jahre 1958 und einer der maßgeblichen Autoren des Godesberger Programms der deutschen Sozialdemokraten im Jahr 1959.

Grabstätte von Benedikt Kautsky

Er ruht in einem ehrenhalber gewidmeten Grab (Abteilung 1, Ring 3, Gruppe 2, Nummer 74) im Urnenhain der Feuerhalle Simmering.[2]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bund Sozialdemokratischer Akademikerinnen und Akademiker, Intellektueller, Künstlerinnen und Künstler (BSA) Graz verleiht seit 2002 einen Benedikt-Kautsky-Wirtschaftspreis. Der seit 1960 bestehende Arbeitskreis Dr. Benedikt Kautsky, eine sozialdemokratische Ökonomenvereinigung, trägt seinen Namen.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fritz Brügel, Benedikt Kautsky (Hrsg.): Der deutsche Sozialismus von Ludwig Gall bis Karl Marx. Hess & Co., Wien 1931
  • Zur Geschichte der Theorie vom fixen und zirkulierenden Kapital. In: Jahrbuch der Dissertationen der Philosophischen Fakultät Berlin 1919–1920. Berlin 1921, S. 169–175.
  • Wirtschaftsprobleme der Gegenwart. Gewerkschaftskommission Deutschösterreichs. Arbeit und Wirtschaft, Wien 1923.
  • Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Im Zusammenhang ausgewählt und eingeleitet von Benedikt Kautsky. Kröner, Leipzig 1929
  • Reparationen und Rüstungen. Hess, Wien 1931.
  • Willst du Marxist werden? Kleiner Wegweiser durch die sozialistische Literatur. Wiener Volksbuchhandlung, Wien 1933.
  • Deutschland und England vor dem Weltkrieg. Historische Parallelen. Thalia, Wien 1936.
  • Luise Kautsky zum Gedenken. Nachrufe von Friedrich Adler und Oda Lerda-Olberg. Berichte aus Amsterdam, Annie van Scheltema, aus Birkenau, Dr. med. Lucie Adelsberger. Briefe aus und über Buchenwald von B. K. -- Willard, New York NY 1945
  • Teufel und Verdammte. Erfahrungen und Erkenntnisse aus sieben Jahren in deutschen Konzentrationslagern. Büchergilde Gutenberg, Zürich 1946
  • als Hrsg.: Rosa Luxemburg: Briefe an Freunde. Nach dem von Luise Kautsky fertiggestellten Manuskript. Europäische Verlagsanstalt EVA, Hamburg 1950.
  • als Hrsg. und Bearbeiter: Friedrich Engels' Briefwechsel mit Karl Kautsky. (= Quellen und Untersuchungen zur Geschichte der deutschen und österreichischen Arbeiterbewegung. 1). 2., durch die Briefe Karl Kautskys vervollständigte Ausgabe von Aus der Frühzeit des Marxismus. Danubia, Wien 1955.
  • Nachwort zu: Otto Bauer: Einführung in die Volkswirtschaftslehre. Einleitung Ernst Winkler. Wiener Volksbuchhandlung, Wien 1956
  • als Hrsg.: Karl Kautsky: Erinnerungen und Erörterungen. (= Quellen und Untersuchungen zur Geschichte der deutschen und österreichischen Arbeiterbewegung. 3). Mouton, 's-Gravenhage 1960.
  • Morden und Stehlen. In: Hans Günther Adler, Hermann Langbein, Ella Lingens-Reiner (Hrsg.): Auschwitz. Zeugnisse und Berichte. 2., rev. Auflage. EVA, Köln 1979, ISBN 3-434-00411-4, S. 84ff. (Erstauflage 1962)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Robert Bolz: Der Marxist Benedikt Kautsky. Zürich 1960.
  • Günther Chaloupek: Marxismus und Wirtschaftspolitik: Benedikt Kautsky als ökonomischer Theoretiker der Arbeiterkammer. In: Günther Chaloupek u. a.: Reformismus und Gewerkschaftspolitik. Leykam Verlag, Graz 2006, ISBN 3-7011-7573-X.
  • Norbert Leser: Kautsky, Benedikt. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 11, Duncker & Humblot, Berlin 1977, ISBN 3-428-00192-3, S. 373 (Digitalisat).
  • Harry Stein, Gedenkstätte Buchenwald (Hrsg.): Konzentrationslager Buchenwald 1937–1945. Begleitband zur ständigen historischen Ausstellung. Wallstein Verlag, Göttingen 1999, ISBN 3-89244-222-3.
  • Ernst Thape: In Erinnerung an Benedikt Kautsky. Sein Tod ist ein großer Verlust für den freiheitlichen Sozialismus. Bonn 1960. (PDF; 327 kB)
  • Benedikt Kautsky. In: Der Spiegel. Nr. 6, 1958, S. 56 (online5. Februar 1958).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang Röll: Sozialdemokraten im Konzentrationslager Buchenwald 1937–1945. Unter Einbeziehung biographischer Skizzen. Wallstein Verlag, Göttingen 2000, S. 245.
  2. Ehrenhalber gewidmete Gräber im Friedhof Feuerhalle Simmering www.friedhoefewien.at (abgerufen am 30. November 2017).

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