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Axl Leskoschek

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Schändung der Sowjetunion

No. 176-177
August
1968

Axl Leskoschek bei Wikipedia

Axl Leskoschek (ursprünglich Albert von Leskoschek; * 3. September 1889 in Graz; † 12. Februar 1976 in Wien) war ein österreichischer Maler, Grafiker und Illustrator.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sohn eines Feldmarschallleutnants studierte Jus (Doktorat 1917), war Fliegerleutnant im Ersten Weltkrieg und kehrte schwer verwundet heim. Nach dem Krieg studierte er an der Landes-Kunstschule in Graz bei Alfred Schrötter und zwischen 1921 und 1923 setzte er sein Studium bei Alfred Cossmann (1870–1951) an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien fort.

Der links orientierte Leskoschek war bis 1934 als Kulturredakteur für die sozialdemokratische Tageszeitung „Arbeiterwille“ tätig. Auch trat er seit 1920 als Buchillustrator hervor. So schuf er Holzschnitte für zwei Bände der bekannten Insel-Bücherei: Märchen und Legenden aus den Gesta Romanorum (IB 388, 1926) und Humoresken und Satiren von Franz von Gaudy (IB 460/2, 1967)[1]. Leskoschek war einer der Mitbegründer des Werkbunds „Freiland“ (1919) und der Sezession (1923) in Graz. Für sein graphisches Werk erhielt er 1925 den Österreichischen Staatspreis.

Als Teilnehmer des Februaraufstandes war Leskoschek 1934, 1935 und 1936 mehrmals in Haft. Gemeinsam mit seinem Freund Herbert Eichholzer floh der 1934 zur KPÖ übergewechselte Leskoschek am 12. März 1938 aus Österreich. Über eine kirchliche Hilfsorganisation konnte der Künstler nach Brasilien ausreisen, wo er 1941 bis 1948 lebte und als Professor an der Akademie der bildenden Künste in Rio de Janeiro tätig war.

In der von Herbert Eichholzer erbauten Villa Albrecher-Leskoschek in Graz, Hilmteichstrasse 24, befindet sich das Wandgemälde "Allegorie der Freunde" von Axl Leskoschek. Das Wandgemälde stammt aus dem Jahr 1937 und richtet sich inhaltlich gegen den aufkommenden Nationalsozialismus und seine Folgen. Es zeugt von einer surrealistischen und zugleich allegorisch-verschlüsselten Malweise, in der Axl Leskoschek seinen malerischen Höhepunkt erreicht.[2]

Axl Leskoschek kehrte 1948 nach Österreich zurück, hatte aber unter der Ausgrenzung der Kommunisten nach den Oktoberstreiks 1950 zu leiden.

1971 kam es zu einer größeren Ausstellung in Graz, 1974 in Wien. Eine zu Leskoscheks 100. Geburtstag 1989 geplante Ausstellung wurde abgesagt.

Axl Leskoschek diente als Vorbild für die Figur des Albert Trebla (bzw. Albert von ***) in Ulrichs Becher Roman „Die Murmeljagd“. [3]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Würdigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Haus Albrecher-Leskoschek, Hilmteichstraße 24 (heute an das Gelände des Landeskrankenhauses angrenzend), als Gesamtkunstwerk – mit einem monumentalen Wandbild von Axl Leskoschek – geplant von Herbert Eichholzer erschien ein architekturhistorisches Buch von Heimo Halbrainer et al. Vor dem bald zu erwartenden Abriss des Hauses wurde am 5. Juni 2016 ein "improvisiertes Abschiedsfest – Open House" im Rahmen der Architekturtage 2016 abgehalten.[4][5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jens Förster: Der Insel-Verlag Leipzig und ein Wiener Illustrator, in: Inselbücherei. Mitteilungen für Freunde. Nummer 14. Insel Verlag, Frankfurt am Main und Leipzig 1996, ISBN 3-458-16819-2
  2. Eva Klein: "Verborgene Moderne: Das Wandgemälde Allegorie der Freunde von Axl Leskoschek in der Villa Albrecher-Leskoschek von Herbert Eichholzer." In: "Denk!mal Zukunft. Der Umgang mit historischem Kulturgut im Spannungsfeld von Gesellschaft, Forschung und Praxis." hrsg. von Eva Klein, Rosmarie Schiestl, Margit Stadlober, Graz 2012, S. 60–80.
  3. Murmeljagd
  4. https://www.tugraz.at/fakultaeten/architektur/aktuelles/events/article/hilmteichstrasse-24-haus-albrecher-leskoschek-von-herbert-eichholzer/ HILMTEICHSTRASSE 24 - Haus Albrecher-Leskoschek von Herbert Eichholzer. TU Graz, Events, abgerufen 13. Juni 2016.
  5. http://www.architekturtage.at/2016/event.php?item=9769@1@2Vorlage:Toter Link/www.architekturtage.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Steiermark: Haus Albrecher-Leskoschek von Herbert Eichholzer, Architekturtage, 3.–4. Juni 2016, abgerufen 13. Juni 2016.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eva Klein: "Verborgene Moderne: Das Wandgemälde Allegorie der Freunde von Axl Leskoschek in der Villa Albrecher-Leskoschek von Herbert Eichholzer." In: "Denk!mal Zukunft. Der Umgang mit historischem Kulturgut im Spannungsfeld von Gesellschaft, Forschung und Praxis." hrsg. von Eva Klein, Rosmarie Schiestl, Margit Stadlober, Graz 2012.
  • Peter Rath: "Axl Leskoschek, Maler, Buchillustrator, Holzschneider und Kupferstecher." In: Mitteilungen der Österreichischen Exlibris - Gesellschaft, NF, 58. Jg., Heft 1, März 2003. S. 4–6, 5 Abb.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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