FORVM » Print-Ausgabe » Jahrgänge 1968 - 1981 » Jahrgang 1971 » No. 215/I/II
Carsten Colpe

Das Füllhorn des Schah

Epilog zu den Feiern von Persepolis

C. C. ist Professor für Iranistik an der Freien Universität Berlin. Er lehnte eine Einladung des Schahs zu den Feiern von Persepolis ab. Den nachfolgenden Text sprach er auf der Pressevollversammlung der Literaturproduzenten, 16.10.1971, auf der Frankfurter Buchmesse vor 800 Teilnehmern. Iranberichte von B. Russell, J.-P. Sartre und Amnesty International: NF Anfang Juni 1970.

I.

Wenn man zu 538 Jahren vor Christus 1962 Jahre nach Christus addiert, kommen 2500 Jahre heraus. Aus diesem Anlaß gab der Sohn eines Offiziers, der als Ministerpräsident der Jahre 1923/24 eine öffentliche Debatte in Gang gebracht hatte, ob die Monarchie oder die Republik die nun für den Iran zeitgemäße Staatsform sei, im Jahre 1958 die Anordnung, den Geburtstag des persischen Königreiches, den man mit jener runden Zahl numerieren kann, durch ein großes Fest zu feiern.

Die offizielle Idee der Feiern ist, daß Kyros’ II., des Großen, gedacht werden soll, welcher als König der Persis die iranischen Stämme einigte und diese sowie bis dahin unterjochte Völker in religiöser und politischer Freiheit in einem Weltreich, dem ersten der Geschichte, dem Reich der Achämeniden verband. Mit dem im großen und ganzen richtigen Hinweis, daß er die Juden aus der babylonischen Gefangenschaft befreit habe — in Wirklichkeit gab er nur die Anordnung zur Wiederherstellung des Jerusalemer Tempels, die viel schwierigere Durchführung der Aktion oblag seinem zweiten Nachfolger Darius I., dem Großen —, wird insbesondere an einen begründeten Komplex der Deutschen gerührt, die sich wohl hüten werden, etwas gegen den heutigen Vollstrecker eines alten königlichen Willens zu sagen, dessen Träger den Juden soviel Heil brachte, daß der zweite Jesaja ihn einen Messias nannte.

Daß es sich um keine echte Toleranz, um keinen absoluten Altruismus, um keine totale Gewährung von Freiheit handelte, ersieht man aus den Inschriften, die deutlich zu erkennen geben, daß selbstverständlich der politische Erfolg zum Bürgen der moralischen Leistung gemacht wurde. Wer innerhalb dieses Systems nicht mitmachte, wer etwa durch Pflege des Gottesdienstes und Brauchtums von Politik und öffentlichem Leben sich nicht ablenken ließ und gar staatliche Selbständigkeit einzelner unterworfener Länder wiederherstellen wollte, der wurde zum „Lügner“ gestempelt. Wie es den „Lügnern“ erging, darüber schweigen sie für uns, denn sie wurden unter gräßlichen Quälereien gerichtet, wie wir aus anderen Quellen wissen.

Es ist eine historische Tatsache, daß selbst diese Einleitung der Möglichkeit zu neuer Humanität nicht diejenige Tradition blieb, welche die iranische Gesellschaft, insbesondere das Verhältnis des Herrschers zu seinen Untertanen, weiterhin prägte. Zwar nicht älter, aber sozial und seelisch sicher tiefer verwurzelt und deshalb wirksamer ist ein anderes Prinzip, das aus dem im Islam begründeten Dispens von den Forderungen der Religion unter Zwang oder bei drohendem Schaden entwickelt worden ist. Es gibt dafür mehrere technische Bezeichnungen, von denen ich jetzt, nur der Kürze halber, eine gebrauchen werde, arab. ketman: „Verhüllung, Geheimhaltung, Verschweigen einer Meinung, einer Intention, einer Gefühlsregung.“ Das ketman ist durchaus nicht bare Unaufrichtigkeit, wie sie oberflächliche Beobachter häufig als Kennzeichen des orientalischen, namentlich des persischen Volkscharakters angeben. Es ist seit Mohammed nichts anderes als das Reden und Handeln nach der von der überwältigenden Mehrheit aller Menschen spontan nachvollziehbaren Maxime, daß kein Sinn im Martyrium liegt. Gelegenheiten dazu waren unter den despotischen Praktiken, die Jahrhunderte hindurch geübt wurden und auch von besseren Herrscherideologien nahezu unabhängig blieben, ununterbrochen zu umgehen, nicht nur wenn es sich um den rechten Glauben handelte, sondern auch unter mannigfachen anderen Nötigungen.

II.

Mit dem, was die iranische Regierung seit einigen Jahren tut, scheint nun die Geschichte des ketman in eine neue Phase getreten zu sein. Es verhüllt nicht mehr der Freidenker seine Meinung vor dem Imam, der schiitische Untertan seine Absicht vor dem sunnitischen Kalifen, der weltliche Dichter sein Gefühl vor seinem bigotten Fürsten, der naturwissenschaftliche Forscher seine Erkenntnis vor dem spekulativen Philosophen, sondern der Kaiser und seine Helfer verbergen ihre Neigungen — ja vor wem? Es kann nur die öffentliche Meinung sein, welche, wie wenig sie auch bisher faktisch bewirkt hat, die edleren Begriffe setzt, die das schlechte Gewissen wachhalten, das nun durch deklamatorische Inanspruchnahme vollkommenster Humanität kompensiert werden muß.

Ein recht überdimensionales ketman hat bereits stattgefunden, als die iranische Regierung im April und Mai 1968 die große Internationale Konferenz für Menschenrechte der Vereinten Nationen in Teheran beherbergte, die den 20. Jahrestag der Deklaration der Menschenrechte durch die UNO feierte und weitere Grundsätze dafür erarbeitete. Es zeigt sich nämlich, daß der Katalog der Unterdrückungsmaßnahmen in Persien ungefähr um dieselbe Zeit anfängt reichhaltiger zu werden: Die typischen Verhaltenssymptome von Herrschenden, die ihres Systems nicht mehr sicher sein können, kündigen sich an.

Ein ziemliches ketman ist es wohl auch, daß Prinzessin Aschraf, die Schwester des Schahs, der alle diese Dinge bekannt sind und die mit ihrem Bruder bestens zusammenarbeitet, trotzdem ungeniert den Vorsitz der iranischen Sektion der Menschenrechtskommission der UNO führt und turnusmäßig sogar schon Vorsitzende der ganzen Kommission war — ein Skandal, der einen an der moralischen Integrität selbst dieser Institution zweifeln lassen kann. Die Organisation Amnesty International (AI), welcher nach der Conföderation iranischer Studenten das größte Verdienst um Aufklärung und Hilfe für politische Gefangene zukommt, hat schon merkwürdige Dinge erlebt, wenn sie sich mit der Bitte um Unterstützung an die Menschenrechtskommission wandte. (Bericht über die Entsendung eines AI-Delegierten nach Teheran sowie Berichte von B. Russell und J. P. Sartre: NF Anf. Juni 1970.) Es wäre ein wenig gewonnen, wenn eine Initiative in Richtung UNO ausginge, um dieser Groteske ein schleuniges Ende zu bereiten, indem Prinzessin Aschraf aus der UN-Menschenrechtskommission entfernt wird.

Da die öffentliche Meinung niemanden zum Märtyrer machen kann, schon gar nicht eine Staatsregierung, ist mit dem, was die iranische Regierung zur Verhüllung von Tatsachen und Absichten propagiert und tut, das ketman nun wirklich in eindeutige Unwahrhaftigkeit, ja Verlogenheit übergegangen. Technik und Propaganda in den Dimensionen unseres Zeitalters stehen für ihre Anwendung zur Verfügung, und es handelt sich oft um so wirkungsvolle Dinge wie Statistiken, in diesem Falle vor allem über die sogenannte Weiße Revolution. Man lese die Analysen mutiger Journalisten und achte darauf, was in den Statistiken steht und was nicht. Die Mißverhältnisse zwischen Ausgaben und Einnahmen, zwischen Wachstum des Sozialprodukts und der Bevölkerung, zwischen vermeintlicher Beschenkung und Verschuldung der Bauern, zwischen Landenteignung und industrieller Bereicherung der Grundbesitzer sind auch vom volkswirtschaftlichen Laien nachzurechnen. Niemanden kann es wundern, daß dagegen demonstriert wird, ja daß es zu Aufständen kommt. Die nächste Reaktion in diesem Mechanismus sind Unterdrückung und Folter.

Wer von der Folter spricht, hat es leicht, die Zuhörer auf seine Seite zu bekommen. Durch nichts stellt sich so leicht Gemeinsamkeit her, als wenn man sich miteinander gegen Folterer und ihre Auftraggeber entrüsten kann, einmal, weil so die einfachste Bestätigung der eigenen Gerechtigkeit zu haben ist, dann aber auch, weil die offene sadistische Lust am Quälen, welche die anderen praktizieren, leicht zu einem Teil die geheime Lust derer wird, die davon sprechen. Ich habe mir überlegt, ob ich deshalb das attraktive Thema der Folter in persischen Gefängnissen ganz übergehen sollte. Aber ich meine, doch davon sprechen zu müssen, weil die Gräßlichkeiten, die zuverlässig bezeugt sind, etwas Wichtiges über die Pervertierbarkeit des Strebens nach menschlicher Würde lehren.

Ich will nun gar nicht darauf hinaus, daß die Pervertierbarkeit des Strebens nach menschlicher Würde nur oder vornehmlich aus dem iranischen Herrschaftssystem folgt, oder allgemeiner: aus dem kapitalistischen. Parallelen gab und gibt es, von der sogenannten Kulturgeschichte der Folter hier einmal abgesehen, nicht nur in den deutschen Konzentrationslagern oder in der schweinischen Barbarei, die die Nordamerikaner noch immer in Vietnam treiben, oder in der viel vornehmeren, weil nicht so unappetitliche Spuren hinterlassenden Elektrofolter der Franzosen in Algerien. Es gibt sie auch in der Sowjetunion, wo sie eine höchst beunruhigende Entwicklung durchlaufen haben von der sich austobenden Gymnastik in GPU-Kellern der Stalinzeit bis zu einer sublimierten Form, die nur noch in psychiatrische Kliniken paßt. Und es gibt sie in ganz verschiedenen Systemen der Dritten Welt, der unsere meiste Sympathie gehört.

Worauf ich angesichts dessen hinaus will, das ist der Unterschied zwischen dem Anspruch, den die iranische Regierung erhebt, und demjenigen, den andere Regierungen erheben. Auch solche unter ihnen, die, je diktatorischer, desto mehr Verbrämungen nötig haben, leugnen kaum noch, daß die Mittel, von denen ihnen jedes recht ist, vornehmlich dazu dienen, ihren eigenen Bestand zu sichern. Wie dagegen der Anspruch der Herrschenden im Iran aussieht, haben wir gehört: Noch in der Umgebung von Feststraßen, die man von jeder potentiellen Menschenansammlung gespenstisch leer gemacht hat, und von Plätzen, wo das Militär, das dann in historischen Uniformen zur Erbauung der Gäste paradieren wird, sicherheitshalber Dörfer zerstörte und die Bewohner deportierte, ertönt der Appell an die Menschheit, sie solle sich für eine Welt der Liebe, des Friedens und der Zusammenarbeit einsetzen.

Im Lichte dieses Anspruchs muß es gesehen werden, wenn Häftlinge in iranischen Gefängnissen mit Elektroschocks und Injektionen willensschwach gemacht werden; wenn sie rektal kochendes Wasser eingeführt und bestimmte Körperteile in Säure getaucht erhalten; wenn sie stundenlang mit dem Kopf nach unten hängen oder in winzigen Käfigen sitzen müssen, aus deren niedrigen Decken spitze Nägel nach unten stehen; wenn man ihnen die Fingernägel ausreißt oder sie mit Gummiknüppeln, Drahtpeitschen und anderen Instrumenten bis zur Bewußtlosigkeit prügelt; wenn die Wärter sie auf Anordnung tagelang am Schlaf hindern oder Zigaretten auf ihren Nackenwirbeln ausdrücken; wenn sie mit verbundenen Augen die Kommandos für ihre Hinrichtung hören, die sich dann als vorgetäuscht erweist; wenn sie mit den Händen auf dem Rücken so aufgehängt werden, daß nach einer Weile der Brustkorb zerreißt, wenn sie verbluten, nachdem man ihnen die Beine abgesägt hat (Vgl. die Berichte von Russell, Sartre und AI: NF Anf. Juni 1970).

Es scheint, daß sich der persische Strafvollzug gar nicht so ernsthaft bemüht, wie er könnte, um zu verhindern, daß Nachrichten über solche Folterungen aus den Gefängnissen nach außen dringen. Kann man doch mittels der Angst davor gründlich nachhelfen, daß sich die Menschen würdig, und das heißt: im Sinne des verordneten Patriotismus, verhalten.

Wieviel Menschen sind von den Folterungen betroffen? Das kann ein Nichtmitglied der Savak (persische Geheimpolizei) nicht wissen. Aber schon die bloßen Hinrichtungen, die Zahl der politischen Verhaftungen, die Tötungen von Menschen bei Demonstrationen sagen genug. Im März 1971 wurde ein Prozeß erst bekannt, nachdem die dreizehn Angeklagten bereits hingerichtet waren. Von zwei weiteren Hinrichtungen hörte man im Juli 1971; es waren so wenige, weil es diesmal einer alarmierten Weltöffentlichkeit gelang, die Richter zu bewegen, viermal nur auf lebenslängliche Zwangsarbeit und einmal auf zehn Jahre Einzelhaft zu erkennen. Kurz danach wurde eine Gruppe von zwölf, danach eine von fünfzig Personen vor Gericht gestellt. Die Zahl der nach und nach aus politischen Gründen Eingesperrten beläuft sich, nach allervorsichtigster Schätzung, der von Amnesty International, auf dreitausend, davon dreihundert seit über zehn Jahren, einige seit fünfundzwanzig Jahren, und nach den weitestgehenden Schätzungen auf über zwanzigtausend. Die Zahl, wie groß sie auch sei, erhöhte sich kurz vor den Jubiläumsfeiern um viertausend. Vorbeugehaft für Störungsverdächtige.

Von österreichischen Zeitungen sorgfältig verschwiegen:
1000 Menschen protestieren am 15. Oktober 1971 auf der Wiener Ringstraße gegen die Feier des Schah in Persepolis.

III.

Das Bestürzende liegt darin, daß die Verlogenheit, die von Persepolis bis Teheran aus jedem Blumentopf sprießt und aus jeder Glühlampe funkelt, die ganze Welt durchdrungen hat. Mit Selbstverständlichkeit läßt jedes Land, jede Institution, jede Gruppe die Mechanismen spielen, die man entwickelt hat, um mit einem Teil seiner Stimmen Nein und mit dem anderen Teil Ja sagen zu können. Der französische Staatspräsident sagte ab — ihm könnte daran gelegen sein, daß für die Ausrichtung der Feier nicht zuviel aus Frankreich kommt; ein anderer nationaler Repräsentant steht zur Verfügung, der außerdem noch für die Peinlichkeit sorgen kann, daß das persische Volk bei dieser Gelegenheit nicht einmal seine herrliche Speisekultur zeigen darf: der Küchenchef des Maxim. Der amerikanische Präsident sagte ab — er muß je länger, desto heftiger wollen, daß die Welt glaubt, er habe als Verfechter der Menschenrechte noch einen Ruf zu verlieren; aber er kann sich ja darauf verlassen, daß das, was der Geheimdienst seines Landes, die CIA, im Jahre 1953 mit dem Sturz Mossadeghs ins Werk gesetzt hat, Bestand haben wird. Die deutsche Linke glaubt wieder an den Himmel, seit ein Finger von dort dem Bundespräsidenten zur rechten Zeit ans Auge gerührt hat, aber sie hat nichts dagegen, daß ein Konservativer sich durch Teilnahme an der Feier diskriminiert, der doch von der guten Art und als Parlamentspräsident ein ebenso gewichtiger Vertreter ist. Die Internationale der Kommunisten hat zu den politischen und ökonomischen Widersprüchen, die durch dieses Fest überdeckt werden sollen, wahrscheinlich das Richtigste gesagt, aber sie findet keine gleich treffenden Worte gegen die Teilnahme von Gästen aus ihren Staaten.

Ich selbst brauchte für die Ablehnung der Einladung keinerlei Mut aufzubieten und habe seitdem nicht die geringsten Schwierigkeiten; im Gegenteil, meine Kollegen, die eingeladen wurden und stolz hingefahren sind, fühlen sich noch ein wenig wohler, seit sie das Bewußtsein pflegen dürfen, unser Berufsstand biete auch Raum für so einen wie mich.

Warum beteiligten sich so viele daran? Man braucht kein sozialistisches oder kommunistisches Beurteilungsschema an die Dinge zu legen, um die richtige Antwort zu erhalten. Die Wirklichkeit ist hier so marxistisch, wie eine Theorie gar nicht sein kann. Glasklar liegt am Tage, wer investiert und wer profitiert, mit welchen Mitteln er es tut, mit wem er kollaboriert und mit wem er konkurriert. Die Mitgliederlisten der in aller Welt gebildeten Ehrenkomitees liefern eine einfache Illustration. Niemand stellt die Frage, warum man denen, die wirtschaftliche Macht anzubieten haben, Unmenschlichkeit konzedieren muß. Die Gästeliste läßt sich Land für Land und Konzern für Konzern mit Zahlen über das Verhältnis zwischen Investition und Gewinn bei den einzelnen Absatz-, Produktions- und Ausbeutungssektoren des Iran belegen. Hier fand ein Wettlauf um Schätze statt, wie es ihn in dieser Konzentration noch niemals gab. Es sind Schätze, die ein am Anachronismus erkrankter Aladin aus einer Wunderlampe herausreibt, welche mehr vermag als die des Märchens: aus der Arbeitskraft des iranischen Volkes.

Die wirtschaftlichen Vorteile, zu deren Erhaltung oder Steigerung man in aller Welt die Staatsmänner zur Teilnahme an der Feier gedrängt hat, werden von kurzfristigerem Nutzen sein, als von Fall zu Fall der Nutzen gewesen wäre, den jeweils eine Ablehnung gebracht hätte. In spätestens dreißig Jahren werden es selbst die nichtiranischen und die iranischen Plutokraten eingesehen haben, daß sie ihre Profite um der öffentlichen Aufgaben willen stärkstens verringern müssen. Dann werden die Handelsverträge, die unter den heutigen, privatwirtschaftlich-frühkapitalistischen Bedingungen zustandekommen sollen, sich als nicht mehr so wichtig erweisen, und es wäre immer klarer hervorgetreten, wie wichtig es statt dessen war, rechtzeitig in ihrem Kampf für Demokratie und Meinungsfreiheit, gegen Führerideologie und Folter die Menschen zu unterstützen, denen die Ordnung der Welt im Jahre 2000 obliegt. Der realpolitisch größere Vorteil, den diese Unterstützung gebracht hätte, wird nun vereitelt durch den Schock, der vor allem der iranischen Jugend, aber nicht nur ihr, zugefügt wird. Mindestens zwei Generationen hindurch wird sie sich daran erinnern.

Für uns Deutsche bzw. Angehörige der westlichen Welt ist es besonders schlimm, daß es jetzt niemand mehr wird widerlegen können, daß die parlamentarische Demokratie auch in den krassesten Fällen für ökonomische Interessen und gegen die Menschenrechte votiert.

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Erstveröffentlichung im FORVM:
November
1971
, Seite 13
Autor/inn/en:

Carsten Colpe:

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