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Energie

Themen

Kernenergie

  • Elefantiasis
  • Die Kernknackerbande
  • Frechheit siegt?
  • Fetisch Mitbestimmung
  • Temelin und Dukovany
  • (...)

Beiträge

James Ridgeway

Energiekrise — ein Konzerntrick

Wie die Multis mit Auf- und Zudrehen die Profite hochschaukeln
Dezember
1973

1 Sieben Schwestern Die Energiekrise, die vor allem von den internationalen Erdölkonzernen hochgespielt wird, zeigt sich auf zwei Ebenen. Erstens hat die Verknappung der natürlichen Energiereserven eine Verteuerung der Gewinnung, Verarbeitung und Verteilung zur Folge. Diese Tendenz ist seit dem (...)

Bernd Lötsch

Atomic Austria

Wir brauchen keine Atomenergie
März
1977

Atomkraft: Verschwendungsimpuls Österreich deckt seinen Strombedarf derzeit zu zwei Dritteln aus Wasserkraft, den Rest aus konventionellen Wärmekraftwerken. Stromerzeugung aus Kohle und Erdgas wird auch in den kommenden Jahrzehnten möglich sein; umweltfreundliche Technologien für Kohle sind in (...)

Peter Weish

Atommüll

oder der Abschied von einem teuren Traum
März
1977

Arbeitsgruppe „Wiederaufbereitung“ (WAA) an der Universität Bremen: Atommüll oder der Abschied von einem teuren Traum, rororo aktuell 4117, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek Februar 1977, 219 Seiten, DM 5,80, öS 44,70

Paul Blau

Atome raus

Alternativen zur Kernkraft
August
1977

Müssen 10.000 Wiener sterben? Eine Tatsache müßte genügen, um die Verantwortlichen davon abzuhalten, in Österreich auch nur ein einziges Atomkraftwerk in Betrieb zu nehmen: das sogenannte Restrisiko eines großen Reaktorunfalls. Nach einem — lange Zeit geheimgehaltenen — Bericht der (1974 aufgelösten) (...)

René Dubos

Ich bin Öko-Optimist

März
1979

Eine Gesellschaftsformation geht nie unter, bevor alle Produktionskräfte entwickelt sind, für die sie weit genug ist, und neue höhere Produktionsverhältnisse treten nie an die Stelle, bevor die materiellen Existenzbedingungen derselben im Schoß der alten Gesellschaft selbst ausgebrütet worden sind. (...)

Roger Bernard

Sonnen-Sophismen

In 10 Jahren alles aus Licht?
März
1979

Sophismus Nr. 1: Die Sonnenenergie ist schwer nutzbar, weil sie die Erdoberfläche mit geringer Stärke erreicht. Unter den besten Bedingungen kann man auf einem Quadratmeter Erdoberfläche 1.000 Watt Sonnenenergie „auffangen“. Die Sonnenenergie ist daher so „verdünnt“ — sagt man —, daß ein (...)

Gerhart Bruckmann

Sonne lacht

Wie wir unsere Energieprobleme lösen können
Mai
1979

Zuviel Energie? Wenn von Sonnenenergie die Rede ist, werden meist sofort zwei Fragen gestellt: Was kostet sie, und wie rasch kann sie verwirklicht werden? Und wenn die Antwort lautet: Sie kostet heute noch mehr als Öl, und es werden auch im günstigsten Fall Jahrzehnte vergehen, ehe ein (...)

Kuno Knöbl

Schöne Kleine Wasserkraft

Juni
1984

Die besondere topographische Situation unseres Landes fördert die Nutzung der Wasserkraft. Tausende Klein- und Kleinstkraftwerke entstanden. Die Energie-Politik zielte darauf ab, den Betrieb dieser Kleinkraftwerke (die meist nur wenig mehr als den jeweiligen Eigenbedarf an Energie deckten) so (...)

Robert Weninger

Totem ist tabu

Zeit für Blockheizkraftwerke
Juni
1984

Ausreden gelten nicht mehr. Es ist technisch möglich, den Wirkungsgrad bei der Stromerzeugung auf das Doppelte zu steigern — durch Blockheizkraftwerke, die Strom erzeugen und die dabei entstehende Wärme nutzen für Heizung und Warmwasser. Kalorische Großkraftwerke vergeuden fast 2/3 der von ihnen (...)

Gordon Gaskill

Gestautes Wasser

Oktober
1984

Im letzten Abendlicht des 9. Oktober 1963, eines Mittwoch, wurden Hasen plötzlich kühn und huschten, ohne sich um vorbeikommende Menschen und Autos zu kümmern, lautlos die gepflasterte Straße hinab. Als es immer dunkler wurde, ruckten die Kühe in den Ställen unruhig an ihren Ketten; Hunde winselten, (...)

George Wald

Rekonstruktion der Gesellschaft

Oktober
1984

In seinem Vortrag an der Universität Wien stellte der amerikanische Nobelpreisträger Zusammenhänge zwischen gesellschaftlicher Macht- und Güterverteilung und dem Raubbau an der Umwelt her. Das Problem ist, daß nach 3 Billionen Jahren des Lebens auf diesem Planeten und nach vielleicht 10.000 Jahren (...)

Jürgen Langenbach

Bis zur letzten Lampe

August
1989

In Wackersdorf sind die Bauarbeiten eingestellt, in Nagymaros auch, in Engelhartstetten sind sie vertagt, am Strom und in seinen Chefetagen herrscht Verwirrung. Das Werkel ist ins Stocken geraten, bietet damit jedoch wenig Anlaß für das Öffnen von Champagnerflaschen. Die Ruhe vor dem nächsten (...)

Hermann Broch

Für Sozialisierung der Wasserkräfte

August
1989

Reprint, erstmals nach 70 Jahren, einer kulturgeschichtlichen Preziose von überraschender Aktualität. [(Der folgende Beitrag von Hermann Broch wurde dem Herausgeber seiner Werke, Paul Michael Lützeler, zur Verfügung gestellt; er hat davon keinen rechten Gebrauch gemacht, ist vielmehr mit einem (...)

Kasparnaze Simma

Perspektiven einer neuen Agrarpolitik

November
1993

Das vorliegende Papier versucht, die übliche agrarpolitische Ebene der Diskussionen um Milchpreise, -kontingente, Direktzahlungen usw. zu verlassen und tiefer vorzustoßen zu den primären Ursachen des Niedergangs der bäuerlichen Landwirtschaft. In der Folge sollen Gründe, Möglichkeiten und (...)

Amelie Lanier

Temelín

Die Konjunkturen der Atomenergie-Gegnerschaft und das AKW
November
1993

I. AKW-Gegner, wo seid ihr geblieben? oder Wie ungefährlich sind Atomkraftwerke? Die Zeiten, wo der Protest gegen die Atompolitik der eigenen Regierung Leute auf die Straße brachte, sind endgültig vorbei. Im Land der einst stärksten Anti-Atom-Bewegung, in der BRD, haben die einstigen (...)

Christian Baumgartner

Temelin und Dukovany

Genehmigungsverfahren im Postkommunismus
April
1994

Nicht offizielle Erklärungen, Zeitungsberichte und Stellungnahmen sind es, die uns Vertrauen in Großprojekte einflößen können. Zu oft schon wurden wir Staatsbürger/innen in unserem Vertrauen in solche Deklarationen schwer enttäuscht. Bei volkswirtschaftlich besonders bedeutenden Projekten, deren (...)

Energiewirtschaft bei Wikipedia

Der Begriff Energiewirtschaft umschreibt wirtschaftliche Strukturen zur Gewinnung und Bereitstellung von Energie. Dazu zählt Stadtgas, Erdgas, flüssige Kraftstoffe, elektrische Energie, Fernwärme, Öl und feste Energieträger wie Kohle, Koks, Torf und Holz.

Die Öl- und Gasindustrie werden nach internationalem Brauch in Upstream, Midstream und Downstream untergliedert. Dabei zählt zum Upstreambereich die Förderung von Öl und Gas. Midstream sind die Raffinerien, die Lagerung, Pipelines und Interkontinentaltanker für den Transport, die Speicherung von Rohprodukten und die kaufmännische Seite des Imports. Downstream ist der letzte Sektor der Öl- und Erdgasindustrie. Hier wird das Rohöl und Erdgas in Tausende von Fertigprodukten gewandelt und an den Endkunden vertrieben.[1]

Bei der Gewinnung und Bereitstellung von Steinkohle sind teilweise vergleichbare Marktstrukturen vorhanden, während Braunkohle in der Regel von demselben Unternehmen gefördert und an Ort und Stelle verstromt wird.

Zu den Akteuren der Energiebranche zählen auch Stromerzeuger und Energieversorger (EVU), Netzbetreiber, Speicherbetreiber sowie der Anlagen- und Systembau mitsamt deren Finanzierung und Wartung.[2] Energieversorger sind Unternehmen, die elektrische Energie, Gas und Fernwärme über ein öffentliches Netz verteilen.

Bedeutung der Energiewirtschaft

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Die Energiewirtschaft hat eine große volkswirtschaftliche Bedeutung und ist somit Gegenstand staatlicher Strategien, wie der Erschließung sibirischer Öl- und Gasvorkommen mit westdeutschem Knowhow und Kapital seit den 1950er Jahren, der skandinavischen Wärmewende mit systematischem Ausbau von mit Solarthermie und Kraftwärme-Kopplung betriebenen Fernwärmenetzen in den 1970er Jahren, der Erschließung der Kernkraft in Deutschland seit den 1970er Jahren, dem Ausbau erneuerbarer Energien seit den 1990er Jahren oder der europäischen Neuregulierung der Strom- und Gaswirtschaft beginnend 1996 zur Schaffung von Strom- und Gas-Handelsmärkten.

Weiterhin ist die Energiewirtschaft in vielen Bereichen durch große Player mit erheblicher Marktmacht gekennzeichnet. Hier treten insbesondere die international operierenden und vertikal integrierten Ölkonzerne hervor, die neben dem Zugang zu den Ölquellen selbst auch große Teile der Wertschöpfungskette bis zu den Tankstellennetzen beherrschen.[3]

Monitoring des nationalen Energiebedarfs

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Zur Überwachung des nationalen Energiebedarfs und seiner Verwendung werden von allen Industriestaaten Energiebilanzen erstellt. Zur Analyse des Energiebedarfs, seiner Verwendung, der beteiligten Marktstrukturen und der Preisbildung werden betrachtet:

Die Energiewirtschaft zählt neben Verkehr, Wärmeversorgung, Chemieindustrie und Landwirtschaft zu den wichtigsten Schadstoffemittenten in der globalen Wirtschaft.[4] Sie gehört weiterhin zu den Kritischen Infrastrukturen der Volkswirtschaft.

Von Energiewirtschaft im engeren Sinne kann man seit der Spätphase der industriellen Revolution sprechen. Die Anfänge bildeten die gewerbsmäßige Gewinnung von Energieträgern und die Brennstoffhändler in den Städten und industriellen Zentren, die die Privathaushalte und die Industrie mit Holz und Kohle als damalige Hauptenergieträger versorgten.

Die städtische Gasversorgung beginnt Anfang des 19. Jahrhunderts, die städtische Versorgung mit Strom etwa 50 Jahre später. Dafür wurde der Aufbau einer Versorgungsstruktur mit Leitungsnetzen notwendig. Sie war zunächst kommunal organisiert. Mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts begannen jedoch mit dem Bau überregionaler Netze starke Konzentrations- und Monopolbildungstendenzen in der Strom- und Gaswirtschaft. Diese wurden als effizient und somit als natürliche Monopole betrachtet. Eine staatliche Überwachung der Elektrizitätswirtschaft wurde erst im Energiewirtschaftsgesetz von 1933 von den Nazis durchgesetzt.

Mit dem Energiewirtschaftsgesetz von 1996 wurden der Netzbetrieb regulatorisch von der Energielieferung getrennt und alle größeren Energieversorger entsprechend in mindestens zwei Unternehmen aufgeteilt. Dies ermöglichte Strom- und Gas-Handelsmärkte, auf denen Strom und Gas wie Wertpapiere gehandelt werden können (siehe Stromhandel). Die Interaktion zwischen Netzbetreiber und Lieferanten von Strom- und Gas regelt ein umfangreicher europäischer Regulierungsrahmen (siehe Energiemarkt). Ein Meilenstein bei der Entwicklung der Strom- und Gasmärkte war die Gründung der europäischen Strombörse (EEX) in Leipzig im Juni 2000.

In Deutschland unterliegen die Endverbrauchertarife für Strom und Gas seit Mitte 2007 nicht mehr den zuständigen Behörden der Bundesländer. Die Bundesnetzagentur und die Landesregulierungsbehörden prüfen nur noch die Netznutzungsgebühren.

Institute und Forschung (Auswahl)

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Energiewirtschaft in Staaten

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  • Ines Zenke, Stefanie Neveling, Bernhard Lokau: Konzentration in der Energiewirtschaft: politische und rechtliche Fusionskontrolle (= Schriftenreihe Energie- und Infrastrukturrecht. Band 6). Beck, München 2005, ISBN 978-3-406-52432-5.
  • Wilm Tegethoff, Ulrich Büdenbender, Heinz Klinger: Das Recht der öffentlichen Energieversorgung. Kommentar. etv Energiewirtschaft und Technik Verlags-Gesellschaft, Gräfelfing u. a. 1985–2000, ISBN 978-3-925349-13-3 (ab der 13. Erg.-Lfg.), (Loseblatt-Ausgabe).
  • Wilm Tegethoff: Probleme der räumlichen Energieversorgung. Vincentz, Hannover 1986, ISBN 978-3-87870-765-3 (Akademie für Raumforschung und Landesplanung, Forschungs- und Sitzungsberichte der ARL 162).
Wiktionary: Energiewirtschaft – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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  1. Segmente der Erdöl- und Erdgas-Industrie. Abgerufen am 17. Juli 2022.
  2. Akteure der Energiewirtschaft. Branchenportal der Energiewirtschaft. Hrsg. Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR)
  3. Marktmacht der Ölkonzerne:Kartellamt blockiert Kauf von Tankstellen. Abgerufen am 17. Juli 2022.
  4. Valentin Crastan: Elektrische Energieversorgung 2. Energiewirtschaft und Klimaschutz, Elektrizitätswirtschaft, Liberalisierung, Kraftwerktechnik und alternative Stromversorgung, chemische Energiespeicherung. 3., bearbeitete Auflage. Berlin/Heidelberg 2012, S. 19.

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