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Walter Manoschek

Walter Manoschek was born in 1957. He studied political science and history at the University of Vienna, which awarded him a Ph. D. in 1991. After his habilitation, he was appointed Associate Professor of Political Science at the University of Vienna.
His research focuses on National Socialism, holocaust studies and the politics of remembrance. From 1995 to 1999, he was one of the designers and organizers of the exhibition “War of Annihilation. Crimes of the Wehrmacht 1941-1944 (Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941-1944) produced by the Hamburger Institut für Sozialforschung.

Im WWW

Beiträge

Walter Manoschek

Der Prozeß Carlebach contra Schafranek

No. 458/459
März
1992

Walter Manoschek

Die „Vaterländische Front“

No. 401-405
Juli
1987

W. M., der im Frühjahr 1986 eine Broschüre mit dem schönen Titel „Pflichterfüllung“ (Löcker Verlag, öS 50,—, Gruppe „Neues Österreich“) herausgab, erzählt hier von der Vorgeschichte des „Anschluß“.

Walter Manoschek bei Wikipedia

Walter Manoschek (* 21. August 1957 in Wien) ist ein österreichischer Politikwissenschaftler und außerordentlicher Universitätsprofessor an der Universität Wien.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1990 schloss Manoschek sein Studium der Politikwissenschaft an der Universität Wien mit Dr. phil. ab und arbeitete von 1992 bis 2001 als Assistent am Institut für Staats- und Politikwissenschaft der Universität Wien. Seit 2001 ist er an derselben Universität für Politikwissenschaft habilitiert und Außerordentlicher Universitätsprofessor, von 2004 bis 2006 war er zudem Vorstand des Instituts für Staatswissenschaft dieser Universität.

Manoschek setzte sich im Rahmen seiner wissenschaftlichen Arbeit vor allem mit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Österreich und Deutschland auseinander und war als Herausgeber an der Veröffentlichung einiger Werke zu den Verbrechen der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg beteiligt. Zudem betrieb er im Auftrag des Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung Forschungen über die Geschichte der Opfer der NS-Militärjustiz[1], bei der er zu dem Ergebnis kam, dass in 1300 untersuchten Fällen österreichischer Wehrmachtsdeserteure nur in zwei Fällen ein Tötungsdelikt vorlag.[2]

Im November 2012 wurde im Rahmen der 50. Viennale ein Dokumentarfilm von Walter Manoschek gezeigt. Die Doku Dann bin ich ja ein Mörder befasst sich mit einem Endphaseverbrechen in Deutsch Schützen.[3] Elfriede Jelinek schreibt über diesen Film: „Das ist eine große Kunst. Das ist bisher zu selten passiert, eben, wie gesagt, eine Darstellung ohne Eifer und ohne Zorn, von einem, der leidenschaftliche Teilnahme für die Opfer hat, ohne die Täter ahistorisch zu verteufeln und zu dämonisieren. Da versucht einer, der es weiß, trotzdem zu verstehen. Das ist sehr viel.“[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Nationalratswahl 2008 wurde Manoschek vom Nachrichtenmagazin profil nach seiner Wahlentscheidung gefragt und erklärte sich für die Kommunistische Partei Österreichs:

„SPÖ und ÖVP koalieren potenziell mit FPÖ oder BZÖ, das ist demokratiepolitisch unmöglich [...] Die KPÖ hat klare Positionen, von denen ich viele teile. Bevor ich ungültig wähle, wähle ich KPÖ.[5]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Serbien ist judenfrei, Dissertation, Oldenbourg Verlag, München 1993, ISBN 3-486-55974-5.
  • mit Gabriele Anderl: Gescheiterte Flucht. Der jüdische „Kladovo-Transport“ auf dem Weg nach Palästina 1939–42. Verlag für Gesellschaftskritik, Wien 1993, ISBN 3-85115-179-8.
  • (Hrsg.): "Es gibt nur eines für das Judentum: Vernichtung." Das Judenbild in deutschen Soldatenbriefen 1939–1944. Hamburger Edition, Hamburg 1995, ISBN 978-3-930908-05-9
  • Opfer der NS-Militärjustiz. Urteilspraxis - Strafvollzug - Entschädigungspolitik in Österreich. Mandelbaum, Wien 2003, ISBN 3-85476-101-5.
  • (Hrsg.): Der Fall Rechnitz. Das Massaker an Juden im März 1945. Braumüller, Wien 2009, ISBN 978-3-7003-1714-2.
  • Dann bin ich ja ein Mörder! Adolf Storms und das Massaker an Juden in Deutsch Schützen. Wallstein Verlag, Göttingen 2015, ISBN 978-3-8353-1650-8.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. NS-Opfer kritisieren Staat. In: Salzburger Nachrichten 4. Mai 2004.
  2. Strache-Zahlen zu Wehrmachts-Deserteuren „abstrus“. Kleine Zeitung vom 15. September 2009.
  3. Im Gespräch: Regisseur und Politikwissenschafter Walter Manoschek medienportal.univie.ac.at, abgerufen am 9. November 2012
  4. Elfriede Jelinek über “Dann bin ich ja ein Mörder”, Website Walter Manoschek, 25. Februar 2013
  5. Wahlentscheidung: KPÖ (dort zit. n. profil. 39/2008)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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