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Rudolf Krämer-Badoni

Beiträge

Rudolf Krämer-Badoni

Rechts müßt ihr steuern, hallt ein Schrei!

Positionsbestimmung der heutigen Literatur
No. 133
Januar
1965

Rudolf Krämer-Badoni

Einer zum Beispiel ...

im Umgang mit Wahrheit
No. 122
Februar
1964

Der Schriftsteller Herbert Eisenreich beantwortete in Heft X/119 die Frage nach der Schwierigkeit beim Schreiben der Wahrheit mit dem Glaubensbekenntnis: die Wahrheit schreiben, heißt die Wahrheit leben. Der Philosoph Ernst Bloch untersucht in diesem Heft (vgl. S. 96), welche Kriterien (...)

Rudolf Krämer-Badoni

Kommunisten bleiben Kommunisten

No. 109
Januar
1963

Rudolf Krämer-Badoni

Erstarrte Reflexe der Linken

No. 96
Dezember
1961

Rudolf Krämer-Badoni

Die Annihilierung des Nihilismus

Ein Versuch über Samuel Beckett
No. 88
April
1961

Rudolf Krämer-Badoni

Die freischwebenden Denker

Über den Hang der Intellektuellen zur Radikalität
No. 77
Mai
1960

Oskar Maurus Fontana • Eugen Gürster • Willy Haas • Felix Hubalek • Kurt Kahl • Walther Karsch • Rudolf Krämer-Badoni • Leopold Lindtberg • Siegfried Melchinger • Jürgen Rühle • Oscar Fritz Schuh • Gody Suter • Hans Weigel

Brecht soll trotzdem gespielt werden

Antworten auf eine FORVM-Umfrage
No. 57
September
1958

Rudolf Krämer-Badoni

Ungeschriebene Leitartikel

No. 52
April
1958

Rudolf Krämer-Badoni bei Wikipedia

Rudolf Krämer-Badoni (* 22. Dezember 1913 in Rüdesheim als Rudolf Krämer; † 18. September 1989 in Wiesbaden) war ein deutscher Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rudolf Krämer – Sohn eines Postbeamten – studierte nach dem Besuch des Gymnasiums in Geisenheim Literaturwissenschaft, Philosophie, Sprachen und Geschichte an der Frankfurter Universität. 1937 heirateten Rudolf Krämer und die Italienerin Laura Badoni, deren Namen er als zweiten Teil seines Doppelnamens annahm. Im Jahre 1938 wurde er mit einer Arbeit über Rilke und Bachofen promoviert. Am Zweiten Weltkrieg nahm er als Mitglied einer Sanitätseinheit teil. Sein erster Roman Jacobs Jahr, der bereits gedruckt war und 1943 erscheinen sollte, wurde wegen vermuteter versteckter Kritik am nationalsozialistischen Regime nicht ausgeliefert und erschien erst in den 1970er-Jahren in einer regulären Ausgabe.

Nach 1945 war Krämer-Badoni zuerst Redakteur bei der in Heidelberg erscheinenden Zeitschrift Die Wandlung und unternahm Reisen nach Italien. Ab 1948 lebte er als freier Schriftsteller in Rüdesheim. Von 1952 bis 1962 schrieb er Rezensionen für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, ab 1963 war er Mitarbeiter bei der Welt. Neben seinen erzählerischen Werken verfasste Krämer-Badoni auch Essays, in denen er sich mit so unterschiedlichen Themen wie Kunsttheorie, Anarchismus und Önologie befasste. 1952 wurde er Mitglied im PEN-Zentrum der BRD.[1]

Weltanschauung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von seiner Weltanschauung her war Krämer-Badoni Konservativer und Antikommunist, was sich in seiner heftigen Gegnerschaft gegen jegliche linke Bestrebungen in Literatur und Gesellschaft der 1960er Jahre und gegen die Politik der sozialliberalen Regierung in den 1970er Jahren ausdrückte. Im Jahre 1977 trat er wegen angeblich vorhandener antibürgerlicher Tendenzen aus dem PEN-Zentrum der Bundesrepublik Deutschland aus und wechselte zum Deutschschweizer PEN-Zentrum.

Dass Krämer-Badoni sich nur schwer einordnen ließ, hatte sich bereits 1962 während der Spiegel-Affäre gezeigt, als er den Rücktritt Adenauers gefordert hatte. 1977 trat er auch aus dem liberalen Freien Deutschen Autorenverband aus, dem er nunmehr Rechtstendenzen unterstellte. Ähnlich schwankende Positionen vertrat der Autor in religiösen Fragen: Während er sich noch 1980 in einer Veröffentlichung gegen die in seinen Augen „permissive“ und „liberalistische“ Haltung der Katholischen Kirche wandte und die Ansichten des antimodernistischen Erzbischofs Lefebvre rechtfertigte, vollzog er gegen Ende seines Lebens unter dem Eindruck des Todes seiner Ehefrau die Wendung vom Katholizismus zum Atheismus, wovon auch seine letzten beiden Bücher handeln.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In der großen Drift. Darmstadt 1949
  • Der arme Reinhold. Hamburg 1951
  • Land der offenen Tore. Wiesbaden 1951
  • Mein Freund Hippolyt. Esslingen 1951
  • Liebe denkt nicht an sich. Darmstadt 1954
  • Die Insel hinter dem Vorhang. Wiesbaden 1955
  • Das kleine Buch vom Wein. Gütersloh 1960
  • Über Grund und Wesen der Kunst. Frankfurt 1960
  • Kunst und Automation. Wien 1961
  • Sie sahen einen gelben Stern (mit Gertrud Busch und Peter Laregh). Berlin 1961
  • Bewegliche Ziele. Wiesbaden 1962
  • Gewalt und Wirkung des gedruckten Wortes. München 1962
  • Vorsicht, gute Menschen von links. Aufsätze und Essays. Mohn, Gütersloh 1962[2]
  • Taunus (mit Josef Jeiter). Frankfurt am Main 1963
  • Ignatius von Loyola oder Die größere Ehre Gottes. Köln 1964
  • Das Unternehmerbild in unserer Zeit. München 1966
  • Die Last, katholisch zu sein. München 1967
  • Deutschland, deine Hessen. Hamburg 1968
  • Anarchismus. Wien 1970
  • Mein beneidenswertes Leben. Hamburg 1972
  • Die niedliche Revolution. Opladen 1973
  • Gleichung mit einer Unbekannten. Hamburg 1977
  • Jacobs Jahr. Darmstadt 1978
  • Das Welt-Wein-Buch. Stuttgart 1978
  • Revolution in der Kirche. München 1980
  • Galileo Galilei. München 1983
  • Zwischen allen Stühlen. München 1985
  • Judenmord, Frauenmord, Heilige Kirche. München 1988
  • Leben, lieben, sterben ohne Gott. München 1989
Als Herausgeber
Übersetzungen

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eric SteinhauerRudolf Krämer-Badoni. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 19, Bautz, Nordhausen 2001, ISBN 3-88309-089-1, Sp. 827–828.

Rezension zu „Judenmord, Frauenmord, Heilige Kirche“ mit längerem Zitat bei Der Humanist

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Redaktionsbüro Harenberg: Knaurs Prominentenlexikon 1980. Die persönlichen Daten der Prominenz aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft. Mit über 400 Fotos. Droemer Knaur, München/Zürich 1979, ISBN 3-426-07604-7, Krämer-Badoni, Rudolf, S. 244.
  2. 20 Essays, überwiegend Zeitungsartikel aus FAZ und Die Welt. Ohne Quellenangaben. Enthält: Vorrede; Vorsicht, gute Menschen von links; Erfolgreicher 20. Juli; Bankrott der doppelten Moral; Der kostenlose Erfolg und die Kostenträger; Bundesbürger am sardischen Strand; Der Topos von der Zeitkritik; Wir leben in der Zweiten Phase; Machiavellismus der Demokratie; Risikoreiche abendländische Existenz; Die menschliche Chance in der Industrialwelt; Notiz über Selbstverständnis der Industrialgesellschaft; Nachhilfestunde für Gesellschaftskritiker; Stendhals Ketman; Revisionen in Sachen Flaubert; Ein Leben gegen die Falschmünzer; Ernst Jünger 60 Jahre alt; Gottfried Benn; Benn, Brecht oder Kesten; Kasimir Edschmid; Die Annihilierung des Anarchismus

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