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Philipp Sonntag

Geboren 1938 in Halle (Saale). Physiker und Autor, publizierte zu Technik und Gesellschaft, mit Betonung möglichst allgemeinverständlicher und vielfältig interdisziplinärer Darstellung.

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Beiträge

Philipp Sonntag

Rettung durch 20-Stunden-Woche

Überleben trotz Technik
No. 303/304
März
1979

Philipp Sonntag (Autor) bei Wikipedia

Philipp Sonntag (* 28. Dezember 1938 in Halle (Saale)) ist ein deutscher Wissenschaftler und Autor.

Philipp Sonntag

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonntag studierte Physik bis zur Promotion, ferner einige Semester Politische Wissenschaften und Ökonomie. Er war in den 1970er- und 1980er-Jahren Dozent für Innovationsmanagement, Soziale Indikatoren, Konfliktregelung usw. an der Hochschule für Politische Wissenschaften, München und an der FU Berlin, Fb Kommunikationswissenschaft.

Er war von 1968 bis 1978 verheiratet und hat ein Kind. Philipp Sonntag ist seit 2000 vorrangig belletristisch aktiv. Er lebt seit 1987 in Berlin-Steglitz.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonntag publizierte zu Technik und Gesellschaft, mit Betonung möglichst allgemeinverständlicher und vielfältig interdisziplinärer Darstellung.

Er war 1964 bis 1978 Mitarbeiter von Carl Friedrich von Weizsäcker, bis 1969 in der „Forschungsstelle der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler“ (VDW), danach im „Max-Planck-Institut zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt“, in Starnberg. Er war 1964 bis 1971 Chefprogrammierer für eine breit angelegte Studie „Kriegsfolgen und Kriegsverhütung“, sowohl was die möglichen Auswirkungen eines Atomkrieges in Deutschland betraf, als auch mit Modellen bezüglich der Eskalationsgefahren. Die Studie entstand im Kontext der „Göttinger Achtzehn“, welche sich geweigert hatten, Atomwaffen zu bauen, und die dann öffentlich darlegen wollten, welche Gefahren auch von Atomwaffen der NATO und des Warschauer Paktes ausgehen. Ein weiteres Projekt betraf von 1973 bis 1977 die Frage: „Was bedeutet das Bruttosozialprodukt für die Lebenskultur des Menschen?“ mit dem Werkzeug der Arbeit-Konsum-Rechnung.

Publikationen aus dieser Zeit sind unter anderem:

  • Mathematische Analyse der Wirkungen von Kernwaffen in der BRD. In: C.-F. von Weizsäcker (Hrsg.): Kriegsfolgen und Kriegsverhütung. Hanser, München 1971, S. 75–198. (zugleich Dissertation, TU Hannover)
  • mit U.-P. Reich, H.-W. Holub: Arbeit Konsum Rechnung. Axiomatische Kritik und Erweiterung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Bund, Köln 1977.
  • Verhinderung und Linderung atomarer Katastrophen. Osang, Bonn 1981.

Von 1978 bis 1986 war Sonntag Mitarbeiter von Karl W. Deutsch im Institut für Vergleichende Gesellschaftsforschung, Wissenschaftszentrum Berlin. Kriegsursachen wurden systematisch ermittelt. Der Übergang von der Industriegesellschaft zur Informationsgesellschaft wurde mit einer Vielzahl von historischen und zukunftsweisenden Indikatoren untersucht. Zu den Publikationen zählten:

  • Ein Planet verteidigt sich. Politometrische Untersuchung der globalen Aufrüstung. Schriftenreihe des WZB, 1981.
  • mit Peter Otto: Wege in die Informationsgesellschaft – Steuerungsprobleme in Wirtschaft und Politik. dtv, München 1985.
  • mit Jens Harms, Christian Leipert (Hrsg.): Arnoldshainer Schriften zu Interdisziplinären Ökonomie in den 80er Jahren. Eigene Bände zu „Rüstungsökonomie“ und zu „Informationsgesellschaft“.

Zwischen 1986 und 2000 war Sonntag als Mitarbeiter der VDI/VDE Technologiezentrum Informationstechnik in Teltow aktiv. Für die EU wurde eine Reihe von Technologiefolgeabschätzungen bereitgestellt. Schriften zu Technik und Wirtschaft:

  • mit Heinrich Revermann: Schlüsseltechnologien – Wo Europas Wettbewerbschancen liegen. VDE, Berlin 1987.
  • mit Ulrich Brasche: Intelligent Sensors – Technology, Applications and European Markets. VDE, Berlin 1989.
  • Jahresberichte Mikrosystemtechnik, VDI/VDE-IT. Jährlich 1994 bis 1999.

und ferner Evaluationen zur technischen und industriellen Entwicklung für die Europäische Kommission und für regionale Technikförderprogramme.

Als Gründungsmitglied und Publizist des IFIAT (Institut für Interdisziplinäre und Alternative Technologieentwicklung, Steiermark) aktiv in der Industrialisierung der Forschungsergebnisse, insbesondere der Bionische Sägen. Mit seinem Geschäftsplan für die Bionische Säge wurde das Unternehmen „Biberzahn“ einer der fünf Bundessieger im Startup-Gründerwettbewerb.

Seine Tätigkeit im Rahmen des bis 2007 aktiven Unternehmens PI Patent Interconsulting umfasste Geschäftspläne für Firmen, Förderanträge, Werbetexten, strategisches und pragmatisches Innovationsmanagement, Produktwerbung zur Mikrosystemtechnik, Markteinführung für Drahtspanner, Biografien.

2007 erschienen zwei Bücher:

  • EMO-Handbuch – So schreibe ich eine emotionale Rechnung. Thurneysser, Berlin, Basel 2007, ISBN 3-939176-37-0.
  • mit Sabine Kaemmel: Jaul. Detektivgeschichte für kleine und große Kinder. Thurneysser, Berlin, Basel 2007, ISBN 3-939176-36-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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