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Peter Gorsen

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Peter Gorsen

Unser täglicher Sex im Büro

Erotik als Klammer und Markenartikel
No. 262
Oktober
1975

Der Graphiker Adolf Frohner und der Essayist Peter Gorsen untersuchen in ihrem Buch „Körperrituale“ (Verlag Jugend und Volk, Wien 1975, 251 Seiten, broschiert öS 980, DM 160, Ganzleinen öS 1.200, DM 185, Luxus B öS 2.000, DM 290) den Zusammenhang zwischen Pornographie und gesellschaftlichen Ritualen, (...)

Peter Gorsen bei Wikipedia

Peter Gorsen (* 16. November 1933 in Danzig; † 8. November 2017 in Wien[1]) war ein österreichischer Kunstwissenschaftler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Gorsen studierte an der Universität Frankfurt die Fächer Philosophie, Psychologie und Kunstwissenschaft. Im Jahr 1965 wurde er mit seiner Dissertation zur Phänomenologie des Bewußtseinsstroms zum Dr. phil. bei Theodor W. Adorno und Jürgen Habermas promoviert. Nach seiner Promotion übernahm Gorsen einen Lehrauftrag für Literatur und Soziologie an der Universität Frankfurt. Von 1973 bis 1976 war er Dozent für Kunst und visuelle Kommunikation an der Universität Gießen.

Von 1977 bis zu seiner Emeritierung am 30. September 2002 lehrte er als Professor für Kunstgeschichte an der Universität für angewandte Kunst Wien. Dort leitete er von 1996 bis 1998 das Institut für Museologie.

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1980 betrieb Gorsen interdisziplinäre Forschung und Lehre zum umfangreichen Themenkomplex Kunst und Krankheit. Dadurch konnte sein Werk an die Tradition einer kunstwissenschaftlichen Hermeneutik von Raymond Klibansky, Erwin Panofsky und Fritz Saxl anschließen. Spezielle Themenschwerpunkte hat er auch in der Psychohistorie, Ästhetik, Psychiatrie und Art brut bearbeitet.

Schon von Beginn an beobachtete und beschrieb Gorsen den nur etwa zehn Jahre existierenden Wiener Aktionismus. Im Jahr 2010 wurde er mit der Hans-Prinzhorn-Medaille geehrt.[2]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christine Weder: Potenzierte Dialektik: Das Obszöne als Formprinzip anti-pornographischer Kunst bei Peter Gorsen. In: Intime Beziehungen. Ästhetik und Theorien der Sexualität um 1968. Wallstein, Göttingen 2016, ISBN 978-3-8353-1947-9, S. 249–288.
  • Martin Zeiller (Hrsg.): Peter Gorsen – Bausteine zu einer Bibliografie 1962–2018. Publikation anlässlich der Veranstaltung „Peter Gorsen heute und morgen“: Diskussion im Gedenken an Peter Gorsen (1933–2017) im April 2018 veranstaltet von Eva Kernbauer, Kunstgeschichte, und Eva Maria Stadler, Kunst und Wissenstransfer. Edition Angewandte, Wien 2018, ISBN 978-3-9504323-6-7

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Abteilung Kunstgeschichte trauert um Peter Gorsen (1933-2017). Universität für angewandte Kunst Wien, 10. November 2017, abgerufen am 15. November 2017.
  2. Preisträger der Hans Prinzhorn Medaille. Deutschsprachige Gesellschaft für Kunst & Psychopathologie des Ausdrucks e.V., abgerufen am 14. November 2017.
  3. Gottfried Helnwein, der Künstler als Agressor und vermaledeiter Moralist. Website von Gottfried Helnwein 1. Januar 1985, abgerufen am 14. November 2017.

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