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Peter Glotz

Prof. Dr. Peter Glotz, Jahrgang 1939, war nach dem Studium der Zeitungswissenschaft, Philosophie, Germanistik und Soziologie und der Promotion zum Dr. phil 1968 in München zunächst Konrektor der Universität München und dann Geschäftsführer eines privaten Münchner Forschungsinstituts. 1972 bis 1977 zog er für die bayerische SPD in den Deutschen Bundestag, nachdem er bereits 2 Jahre Mitglied des Bayerischen Landtags gewesen war. Von 1974 bis 76 war er Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft, bevor er 1976 bis 1981 als Senator für Wissenschaft und Forschung nach Berlin wechselte. In den achtziger Jahren prägte er dann wieder die Politik auf Bundesebene: von 1981 bis 1987 als Bundesgeschäftsführer der SPD und vor allem 1983 bis 1996 als Mitglied des Deutschen Bundestages und bildungs- und forschungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. 1996 erklärte er seinen Abschied aus der aktiven Politik und baute als Gründungsrektor die Universität Erfurt auf. 1999 folgte er dann dem Ruf, als ständiger Gastprofessor an der Universität St. Gallen den Lehrstuhl für Medien und Gesellschaft zu übernehmen. Seit 2000 ist er zudem einer der Direktoren des Instituts für Medien- und Kommunikationsmanagement an der Universität St. Gallen. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Themen Medienökonomie und -ethik. Er ist zudem Mitglied in zahlreichen Medienkommissionen, darunter der ZDF-Fernsehrat, und wurde 2002 vom Deutschen Bundestag als Mitglied in den Konvent zur Vorbereitung der EU-Reform entsandt. In seinen zahlreichen Veröffentlichungen und Vorträgen kommentierte Prof. Dr. Peter Glotz stets fundiert, kritisch und innovativ das Geschehen. 2005 erschien bei Econ seine Autobiographie „Von Heimat zu Heimat“. Am 25. August 2005 starb Peter Glotz nach kurzer, schwerer Krankheit.

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