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Paul Kruntorad

1935 in Böhmisch-Budweis geboren, gab 1957/58 gemeinsam mit Humbert Fink „Die österreichischen Blätter“ heraus und ist seit 1959 alleiniger Harausgeber der „Hefte für Literatur und Kritik“.

Beiträge

Paul Kruntorad

Spontanität erstarrt zum Stil

No. 374A
April
1985

Die Chance des Wiener Volkstheaters wäre der politische Alltag dieser Stadt. Er ist Theater.

Paul Kruntorad
Kritisches Lexikon

Hans Lebert

No. 218
Februar
1972

Paul Kruntorad

Kunst durch Zufall

Alfred Hrdlicka präsentiert „Zeichnen heute“
No. 212/I-IV
August
1971

Paul Kruntorad

Salonsexualität

Hermann Bahr und Arthur Schnitzler auf Wiener Bühnen
No. 210/I/II
Mai
1971

Paul Kruntorad

Mittelstandstheater

Buchrieser, Seeböck, Turrini auf Wiener Bühnen
No. 209/I/II
April
1971

Paul Kruntorad

Aufklärung im Burgtheater

No. 208/I/II
März
1971

Paul Kruntorad

Der Pädagoge als Gärtner

Zu Arbeiten von Siegfried Bernfeld
No. 207/I/II
Februar
1971

Zu Siegfried Bernfeld: Antiautoritäre Erziehung und Psychoanalyse. Band I-III.‚ hsg. von Lutz von Werder und Reinhart Wolff. März Verlag, Frankfurt 1970.

Paul Kruntorad

Urteils dynamische Skulptur

No. 205/206
Januar
1971

Paul Kruntorad

Theater, langweilig und aktuell

No. 204/I/II
Dezember
1970

Paul Kruntorad

Koordinaten für Georg Eisler

No. 204/I/II
Dezember
1970

Paul Kruntorad

Wahre, selbstlose, tödliche Liebe

No. 203/II
November
1970

Paul Kruntorad

„Ver sacrum“ als Naschmarkt

No. 203/II
November
1970

Paul Kruntorad

Die Kosten des Lachens

Burgtheaterdirektorskandidateninszenierungen
No. 202/II/203/I
Oktober
1970

Paul Kruntorad

Theaterkarten für Floridsdorf

Ein Profil des Leiters der Bundestheaterverwaltung
No. 202/I
Oktober
1970

Paul Kruntorad

Kauffreudige Tendenz in Salzburg

No. 200/201
August
1970

Paul Kruntorad

Delikatessen als Programmersatz

No. 198/II/199
Juli
1970

Paul Kruntorad

Alte und neue Klassiker

No. 198/I
Juni
1970

Paul Kruntorad

Schütteres Hair

No. 197/II
Mai
1970

Paul Kruntorad

APO-Prinzen und schizophrene Journalisten

Wiener Theater: C. H. Meyer, Schnitzler, Sonstiges
No. 196/II
April
1970

Paul Kruntorad

Die Familie als pathogene Zelle

No. 195/I
März
1970

Paul Kruntorad

Österreichs PEN-Stolz

No. 194/I
Februar
1970

Zu nachbarlichem Gedankenaustausch hatte der österreichische PEN-Club deutsche PEN-Autoren nach Wien geladen. Einen Vormittag lang diskutierte man die „Unterschiede und Gemeinsamkeiten der deutschen und österreichischen Literatur“, unter dem Vorsitz von Hermann Kesten sprachen deutscherseits (...)

Paul Kruntorad

Wieso ist Grass berühmt?

„Davor“ im Wiener Volkstheater
No. 194/II
Februar
1970

Über die Uraufführung dieses zweiten Theaterstückes von Günter Grass, im Berliner Schillertheater, berichtete Peter Hamm im NEUEN FORVM, Anfang April 1969, S. 285.

Paul Kruntorad

Mein sei die Wertung, dein die Rache

No. 194/II
Februar
1970

Paul Kruntorad

Theater für Untertanen

No. 193
Januar
1970

Paul Kruntorad

Literatur und Liebelei

No. 192
Dezember
1969

Paul Kruntorad

1/2 Edinburgher Sensation

No. 191/II
November
1969

Paul Kruntorad

Der Kaffeehaus-Golem

No. 190
Oktober
1969

Über die Uraufführung von Wolfgang Bauers „change“ im Wiener Volkstheater.

Paul Kruntorad

Trunkener Humanismus

No. 188/189
August
1969

Paul Kruntorad

Wahnverwandtschaften

No. 188/189
August
1969

Paul Kruntorad

Amerikanische Tragödie

No. 186/187
Juni
1969

Paul Kruntorad (Übersetzung) • Ivan Sviták

Abfahrt aus der Einfriedung

No. 185
Mai
1969

Prof. Dr. Ivan Sviták, einer der führenden Prager Philosophen, lehrt gegenwärtig an der Columbia University in New York. Sein dreibändiges Werk „Unwissenschaftliche Anthropologie“, eine literarisch-philosophische Mischform, summiert autobiographische und andere Erlebnisse und Erkenntnisse des Autors (...)

Paul Kruntorad

Parabeln und Mythen

No. 185
Mai
1969

Paul Kruntorad

Eheschwierigkeiten

No. 184/I
April
1969

Paul Kruntorad

Gold gegen Silber

No. 184/II
April
1969

Giuseppe Verdi: „Simone Boccanegra“ in der Wiener Staatsoper, inszeniert von Luchino Visconti, dirigiert von Joseph Krips, mit Eberhard Wächter, Nicolai Ghiaurov, Gundula Janowitz, Robert Kerns, Carlo Cossutta.

Wolf D. Brandl • Paul Kruntorad

Urlaute zum Tag der Lyrik

Ein Briefwechsel
No. 184/I
April
1969

Paul Kruntorad

Delinquente Politiker, delinquente Jugend

No. 182/II
Februar
1969

Paul Kruntorad

Markenartikel Künstler

Über neue österreichische Kunstbücher
No. 182/I
Februar
1969

Paul Kruntorad

Theater: moralische Anstalt und Behörde

No. 181
Januar
1969

Paul Kruntorad

Rollen und Bilder

No. 179-180
November
1968

Paul Kruntorad

Buchmesse, Dokumenta u.a.

No. 178
Oktober
1968

Jiří Kolář • Paul Kruntorad (Übersetzung)

Die nackte Wahrheit

No. 174-175
Juni
1968

Paul Kruntorad
Theater

Kritische Rückschau, Spielplan

No. 174-175
Juni
1968

Paul Kruntorad

Romane zwischen Politik und Menschlichkeit

No. 84
Dezember
1960

Paul Kruntorad bei Wikipedia

Paul Kruntorad (16. Juni 1935 in České Budějovice, Tschechoslowakei30. Juli 2006 in Wien) war ein österreichischer Schriftsteller, Dramaturg, Ausstellungsmacher, Herausgeber und Kulturkritiker.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kruntorad galt „als Intellektueller alter Schule“[1] und übernahm im Laufe seines Lebens eine Vielzahl an Funktionen im österreichischen und tschechischen Kulturleben. Er kam 1951 nach Wien, wurde 1959 Pressechef der Alpbacher Hochschulwochen, fungierte – gemeinsam mit Humbert Fink – von 1961 bis 1964 als Herausgeber der Hefte für Literatur und Kritik und arbeitete danach für den Residenz Verlag. Gemeinsam mit Gerhard Fritsch und Rudolf Henz gründete er 1966 die Kulturzeitschrift Literatur und Kritik. Von 1968 bis 1972 war er gemeinsam mit Günther Nenning Herausgeber der Zeitschrift Neues FORVM, deren Kulturteil er maßgeblich prägte. 1974 gründete er – gemeinsam mit Ernst Hilger – die erste österreichische Kunstzeitung, den Galerienspiegel.

In den 1970er und 1980er Jahren lehrte Kruntorad an der Akademie der Bildenden Künste. Er kuratierte die Ausstellung A.E.I.O.U. (über den gleichnamigen habsburgischen Wahlspruch) für die Austria Tabak in Stein an der Donau und wurde nach dem Fall des Eisernen Vorhangs Berater des Tschechischen Nationalmuseums. Für die Österreichische Galerie im Schloss Belvedere konzipierte er 2005 die Jubiläums-Ausstellung Physiognomie der 2. Republik.

Als Generalsekretär des Instituts zur Förderung der Künste in Österreich ermöglichte Kruntorad die erste Aufführung eines Stücks von Peter Handke in Wien: Das Mündel will Vormund sein. Zu Beginn der 1980er Jahre wirkte er als Chefdramaturg am Schauspiel Bonn. Er verfasste selbst auch Hörspiele und zwei Kurzfilme, einen – Rennen, 1961 – gemeinsam mit Alexander Kluge. In den 1990er Jahren veranstaltete er in Regensburg die Woche des tschechischen Theaters.

Kruntorad trat 1970 dem P.E.N. bei und unternahm 1972 eine Vortragsreise über neue österreichische Literatur durch die USA. Er arbeitete in Kindlers Literaturlexikon mit und war ein gefragter Kulturkritiker im In- und Ausland. Er publizierte unter anderem in der FAZ, der Süddeutschen Zeitung, in profil, Format, Kurier und Standard.

Die Breite seiner Interessen zeigen einerseits der Roman S. - Ein Modell, andererseits das von ihm 1989 konzipierte Symposium Jour Fixe der Vernunft über den Wiener Kreis – aber auch die publizistische Arbeit am Boulevard: Von 1996 bis 2000 leitete Kruntorad die Kulturseite in Täglich Alles.

Kruntorad wurde am Döblinger Friedhof in Wien bestattet.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • (als Hrsg.): Jour fixe der Vernunft. Der Wiener Kreis und die Folgen, Wien: Hölder-Pichler-Tempsky 1991, ISBN 3-209-01221-0.
  • (als Hrsg.): Tschechoslowakei. Geschichten aus der Geschichte, Frankfurt/Main: Luchterhand 1991, ISBN 3-630-61958-4.
  • Phantastischer Realismus und Aktionismus. Zur Rezeptionsgeschichte der österreichischen Nachkriegskunst, München: Reihe Querschüsse 1990, ISBN 3-87405-204-4.
  • Kafka, das Schloss und die Schuhfabrik. Tschechische Kostbarkeiten, Wien: Picus 2004, ISBN 3-85452-782-9.
  • S. - Ein Modell, Roman, Frankfurt/Main: Insel 1968.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nachruf im ORF, Zugriff am 31. Januar 2010.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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