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Heinz Sichrovsky

Beiträge

Heinz Sichrovsky

Nachrichten aus der Provinz

No. 374A
April
1985

Theater-Kritik in Österreich ist eine Gratwanderung zwischen Publikumsnähe und Anbiederung.

Heinz Sichrovsky bei Wikipedia

Heinz Sichrovsky (* 19. Dezember 1954 in Wien) ist ein österreichischer Kulturjournalist und Moderator.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinz Sichrovsky wurde als Sohn einer Ärztin und eines Mathematikprofessors in Wien geboren. Er besuchte das humanistische Gymnasium Wasagasse. Er studierte an der Universität Wien Literaturwissenschaft mit musikwissenschaftlichem Konnex und arbeitete als Studienassistent am Institut für Germanistik. Während der Arbeit an seiner Dissertation Die Texte zu den Liedern Franz Schuberts fand er das von Schubert vertonte Lied Lebenstraum mit dem Text von Gabriele von Baumberg. Das Studium brach er ab.

Heinz Sichrovsky wurde Theaterkritiker bei der Arbeiter-Zeitung. 1985 wechselte er zum Monatsmagazin Basta und führte dort das letzte Interview mit Helmut Qualtinger und, gemeinsam mit Conny Bischofberger, eines der letzten Interviews mit Thomas Bernhard. 1987 wurde er Theaterkritiker der Kronenzeitung und schrieb positive Rezensionen über Thomas Bernhards Heldenplatz und Elfriede Jelineks Raststätte, die von dem Blatt zuvor kampagneartig skandalisiert worden waren. Seit 1992 arbeitet Sichrovsky als Gründungschefredakteur und -kulturchef beim Wochenmagazin News. Ab 1998 wurde das News-Kulturressort unter seiner Leitung für mehrere Jahre zu einer Art Plattform für Peter Handke, der sich wegen der Kritik an seiner Haltung im Jugoslawien-Krieg den meisten Medien verweigerte. Ab 2001 gestaltete Sichrovsky zahlreiche öffentliche Künstlergespräche, musik- und literaturwissenschaftliche Veranstaltungsreihen.

Heinz Sichrovsky moderiert seit 2010 das Fernseh-Buchmagazin erLesen, zunächst auf dem Sender TW1, jetzt auf dem öffentlich-rechtlichen Kulturkanal ORF III.

Seit Ende 2016 ist Sichrovsky zusätzlich zu seinen Verpflichtungen bei News wieder verstärkt als Theaterkritiker tätig, und zwar für die Nachrichtensendung Kultur heute auf ORF III und für die Kronenzeitung, für die er direkt von den Premieren berichtet. Außerdem schreibt er für jede Sonntag-Ausgabe der Kronenzeitung die satirisch-kritische Kolumne Unkorrekt.

Heinz Sichrovsky ist mit der Kulturjournalistin Dagmar Kaindl verheiratet, die beiden haben zwei Töchter.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Edi Finger sen.: I wear narrisch. Jugend & Volk, 1988.
  • Einblicke. Begegnungen und Porträts. Jugend & Volk, Wien 1990, ISBN 3-224-17645-8.
  • Mozart, Mowgli, Sherlock Holmes. Musik und Dichtung der Freimaurer. Löcker, Wien 2013, ISBN 978-3-85409-656-6.
  • (Hrsg.): Als ich König war und Maurer. Freimaurerdichtung aus vier Jahrhunderten. Studienverlag, Innsbruck 2016, ISBN 978-3706555838.
  • Betrachtungen eines Unkorrekten. Ueberreuter, Wien 2018, ISBN 978-3-8000-7704-5.
  • Ein Bruderkampf um Troja. Die griechische Götterwelt im Ritual der Freimaurer. Studienverlag, Innsbruck 2018, ISBN 978-3-7065-5926-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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