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Günter Ammon

Direktor des Lehr- und Forschungsinstituts für Dynamische Psychiatrie und Gruppendynamik (LFI) Berlin.

Beiträge

Günter Ammon

Geisteskranke Gesellschaft

No. 223
Juli
1972

Günter Ammon bei Wikipedia

Günter Ammon (* 9. Mai 1918 in Berlin; † 3. September 1995 ebenda) war ein deutscher Psychoanalytiker und Begründer der Berliner Schule der Dynamischen Psychiatrie, der Deutschen Akademie für Psychoanalyse.

Der Begründer der Berliner Schule der Dynamischen Psychiatrie und der Humanstrukturellen Psychoanalyse verbrachte in diesem Haus – Große Hamburger Straße 36 – seine Kindheit und Jugend.
Neben dem Eingang ist eine entsprechende Gedenktafel angebracht.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Günter Ammon studierte Medizin, Psychologie, Philosophie, Anthropologie und Archäologie in Berlin, Heidelberg und Greifswald. Fast zehn Jahre lang arbeitete er als Psychiater an der Menninger Foundation in Topeka/USA.[1]

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Zurück aus den USA wurde Ammon 1967 Dozent und Leiter der Studentenberatungsstelle an der Freien Universität Berlin. 1968 gründete er die Deutsche Gruppentherapeutische Gesellschaft (DGG) und die Fachzeitschrift Dynamische Psychiatrie/Dynamic Psychiatry. Im Jahr darauf dann die Deutsche Akademie für Psychoanalyse und Dynamische Psychiatrie (DAP) sowie das Berliner Lehr- und Forschungsinstitut (LFI). Er gründete die dynamisch-psychiatrische Klinik Menterschwaige (München) sowie 1970 ein gruppendynamisches Tagungszentrum der DAP in Paestum (Süditalien). Ferner war er Gründer und Präsident der World Association for Dynamic Psychiatry (WADP).[2] 1995 habilitierte er am Bechterew Institut in St. Petersburg. Für seine Verdienste um den Erhalt der antiken Ausgrabungsstätte Paestum wurde er Ehrenbürger der süditalienischen Gemeinde Capaccio. Als einem der wenigen Ausländer wurde ihm die Ehre zuteil, auf dem Friedhof von Capri begraben zu sein.

Grab auf der Insel Capri

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1959: The Theoretical Aspects of Milieu Therapy
  • 1970: Gruppendynamik der Aggression
  • 1972: Gruppendynamik der Kreativität
  • 1973: Gruppenpsychotherapie. Beiträge zur Theorie und Technik der Schulen einer psychoanalytischen Gruppentherapie
  • 1975: Psychotherapie der Psychosen
  • 1979: Kindesmißhandlung
  • 1979: (Herausgeber) Handbuch der Dynamischen Psychiatrie, Band 1
  • 1982: (Herausgeber) Handbuch der Dynamischen Psychiatrie, Band 2
  • 1986: Der mehrdimensionale Mensch. Zur ganzheitlichen Schau von Mensch und Wissenschaft, 2. Aufl. 1995, 3. Aufl. 2019
  • 1998: Das Borderline-Syndrom. Krankheit unserer Zeit

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hansjörg Hemminger: Das therapeutische Reich des Dr. Ammon. Eine Untersuchung zur Psychologie totalitärer Kulte. Quell-Verlag, Stuttgart 1989, ISBN 3-7918-2341-8.
  • Maria Ammon (Hrsg.): WADP (World Association for Dynamic Psychiatry) 25 years: what is new in psychiatry? Pinel-Verlag, Berlin 2007

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Günter Ammon: Der mehrdimensionale Mensch. Mattes, Heidelberg, 3. Aufl. 2019, S. 442.
  2. Günter Ammon: Der mehrdimensionale Mensch. Mattes, Heidelberg, 3. Aufl. 2019, S. 442.
  3. Knaurs Prominentenlexikon (3. Auflage), S. 15.

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