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Guido Wieland

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Soll man Kritiker ohrfeigen?

Eine FORVM-Umfrage
No. 29
Mai
1956

Es begab sich vor kurzem in Wien, daß die oben gestellte Frage von der Schauspielerin Käthe Dorsch via facti und zu Lasten des Kritikers Hans Weigel mit „Ja“ beantwortet wurde. Die gegenständliche Seite der Angelegenheit wird demnächst die Gerichte beschäftigen; für uns war sie nicht Gegenstand, (...)

Guido Wieland bei Wikipedia

Guido Wieland (* 18. November 1906 in Wien; † 10. März 1993 ebenda) war ein österreichischer Theater- und Filmschauspieler, Regisseur und Operettenbuffo.

Schauspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Guido Wieland begann eine Banklehre, gab diese aber zu Gunsten des Schauspielerberufs auf. Er durchlief den Schauspielunterricht bei Rudolf Beer und kehrte nach Wanderjahren, die ihn bis in die USA führten, nach Wien zurück, trat aber auch an deutschen Theatern in Böhmen und Mähren auf. Er spielte im Theater an der Wien und an den Wiener Kammerspielen in musikalischen Komödien und Operetten (1929–1931). Dann war er bis 1938 an Theatern im heutigen Tschechien und in der Schweiz tätig.

Über sein Leben im Zweiten Weltkrieg wurde in Lebensläufen vermerkt, er sei damals ohne Engagement gewesen. In Lehmanns Wiener Adressbuch war er von 1932 bis zum letzten Erscheinungsjahr, 1942, mit der Adresse 4., Paniglgasse 19, als Schauspieler eingetragen. Einem Nachruf auf der Website des Neuen Deutschlands, laut Eigenbezeichnung sozialistische Tageszeitung, zufolge hatte er in der Zeit des Nationalsozialismus Auftrittsverbot.[1]

Von 1945 an war er in vielfältigen und sehr unterschiedlichen Rollen an Wiener Theatern zu sehen:

Zudem wirkte er von den 1950er bis 1970er Jahren in vielen, meist unterhaltsamen Filmen mit und von 1958 bis zu seinem Tod in Fernsehfilmen auch zu ernsten Themen. Er trat z. B. in den Fernsehspielen Wie eine Träne im Ozean nach Manès Sperber, Die Geschichte der 1002. Nacht von Joseph Roth und Hier bin ich, mein Vater nach Hellmut Andics sowie in Axel Cortis Film Der Fall Jägerstätter über einen österreichischen Wehrdienstverweigerer in der NS-Zeit auf.

Seriendarsteller[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1952–1960 war er in der beliebten Radiofamilie, die den Familiennamen Floriani trug, das schrullige Familienmitglied Onkel Guido. Auch später trat er nicht selten in Rollen auf, in denen er seinen Vornamen behielt.

Guido Wieland war in folgenden Fernsehserien zu sehen:

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrung, Gedenken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Ortsfriedhof von Deutsch Wagram in Niederösterreich, wenige Kilometer nordöstlich von Wien.[2]

2013 brachte das Volkstheater Wien von Ingeborg Bachmann verfasste Radiofamilie-Folgen auf die Bühne; Onkel Guido, dargestellt von Günter Tolar, spielte darin eine prominente Rolle.[3][4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nachruf auf Wieland vom 12. März 1993
  2. Abbildung des Wieland-Grabsteins auf der privaten Website von Klaus Nerger, Wiesbaden
  3. Bernhard Doppler: Nachkriegsprobleme auf Wienerisch, Website Deutschlandradio Kultur, Text vom 6. März 2013
  4. Die Produktion auf der Website des Volkstheaters, Premiere 6. März 2013 (Memento des Originals vom 8. Juli 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.volkstheater.at

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien, Band 5, Kremayr & Scheriau, Wien 1997, ISBN 3-218-00547-7, S. 628

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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