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Friedrich Lehmann

Beiträge

Friedrich Lehmann

Das auftragsgemäße Stadtbild

Zur Frage des Bauens in Wien
No. 48
Dezember
1957

Kurt Absolon • Heimito von Doderer • Paul Flora • Oskar Maurus Fontana • Manuel Gasser • Willy Haas • Edwin Hartl • Ernst Krenek • Friedrich Lehmann • George Mikes • Robert Neumann • Werner Riemerschmid • Wieland Schmied • Hans Ulrich Staeps • Mirko Szewczuk • Erik G. Wickenburg

Kitsch und Kunst

Eine FORVM-Umfrage mit Illustrationen von Paul Flora
No. 43/44
Juli
1957

Friedrich Lehmann

Die Baukunst der Diktatoren

No. 39
März
1957

Friedrich Lehmann

Die Italiener haben gut bauen

No. 35
November
1956

Friedrich Lehmann

Konfektion oder Maßarbeit?

Anmerkungen zur Frage des Häuserbaus
No. 30
Juni
1956

Friedrich Lehmann (Architekt, 1889) bei Wikipedia

Friedrich Lehmann (auch Fritz, geboren 18. Juli 1889 in Schluckenau, Österreich-Ungarn; gestorben 26. Oktober 1957 in Wien) war ein österreichisch-tschechoslowakischer Architekt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedrich Lehmann besuchte das Gymnasium in Tetschen und studierte von 1910 bis 1914 Architektur an der Deutschen Technischen Hochschule (DTH) in Prag. Im Ersten Weltkrieg wurde Lehmann in die k.u.k. Armee eingezogen und an der Ostfront eingesetzt. Nach dem Krieg setzte er das Studium an der Technischen Hochschule Wien für zwei Jahre fort und schloss es als Diplomingenieur ab. Er arbeitete dann als Assistent bei Franz Schwertner (1858–1922) und ab 1922 als Supplent an der DTH Prag und wurde dort 1928 promoviert und habilitiert. 1929 wurde er Assistenzprofessor. Er schrieb als Architekturkritiker für das Prager Tagblatt.

Lehmann war Freimaurer und wurde deshalb von der tschechoslowakischen Polizei observiert, die ihn auch der Spionage für das Deutsche Reich verdächtigte. Er wurde 1933 Mitglied der Architektenkammer, 1935 erhielt er eine Professur an der DTH und war zwischen 1937 und 1942 mehrfach Mitglied des Prüfungskommission für das 2. Staatsexamen der Architekten. Nach der deutschen Besetzung 1939 behielt Lehmann seine Professur, obschon ihm von den Nationalsozialisten die Zugehörigkeit zu den Freimaurern vorgeworfen wurde.

Lehmanns Architekturstil stand zunächst noch unter dem Einfluss des Art Deco, er setzte sich dann für den Funktionalismus ein. Er war Architekt verschiedene Versicherungsgebäude und Banken in der Tschechoslowakei, er entwarf das Prager Hotel Esplanade und schuf auch Grabmale vornehmlich für Gräber auf dem Jüdischen Friedhof Žižkov.

Lehmann wurde 1945 nicht unmittelbar Opfer der Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei, ging aber 1946 nach Wien und konnte danach wegen der kommunistischen Machtübernahme nicht mehr zurückkehren. Im Jahr 1946 wurde Lehmann Professor für Gebäudelehre an der Technischen Hochschule Wien. Er baute im kriegszerstörten in Wien 1946 ein Wohnhaus in Leichtbetonbauweise.

Bauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1925–1928: Fertigstellung der Kunstseidenfabrik in Lobositz
  • 1928–1929: Böhmische Diskontobank in Eger
  • 1928–1929: Verwaltungsgebäude der Versicherung Riunione Adriatica di Sicurtà Trieste mit Café in Aussig.
  • 1928–1930: Hotel Esplanade, Prager Neustadt
  • 1930–1932: Verwaltungsgebäude der Versicherung Riunione Adriatica di Sicurtà Trieste in Prag-Neustadt
  • 1933–1934: Umbau des Gartenhaustraktes des barocken Vernierovský Palast Prag-Neustadt
  • 1934: Umbau des ursprünglich von Josef Gočár 1911 erstellten Wohnhauses in Prag–Hradčany
  • 1936: Palace Nisa der Generali-Versicherung in Reichenberg
  • 1936: Umbau des eigenen Wohnhauses in Prag–Holešovice
  • 1936–1937: Verwaltungsgebäude der Victoria-Versicherungsgesellschaft in Prager Altstadt
  • 1936–1937: Mehrfamilienhaus in Prag-Neustadt
  • 1936–1937: Mietshaus in Prag-Neustadt
  • 1937: Villa Matzner in Prag–Libeň
  • 1937–1938: Mehrfamilienhäuser der Generali-Versicherung in Prag-Neustadt
  • 1937–1938: Renovierung des „U Zlatého okouna“ der Tschechischen Diskontobank in Prag–Altstadt
  • nach 1946: Mitarbeit bei der Renovierung der Staatsoper Wien
  • 1948–1949: Mitarbeit bei Roter-Berg-Siedlung, Wien
  • 1951–1952: Volksschule Coulombgasse, Wien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lehmann, Friedrich, in: Heribert Sturm: Biographisches Lexikon zur Geschichte der böhmischen Länder. Band II. München : Oldenbourg, 1984, S. 412

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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