Franz Taucher
Geboren 1909 in Graz, gehörte dem Redaktionsstab der alten „Frankfurter Zeitung“ an und gab nach 1945 die „Wiener Bühne“ heraus, Romancier, Essayist und sozialistischer Publizist, Mitglied der Programmdirektion des Rundfunks, ehemals Redakteur der „Frankfurter Allgemeinen“ und Chefredakteur der „Zeit“.
Beiträge
Hundert Worte Sozialismus
Das FORVM hat seinen dreißigsten Geburtstag gefeiert. Aber nicht in der Redaktion und nicht in einem Jubiläumsheft, sondern in der Au bei Hainburg. Trotzdem — oder vielleicht gerade deshalb — war uns dieses Datum Anlaß eines Begriffes zu gedenken, über den sich diese Zeitschrift und ihre (…)
Gegen den Maulkorb
Am 18. Oktober, bzw. 3. November 1964 faßte die sozialistische Fraktion in der Gewerkschaft Kunst und Freie Berufe, bzw. in der Sektion Journalisten Beschlüsse über die Meinungsfreiheit. Hiezu lag ein Memorandum vor, in welchem maßgebliche sozialistische Journalisten und Publizisten sich zu (…)
Rede gegen das Nichts
100 Worte Sozialismus
Vor fünfzig oder gar hundert Jahren konnte man, tatsächlich oder vermeintlich, mit zehn Worten sagen, was Sozialismus sei. Reichen heute hiefür auch nur hundert Worte aus? Dies herauszufinden, schien uns eines größer angelegten Versuches wert. Von den vierzig Autoren, die auf unsere Frage (…)
Haben wir im ersten, allgemeinen Teil dieses Heftes einen Dominikanerpater und päpstlichen Professor eher „Linkes“ zur Kritik der Demokratie vorbringen lassen, so sei hier, im Literatur-Teil, einem sozialistischen Romancier und Essayisten hohen Ranges und Charakters die „rechte“ Aufgabe (…)
Rede an die Parteien
Der nachfolgende Text ist, mit einigen Kürzungen, ein Vortrag in der Reihe „Politik zwischen Realität und Utopie“ im Salzburger Nachtstudio des Österreichischen Rundfunks. Franz Taucher, einer der feinsten Köpfe in der österreichischen Literatur älterer Generation, blickt auf ein Lebenswerk, das (…)
Es ist ein Verdienst des FORVM, daß es den Aufsatz von Jacques Hannak zur Diskussion gestellt hat. Durch die redaktionelle Einbegleitung wird dieses Verdienst allerdings erheblich entwertet. Man kann nicht gut die grimmige Betrachtung eines morastigen Feldes „provokant“ nennen. Auch dann nicht, (…)
Erinnerungen an Erinnerungen
Drei Männer und ein Knabe
aus dem im „Forum“-Verlag,* Wien, demnächst erscheinenden Roman „Woher du kommst. Dem Sohn erzählt“.
Grenzen der Ästhetik
Zu F. A. Kaufmanns Nachlaßwerk „Leonhard, Chronik einer Kindheit“, Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart