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Eberhard Schmidt

Mitglied des Bundesvorstands der Jungsozialisten und Redakteur bei „Express International“. Publikationen: „Die verhinderte Neuordnung 1945-1952“ (EVA 1969); „Ordnungsfaktor oder Gegenmacht — Die politische Rolle der Gewerkschaften“ (Suhrkamp 1971).

Beiträge

Eberhard Schmidt

Die Portugalisierung der BRD

Zum Fall Ernest Mandel
No. 220
April
1972

Eberhard Schmidt (Politikwissenschaftler) bei Wikipedia

Eberhard Schmidt (* 26. Juni 1939 in Berlin) ist ein deutscher Politikwissenschaftler.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seinem Studium in Tübingen und Bonn (Germanistik, Geschichte, Philosophie) und in Frankfurt am Main und Marburg (Politikwissenschaft und Soziologie) wurde Schmidt von Wolfgang Abendroth promoviert. 1973 erhielt er eine Professur für Geschichte der Arbeiterbewegung an der Universität Marburg. 1974 wurde er als Professor für Politikwissenschaft an die neugegründete Universität Oldenburg berufen, wo er bis zu seiner Emeritierung 2004 lehrte und forschte. Seine Hauptarbeitsgebiete waren Parteien, Gewerkschaften und Umweltpolitik. Im Jahr 2000 war er Gastprofessor an der Fudan-Universität Shanghai.

Noch während seines Studiums war er als Pressereferent beim Vorstand der IG Metall tätig (1966–1970). Danach wurde er Pressesprecher und stellvertretender Bundesvorsitzender der Jungsozialisten in Bonn (1970–1973). Politisch engagierte sich Schmidt auch im Sozialistischen Büro Offenbach und in verschiedenen Alternativprojekten in Oldenburg.

Er lebt mit seiner Frau aus Sri Lanka und zwei Adoptivkindern in Bremen und widmet sich im Ruhestand der Schriftstellerei.

Schmidt ist seit 1985 Vertrauensdozent der Hans-Böckler-Stiftung und war Koordinator des Hattinger Kreises, der sich von 1990 bis 2010 in Workshops und Foren mit Problemen der Modernisierung der Gewerkschaften beschäftigte. 1985–1994 war er Vorsitzender der Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung (VÖW), 1990–2000 Gründungsmitglied des Forschungsnetzwerks IRENE (Industrial Relations and the Environment Europe), 1999–2007 Mitglied der 4. und 5. Niedersächsischen Regierungskommission, 1999–2007 Vorsitzender des Umweltausschusses des DGB Niedersachsen-Bremen-Sachsen-Anhalt, 1999–2004 stellvertretender Vorsitzender der Niedersächsischen Umweltstiftung.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Autor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufsätze
  • Arbeiterbewegung. In: Roland Roth, Dieter Rucht (Hrsg.): Die sozialen Bewegungen in Deutschland. Handbuch der Sozialen Bewegungen seit 1945. Ein Handbuch. Campus-Verlag, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-593-38372-9, S. 157–186.
Sachbücher
  • Die verhinderte Neuordnung 1945–1952. EVA, Frankfurt am Main 1981, ISBN 3-434-10019-9 (EA Frankfurt am Main 1970)
  • Ordnungsfaktor oder Gegenmacht. Die politische Rolle der Gewerkschaften. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-518-10487-5. (EA Frankfurt am Main 1971)
  • mit Eckart Hildebrandt: Umweltschutz und Arbeitsbeziehungen in Europa. Eine vergleichende Zehn-Länder-Studie. Edition Sigma, Berlin 1994, ISBN 3-89404-135-8.
  • mit Sabine Spelthahn: Umweltpolitik in der Defensive- Umweltschutz trotz ökonomischer Krise.Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-596-12264-3.
  • mit Ulrich Mückenberger und Rainer Zoll: Die Modernisierung der Gewerkschaften in Europa. Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster 1996, ISBN 3-929586-67-3.
  • mit Eckart Hildebrandt: Arbeitnehmerbeteiligung am Umweltschutz. Die ökologische Erweiterung der industriellen Beziehungen in der Europäischen Union. Edition Sigma, Berlin 1999, ISBN 3-89404-191-9.
  • mit Eckart Hildebrandt und Borge Lorentzen: Towards a sustainable worklife. Building social capacity - European Approaches. Edition Sigma, Berlin 2001, ISBN 3-89404-891-3.
  • mit Frank Gerlach, Thomas Greven und Ulrich Mückenberger: Solidarität über Grenzen. Gewerkschaften vor neuer Standortkonkurrenz. Edition Sigma, Berlin 2011, ISBN 978-3-8360-8724-7.
Belletristik
  • Visita a un vecchio poeta. In: Anna Dolfi, Gianni Venturi: Ritorno al „Giardino“. Un giornata di studi per Giorgio Bassani, Firenze, 26 marzo 2003. Bulzoni, Rom 2006, ISBN 88-7870-168-8, S. 241–245.
  • Liebe und Tod in Colombo. Roman. Schardt Verlag, Oldenburg 2011, ISBN 978-3-89841-600-9.[1]
  • Die alten Damen und das große Beben. Roman. Kindle-Edition 2013.
  • Vom Palast des Diokletian zu den Säulen des Herkules. Eine Reise entlang der Küsten des Mittelmeers. Kindle-Edition, 2013.
Biographie

Als Herausgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belletristik
Sachbücher
  • Kritisches Gewerkschaftsjahrbuch. Jg. 1972–1988.
  • mit Rainer Erd, Rainer Fabian und Eva Kocher: Passion Arbeitsrecht. Erfahrungen einer unruhigen Generation. Liber amicorum Thomas Blanke. Nomos VG, Baden-Baden 2009, ISBN 978-3-8329-3776-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Früherer Titel: Buddha starb am Elephant Pass. BoD, Norderstedt 2009, ISBN 978-3-8370-2155-4.

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