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Christian Michelides

Beiträge

Ilse Aichinger • Christian Michelides • Gerhard Oberschlick

Der Fall Fussenegger und die Wiedergutmachung

Briefwechsel über Opfer, Selbstgerechtigkeit und guten Ton oder Die Antiquiertheit des Vertrauens
No. 481-484
April
1994

Gertrud Fussenegger • Christian Michelides

Lachen Sie nicht! Es war so.

Vorspiel zu einem bayerisch-österreichischen Kulturkrampf
No. 478/479
November
1993

Aus einem »Gespräch der Feinde« am 15. Februar 1992 in der Wohnung der Dichterin in Leonding bei Linz. Ein anderer Gesprächsteil ist in der Wiener Wochenzeitung »Falter« am 19.10. erschienen, ein weiterer in der »Furche« geplant; dieser hier betrifft Fusseneggers rassistische Erzählung »Mohrenlegende« (...)

Christian Michelides • Claus Tieber

Faschistoide Mogelpackung

Der fehlende »Standard« des Nachtragens
No. 469-472
April
1993

Christian Michelides

Stifter von Goebbels Gnaden

Ein Gastkommentar des »profil«
No. 469-472
April
1993

Christian Michelides

Der Spiegel bricht

Rudolf Augstein hat für den „Völkischen Beobachter“ geschrieben
No. 468
Dezember
1992

Christian Michelides

Baroneß Münchhausen

No. 456
Dezember
1991

„Am 14. Jänner 1991 hat Sigrid Löffler ihre Charaktermaske fallen gelassen“, schrieb C. M. im März; mit Rücksicht auf einen laufenden Prozeß verschoben wir das Erscheinen bis jetzt. -Red

Christian Michelides

Schön fad war’s

Alfred C. Toepfer und Kurt Waldheim Hand in Hand
No. 452-454
Juli
1991

8. Mai 1991, 11.00 Uhr c.t.

Christian Michelides • Marcus Oswald • Sylvia Vogler • Thomas Zernig

Toepfer, der Schoepfer

Werk und Wirkung unter besonderer Berücksichtigung der Ostmark bzw. Österreichs
No. 452-454
Juli
1991

Christian Michelides (Übersetzung) • Murray N. Rothbard

Die wahren Motive für die Intervention in Arabien?

Die wenig bekannten Hintergründe eines bekannten Eingriffs
No. 445-447
März
1991

Auf Jamaica erschien die nachstehende Analyse in „The Dayly Gleaner“, einer von zwei großen Tageszeitungen, am 13. Jänner, also zwei Tage vor Ablauf des UN-„Ultimatums“ — Waldheim war wohl grad in Amann oder schon wieder zurück, der jordanische König und Mitterand versuchten noch Frieden zu stiften. Als (...)

Christian Michelides

Wer ist der Täter?

No. 444
Dezember
1990

Von einem schönen Traditionsbruch und wie sich die Akademie der Wissenschaften um satte 3.698,76 Schilling rechtmäßig satzungswidrig* bereichern durfte, erzählt uns der Proponent des (mittlerweile polizeilich verbotenen) „Komitees zur Rettung des »Grillparzer-Preises«“‚ das denselben für 1991 an Max (...)

Christian Michelides

Dummheit ist teuer

No. 442/443
Oktober
1990

Dumme Gesetze haben fatale Folgen. Das original österreichische Auslandsösterreicherwahlrecht beruht auf einem besonders dummen.

Beiträge zu Christian Michelides

Freda Meissner-Blau • Gerhard Oberschlick
»Kronen Zeitung«

Antirassismus-Petition

Offner Brief & Petition von 1997.
WWW-Ausgabe
April
1997

Fünf Jahre danach erscheint nun die Initiative der grünen Gründungsmutter, Freda Meissner-Blau und des Herausgebers erstmals im FORVM; damals hatte sie nur der Standard fast wortgetreu veröffentlicht, wo sich eine kleine Kontroverse entspann. Wie es weiterging, dokumentieren wir vielleicht (...)

Christian Michelides bei Wikipedia

Christian Michelides, 2006

Christian Michelides (geboren am 19. Juli 1957 in Graz) ist ein österreichischer Fotograf und Ausstellungsmacher, Autor und Psychotherapeut. Seit 2000 leitet er das Lighthouse Wien.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1973 begann Christian Michelides beim Feuilleton der Südost-Tagespost zu arbeiten.[1] Später war er als Regieassistent[1] am Wiener Burgtheater engagiert. Nach der Externistenreifeprüfung studierte er in New York und Florenz und schrieb für das italienische Theaterjahrbuch Il Patalogo und die italienische Tageszeitung Il manifesto.[1] In den 1980er Jahren arbeitete er in der neu gegründeten Zeitschrift WIENER,[1] in den Werbeagenturen GGK Wien und McCann-Erickson Deutschland[2] und im Marketing der Uhrenmarke Swatch in Biel.

1982 gründete er mit dem Fotografen Jorit Aust in der Wiener Stiftgasse die Fotogalerie Molotov.[3] Zwischen 1983 und 1985 organisierte er mehr als 20 Ausstellungen, stellte österreichische Fotografen aus und holte Arbeiten internationaler Fotografen nach Wien, darunter John Dugdale, Marcus Leatherdale, Robert Mapplethorpe, den Schweizer Fotokünstler Christian Vogt, den New Yorker Fotografen Todd Watts und Joel-Peter Witkin.[4] Unter anderem organisierte er 1983 für die Galerie in der GGK in der Villa Vojcsik die Ausstellung Wiener Blut '83: eine Gesellschaftskomödie mit Paten und Kindern.[5][6] Im gleichen Jahr veranstaltete er mit Fotografie '83 die erste Fotografie-Kunstmesse Österreichs in der Wiener Stadthalle und gab dazu einen Katalog heraus.[7] Mit der Ausstellung Männerakte präsentierte er 1984 Fotografien von Herlinde Koelbl im Künstlerhaus Wien.[1]

In den frühen 1990er Jahren studierte er Theaterwissenschaft an der Universität Wien[2] und schrieb für die Zeitschriften FORVM, Falter, profil und weitere Medien. Michelides brachte die Bauernbund-Mitgliedschaft von Thomas Bernhard an die Öffentlichkeit.[8] 1991 machte er auf das Verschwinden des Grillparzer-Preises aufmerksam und war er Kern einer Gruppe, welche die Verleihung eines neu gestifteten Preises dieses Namens heftig kritisierte, was einige mediale Aufmerksamkeit erzielte[2][9] durch die Akademie der Wissenschaften[10] Für die Art seiner Angriffe wurde Michelides selbst mit deutlicher Kritik, unter anderem von Ulrich Weinzierl, konfrontiert.[2] Er deckte die nationalsozialistische Vergangenheit der Schriftstellerin Gertrud Fussenegger[11] auf, konfrontierte Rudolf Augstein mit der Veröffentlichung einer seiner Kurzgeschichten im Völkischen Beobachter,[12][13][14] recherchierte und dokumentierte die großdeutschen Ambitionen der Kulturpreise vergebenden Stiftung F.V.S. und die Nähe ihres Stifters Alfred Toepfer zum NS-Regime und zu Joseph Goebbels.[15]

Michelides war von 1995 bis 1997 Vorsitzender des Österreichischen Lesben- und Schwulenforums (ÖLSF) und gehörte als dessen Vertreter zu den Initiatoren und Mitwirkenden des symbolischen Internationalen Menschenrechts-Tribunals im Republikanischen Club in Wien. 1996 wirkte er maßgeblich an der Organisation der ersten Regenbogenparade in Wien mit.[16] Im Jahr 1998 begann er seine soziale Arbeit für obdachlose und HIV-positive Menschen.[17] Er gründete Häfn Human (Menschlicher Knast), eine Organisation, die aids- und suchtkranke Häftlinge der Justizanstalt Stein betreut.[18] 2000 gründete er das Wohnprojekt Lighthouse Wien mit, als dessen Leiter er fungiert.[19]

Von 1999 bis 2002 absolvierte er die Ausbildung zum Lebens- und Sozialberater an der Wiener Internationalen Akademie für Ganzheitsmedizin. Seit 2009 leitet er eine psychoanalytische Männergruppe. 2010 wurde er als Gruppenanalytiker vom Österreichischen Arbeitskreis für Gruppentherapie und Gruppendynamik (ÖAGG) graduiert und arbeitet seither als Psychotherapeut (OPD-2-zertifiziert) in freier Praxis in Wien. Er engagiert sich berufspolitisch und vertritt den ÖAGG im Österreichischen Bundesverband für Psychotherapie.[20][21]

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • (Hrsg.) Wiener Blut '83. Eine Gesellschaftskomödie mit Paten und Kindern. Eine Aufstellung und Hängung von Werken durch Christian Michelides in der Galerie in der GGK Wien, Villa Vojcsik. 24. März bis 16. Juni 1983, Michelides, Wien 1983, ISBN 978-3-9503703-0-0
  • (Hrsg.) Marcus Leatherdale. Mit Texten von Kathy Acker und Christian Michelides. Michelides, Wien 1983.
  • (Hrsg.) Fotografie '83. Zur ersten österreichischen Fotografie-Kunstmesse in der Stadthalle Wien, Michelides, Wien 1983.
  • (Hrsg.) Lothar Rübelt: Das Geheimnis des Moments. 36 ausgew. Photographien u. e. Text von Lothar Rübelt. Ausstellungskatalog, Albertina, Michelides Verlags- u. VeranstaltungsgmbH, Wien 1985.
  • (Hrsg.) Memorandum über die Stiftungen des Alfred C. Toepfer und deren Zusammenarbeit mit der Universität Wien. (=Komitee zur Rettung des Grillparzer-Preises, 20) Wien 1991, 3. Auflage.
  • Die Republik ist schuldig: Homosexualität und Strafrecht in Österreich. Teil 2, Die Verurteilungen seit 1950. In: LAMBDA-Nachrichten, 1 (1996), S. 38ff.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Christian Michelides – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Hanna Molden (1984): Christian Michelides’ Firma Molotov kämpft gegen das Mittelmaß; in: Wochenpresse, Band 39, S. 54
  2. a b c d Georg Kreis (2005): Zweifelhafter Umgang mit „zweifelhafter Vergangenheit“. Zum anhaltenden Streit um die Alfred Toepfer Stiftung; in: Vorgeschichten zur Gegenwart - Ausgewählte Aufsätze Band 3, Teil 2: Nationales und Internationales; Schwabe AG Verlag, Basel (PDF S. 11 Fn14)
  3. The Photographer's complete guide to exhibition & sales spaces, Photographic Arts Center, 1985, ISBN 9780913069066, S. 26 (Google Books Snipet)
  4. Du (Zeitschrift) 1984, (Google Books Snipet), S. 80
  5. Christian Michelides: Wiener Blut '83: eine Gesellschaftskomödie mit Paten und Kindern. Eine Aufstellung und Hängung von Werken durch Christian Michelides. (Katalog zur Ausstellung), Galerie in der GGK Wien, Villa Vojcsik, von 24. März bis 16. Juni 1983
  6. Anna Auer: Die Wiener Galerie Die Brücke – Ihr internationaler Weg zur Sammlung Fotografis. Klinger, Passau 1999, ISBN 3-932949-03-X, S. 207f. (S. 207/208, das komplette Buch ist als pdf abrufbar)
  7. Christian Michelides (Hrsg.): Fotografie '83. Zur ersten österreichischen Fotografie-Kunstmesse in der Stadthalle. Wien 1983.
  8. Christian Michelides und Marcus Oswald (Hrsg.): Thomas Bernhard und die ÖVP. Dokumentation einer Debatte im Falter Oktober und November 1990. / Komitee zur Rettung des Grillparzer-Preises. Wien 1990.
  9. Literaturpreis: Wiege der weißen Rasse, Der Spiegel 3/1991, 14. Januar 1991
  10. Sylvia Vogler, Christian Michelides (Hrsg.): Der Skandal um den Grillparzer-Preis. Pressedokumentation, Wien 1990.
  11. Friedrich Denk: Die Zensur der Nachgeborenen. Weilheim i.OB 1996 (3. Aufl.), S. 13–138, 164–188.
  12. Rudolf Augstein: „In eigener Sache“. Der Spiegel 52 (21. Dezember 1992), 75-76; online
  13. Neil H. Donahue und Doris Kirchner (Hrsg.): Flight of Fantasy: New perspectives of inner emigration in German literature, 1933-1945. Berghahn Books, Oxford 2003, 108.
  14. Christian Michelides: Der Spiegel bricht. FORVM 468, 10-13.
  15. Michael Pinto-​Duschinsky: Der Kampf um Geschichte. Der Fall Alfred C. Toepfer und der Nationalsozialismus. In: Michael Fahlbusch, Ingo Haar (Hrsg.): Völkische Wissenschaften und Politikberatung im 20. Jahrhundert. Paderborn 2010.
  16. Andreas Brunner: Regenbogen-Parade. Wie alles begann. (PDF, 5,23 MB) In: Lamdanachrichten. Heft 3/2005, S. 6 f. Abgerufen am 15. September 2011.
  17. Alexa Lutteri: HIV: Wie leben. Österreicher mit dem Virus? News.at, 28. April 2018 (abgerufen am 5. August 2018)
  18. Florian Klenk: Drei Leichen im Keller. In: Falter. Nr. 24, 13. Juni 2001. (Memento vom 16. August 2011 im Internet Archive)Falter. Nr. 24, 13. Juni 2001. (Memento vom 16. August 2011 im Internet Archive)
  19. Werner Grotte: Besuch im "Lighthouse", Wiens einziger Wohngemeinschaft obdachloser Drogensüchtiger mit Aids-Infektion. Licht in Wiens "Schwarzes Loch", Wiener Zeitung, 13 Februar 2009 (abgerufen am 2. August 2018)
  20. Christian Michelides: Psychotherapie, die Hilfe, die die Kasse nicht zahlen will. Der Standard, 1. Juli 2012.
  21. ÖAGG, Delegation im ÖBVP.

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