FORVM » Print-Ausgabe » Jahrgänge 1954 - 1967 » Jahrgang 1954 » No. 7/8
Friedrich Abendroth • Felix Hubalek • Benedikt Kautsky

Zum Gedenken an den 20. Juli 1944

Das Datum „20. Juli“ hat sich dem Gedächtnis der Öffentlichkeit unvergänglich eingeprägt. Wohl niemand, der es hört, würde sich erst erkundigen müssen, was denn eigentlich an diesem 20. Juli geschehen sei. Jeder weiß es. Aber würde es jeder auch nur mit annähernd gleichen Worten sagen, oder aus annähernd gleicher Einschätzung des Geschehenen? Entstünde, wenn man etwa einen Deutschnationalen (keinen Nazi, nein, einen Deutschnationalen alten Schlags) mit einem sozialistischen Demokraten, einen Kommunisten mit einem Konservativen oder Liberalen darüber debattieren hörte — entstünde dann nicht binnen kurzem der Eindruck, daß sie von gänzlich verschiedenen Dingen sprechen? Es ist eine große Genugtuung, zu wissen: daß solche Besorgnis unnötig ist in bezug auf jene, die sich zum „20. Juli“ bekannt haben und bekennen; daß bei allen (zum Teil sehr weitreichenden) Unterschieden in ihren Motiven und Wunschzielen dennoch eine gemeinsame Basis bestand und besteht, auf der sozialistische Demokraten, Konservative und Liberale den 20. Juli als einen Ehrentag Deutschlands ansehen.

Das dokumentieren im folgenden einerseits Dr. Benedikt Kautsky, Leiter der Otto-Möbes-Schule in Graz und eine der markantesten Persönlichkeiten des österreichischen Sozialismus; und anderseits Friedrich Abendroth, ein junger katholischer Publizist (Jahrgang 1921), Chefredakteur der „Österreichischen Monatshefte“, Mitarbeiter der „Furche“ und besonders als Kulturkritiker von bemerkenswertem Temperament (das auch in einigen „A-th“ signierten Beiträgen im FORVM schon zum Ausdruck gekommen ist).

FORVM des FORVMs

Vorgeschaltete Moderation

Dieses Forum ist moderiert. Ihr Beitrag erscheint erst nach Freischaltung durch einen Administrator der Website.

Wer sind Sie?
Ihr Beitrag

Um einen Absatz einzufügen, lassen Sie einfach eine Zeile frei.

Hyperlink

(Wenn sich Ihr Beitrag auf einen Artikel im Internet oder auf eine Seite mit Zusatzinformationen bezieht, geben Sie hier bitte den Titel der Seite und ihre Adresse bzw. URL an.)

Werbung

Erstveröffentlichung im FORVM:
Juli
1954
, Seite 10
Autor/inn/en:

Benedikt Kautsky:

Benedikt Kautsky lehrt an der Otto-Möbius-Schule in Graz. Er ist der Sohn Karl Kautskys, eines der Gründer und Führer der österreichischen Sozialdemokratie, und seinerseits einer der angesehensten Theoretiker der heutigen SPÖ.

Felix Hubalek: Geboren 1908 in Wien, gestorben 1958 ebenda. Journalist, Schriftsteller. Nach Tätigkeit im Buchhandel und als Druckereiarbeiter wurde Hubalek Journalist bei der Arbeiter-Zeitung (1934 entlassen, 1938 illegale Tätigkeit und Einlieferung in ein Konzentrationslager). Ab 1945 war Hubalek wieder journalistisch tätig (Kulturredakteur der Arbeiter-Zeitung, Ressortchef für Kunst und Kultur); gleichzeitig war er Chefredakteur der Sozialistischen Kulturzeitschrift Die Zeit und Mit-Herausgeber des FORVM. Er schrieb Lyrik und Essays sowie den Roman „Die Ausweisung“ (1962).

Friedrich Abendroth:

Lizenz dieses Beitrags:
Copyright

© Copyright liegt beim Autor / bei der Autorin des Artikels

Diese Seite weiterempfehlen

Themen dieses Beitrags