FORVM » Print-Ausgabe » Jahrgänge 1954 - 1967 » Jahrgang 1954 » No. 1
Friedrich Heer • Friedrich Torberg
PRO und CONTRA

Gespräch mit dem Feind?

Unter diesem Titel wird FORVM in jedem Heft ein aktuelles Thema zur Diskussion stellen. Es soll — ob sich’s nun um Poiitik oder Kultur handelt, um eine Frage von spezifisch österreichischem oder von allgemeinem Interesse — in jedem Fall ein Thema sein, an dem sich möglichst viele Geister möglichst heftig scheiden. Und die Vertreter zweier besonders extrem geschiedener Standpunkte werden den Beweis zu erbringen haben, daß sie trotzdem auf einem immer noch gemeinsamen Boden stehen: eben auf dem Boden ehrlicher Diskussionsbereitschaft (dessen Gemeinsamkeit sich schon im typographischen Nebeneinander andeutet).

Das erste „Pro und Contra“ gilt eigentlich dem Thema selbst, gilt den Möglichkeiten und Grenzen der politischen Diskussion, der Frage nach Sinn oder Sinnlosigkeit des Gesprächs zwischen Kommunisten und Nichtkommunisten.

Pro oder Contra aus dem Kreis unserer Leser und Anregungen zu künftigen Themen sind nicht nur (wie Leser-Zuschriften überhaupt) willkommen. Sie sind ausdrücklich erbeten.

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Erstveröffentlichung im FORVM:
Januar
1954
, Seite 11
Autor/inn/en:

Friedrich Heer:

Geboren 1916 Wien, gestorben 1983 ebenda, Kulturpublizist, Historiker, Kulturkritiker, Professor der Universität Wien, Dramaturg des Burgtheaters.

Friedrich Torberg:

1908 in Wien geboren, war Erzähler, Essayist, Kritiker und Übersetzer. Bis 1938 als Publizist und Theaterkritiker in Prag und Wien tätig, flüchtete über die Schweiz nach Frankreich und 1940 in die USA, wo er als Drehbuchautor in Hollywood und New York lebte. 1951 Rückkehr nach Wien; 1954 Mitbegründer und bis 1965 Herausgeber des FORVM, Herausgeber der Werke von F. von Herzmanovsky-Orlando. Torbergs Bekanntheit gründet sich vor allem auf den Roman Der Schüler Gerber hat absolviert und die beiden Erzählbände um die Tante Jolesch. Torberg erhielt 1976 das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst, 1979 den Großen Österreichischen Staatspreis. Friedrich Torberg starb 1979 in Wien.

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