FORVM » Print-Ausgabe » Jahrgänge 1968 - 1981 » Jahrgang 1979 » No. 307/308
Charles Levinson • Hanswerner Mackwitz

Den Krebs kriegt ihr gratis

Die Verbrechen der Chemie-Multis. Interview

„Alles in allem steht außer Zweifel, daß es gelingen wird, in angemessener Frist die Produktionsverfahren so fortzuentwickeln, daß Gesundheitsgefahren ausgeschlossen werden können“ — das schrieb sich der Deutsche Verband Kunststofferzeugende Industrie e.V. treuherzig ins Kunststoffbeschichtete und hochglanzlackierte Pflichtenheft, eine Aufklärungsbroschüre für die Öffentlichkeit über die Gefahren des PVC (Polyvinylchlorid). Auch der Gewerkschafter Charles Levinson glaubt an diese Möglichkeit: daß die zunehmende Chemisierung der Arbeitswelt und die damit einhergehende schleichende Verseuchung der Umwelt nur durch eine starke Solidarisierung aller Betroffenen eingedämmt werden kann, damit wenigstens das Schlimmste verhindert wird.

Hanswerner Mackwitz sprach mit Charles Levinson über die Ziele und Aufgaben des ICEF, die gesundheitlichen Gefahren von Arbeitsplätzen in der chemischen Industrie und wie diese Gefährdungen kontrolliert werden müssen. Menetekel ist der Fali „Seveso“, eine schon beinahe wieder verdrängte Chemiekatastrophe, von der heute 217.000 Menschen im Umkreis betroffen sind, weil Hoffmann-La Roche, der Welt größter Pharmakonzern, die primitivsten Sicherheitsvorkehrungen aus Profitgründen ignorierte.

Asbest macht Krebs

FRAGE: Wo sehen Sie heute die großen Probleme, die Gefährdungen am Arbeitsplatz?

LEVINSON: Wir erkennen immer mehr, daß diese Gefährdung bereits epidemische Ausmaße erreicht hat. Tausende von Chemikalien in der Arbeitswelt, krebsauslösende, erbschädigende und zu Mißbildungen führende Substanzen müssen wir bewältigen, das sind die größten Herausforderungen unserer Zeit. Um nur die Spitze des Eisbergs zu nennen: Wir wissen von unzähligen Krebsgeschädigten durch Asbest, durch Polyvinylchlorid, durch Dioxine und Polychlorbiphenyle. Und wir können heute nur ahnen, daß buchstäblich Millionen von Arbeitern durch eine Unzahl weiterer Chemikalien in Mitleidenschaft gezogen werden. Natürlich macht das Problem nach der Chemiefabrik nicht halt, die Bevölkerung in der Umgebung, die Konsumenten schließlich sind genau so betroffen, aber es beginnt alles bei der Produktion. Wenn Sie diese Gifte nicht am Arbeitsplatz fassen, dann gehen diese Substanzen unweigerlich in die Umwelt.

FRAGE: Wirft nicht die Identifizierung krebserregender Substanzen schon eine Reihe von Problemen auf? Nehmen wir nur einmal die sogenannte „Latenzzeit“, jene Zeitspanne zwischen Beginn der Exposition und dem Auftreten des Tumors. Wie verhält es sich damit z.B. beim Asbest?

LEVINSON: Manchmal kann es sehr schnell gehen, aber zumeist haben wir es mit Latenzzeiten von bis zu 20 oder 25 Jahren zu tun, und das gibt den Unternehmern die Möglichkeit, sich hinter den giftigen Rauchschwaden zu verbergen und die Gefahr zu verleugnen. Es ist völlig klar, daß heute Millionen von Menschen an Lungenkrebs durch Asbestaufnahme leiden, die Arbeiter in den Schiffswerften, in den Isolationsmaterialfabriken, Automechaniker, die mit Bremsbelägen und Bauarbeiter, die mit Asbestplatten zu tun haben. Hier muß man schon von mehreren Millionen Menschen sprechen. Das alles wissen wir bereits von den Pharaonen. Schon 3000 v. Chr. war den Ägyptern bekannt, womit sie da hantierten. Medizinische Beweise und epidemologische Studien wurden systematisch unter den Teppich gekehrt, und heute noch verkünden die asbestverarbeitenden Industriellen, sie würden die Produktion nicht einstellen, weil Asbest keine Gefahr beinhalte. Wir beabsichtigen, das abzustellen.

FRAGE: Der bekannte amerikanische Krebsforscher Samuel Epstein sagte, wir seien eine krebsproduzierende Gesellschaft. Sind Sie auch dieser Meinung?

LEVINSON: Derzeit liegt der Schwerpunkt der Gefährdungen in der Kunststoff- und Gummiindustrie, in der chemischen Industrie, in der Petrochemie. Das wiederum gibt uns Anlaß zu der Befürchtung, daß es sich um ganz bestimmte Moleküle handelt, die in allen diesen Branchen vorkommen: die Polyvinylchloride, die Dioxine, die Dibenzofurane usw. — das alles geht letztlich auf eine bestimmte Produktgruppe, die chlorierten Kohlenwasserstoffe zurück. Hier könnte der auslösende Faktor zu finden sein, und wenn das zutrifft, dann sind wir in der Tat „eine krebsproduzierende Gesellschaft“.

Kunststoff, das praktische Gift

FRAGE: Wie verhält es sich denn mit den gängigen Plastikmaterialien? Können Sie Beispiele nennen, wo ein begründeter Verdacht besteht, daß gerade die maßgeschneiderten Kunststoffe das allgemeine Krebsrisiko noch erhöhen?

LEVINSON: Aber natürlich, da gibt es eine ganze Reihe. In der letzten Zeit häufen sich die Beweise, daß die meisten Synthetika, die sich von den chlorierten Kohlenwasserstoffen — besonders von den aromatischen, aber auch von den aliphatischen — ableiten, eine ernst zu nehmende Gefahr darstellen. Die Krebsgefährdung von PVC, von Polystyrol, von Acrylnitril (Dralon), aber auch von den Epoxyd-Kunstharzen — ich könnte noch 35 andere Kunststofftypen nennen — ist ja heute wissenschaftlich nicht mehr bestritten. Dann sind da auch noch die verschiedenen Weichmacher und die hochgiftigen Verbrennungsprodukte der meisten dieser Kunststoffe — all diese Materialien lassen sich auf einen ähnlichen Molekültyp zurückführen, und deshalb glauben wir auch, daß hinter diesen Wunderkindern der Chemie von gestern eine gefährliche Zeitbombe von morgen tickt. Dazu muß man aber sagen, wir hätten heute die Möglichkeiten, den Arbeitsplatz zu schützen, d.h. die Technologie, um auch sichere Produkte für den Konsumenten zu produzieren, aber wir müssen einen politischen Kampf gegen die Gesetze des Marktes durchstehen. Und als Vertreter der betroffenen Arbeitnehmer weigern wir uns, Menschenopfer für die ausgeglichenen Bilanzen der Plastik-Lobby zu bringen, da machen wir nicht mit.

FRAGE: Wie ist das mit den sogenannten Umweltchemikalien? Wer prüft diese auf ihre Krebsgefährlichkeit und auf ihre Umweltverträglichkeit?

LEVINSON: Bis vor kurzem, etwa bis 1972/73, wurde nur sehr wenig getestet. Damals wurde eine Substanz erst dann wirklich geprüft, wenn bewiesen war, daß der Stoff Krebs auslöste. Man stelle sich vor — das bei einer Latenzzeit von 20 bis 25 Jahren! Heute ist es schon etwas besser. Es wird vieles geprüft; vor allem die Berufsgenossenschaften sind in dieser Hinsicht aktiv geworden. Dennoch, es fehlt an allen Ecken und Enden. Wir kritisieren, daß man sich darauf einigte, daß der Hersteller selbst die Substanzen testet und entscheidet, ob er die Chemikalie auf die Umwelt losläßt. Das betrifft noch nicht die Hypothek der Vergangenheit. Es sind da 2.000 bis 3.000 Chemikalien im Umlauf, die nach unserem Dafürhalten krebsgefährdend sind, und nur 150 davon wurden daraufhin getestet. Weil die Möglichkeiten der Kontrolle bei weitem nicht verfügbar sind, müssen wir da einen ganz neuen Weg beschreiten. Unsere klare Forderung heißt: Es darf keine Substanz produziert werden, bevor ihre Unschädlichkeit bewiesen wurde.

USA: 100.000 Tote am Arbeitsplatz

FRAGE: Eine Untersuchung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) recherchierte 390.000 Berufserkrankungen und 100.000 Tote am Arbeitsplatz pro Jahr allein in den USA. Lassen sich diese Ziffern auf Europa etwa in Relation setzen?

LEVINSON: Ich würde meinen, die europäische Chemie ist ungefähr mit der amerikanischen zu vergleichen. Deswegen sind auch die Arbeitsplatzrisiken hier und dort nicht sehr verschieden. Dazu kommt noch, daß viele europäische Länder nicht die amerikanischen Standards besitzen. Die Gewerkschaften haben hier auch weniger getan. Ich glaube daher, es geht den europäischen Arbeitern noch schlechter als ihren amerikanischen Kollegen.

FRAGE: Bei der Diskussion um die Krebsgefährdung durch Chemikalien stoßen wir immer wieder auf die MAK-Werte, die maximalen Arbeitsplatzkonzentrationen. Nach wissenschaftlicher Definition ist das diejenige Konzentration eines gas-, dampf- oder staubförmigen Arbeitsstoffes in der Luft, die nach derzeitiger Kenntnis bei Einwirkung während einer Arbeitswoche von acht bis neun Stunden täglich auch über längere Perioden bei der überwiegenden Zahl der gesunden, am Arbeitsplatz Beschäftigten die Gesundheit nicht schädigt. Was halten Sie von MAK-Werten karzinogener Substanzen?

LEVINSON: Die MAK-Werte sind das Standardalibi. Das kennen wir zur Genüge. Immer, wenn sie die Gefahr leugnen wollen, kommen sie mit ihren Schwellenwerten. Derselbe Unsinn wird ja auch bei der Diskussion der Gefährdung durch Radioaktivität behauptet. Es genügt, wenn eine einzige Zelle getroffen wird, damit sich unter Umständen ein Tumor bildet. Oder kann eine Frau vielleicht auch nur ein „kleines bißchen schwanger“ sein? Für krebsauslösende Stoffe gibt es keinen Schwellenwert und deshalb auch keinen MAK-Wert.

FRAGE: Es gibt da eine unter den Tisch gefallene Meldung von der WHO, wonach jedes Jahr eine halbe Million Menschen durch Insektizide verletzt oder getötet werden. Was meinen Sie dazu?

Das Seveso-Gift in Linz

LEVINSON: Wenn die WHO eine solche Zahl veröffentlicht, dann muß man das leider als krasse Untertreibung bezeichnen. Die Unverantwortlichkeiten bei der Herstellung von Insektiziden sind bekannt. Ich erinnere nur an die PCB-Tragödie in Michigan oder an die gigantische Zahl der durch das Seveso-Gift Dioxin Geschädigten bei der Trichlorphenolsynthese. Weltweit übrigens, auch bei Ihnen, in der Chemie Linz, wie Sie wissen, wo ja das dioxinverunreinigte Trichlorphenol zu den Herbiziden der 2,4,5-T-Reihe auch weiterverarbeitet wird. Aber davon abgesehen, was nun die Vermarktung von Herbiziden und Insektiziden in den Entwicklungsländern betrifft, so bin ich überzeugt, daß dort überhaupt keine Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Ich halte daher die Zahl von 500.000 für viel zu konservativ, wahrscheinlich muß man die Zahl verdoppeln, wenn nicht verdreifachen.

FRAGE: Nun hängen ja alle Sicherheitsmaßnahmen, die irgendwann einmal getroffen werden, von der verfügbaren Information ab. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht, wenn es um die Bekanntgabe von wichtigen Daten durch multinationale Konzerne ging?

LEVINSON: Es ist ganz simpel: Die Multis geben nur diejenigen Informationen heraus, die sie durch die politische und gewerkschaftliche Situation gezwungenermaßen herausgeben müssen. Momentan sind die Konzerne wieder einmal dabei, eine Gegenoffensive zu organisieren, um mit einer starken politischen Lobby und dem bekannten Hinweis auf die Arbeitsplätze unsere Bemühungen und die anderer ökologisch engagierter Gruppierungen zu unterlaufen. Das ist unser größtes Problem, und es geschieht nicht nur in den USA und in Europa, auch in den Entwicklungsländern wollen sie die Menschen über die Gefährdung durch Chemikalien im unklaren lassen. Ich sehe da eine ganze Flut von Unbedenklichkeitsexpertisen auf uns zukommen. Dabei wissen wir, daß es sich längst nicht mehr um ein technisches und auch nicht um ein wissenschaftliches Problem handelt, es ist einzig und allein ein politisches Problem. Ganz genauso wie die Frage der Gerechtigkeit und der Sicherheit für die arbeitenden Menschen ist heute die Politik der bestimmende Faktor für die Gesundheit am Arbeitsplatz. Wir kennen die Gefahren und die Risiken, doch die wirtschaftlichen Interessen stehen nicht nur der Eliminierung der Risiken, sondern auch der objektiven Information im Wege.

FRAGE: Wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann wollen Sie ein neues System der Kontrolle, der Gesundheitsvorsorge am Arbeitsplatz einführen, und zwar mit Hilfe der Gewerkschaften und ihrer Vertrauensleute in den Betrieben. Zu diesem Zweck finden Verhandlungen mit dem industriellen Management statt. Nun meinte ein Direktor der Ciba-Geigy AG in Basel kürzlich in einem Interview über Umweltprobleme, man kontrolliere sich viel lieber selber, als staatliche Behörden oder gar Gewerkschaften da mitreden zu lassen ...

LEVINSON: Das ist so, als ob Sie die Mafia darum bitten, sich freiwillig selbst zu kontrollieren! Lächerlich! Sie haben es früher nicht gemacht und werden es auch weiterhin nicht tun. Selbstkontrolle bedeutet Eigeninteresse. Wir werden es niemals akzeptieren, wenn Ciba-Geigy, Hoffmann-La Roche, Sandoz, Dow Chemical oder irgendeine andere Chemiefabrik sich selbst „überprüfen“ will. Es geht hier nur um eine gemeinsame Verantwortung zwischen den Arbeitern, den Gewerkschaften, den Regierungen und den Unternehmern, und wir werden die multinationalen Konzerne nicht dabei lassen, daß sie hier ein geheimes Recht des Managements verwalten. Wir haben unsere Lektion aus der Geschichte gelernt, und wir werden nach unseren Kräften dafür sorgen, daß die Reaktion nicht überhandnimmt.

Dieses Zeug gehört verboten

FRAGE: Herr Dr. Levinson, was ist Ihre persönliche Meinung zur Giftkatastrophe in Seveso und zu ihren Auswirkungen, welche Konsequenzen haben Sie daraus gezogen?

LEVINSON: Ich glaube, Seveso ist ein Modellfall. Es gibt nur wenige Beispiele in der Industriegeschichte, an denen wir das unmoralische Verhalten einer multinationalen Gesellschaft so ausgeprägt erfahren haben. Eine Rechtfertigung der Vorgänge in Seveso gibt es nicht. Die Art und Weise, in der Hoffmann-La Roche, Givaudan und das Management der Icmesa Informationen unterdrückt, die Wahrheit verdreht und falsche Daten veröffentlicht haben, wie dort Politiker korrumpiert und Gewerkschaften beeinflußt wurden, das halte ich in der Tat für ein Musterbeispiel, aus dem wir noch längst nicht alle notwendigen Konsequenzen gezogen haben. Seveso hat den Grundstein zu einer weltweiten Erkenntnis gelegt, dem Problem der Dioxine. Wir haben gerade erst begonnen, das Ausmaß der Verseuchung durch diese hochtoxischen Substanzen zu begreifen. Was den Vorfall selbst anbelangt, so waren die nötigen Sicherheitsvorrichtungen von allem Anfang an einfach nicht vorhanden, keiner der Arbeiter war über das Ausmaß der Gefährdung informiert, schon vorher wurden jahrelang hochgiftige Dioxinrückstände aus einem Ofen, der noch nicht einmal ein Thermometer hatte, bei viel zu tiefen Verbrennungstemperaturen in die Luft geblasen — eine Verantwortungslosigkeit, die sich nicht überbieten läßt! Die Betriebsleitung der Icmesa in Seveso, die Roche-Tochter Givaudan in Genf und vor allem der Welt größter Pharmagigant, die Firma Hoffmann-La Roche AG mit ihrem Stammsitz in Basel — sie haben sich ausschließlich wirtschaftliche Überlegungen zu eigen gemacht, sonst hätte Seveso nicht passieren können. Wir wissen das heute, weil es ja nicht das erste Mal war. Man kann aber den Modellcharakter des Seveso-Desasters gar nicht oft genug herausstreichen, denn es sind ja immer wieder dieselben Mechanismen, mit denen wir auf der ganzen Welt konfrontiert werden.

FRAGE: Würden Sie daraus den Schluß ziehen, daß die Produktion des Trichlorphenols und der Chlorphenole überhaupt verboten werden muß, denn bei der Herstellung dieser Chemikalien entstehen ja unweigerlich und unvermeidbar die Seveso-Gifte, die Dioxine und Dibenzofurane?

LEVINSON: Ich vertrete diese Auffassung absolut und uneingeschränkt. Bei den chlorierten Phenolen handelt es sich um eine Produktkategorie, für die es keine wie immer geartete Rechtfertigung gibt. Eine sichere Produktionsmethode existiert nicht, sie müssen daher schnellstens eliminiert werden. Das gilt auch für eine Anzahl anderer Produktgruppen, wie z.B. Asbest oder die polychlorierten Biphenyle (PCB). Wir kennen die Gefahr, die von diesen Materialien ausgeht, die Beweise für ihre extreme Giftwirkung und Krebsgefährdung liegen auf dem Tisch. Die Festlegung von Toleranzdosen und Schwellenwerten dieser Ultragifte in der Arbeitswelt oder beim Konsumenten sind reiner Hohn. Wir müssen uns von diesen Giften befreien. Weder aus ökonomischen noch aus sozialen Gründen läßt sich ihre Existenz rechtfertigen, aber aus gesundheitlichen Gründen fordern wir ihre rigorose Verbannung. Das Argument von der „Erhaltung der Vollbeschäftigung“ klingt in diesem Zusammenhang wie blanker Zynismus. Arbeiter besitzen ein Recht auf ihr Einkommen, und Arbeiter dürfen nicht zu Meerschweinchen degradiert werden. Werktätige dürfen nicht deshalb ihren Job verlieren und ihre Kinder von den höheren Schulen nehmen müssen, weil die Fabrik, in der sie arbeiten, eine Krebsproduktionsanlage ist. Wir müssen den Arbeitern ihre Rechte garantieren, das heißt: ihren Arbeitsplatz, ihre Sicherheit und ihre Gesundheit. Für mich ist es schlechterdings eine Absurdität, daß Menschen tödliche, aber gewinnträchtige Produkte erzeugen sollen, damit sie leben können.

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Erstveröffentlichung im FORVM:
Juli
1979
, Seite 22
Autor/inn/en:

Hanswerner Mackwitz:

Geboren 1945 in Minden, gestorben 2010 in Wien. Chemiker und Umweltaktivist, veröffentlichte Bücher, Reportagen und Fachartikel und produzierte Fernsehdokumentationen sowie Theaterstücke. Er war in den 1980er Jahren Berater der Grünen im deutschen Bundestag und politischer Berater der Grünen im Parlament in Österreich.

Charles Levinson:

Geboren 1920, gestorben 1997 in Genf, kanadischer Autor und Gewerkschafter. Von 1956 bis 1964 war er Vize-Generalsekretär des Internationalen Metallgewerkschaftsbunds und von 1964 bis 1983 war er Generalsekretär der Internationalen Chemiearbeiter-Föderation, später nach Aufnahme der Minenarbeitergewerkschaft der International Federation of Chemical, Energy, Mine and General Workers’ Unions (ICEM). Er kämpfte zeit seines Lebens gegen multinationale Konzerne.

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