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Gerhard Scheit

Geboren 1959, Musikstudium, Studium der Theaterwissenschaft und Germanistik, dissertierte über „Theater zwischen Moderne und Faschismus (Bronnen, Brecht)“, arbeitet als freier Autor und Lehrbeauftragter in Wien.

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Beiträge

Gerhard Scheit

Notbremse (II)

März
1992

Die Vertreibung aus dem Paradies der Produktivkräfte Von Karl Marx zu Günther Anders I: von Walter Benjamin zu Karl Marx erschien im Juli-Heft 1991, ein dritter Teil wird folgen. Es gibt einen jüdischen Witz, der auf marxistische Theorie stets schon großen Eindruck machte. Walter Benjamin und (...)

Gerhard Scheit

Notbremse

Zur Aktualität einer Metapher Walter Benjamins
Juli
1991

1. Teil: Von Benjamin zu Marx (2. Teil: Von Marx zu Benjamin) Marx sagt, die Revolutionen sind die Lokomotive der Weltgeschichte. Aber vielleicht ist dem gänzlich anders. Vielleicht sind die Revolutionen der Griff des in diesem Zuge reisenden Menschengeschlechts nach der Notbremse. Es ist dies (...)

Gerhard Scheit

Die Demokratie läßt sich scheiden

Allerlei Außenseiter in der österreichischen Literatur von Anzengruber bis Karl Kraus
Juli
1990

I. Anzengruber ist in Verruf geraten seit langem. Wie um seine eigene Dramaturgie auf den Punkt zu bringen, formulierte Ödön von Horváth in der „Gebrauchsanweisung“ zu „Kasimir und Karoline“ — „Das Stück darf nicht also anzengruberisch gespielt werden“. Der Autor des „Pfarrers von Kirchfeld“ und des (...)

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Inversionen der Komik und die Wiederkehr der verdrängten Gewalt bei Export, Jelinek, (...)
Warum heißt die Eliteeinheit der Revolutionsgarden al-Quds? Die politische Einheit der (...)
Das iranische Regime ist von einer permanenten Konkurrenz von Cliquen und Herrschaftsrackets (...)
Das Selbstmord-Attentat gilt als Verzweiflungstat – als Mittel der Verzweifelten in einem Kampf (...)
Adorno fügte dem Ausdruck Erfahrung ein Epitheton hinzu, das sie als unreglementierte oder (...)
Vortrag von Gerhard Scheit am 18.06.2009 im Rahmen der Ring-Vorlesung „Quer zur Wirklichkeit — (...)
Zum Begriff des „Islamfaschismus“. Wie ist das iranische Regime und der Islamismus begrifflich zu (...)

Gerhard Scheit bei Wikipedia

Gerhard Scheit (* 1959 in Wien) ist ein österreichischer Autor und Essayist.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scheit hat nach einem Musikstudium Theaterwissenschaft, Germanistik, Philosophie und Musik in Wien und Berlin studiert. Er hat an mehreren Universitäten in Österreich gelehrt und lebt als freier Autor und Essayist in Wien. Seine Forschungsschwerpunkte bildeten zunächst Geschichte von Drama und Musikdrama sowie Antisemitismus in Literatur- und Musikgeschichte, seit Mitte der 1990er Jahre Studien zu einer kritischen Theorie des Staats- und des Völkerrechts. Ausgehend von Theodor W. Adorno, Max Horkheimer und Franz Neumann betrachtet er die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie wie die Freudsche Psychoanalyse als Voraussetzung gesellschaftskritischer Analyse. Besonderes Gewicht legt er dabei auf den Begriff des Rackets.

Er publizierte in den 1990er Jahren regelmäßig in der Zeitschrift konkret, später vor allem regelmäßig u. a. in der antideutschen Zeitschrift Bahamas und auf der Webseite Café-Critique. 2012 gründete er zusammen mit Manfred Dahlmann die „Zeitschrift für Ideologiekritik“ sans phrase, die sich verstärkt der Kritik des Existenzialismus zuwendet und im Freiburger und Wiener Ça ira Verlag erscheint. Scheit gab mehrere Bände der bei Klett-Cotta erschienenen Werkausgabe des Schriftstellers Jean Améry heraus.

2016 erhielt Gerhard Scheit zusammen mit Stefan Horvath den Theodor-Kramer-Preis.[1]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Autor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am Beispiel von Brecht und Bronnen. Krise und Kritik des modernen Dramas, Boehlau Verlag, Wien/ Köln/ Graz 1988, ISBN 3-205-05118-1.
  • Theater und revolutionärer Humanismus. Eine Studie zu Jura Soyfer, Verlag für Gesellschaftskritik, Wien 1988, ISBN 3-900351-98-8.
  • Franz Grillparzer, Rowohlt, 1994, ISBN 3-499-50396-4.
  • Dramaturgie der Geschlechter. Über die gemeinsame Geschichte von Drama und Oper, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1995, ISBN 3-596-12513-8.
  • Mülltrennung, Konkret Literatur Verlag, 1998, ISBN 3-930786-16-8.
  • Hanswurst und der Staat. Eine kleine Geschichte der Komik. Deuticke, Wien 1999, ISBN 3-216-30153-2.
  • Die Meister der Krise. Über den Zusammenhang von Menschenvernichtung und Volkswohlstand, Ça ira, Freiburg i. Br. 2001, ISBN 3-924627-70-3.
  • Suicide Attack. Zur Kritik der politischen Gewalt, Ça ira, Freiburg i. Br. 2004, ISBN 3-924627-87-8.
  • Verborgener Staat, lebendiges Geld. Zur Dramaturgie des Antisemitismus, Ça ira, Freiburg i. Br. 2006, ISBN 3-924627-63-0.
  • Jargon der Demokratie. Über den neuen Behemoth, Ça ira, Freiburg i. Br. 2007, ISBN 978-3-924627-95-9.
  • Der Wahn vom Weltsouverän. Zur Kritik des Völkerrechts, Ça ira, Freiburg i. Br. 2009, ISBN 978-3-924627-15-7.
  • Quälbarer Leib. Kritik der Gesellschaft nach Adorno, Ça ira, Freiburg i. Br. 2011, ISBN 978-3-86259-104-6.
  • Kritik des politischen Engagements, Ça ira, Freiburg i. Br. 2016, ISBN 978-3-86259-128-2.
  • Im Ameisenstaat: Von Wagners Erlösung zu Badious Ereignis, Sonderzahl, Wien 2017, ISBN 978-3-85449-471-3.
  • Mit Marx. 12 zum Teil scholastische Versuche zur Kritik der politischen Ökonomie, Ça ira, Freiburg i. Br., Wien 2022, ISBN 978-3-86259-185-5.

Koautor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Monika Meier und Peter Roessler: Theater – Wissenschaft und Faschismus. Selbstverlag, Westberlin 1982.
  • mit Peter Roessler (Hrsg.): Theater und Faschismus. In: Wespennest. Nr. 56, Wien 1984.
  • Das verhörte Geschlecht. Zur Krise der Macht im Dialog Heinrich von Kleists. In: Heinz Ludwig Arnold, Roland Reuß, Peter Staengle (Hrsg.): Heinrich von Kleist. edition text + kritik, München 1993, ISBN 3-88377-440-5. (TEXT+KRITIK Sonderband)
  • mit Walter Pass und Wilhelm Svoboda: Orpheus im Exil. Die Vertreibung der österreichischen Musik 1938–1945. Verlag für Gesellschaftskritik, Wien 1995, ISBN 3-85115-200-X.
  • mit Wilhelm Svoboda: Feindbild Gustav Mahler. Zur antisemitischen Abwehr der Moderne in Österreich. Sonderzahl, Wien 2002, ISBN 3-85449-196-4.
  • mit Wilhelm Svoboda: Treffpunkt der Moderne. Gustav Mahler, Theodor W. Adorno, Wiener Traditionen. Sonderzahl, Wien 2010, ISBN 978-3-85449-332-7.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kurzbiographie in: Stephan Braese, Holger Gehle, Doron Kiesel, Hanno Loewy (Hrsg.): Deutsche Nachkriegsliteratur und der Holocaust. Campus Verlag, Frankfurt 1998, ISBN 3-593-36092-6, S. 416.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Salzburger Nachrichten - Theodor Kramer Preis an Stefan Horvath und Gerhard Scheit. Artikel vom 21. Juni 2016, abgerufen am 21. Juni 2016.

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