Österreichische Gegenwart
Unsere in Heft 23 begonnene Diskussion über die Beziehung des heutigen Österreichers zur Geschichte wie zur Gegenwart seines Landes, über Sein und Sinn einer österreichischen Nation und ihres Verhältnisses zur Umwelt, hat Verfechter der unterschiedlichsten Anschauungen und Überzeugungen auf den Plan gerufen und hat, im Verein mir einem lebhaft geäußerten Interesse aus Leserkreisen, aufs neue den von uns angestrebten Beweis erbracht, daß freier Meinungsaustausch, diese grundlegende Funktion und Qualität der Demokratie, auch in Österreich mit sehr lebendigen Ergebnissen gepflegt werden kann. Ob es sich im vorliegenden Fall um endgültige, für alle Diskussionspartner akzeptable Ergebnisse handelt, steht freilich dahin. Aber sie sollten doch etliches zur Klärung eines Problems beigetragen haben, das uns am Herzen liegt. — Zum Abschluß hat billigerweise nochmals Dr. Adam Wandruszka das Wort, dessen Beitrag, da er die Diskussion eröffnet hat, in ihrem Verlauf am häufigsten angefochten wurde. Zwei Zuschriften mögen das Gesamtbild der Meinungen ergänzen und ausrunden.

