FORVM » Print-Ausgabe » Jahrgänge 1954 - 1967 » Jahrgang 1954 » No. 2
Heinrich Graf Einsiedel • Benedikt Kautsky
PRO UND CONTRA

Jugoslawien

Das Thema „Jugoslawien“, das wir in diesem Heft zur Diskussion stellen, ist so vielschichtig‚ daß es sich kaum auf einen einzigen Nenner bringen läßt, zu dem man klare Stellung beziehen und ein eindeutiges Pro oder Contra äußern könnte. FORVM hat es darum für besser gehalten, den beiden Diskussionsteilnehmern erst keine solche Eindeutigkeit abzufordern, und hat jeden von ihnen sein eigenes Pro und Contra vorbringen lassen. Wenn wir die Ausführungen Einsiedels und Kautskys dennoch einander gegenüberstellen — jene als „Pro“, diese als „Contra“ —‚ so deshalb, weil sie von den Autoren so gemeint waren. Zur Ergänzung und Ausrundung des Überblicks über die jugoslawische Situation, wie sie sich nach dem Sturz Djilas’ darstellt, fügen wir dann noch die Bemerkungen und Interviews Alfred Joachim Fischers hinzu.

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Erstveröffentlichung im FORVM:
Februar
1954
, Seite 9
Autor/inn/en:

Heinrich Graf Einsiedel:

Heinrich Graf von Einsiedel ist als junger Offizier bei Stalingrad in russische Gefangenschaft geraten und hat dem unter sowjetischer Patronanz entstandenen Komitee „Freies Deutschland“ angehört, für das der Urenkel Bismarcks ein ebenso wertvolles Aushängeschild war wie die Generäle Paulus und Seydlitz. Nach Beendigung des Kriegs spielte er eine Zeitlang auch noch in der deutschen Ostzone die ihm zugedachte Rolle — bis es ihm eines Tags im Jahre 1948 zu dumm wurde. Er lebt seither als freier Schriftsteller in West-Berlin und hat sich erst unlängst drei Monate lang in Jugoslawien aufgehalten (leider nicht lange genug, um noch die Affäre Djilas verarbeiten zu können).

Benedikt Kautsky:

Benedikt Kautsky lehrt an der Otto-Möbius-Schule in Graz. Er ist der Sohn Karl Kautskys, eines der Gründer und Führer der österreichischen Sozialdemokratie, und seinerseits einer der angesehensten Theoretiker der heutigen SPÖ.

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