Hanns Eisler im Gespräch
Hanns Eisler, 1898 in Leipzig als Sohn des österreichischen Philosophen Rudolf Eisler geboren, Schüler Arnold Schönbergs, mit 26 Jahren Preisträger der Stadt Wien (in der Jury saß auch Richard Strauss), Professor an der University of Southern California, an der New School of Social Research in New York, schließlich an der Berliner Akademie der Künste, komponierte Symphonien, Kammermusik und Lieder, die alle viel zu selten in Österreich zu hören sind. Für seine Musik zum ersten Film Alain Resnais’ „Bei Nacht und Nebel“ erhielt er den Prix Jean Vigo, sein Buch „Komposition für den Film“ in der Oxford University Press ist ein Standardwerk auf diesem Gebiet. Seit 1928 arbeitete Hanns Eisler eng mit Bertolt Brecht zusammen, er schrieb die Musik u. a. für „Die Maßnahme“, „Die Mutter“, „Rundköpfe und Spitzköpfe“, „Gesichte der Simone Marchand“, „Tage der Kommune“, „Schwejk im Zweiten Weltkrieg“, „Galileo Galilei“ und vertonte zahlreiche Gedichte Brechts. Er starb 1962 in Ost-Berlin. — Die Gespräche mit Hans Bunge, dem Assistenten Brechts wurden auf Band aufgenommen; der Text soll im Reclam-Verlag (DDR) erscheinen. Wir verdanken die Genehmigung zum Abdruck dern Hanns-Eisler-Archiv der Deutschen Akademie der Künste.

