FORVM » Print-Ausgabe » Jahrgänge 1968 - 1981 » Jahrgang 1974 » No. 245
Heidi Pataki

Groschenbettler

Dichter vor der Gewerkschaft — II. Teil

Reine Berufsvertretungen der Schriftsteller hat es immer schon gegeben, angefangen vom „Leipziger Literatenverein“ von anno 1842 — was aber den Eintritt in die Gewerkschaft erst möglich macht, ist die Erkenntnis, daß der „freie Schriftsteller“, die freien geistigen Berufe überhaupt, nicht frei, sondern abhängig sind. Der Autor ist kein Unternehmer mehr, er tendiert zum Arbeitnehmer; sein Hauptproblem ist die Abhängigkeit, sie ist das eigentlich organisierende Moment.

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Erstveröffentlichung im FORVM:
Mai
1974
, Seite 51
Autor/inn/en:

Heidi Pataki:

Studierte Zeitungswissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Wien; Gedichtband „schlagzeilen“, Suhrkamp 1968; Literaturkritik Hessischer Rundfunk u.a. ORF Studio Steiermark (Essays über jugoslawische Literatur „Über die Grenzen“); Übersetzungen aus dem Serbokroatischen, Englischen. Von 1970 bis 1980 Redaktionsmitglied des FORVM. Sie gehörte 1973 zu den Gründungsinitator/inn/en der Grazer Autorinnen/Autorenversammlung, ab 1991 war sie deren Präsidentin.

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