Groschenbettler
Reine Berufsvertretungen der Schriftsteller hat es immer schon gegeben, angefangen vom „Leipziger Literatenverein“ von anno 1842 — was aber den Eintritt in die Gewerkschaft erst möglich macht, ist die Erkenntnis, daß der „freie Schriftsteller“, die freien geistigen Berufe überhaupt, nicht frei, sondern abhängig sind. Der Autor ist kein Unternehmer mehr, er tendiert zum Arbeitnehmer; sein Hauptproblem ist die Abhängigkeit, sie ist das eigentlich organisierende Moment.
