FORVM » Print-Ausgabe » Jahrgänge 1968 - 1981 » Jahrgang 1975 » No. 256
Angela Davis

Gefangen in New York

Eine ganz gewöhnliche Haftanstalt im Herzen der westlichen Zivilisation

Am 13. Oktober 1970 verhaftete das FBI Angela Davis nach zweimonatiger Verfolgungsjagd unter der Beschuldigung des Mordes, der Entführung und der Verabredung zum Mord im Zusammenhang mit ihrer angeblichen Rolle in der Schießerei im Gerichtsgebäude von Marin County. Bevor Angela nach Kalifornien überstellt wurde — wo sie 1972 von allen Anklagepunkten freigesprochen worden ist —‚ saß sie neun Wochen im New Yorker Frauengefängnis. Die folgenden Auszüge aus der soeben im New Yorker Verlag Random House erschienenen Autobiographie handeln davon.

Angela Davis, die Schülerin Herbert Marcuses, Mitglied des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der USA, lebt gegenwärtig in Oakland bei San Francisco und plant eine Rückkehr auf akademischen Boden. 1969 war sie vom rechtsradikalen Gouverneur Ronald Reagan von der Universität von Kalifornien in Los Angeles vertrieben worden. Gegenwärtig bewirbt sie sich um eine Dozentur an der Staatsuniversität von San Francisco. Sie möchte sich vor allem mit der Theorie der Unterdrückung der Frau beschäftigen. Allenfalls wird sie an privaten Colleges und freien Universitäten lehren.

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Erstveröffentlichung im FORVM:
April
1975
, Seite 53
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