FORVM » Print-Ausgabe » Jahrgänge 1954 - 1967 » Jahrgang 1962 » No. 101
Claus Gatterer

Der Freund stand links

Italienische Beiträge zur Diskussion um Südtirol

Im Sommer 1944 veröffentlicht eine Gruppe italienischer Politiker und Intellektueller, die im amerikanischen Exil leben, in der Zeitschrift „Life“ ein „Italienisches Manifest“, das als Programm für die demokratische Erneuerung ihrer Heimat dienen soll. Darin heißt es:

Sie (die Italiener) werden freiwillig — dessen sind wir sicher — die Kontrolle über einige kompakte deutsche oder slawische Gruppen im äußersten Norden und Nordosten der Halbinsel aufgeben. [1]

Unterzeichnet sind u.a. Arturo Toscanini, Randolfo Pacciardi, der Universitätsprofessor Lionello Venturi sowie der Historiker, Publizist und Politiker Gaetano Salvemini — durchwegs Linke.

Im gleichen Jahr übergibt Kanonikus Michael Gamper, der 1956 verstorbene Herausgeber und Chefredakteur der Bozener Tageszeitung „Dolomiten“, den Alliierten eine in seinem Florentiner Exil verfaßte Denkschrift, mit der er für die Südtiroler das Recht auf Selbstbestimmung fordert. [2]

Die Denkschrift des einen wie das Manifest der andern bleiben beim jeweiligen Partner ohne Echo. Wohl besteht Nachbarschaft im abstrakten Bekenntnis zum demokratischen Prinzip, aber die konkrete politische Begegnung ereignet sich nicht. Die Partner wissen nichts von ihrer Partnerschaft.

Bis zum Donarit-Sommer ...

Die Auseinandersetzung der Südtiroler mit ihrem neuen Staat beginnt 1918 als dramatischer Dialog mit nur einem Teil Italiens, dem nationalistisch-Konservativen. Mit dem „Italien Salveminis, das allein imstande ist, dieses Problem zu lösen“ (Leopoldo Piccardi) [3] kommt — von wenigen Ausnahmen abgesehen — kein Gespräch zustande. Das hat sich bis heute nicht geändert.

Hiebei spielen die ideologischen Antipathien ihre Rolle; von Konservativ zu Konservativ, von Bürgerlich zu Bürgerlich diskutiert’s sich leichter als über weltanschauliche Barrieren hinweg. Den im politischen Ghetto erzogenen und vielfach noch in den Kategorien der Zeit vor 1918 denkenden Südtirolern erscheint die Linke nicht minder anrüchig als vielen Linken das konservative Festhalten der Südtiroler an so bewährten Einrichtungen wie dem „Geschlossenen Hof“. Viel schwerer fällt noch ins Gewicht, daß sich der neue Staat für die Minderheit sogleich in Gestalt seiner Regierung (der zentralen in Rom oder der regionalen in Trient) darstellt, und die ist zumeist auf die nationalistisch-konservative Linie eingeschworen. So erscheint es den Südtirolern von vornherein für realpolitisch richtig, den Dialog mit jenen zu führen, welche die Macht haben, und nicht mit jenen, welche nur die oppositionelle Moral haben.

Die UNO-Debatten und der „Donarit-Sommer“ 1961 haben hierin einigen Wandel geschaffen. Einer Zeitschrift der christlich-demokratischen Linken, („Il Mulino“, Bologna) gelang es sogar, eine Art Gipfelgespräch zwischen der Spitzengarnitur der Südtiroler Volkspartei und einigen prominenten Politikern und Publizisten der italienischen Linken zu arrangieren. Das Gespräch blieb freilich zunächst ohne Folgen; in den „Dolomiten“ machte man sich über die vielen geistreichen Reden lustig. Erst die Haltung der Linken gegenüber den Mißhandlungen eines Teils der Häftlinge hat die breite Südtiroler Öffentlichkeit aufgeweckt. Zum ersten Mal seit 1918, und immer noch vage, erkennt man einen Verbündeten, von dem man bisher nichts gewußt hat.

Man begreift in Bozen allmählich, daß „Realpolitik“ ohne Meinungsbildung nicht ausreicht; daß die Reden geistreicher Intellektueller immerhin weniger abstrakt sind als die so häufig angerufenen Klauseln der Verträge; daß der Staat, in dem man lebt, nicht nur durch die jeweils herrschende Regierung, sondern auch durch den bunten Bogen seiner öffentlichen Meinung repräsentiert wird.

Die inneritalienische Diskussion über Südtirol, zu der die Linke die meisten und besten Beiträge geliefert hat, ist nicht zuletzt wegen jener langanhaltenden Südtiroler „Abstinenz“ (der sich auch Österreich noch nicht entwöhnt hat) bis heute historisch unerforscht und politisch ungenützt geblieben. Den potentiellen Partnern einer weit ausgreifenden Diskussion fehlt somit das Rohmaterial für ihre Auseinandersetzung, selbst wenn sie den Willen dazu haben. Solcherart verzichtet man — in der inneritalienischen wie internationalen Debatte — auf so unverdächtige Zeugen wie Cesare Battisti, Filippo Turati, Leonida Bissolati, Piero Calamandrei, Gaetano Salvemini.

Um Südtirol — das „cisalpine Tirol“, wie es vor 1918 heißt, soweit man nicht schon damals die historisch falsche Bezeichnung „Alto Adige“ vorzieht [4] — streitet man vor Beginn des Ersten Weltkrieges nicht nur zwischen Gegnern und Befürwortern des Kriegseintritts, sondern auch unter diesen — den „Interventionisten“. Hier sind vor allem Ettore Tolomei, Begründer des „Archivio per l’Alto Adige“ (1904), und der von ihm geführte nationalistisch-imperialistische Flügel für das Maximalprogramm „Italien bis zum Brenner“. Gegen die Einverleibung Südtirols ist jedoch der „linke“ Flügel der Interventionisten, vor allem der Sozialdemokrat Cesare Battisti. Dieser hat schon als Abgeordneter Trients im Wiener Reichsrat erklärt, daß sich „das italienische Erbe im Trentino nur erhalten läßt, wenn sich Trient aus der Vormundschaft Tirols löst“. [5] Er will zunächst eine Regionalautonomie für das Trentino, in Österreich „Welschtirol“ genannt. Das italienisch-sprachige Gebiet zwischen Salurn und Ala soll von Innsbruck unabhängig werden. Battisti gibt hierfür die gleiche Begründung, mit der die Südtiroler heute die Lösung der Zwangsehe Südtirol-Trentino verlangen:

Die gefährlichste Waffe (der österreichischen Regierung) ist der gewaltsame, widernatürliche Zusammenschluß des Trentino mit den deutschen Provinzen Tirols, die Unterwerfung von 300.000 Italienern unter eine deutsch-sprachige Majorität von mehr als einer halben Million. [6]

Als Battisti dies schreibt, ist er freilich schon Irredentist und Interventionist geworden. Er will nun die Vereinigung des Trentino mit Italien, und er ist überzeugt, daß dies sich nicht anders bewerkstelligen läßt als durch Teilnahme Italiens am bevorstehenden Krieg gegen Österreich. Anderseits ist er weiterhin gegen Ansprüche auf Südtirol:

Uns erschiene es als Dummheit, Rechte auf Meran und Bozen anzumelden! [7]

Im März 1913 wendet sich Battisti „gegen jene italienischen Publizisten, die allzu leichtfertig Tirol mit dem Trentino verwechseln und mit geringer Logik Italiens Grenzen bis zum Brenner ausgedehnt sehen möchten“. Das letzte und feierlichste Zeugnis für die Grenze bei Salurn legt Battisti vor dem österreichischen Militärgericht in Trient ab:

Alles, was ich getan habe, diente meinem politischen Ziel, das darin bestand, die italienischen Provinzen Österreichs in die Freiheit zu führen und mit dem Königreich Italien zu vereinen. [8]

Die offizielle italienische Politik unter Antonio Giolitti hält zunächst am Dreibund fest, aber sie fordert von Wien energisch die Autonomie für das Trentino. Unter dem Ministerpräsidenten Prof. Antonio Salandra vollzieht sich ab März 1914 allmählich jene außenpolitische Wendung, die im Mai 1915 zum Kriegseintritt führt. Salandra verlangt von Wien das Trentino und Triest, doch erklärt er noch im März 1915 nach einer Aussprache mit dem deutschen Botschafter von Bülow:

Da wir uns der Politik des Irredentismus verschrieben haben, können wir vernünftigerweise nicht verlangen, uns aus Gründen der Strategie und des militärischen Nutzens 200.000 Deutsche einzuverleiben. [9]

Einen Monat später, am 26. April 1915, unterzeichnen Italien und die Vertreter der Triple-Entente den „Londoner Vertrag“, dessen Artikel 4 lautet:

Im Friedensvertrag wird Italien erhalten: das Trentino, das cisalpine Tirol mit seiner geographischen und natürlichen Grenze ...

„Bestialische Theorien“

Mit dem unter Salandra sich anbahnenden außenpolitischen Kurswechsel ist nicht nur Italiens Kriegseintritt gegen Österreich, sondern auch die Erreichung der „natürlichen Grenze“ am Brenner in den Bereich des Möglichen gerückt. Die Auseinandersetzung unter den Irredentisten wird nun schärfer. Ettore Tolomei, Wortführer der Maximalisten, wendet sich mit Vehemenz gegen alle „Salurnisten“, die statt des Brenner die Salurner Klause als Grenze wünschen. Salvemini, wie Battisti Sozialist und Interventionist, will endlich Klarheit haben. Am 26. Dezember 1914 schreibt er an seinen Freund Battisti:

Ich möchte wissen: 1. Wieviele Deutsche und wieviele Italiener gibt es nach der letzten österreichischen Volkszählung zwischen Brenner und Salurn ... 5. Glaubst Du, daß die natürliche, mit der Grenze der kompakten Sprachgebiete zusammenfallende Grenzlinie militärisch gesehen schlecht ist ...? [10]

Battisti antwortet am 1. Jänner 1915:

Was Südtirol anlangt, glaube ich, daß man heute ohneweiteres die napoleonische Grenze [11] verfechten könnte. Was eine Grenzziehung weiter nördlich anlangt, so habe ich meine Zweifel; öffentlich äußere ich sie nicht, denn ich bin Irredentist und es ist nicht meine Aufgabe, den Wert des Maximalprogramms der Irredentisten zu schmälern ... Militärisch ist die Brennergrenze unüberwindlich; die napoleonische eher schwach; die reine Sprachgrenze bei Salurn sehr gut. Ich bin der Ansicht, daß eine Verteidigung des Gebietes, sofern man nach Südtirol vordringen sollte, auf dieser inneren Linie, unter Preisgabe Bozens, erfolgen müßte. [12]

Salvemini empfahl zwar seinem Freund, „sich aus einer eventuellen Polemik herauszuhalten“, [13] doch zögerte er selbst nicht, sich mit seinem ganzen Temperament in diese zu stürzen. Am 15. Jänner 1915 verwertete er das von Battisti zur Verfügung gestellte Material in seiner Zeitschrift „Unità“:

Man beweise uns einmal, daß der militärische Vorteil der Brennergrenze derart groß ist, daß er alle Schwierigkeiten und politischen Schäden eines unbesiegbaren deutschen Irredentismus zwischen dem Brenner und Bozen aufwiegen würde — dann werden wir unsere Ansicht ändern. Aber man glaube nicht, uns mit bestialischen historischen und politischen Theorien überzeugen zu können ... [14]

Tolomei und die Faschisten versuchen späterhin, Battisti für sich zu reklamieren, jedoch zweifellos zu Unrecht. Alatri [15] berichtet unter Berufung auf eine mündliche Mitteilung der Tochter Battistis, Livia, daß der Trienter Freiheitskämpfer nach seiner 1914 erfolgten Flucht nach Italien „von den österreichischen Behörden wegen seiner Schulden als Herausgeber der Zeitung „Il Popolo“ verfolgt wurde. Viele seiner Landsleute leugneten daraufhin vor dem österreichischen Gericht, daß sie seine Gläubiger wären. In dieser Form wurde Battisti auch von Tolomei unterstützt.“ [16] Alatri schließt daraus, daß Battisti „desto größere Skrupel“ gehabt habe und sich mit Tolomei deshalb in keine offene Polemik über die Brennergrenze einlassen wollte. Ugo Facco de Lagarda, einer der ersten italienischen Beamten in Südtirol, weiß jedoch über die fortdauernde Divergenz in den Zielen der Irredentisten zu berichten:

Der Brenner war das Maximalprogramm des liberalen Trienter Nationalismus. Auch der Sozialist Battisti konnte dieses höchste Ziel nicht öffentlich verleugnen, doch neigte er persönlich der günstigen und vernünftigen Sprachengrenze in der Klause von Salurn zu ..., einer Grenze, die sich ebensogut verteidigen ließe wie jene am Brenner. [17]

Im Sommer 1915 treten sowohl Battisti wie Salvemini freiwillig in die italienische Armee ein, Battisti als Offizier der Alpini an der Trienter Front. Salvemini schreibt ihm am 25. Oktober 1915:

Lieber Battisti, ... Ich hoffe, daß wir uns in Trient begegnen. Du weißt sehr gut, daß der einzige Punkt unseres irredentistiischen Programms, den ich uneingeschränkt unterstütze, Trient betrifft. Nun, da Wilhelm II. auch aus mir einen Krieger gemacht hat, möchte ich wenigstens dort Krieger sein, wo es mir am besten gefällt. [18]

Nach der Hinrichtung Battistis in Trient (1916) schreibt Salvemini der jungen Witwe Ernesta:

Battisti hätte im Nachkriegs-Italien der Vertreter des besten Bevölkerungsteiles der befreiten Gebiete sein müssen ..., jenes Teils, der im Krieg nicht die Konjunktur sah, die genützt werden muß ... Battisti hätte durch das Prestige seiner Persönlichkeit all das Schlechte neutralisieren müssen, das soviele ‚Irredentisten‘, den Patriotismus mißbrauchend, anstellen werden. [19]

„Unsere italienischen Preußen“

Battisti, Salvemini und der reformistische Sozialist Leonida Bissolati, einer der ältesten Freunde Filippo Turatis, sind die führenden Köpfe des „demokratischen Interventionismus“. [20] Nach Battistis Tod — Salvemini ist noch an der Front — wird Bissolati zum energischen Anwalt einer vernünftigen Friedensregelung. Die Gegensätze innerhalb der 1917 zustandegekommenen Regierung Vittorio E. Orlando verschärfen sich, je näher das Kriegsende rückt:

Die Gruppe um Bissolati berief sich in ihrem außenpolitischen Programm auf das Prinzip der nationalen Selbstbestimmung, die Nationalisten und die Anhänger des Außenministers Sonnino waren jedoch zahlreicher und verfochten offen ihren Expansionismus.

(Tagliocozzo) [21]

In einer Kabinettssitzung in der ersten Dezemberhälfte 1918 verlangte Bissolati, daß Italien

keinen Anspruch auf das deutsche Tirol (Linie Etsch—Eisack) auf Dalmatien und auf den Dodekanes erhebe; es soll diesen Verzicht von sich aus und von vornherein dem Friedenskongreß bekanntgeben“. [22]

Orlando und Sonnino lehnen den nur von Francesco Saverio Nitti unterstützten Vorschlag Bissolatis ab; Ivanoe Bonomi, gleichfalls Reformsozialist, schweigt. Bissolati erklärt daraufhin seine Demission. Am 11. Januar 1919 stellt er sich in der Mailänder Scala der Öffentlichkeit, nicht, um sich zu rechtfertigen, sondern um vor einer politischen Entwicklung zu warnen, die ihm gefährlich erscheint:

Meine Anschauungen über die Annexion jenes Teils des deutschen Tirols, der zwischen Bozen und Brenner liegt, werden von wenigen geteilt. Es sind vielleicht die Anschauungen eines Einsamen. Doch weiß ich, daß sie von einigen meiner Trienter Freunde geteilt werden, die Cesare Battistis Brüder im Glauben und im Handeln gewesen sind ... Die Trennung nach Rasse, Geisteshaltung und Brauchtum (zwischen Südtirol und dem Trentino) könnte nicht tiefer sein. Hält man die Einwohner des Trentino für Tiroler, so ärgern sie sich: sie sind reine italienische Rasse, jene aber sind deutsche Rasse und sie wollen es bleiben. Solange sie Österreich in einer einzigen Gebietskörperschaft beisammenhielt, waren die Tiroler die Unterdrücker und die Trentiner die Unterdrückten. Ich glaube nicht, daß die Trentiner darüber erfreut wären, die Rollen nun zu vertauschen ... Wir müssen uns fragen, ob es für Italien von Nutzen sein wird, innerhalb der eigenen Grenzen den Keim des deutschen Irredentismus zu legen. Italien hegt zuviel Groll gegen das deutsche Volk, als daß gerade wir es unternehmen sollten, diesem Volke jene Aureole zu vermitteln, mit welcher die in ihren Lebensrechten und nationalen Gefühlen gedemütigten Völker sich zieren. [23]

Bissolati kann seine Rede nicht zu Ende halten. An der Spitze einer Schlägergruppe seiner „Fasci di Combattimento“, aus denen sich später die Faschistische Partei (PNF) entwickelt, dringt Mussolini in die Scala ein und läßt Bissolati niederbrüllen.

Am 18. Januar 1919 schreibt Salvemini in seiner „Unità“:

Hätten wir die Gewißheit, daß unsere Regierung imstande wäre, den Eingebungen unserer Preußen zu widerstehen, die Südtirol nur erobern wollen, um die Deutschen dort zu unterdrücken und für die ‚Erbsünde‘, daß sie den Brenner überschritten haben, zu bestrafen; hätten wir die Gewißheit, daß unser Parlament den Südtirolern vollkommene Autonomie gewähren und daß kein einziger italienischer Beamter hinaufgeschickt würde, um die österreichischen Verwaltungseinrichtungen zu stören und um zum Haß gegen Italien aufzureizen; hätten wir die Gewißheit, daß unsere Regierung imstande wäre, aus Südtirol so etwas wie einen Schweizer Kanton zu machen, dessen Verwaltung, Schule und religiöses Leben völlig autonom wäre, der einen vom Parlament völlig unabhängigen Landtag besäße ...; könnten wir uns schließlich auf die Intelligenz und den gesunden Menschenverstand unseres Parlaments, unserer Bürokratie und unseres verabscheuungswürdigen Journalismus verlassen: dann fiele es uns wesentlich leichter, uns zur Brennergrenze zu bekennen. Leider aber haben wir Grund zum Zweifel ... [24]

Im Herbst 1918 hält als erster ziviler Repräsentant des italienischen Staates Ettore Tolomei seinen Einzug in Bozen; Salvemini charakterisiert ihn als „den Mann, der die raffiniertesten Methoden erfand, um die Minderheiten zu quälen“. [25]

[1„Life“, 12. Juni 1944. Deutscher Text bei Wolfgang Pfaundler: Südtirol, Wien, 1958.

[2Vollständiger Text bei Toni Ebner: Südtirol in Not und Bewährung, Bozen, 1955.

[3Leopoldo Piccardi: Alto Adige 1961, „Il Mondo“, Rom, 19.9.1961.

[4„Antonio Salandra weist zu Recht auf die Inopportunität der von Tolomei geschaffenen amtlichen Benennung ‚Alto Adige‘ hin; Tolomei griff auf die Bezeichnung des napoleonischen Departements 1810-1814 zurück, das territorial durchaus nicht mit dem jetzigen Gebiet übereinstimmte; es waren Meran, der Vinschgau und das Passeiertal ausgeklammert, wogegen es Trient umfaßte“ (Prof. Giuseppe Tramarollo in „Alto Adige“, Bozen, 4.5.1961).

[5Paolo Alatri: La Questione dell’Alto Adige (I precedenti storici). Gemeinsam mit Edio Vallini. Florenz, 1961.

[6Cesare Battisti: Il Trentino, Novara, 1914.

[7Ernesta Battisti, Cesare Battisti e l’Alto Adige, „Il Ponte“, Florenz, Februar 1956.

[8Ernesta Battisti, a.a.O., schreibt hiezu kommentierend: „Nie hat B. Südtirol als italienische Provinz bezeichnet.“

[9Olindo Malagodi: Conversazioni della Guerra 1914-1919, Mailand, 1960.

[10Enzo Tagliacozzo: Lettere inedite di Salvemini ai Battisti; 1. Teil: Patrioti e speculatori, „Il Mondo“, 6. Juni 1961; 2. Teil: Brennero o Salorno, „Il Mondo“, 13. Juni 1961.

[11Die „napoleonische Grenze“ verläuft zwischen Bozen und Meran bei Gargazon, zwischen Bozen und Brixen bei Waidbruck südlich von Klausen. Bozen, Überetsch (Kaltern-Eppan) und das gesamte Unterland zwischen Bozen und Salurn liegen südlich dieser Grenzlinie.

[12Tagliacozzo a.a.O.

[13Tagliacozzo a.a.O.

[14Tagliacozzo a.a.O.

[15Alatri a.a.O.

[16Ettore Tolomei: Memorie di Vita, Mailand, 1948.

[17Ugo Facco De Lagarda: Bolzano felix, „Il Mondo“, 5.9.1961.

[18Tagliacozzo a.a.O.

[19Tagliacozzo a.a.O.

[20Alatri a.a.O.

[21Tagliacozzo a.a.O.

[22Raffaele Colapietra: Leonida Bissolati, Mailand, 1958.

[23Tagliacozzo a.a.O., Alatri a.a.O.

[24Tagliacozzo a.a.O.

[25Gaetano Salvemini: Mussolini diplomatico, Bari, 1953.

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Erstveröffentlichung im FORVM:
Mai
1962
, Seite 193
Autor/inn/en:

Claus Gatterer:

Leiter des außenpolitischen Ressorts der „Presse“, ehemals Mitherausgeber und seit langem ständiger Mitarbeiter des FORVM.

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