Biennale-Skandal?
Entscheidungen, wie sie der österreichische Kommissar für die Biennale in Venedig, Museumsdirektor i. R. Professor Vinzenz Oberhammer‚ zu treffen hat, sind selten unstrittig. Zu der diesjährigen Nominierung (Adolf Frohner, Karl Anton Wolf, Gerhard Mosswitzer) und zum Zeitpunkt der Nominierung sowie zum Wert der Biennale für die Nominierten haben wir eine Umfrage veranstaltet, die in vielen Punkten fast so etwas wie Einmütigkeit zeigt. Kristian Sotriffer, Kritiker und Mitarbeiter des Schroll-Verlages, leitet die Umfrage ein, der Maler Josef Mikl, Professor an der Akademie für bildende Kunst, und der Bildhauer Roland Goeschl antworten als Teilnehmer der vorigen Biennale, Adolf Frohner als eben nominierter Graphiker, Walter Pichler und Arnulf Rainer als Unterzeichner und Stifter einer Stipendienausschreibung für österreichische Kulturbeamte (siehe Anhang), Msgr. Mauer, Leiter der einzigen international renommierten Privatgalerie Wiens (Galerie nächst Sankt Stephan), als hervorragender Mentor der österreichischen Avantgarde, der zweifellos wie kein anderer befugt wäre, zu bestimmen, wer Österreich im Ausland auf dem Gebiet der bildenden Kunst vertreten soll.



