FORVM » Print-Ausgabe » Jahrgänge 1968 - 1981 » Jahrgang 1970 » No. 197/I
Adolf Frohner • Roland Goeschl • Otto Mauer • Josef Mikl • Walter Pichler • Arnulf Rainer • Kristian Sotriffer

Biennale-Skandal?

Eine Umfrage

Entscheidungen, wie sie der österreichische Kommissar für die Biennale in Venedig, Museumsdirektor i. R. Professor Vinzenz Oberhammer‚ zu treffen hat, sind selten unstrittig. Zu der diesjährigen Nominierung (Adolf Frohner, Karl Anton Wolf, Gerhard Mosswitzer) und zum Zeitpunkt der Nominierung sowie zum Wert der Biennale für die Nominierten haben wir eine Umfrage veranstaltet, die in vielen Punkten fast so etwas wie Einmütigkeit zeigt. Kristian Sotriffer, Kritiker und Mitarbeiter des Schroll-Verlages, leitet die Umfrage ein, der Maler Josef Mikl, Professor an der Akademie für bildende Kunst, und der Bildhauer Roland Goeschl antworten als Teilnehmer der vorigen Biennale, Adolf Frohner als eben nominierter Graphiker, Walter Pichler und Arnulf Rainer als Unterzeichner und Stifter einer Stipendienausschreibung für österreichische Kulturbeamte (siehe Anhang), Msgr. Mauer, Leiter der einzigen international renommierten Privatgalerie Wiens (Galerie nächst Sankt Stephan), als hervorragender Mentor der österreichischen Avantgarde, der zweifellos wie kein anderer befugt wäre, zu bestimmen, wer Österreich im Ausland auf dem Gebiet der bildenden Kunst vertreten soll.

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Erstveröffentlichung im FORVM:
Mai
1970
, Seite 539
Autor/inn/en:

Kristian Sotriffer:

Otto Mauer: Msgr. Prof. Otto Mauer, geistlicher Berater der Katholischen Aktion in der Erzdiözese Wien, hat sich mit den Gegenwartsproblemen der Kirche auch publizistisch auseinandergesetzt; zu den von ihm veröffentlichten Schriften gehören „Kunst und Christentum“, „Auferstanden“ und „Das Verborgene Antlitz“.

Arnulf Rainer:

Geboren 1929, besuchte drei Tage lang die Akademie der bildenden Künste in Wien, lebt seitdem abwechselnd hier, in Paris und in Berlin. Er erhielt 1964 den Preis des Theodor-Körner-Stiftungsfonds und 1966 den Österreichischen Staatspreis für Graphik. Einzelausstellungen u. a. in der Galerie St. Stephan, Wien, Casallina, Venedig, Schmela, Düsseldorf, Springer, Berlin, Minami, Tokio, Hartmann, München, zahlreiche Beteiligungen oder Gruppenausstellungen. 1959 Gründung des „Pintorariums“, einer Anti-Akademie, gemeinsam mit Ernst Fuchs und Fritz Hundertwasser. 1966 Zeichnungen unter Drogeneinfluß (Mescalin und Psilocybin) in der Universitätsklinik Lausanne.

Adolf Frohner:

Josef Mikl:

Roland Goeschl:

Walter Pichler:

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