FORVM » Print-Ausgabe » Jahrgänge 1968 - 1981 » Jahrgang 1968 » No. 171-172
Balduin Schwarz

Anti-Antisemitismus statt Christentum

Noch einmal: „Gottes erste Liebe“ von Friedrich Heer

Vorbemerkung: Für den Unterzeichneten, konfrontiert mit dem verschleimten Allgemeinzustand seines österreichischen Vaterlandes, haben Meinungskämpfe mit dem Ziel der Wahrheitssuche prinzipiellen Reiz. In diesem Sinn veröffentlicht er die nachfolgende, im vorigen Heft schon angekündigte Kontra-Rezension zur dort abgedruckten Pro-Rezension von Wilhelm Dantine. Nicht ohne beizufügen, daß er, welcher an knapp vorangehender Stelle dieses Heftes sich auf Seite von Balduin Schwarz findet, diesfalls anderswo steht: auf Seite von Friedrich Heer — dessen Fehlerhaftigkeit im folgenden eindrücklich bewiesen wird; vor dessen Lauterkeit der Gesinnung er sich in brüderlicher Freundschaft beugt; dessen Genie ein wurzeltiefes österreichisches Produkt ist; dessen radikales Christentum er für unbezweifelbar hält.

Günther Nenning

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Erstveröffentlichung im FORVM:
März
1968
, Seite 195
Autor/inn/en:

Balduin Schwarz:

Geboren 1902 in Hannover, ist seit 1964 ordentlicher Professor der Philosophie an der Universität Salzburg und Vorstand des Institutes für Philosophie. Er studierte bei Jaspers, Scheler, Nicolai Hartmann, Dietrich von Hildebrand, promovierte in München, habilitierte sich in Münster bei Peter Wust. Als aktiver Gegner des NS-Regimes verließ er 1933 freiwillig Deutschland und wurde ausgebürgert. Die Emigration verbrachte er in der Schweiz, in Österreich, in Frankreich und — nach abenteuerlicher Flucht vor der Gestapo wegen seiner Verbindung mit dem Maquis — in den USA, wo er Professor an der Fordham-Universität war. Hauptwerke sind: „Der Irrtum in der Philosophie“, „Ewige Philosophie“, „The Human Person and the World of Values“. Im FORVM, August/September sowie Oktober 1965 erschien sein Aufsatz „Das Elend des Atheismus“ („Antwort an einen Atheisten“).

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